Frage von Sternchen456678, 133

Wie gehe ich mit dem tot meines Kindes um?

Guten abend ... Vor drei Monaten habe ich mein Kind verloren. Es war auch schon etwas älter ... Es war kein natürlicher tot .. Ich komme einfach nicht mehr seit dem zurecht. . Ich weiß nicht was ich tun soll . Vielleicht ist hier jemand der vielleicht was ähnliches Erlebt hat ..

Antwort
von Dragonloard, 66

Mein Beileid.

Ich rate dir einen Psychologen aufzusuchen, der dir bei der Trauerbewältigung zur Seite steht. Das heisst keinesfalls das du verrückt bist, aber vielen Menschen hilft das. Diese Fachleute können dir mit Gesprächen und Therapien helfen, das geschehene zu verarbeiten.

Alles Gute!

Antwort
von BertRollmops, 18

Oh Gott! Das ist wirklich schrecklich. Meine ernst gemeinte Anteilnahme wird Deinen Schmerz kaum lindern. Dennoch möchte ich Dir zunächst mein Beileid aussprechen. 

Drei Monate, das ist kaum genug Zeit, um überhaupt zu realisieren, was da passiert ist. Meine Frau ist vor 2 Jahren schlagartig verstorben, die Fassungslosigkeit holt mich immer noch ein. Dennoch ist es schon anders geworden, mein Sohn und ich haben gelernt, weiter zu gehen, auch, wenn es oft noch so schwer ist. Und ohne Hilfe von außen hätten wir das auch nicht geschafft.

Das fing an, als ich die Nachricht auf dem Krankenhausflur vom Arzt bekam, das es ihm sehr leid täte. Das schwarze Loch hatte unsere Familie sofort eingesaugt und jeden klaren Gedanken unmöglich gemacht. Schon dort bekam ich Begleitung durch ein Krisenteam, dem ich mich "ergeben" hatte, weil ich selber nicht mehr denken oder handeln konnte.

Dann wurde ich selber suizidal. Der Sinn im Leben kam mir völlig abhanden. Ich wurde zwangseingewiesen. Und wollte doch zu meiner Frau. Das war die schlimmste Zeit meines Lebens. 

Dennoch hatten viele Menschen viel Geduld mit mir. Waren unglaublich hilfsbereit. Und sind es bis heute. 

Ich bin nach wie vor in Behandlung, gehe aber wieder zur Arbeit und mache mit meinem Sohn Ausflüge, bei denen wir Glück empfinden und uns gegenseitig stützen. Das war für mich nicht vorstellbar. Das konnte ich mir auch nicht zugestehen, ich hatte mir einfach auch nicht erlaubt, zu lachen, zu lächeln, entspannt zu sein. Und doch ist es passiert. Wir leben wieder.

Und das wichtigste dabei: ich hatte immer Angst, die Erinnerung an meine Liebe zu verlieren. Aber das ist nicht passiert. Ich trage sie für immer in meinem Herzen, sie ist ein Teil von mir. Und ich versuche immer wieder, über sie zu sprechen, anderen zu vermitteln, was für ein wundervoller Mensch sie war. Das hält sie lebendig. Bis wir uns wiedersehen.

Du hast nichts zu verlieren. Also hol Dir Hilfe. Es gibt z.B. bei uns einen Verein für "verwaiste Eltern", Trauergruppen, aber auch therapeutische Unterstützung usw. Das bist Du Deinem Kind schuldig. Es möchte Dich nicht so traurig sehen. Auch wenn Dir unmöglich scheint, seine Entscheidung zu akzeptieren. Wenn Du traurig, wütend oder verzweifelt bist. Das darfst Du alles sein, es wäre ja auch nicht zu verstehen, wenn Du das nicht wärst. Es gibt auch Zeiten, da fühlst Du gar nichts. Aber Du musst Vertrauen haben.

Ich hätte mir und meinem Sohn im Mai 2014 das Leben genommen. Gott sei Dank kam es anders. Und so hoffe ich heute, Dir etwas Mut machen zu können, wenn ich Dir schon nicht den Schmerz nehmen kann. Das macht die Zeit, in der wir reifen zu Menschen, die eine neue, weite Sicht auf die Welt haben. Bitte mach weiter. Alles Liebe und Gute für Dich und Deine Familie!

Antwort
von Akainuu, 57

Mein Beileid.

Ich kann deinen Schmerz nicht einmal im Ansatz verstehen, aber trotzdem trifft einen solch eine Frage sehr.

Zu diesem Zeitpunkt darfst du dich auf keinen Fall von deinem Umfeld abkapseln, rede mit den Leuten und sei viel unter anderen Menschen.

Im Fall der Fälle würde ich einen Psychologen kontaktieren, denn das hilft - selbst wenn du einfach darüber redest.

Nochmal: Mein Beileid, ich hoffe, du stehst das durch. Sei stark!

Antwort
von FrlZett, 38

Die Piätet weiß Ansprechpartner in Deiner Nähe, Kirche auch, ebenso Opferhilfeeinrichtungen wie Caritas, ProFamilia etc.

Such Dir bitte direkte Hilfe!

Es gibt je nach Region da unterschiedliche Ansprechpartner. Google mal nach "Trauerberatung" in Deiner Region.

LG, FrlZ

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