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Wie gehe ich mit dem Sterben meines Opas um?

gefragt von emmelotte am 14.07.2008 um 20:46 Uhr

Heute sagten uns die Ärzte im Krankenhaus, dass er nur noch drei bis vier Tage leben wird. Wir Angehörigen haben uns jetzt so eingeteilt, dass Tag und Nacht immer jemand bei ihm ist. Ich bin übermorgen Nachmittag dran. Wie soll ich mit ihm umgehen? Was tue ich, wenn es passiert wenn ich bei ihm bin? Ich habe solche Angst davor! Wie reagiere ich wenn Leute kommen, um sich von ihm zu verabschieden? Werde ich es rechtzeitig merken wenn es soweit ist?


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Wolpertinger
beantwortet von Wolpertinger am 14. Juli 2008 20:50
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Sei einfach nur für deinen Opa da.

Hallte seine Hand.

Lese ihn vielleicht etwas vor oder erzähle ihm etwas.

Verabschiede dich.

Wenn Du ein enges körperliches Verhältnis zu deinen Opa hattest kannst Du dich auch zu ihm ins Bett legen.

Wenn jemand kommt um sich zu verabschieden, ziehe dich evtl. zurück.

Sorge an diesen Nachmittag gut für dich.

Es kann sein das Du es bemerkst wenn dein Opa stirbt es kann aber auch sein das er einfach einschläft und das Herz dann aufhört zu schlagen.

Manche Menschen warten auf den Zeitpunkt wo sie alleine sind zum sterben.

Also mache dir keine Vorwürfe wenn dein Opa stirbt wenn er alleine ist.

Alles liebe und viel kraft Wolpertinger

Kommentar von mariamutter am 15. Juli 2008 13:27

Super Antwort!

Bei meinem Vater stockte erst die Atmung, der Puls war noch da, dann dauerte es nicht mehr lange, und er war für immer "eingeschlafen" . Irgendetwas Schreckliches war nicht dabei! Meine Kinder haben sich dann noch von ihm verabschieden dürfen, auch für sie war nichts Schreckliches dabei!

Also: keine Angst!


anonym
beantwortet von Snowwant am 14. Juli 2008 20:52
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  1. du wirst nicht alleine sein, es ist eine Pflegekraft anwesend, die du immer um Hilfe bitten kannst

  2. begegne ihm natürlich, liebevoll.. versuch ihm die letzten Stunden zu erleichtern, Schweiss abwischen, Trinken reichen, erzähle von dir und deinem Leben, auch wenn es den Anschein hat, dass er nicht mehr allzuviel mitbekommt...- er bekommt mehr mit als du denkst...

  3. Körperkontakt...streichle ihn, wenn er das zulässt. Deine Berührungen, dein Atem werden ihn beruhigen.

  4. Der Sterbende will gehen wollen, ohne dass da noch was offen steht, frag ihn, ob er sich noch mal mit dir über ein besonderes Thema austauschen mag.

ja, und wenn alles gut läuft, dann kannst du Abschied nehmen, indem du ihn seinen Weg beschreiten lässt !


Trudel1402
beantwortet von Trudel1402 am 14. Juli 2008 20:53
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Als mein Opa gestorben ist waren wir alle dabei. Es war richtig schön. Erwußte das seine Lieben da waren und konnte in Ruhe einschlafen. Hab keine Angst.

Kommentar von emmelotte am 14. Juli 2008 21:27

ich danke dir, trudel. ich hoffe so sehr, dass mein opa auch friedlich einschlafen wird - auf jeden fall wird er nicht alleine sein!


butz1510
beantwortet von butz1510 am 14. Juli 2008 20:52
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Du sitzt neben ihm wie immer, hältst vielleicht seine Hand, erzählst ihm was Schönes, an das Du Dich erinnerst und sagst ihm vielleicht auch nochmal, wie gern Du ihn magst und dass Du sehr traurig findest, dass er Dich jetzt verlässt. Du kannst auch einen Brief schreiben, wenn Du neben ihm sitzt, in den Du alles reinschreibst, was Dir einfällt. Gutes und auch Schlechtes (sofern vorhanden). Den Brief könntest Du dann - wenn Du das schaffst - ganz oder in Auszügen auf der Beerdigung vorlesen. Wenn jemand kommt, der sich verabschieden möchte, dann weint Ihr halt beide. Das ist normal und tut irgendwie auch gut. Du merkst, wenn es zu Ende geht und das ist kein schöner Anblick und die Geräusche sind auch schon ein bisschen Furcht erregend. In aller Regel bekommt man das aber von einem Arzt erklärt, damit man sich nicht allzu sehr erschreckt. Alles Gute für Dich!

Kommentar von 2dc56293bded079f1517504c274b3034smallengelhaar am 14. Juli 2008 21:03

Bitte nicht sagen, das es Dich traurig macht, das weiß er selbst, sage ihm lieber das es in Ordnung ist wenn er jetzt gehen möchte, streichle seine Hände und Summe evtl. auch ein leises Lied, hab keine Angst, denn Deine Ruhe wird sich auf ihn übertragen.

Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Gute


pascal7
beantwortet von pascal7 am 14. Juli 2008 20:50
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hallo emmelotte, wie alt bist du denn, wenn ich das fragen darf? sicherlich wirst du nicht alleine mit der aufgabe dastehen - oder doch? sei einfach in seiner nähe und ganz ruhig. wenn er schlafen sollte, kannst du ihm trotzdem dinge erzählen, die dich bewegen und die du ihm sagen möchtest. und sonst - ja hör einfach auf dein gefühl! du wirst das schon richtig machen... alles liebe!



marbeja
beantwortet von marbeja am 14. Juli 2008 20:52
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Ja das merkt man meistens an den Augen.Du mußt keine Angst haben davor, viel schlimmer ist Dein Schmerz über den Verlust Deines Opas. Dein Opa wird sein Leben gelebt haben und wird nun bald von seinen Qualen befreit.Ich wünsche Dir viel Kraft für die nächsten Tage


EvaDu
beantwortet von EvaDu am 14. Juli 2008 21:14
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Ich finde Deine Formulierung "ich bin übermorgen dran" etwas fragwürdig. Wenn Du diese "Schicht" nicht machen möchtest, sag das einfach Deinen Eltern. Du kannst auch sicherlich so zu Deinem Opa gehen und Dich verabschieden wenn jemand anderes bei ihm bist. Wenn Du Dich mit der Aufgabe nicht wohl fühlst (und das klingt so für mich etwas heraus) solltest Du es nicht übernehmen und Dich nicht zwingen lassen...

Kommentar von emmelotte am 14. Juli 2008 21:18

nein, es ist nicht so, dass ich es nicht machen möchte. ich habe nur eben angst davor - andererseits will ich gerne noch die zeit mit ihm verbringen. ich bin auch so schon jeden tag bei ihm, aber eben nicht alleine. mich zwingt niemand dazu, ich wurde gefragt ob ich es machen möchte und ich habe ja gesagt. und ob es menschen gibt die sich in dieser situation "wohl fühlen" würden bezweifle ich mal ganz stark.

Kommentar von mariamutter am 15. Juli 2008 13:31

DH für Deine mutige und ehrliche Antwort! Niemand weiß vorher, wie es ihm gehen würde, wenn es so weit ist - und wer hätte nicht auch etwas Angst dabei??

Wichtig: manche warten mit dem Sterben, bis sie für einige Zeit allein sind, weil es ihnen dan nleichter fällt, zu gehen - mach Dir dann keine Vorwürfe, ihn allein gelassen zu haben!!


anonym
beantwortet von mariamutter am 15. Juli 2008 13:36
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DH für Deine Frage!

Niemand weiß vorher, wie es ihm gehen würde, wenn es so weit ist, einen Sterbenden zu begleiten - und wer hätte nicht auch etwas Angst dabei??

Wichtig: manche warten mit dem Sterben, bis sie für einige Zeit allein sind, weil es ihnen dan nleichter fällt, zu gehen - mach Dir dann keine Vorwürfe, ihn allein gelassen zu haben!!

Und: vielleicht ist es für Dich persönlich bei aller Angst auch eine wichtige, positive Erfahrung!!


anonym
beantwortet von krisses am 14. Juli 2008 20:48
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mach dich nicht vorher verrückt, sei einfach für ihn da und rede mit ihm!!! leicht gesagt ich weiß aber du packst das schon.


baer1
beantwortet von baer1 am 14. Juli 2008 20:49
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Mach dir klar, daß Sterben zum Leben dazugehört. Verhalte dich wie immer,sei für ihn da, hör ihm zu.


Klaus0808
beantwortet von Klaus0808 am 14. Juli 2008 20:51
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Dies ist eine harte Frage für mich, denn mein geliebter Vater ist im April verstorben, ich kann Dir nur eins mit auf dem Weg geben, jeder Mensch ist zum sterben geboren, nur den Zeitpunkt weiß man gottseidank nicht, ich weiß nicht wie alt Dein Opa ist, mein Vater ist mit 69 viel zu früh gestorben. Wenn Dein Opa nicht leidet und sein alter erreicht hat, nimm es getrost hin auch wenn es schwer ist. Ich kann mit Dir fühlen.

Kommentar von Badbebe54db4d56970bfe5587f40f4f4smallpascal7 am 14. Juli 2008 21:06

klaus0808 - ich möchte dir mein beileid aussprechen zum tod deines vaters. liebe grüsse

Kommentar von B7d6abe5fe68484f92d05ef92d30f748smallWolpertinger am 14. Juli 2008 21:13

Auch von mir mein Beileid. Danke das Du trotzdem versuchst zu Antworten und uns teilhaben lässt.

LG Wolpertinger

Kommentar von emmelotte am 14. Juli 2008 21:25

mein herzliches beileid, klaus. mein opa ist 82 jahre alt. ich akzeptiere seinen tod, ich habe nur angst vor meiner eventuell ersten direkten begegnung damit.

Kommentar von A83448ea799d2fb7b64fdcae8caf12cbsmallKlaus0808 am 14. Juli 2008 21:46

danke


Lloyds
beantwortet von Lloyds am 14. Juli 2008 20:47
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Ich denke du wirst es merken...und auch in dem Moment wirst du wissen was du machn sollts.


Cassiopeia78
beantwortet von Cassiopeia78 am 14. Juli 2008 20:50
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also erst mal: die ärzte haben die uhr deines opas nicht gestellt, und er wird nicht "auf kommando" sterben. und es kommt darauf an, woran er stirbt. ist er krank? hat er schmerzen? bekommt er noch was mit? geh ganz normal mit ihm um. erzähl ihm von deinem tag, spiel karten mit ihm, ist egal. und laß ihn auf gar keinen fall spüren das du denkst er würde gleich sterben...

Kommentar von B7d6abe5fe68484f92d05ef92d30f748smallWolpertinger am 14. Juli 2008 20:54

Warum er ist doch ein Erwachsenermensch, er wird doch wissen das er stirbt.

Auch er wird Ängste haben, oder wird sich verabschieden wollen.

Ich denke es gibt kein Tabuthema.

LG Wolpertinger

Kommentar von emmelotte am 14. Juli 2008 20:56

mein opa weiß dass er sterben wird. er hat auch keine angst davor. aber ich - ich habe bisher noch nicht mal einen toten menschen gesehen. ich habe einfach angst in der situation zu versagen.

Kommentar von Dc61a2cce2e5b62d5f87df88cb2668efsmallCassiopeia78 am 14. Juli 2008 20:58

ich mein auch nicht das er nicht weis das er stirbt sondern das du ihm nicht das gefühl geben sollst das du auf die uhr schaust und jede minute darauf wartest...

Kommentar von emmelotte am 14. Juli 2008 21:22

ich danke dir wolpertinger. ich will das machen, aber ich habe eben angst davor und weiß einfach nicht, was ich tun soll, weil ich so gar nicht weiß was da auf mich zukommt. ich will mich nicht davor drücken, ich glaube das kommt hier falsch rüber.

Kommentar von B7d6abe5fe68484f92d05ef92d30f748smallWolpertinger am 14. Juli 2008 21:11

Du kannst nicht versagen.

Und ich finde auch das Du deinen Opa von deiner Angst und deiner Traurigkeit erzählen kannst.

Er ist immer noch dein Opa, verhalte dich jetzt nicht auf einmal anders.

Und wenn Du vor lauter Traurigkeit nicht zu sagen hast, ist das auch ok.

Es ist auch OK wenn Du mit deiner Familie abspricht, das Du dich überfordert füllst.

Du musst das nicht alleine machen, frage deine Mutter oder deine Oma ob sie bei dir bleibt.

Das ist ok.

Alles liebe Wolpertinger


Sternenfee
beantwortet von Sternenfee am 16. Juli 2008 13:57
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Liebe Emmelotte,

bete für ihn und mit ihm, wer sich auf den Himmel freut, kann viel ruhiger sterben. Du kannst ihm auch aus der Bibel vorlesen. Wünsche Dir viel Kraft


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