Wie gefährlich sind Vollnarkosen (Mittleres Alter)?

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5 Antworten

Nebenwirkungen von Allgemeinanästhesie können erheblich sein- aber sie treten sehr selten auf.

Ganz im allgemeinen sind ältere oder geschwächte Patienten einem höheren Nebenwirkungsrisiko ausgesetzt als solche mittleren Alters. Fakt ist aber eines: vor einer Narkose wird man genauestens untersucht und der Narkosearzt bzw. Anästhesist bewertet das Risiko, welches für den Patienten besteht und rät dann unter Umständen zu einer anderen Methode.

Von daher schätze ich das Risiko eher gering ein. Es gibt jedoch einige wichtige Punkte, die der Patient beherzigen muß: vorher nicht essen! Kein Alkohol! Das verhindert, daß Mageninhalt in die Lunge kommt..

Das Risiko an einer Narkose zu sterben ist extrem gering. Ich habe eine Bekannte, die in einem Klinikum als Anästhesieschwester arbeitet. Der letzte Todesfall auf einem OP-Tisch war 2014, die Frau erlitt einen Verkehrsunfall und war so schwer verletzt, daß sie den OP-Team verstarb. 

Bei einer "geplanten" Narkose ist es anders, weil -wie eben erwähnt- die möglichen Risiken ausgeschaltet werden können. Ausserdem ist man in der Regel nicht schwerstens verletzt, wie in dem gerade geschilderten Fall.

Sollte bei Dir so etwas peplant sein, mach Dir keine Sorgen.

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Heutzutage sind Vollnarkosen weitgehend problemlos. Die Wahrscheinlichkeit im Straßenverkehr zu verunglücken sind höher. Gehst du deshalb nicht mehr auf die Straße?

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Kommentar von granufink
14.08.2016, 02:42

naja im strassenverkehr krieg ich aber noch mit was los ist habs selbst unter kontrolle und hab auch keine nebenwirkungen (außer es wäre ein absoluter notfall)

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Hallo,

Eine Vollnarkose hat immer Nebenwirkungen . Wie die hier :

Allgemeinanästhesie (Vollnarkose)

Eine relativ häufige Nebenwirkung einer Vollnarkose (Allgemeinanästhesie) ist Übelkeit (Nausea) mit oder ohne Erbrechen. In Anlehnung an die englische Bezeichnung post operative nausea and vomiting (vomiting bedeutet Erbrechen) sprechen Ärzte auch von PONV. Übelkeit und Erbrechen treten nach etwa jeder vierten Vollnarkose auf.

Bestimmte Personengruppen haben ein erhöhtes Risiko für diese Nebenwirkung:

Frauen

Kinder

Jugendliche

Nichtraucher

von Reisekrankheit Betroffene

Personen, die nach einer Operation schon mal PONV hatten

Auch die Art und Dauer der Narkose sowie die verwendeten Narkosemittel spielen eine Rolle.

Mit bestimmten Medikamente lässt sich die Wahrscheinlichkeit, dass PONV nach einer Vollnarkose auftritt, senken. Sie hemmen die Region des Gehirns, die die Übelkeit auslöst. Zu den gängigen Wirkstoffen zählen Gegenspieler des Histamins (Histaminantagonisten, Antihistaminika), der Wirkstoff Dexamethason und der Wirkstoff Ondansetron.

Weitere Nebenwirkung einer Vollnarkose sind:

vorübergehendes starkes Muskelzittern und Kälteempfinden nach der Operation

Fehlintubation (selten): der Beatmungsschlauch (Tubus) wird statt in die Luftröhre in die Speiseröhre oder über die Luftröhre zu tief in einen der großen Äste der Luftröhre (Hauptbronchien) eingeführt.

Schäden an Zähnen, Zahnfleisch, Lippen oder Kehlkopf und Stimmbändern

In seltenen Fällen kommt es bei einer Vollnarkose zu einer sogenannten Aspiration. Dabei gelangt Mageninhalt über die Speiseröhre in Luftröhre und Lunge. In der Folge kann sich eine Lungenentzündung (Pneumonie) entwickeln. Durch bestimmte Maßnahmen lässt sich das Risiko für eine Aspiration minimieren:

Vor einer Vollnarkose sollte der Betroffene für mindestens sechs Stunden nichts essen sowie für etwa vier Stunden nichts trinken.

Eine Ausnahme stellt stilles Wasser dar, das schluckweise bis circa eine Stunde vor der Operation getrunken werden darf, vor allem, wenn man eine Beruhigungstablette erhält (sog. Prämedikation). Dies sollte man mit dem Narkosearzt besprechen.

Regionalanästhesie

Komplikationen und Nebenwirkungen treten bei einer Regionalanästhesie nur äußerst selten auf.

Die häufigste Nebenwirkung ist Blutdruckabfall (bei Spinalanästhesie und Periduralanästhesie). Vereinzelt kann es zu Blutungen, Blutergüssen oder Infektionen an der Einstichstelle kommen. Ebenso sind Nervenverletzungen möglich

Darüber hinaus lösen in seltenen Fällen zu Nebenwirkungen der eingesetzten Medikamente (Lokalanästhetika) kommen: Schwindel, Unruhe und sehr selten zu einem Krampfanfall. Beruhigungsmittel, die der Patient im Rahmen der sogenannten Prämedikation erhält, können das Risiko für diese Nebenwirkungen senken. Als Nebenwirkungen am Herz sind Herzrhythmusstörungen möglich.

Allergische Reaktionen sind bei den heute verwendeten örtlichen Betäubungsmitteln sehr selten. In Einzelfällen können sie jedoch zu einem anaphylaktischen Schock führen. Hierbei handelt es sich um einen medizinischen Notfall, auf den der Arzt umgehend reagieren muss. Er stoppt die Zufuhr des Betäubungsmittels und leitet Maßnahmen ein, um den Kreislauf des Patienten aufrechtzuerhalte

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Kommentar von granufink
13.08.2016, 05:03

mhm heutzutage funzen die meisten ops aber nur noch mit vollnarkose. dennoch sind die nebenwirkungen natürlich auch kein kindergeburstag

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Eine Vollnarkose ist in jedem Alter eine gefährliche Angelegenheit.

Allerdings gibt es heutzutage moderne Narkosemittel (z.B. Propofol) die besser zu dosieren und viel verträglicher sind, als die früheren (harten) Sachen.

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Kommentar von Schlauchmayer
13.08.2016, 13:39

Allgemein lässt sich sagen, das ganze Leben ist eine gefährliche Angelegenheit und endet immer tödlich.

Wenn man im Hinterkopf hat, dass einen eigentlich auch im Alltagsbetrieb ein Unglück ereilen kann, relatviert sich das Risiko einer Vollnarkose doch beträchtlich.

In der Tat wird das Narkoserisiko von den Fachleuten, den Anästhesisten patientenabhängig eingeschätzt. Es gibt verschiedene Risikoklassen die hauptsächlich abhängig sind vom allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten. Wer ansonsten gesund ist oder nur über leichte gesundheitliche Einschränkungen verfügt, für den stellt sich eine Vollnarkose nicht gefährlicher dar, wie auch der Rest des Alltages. Das gilt insbesondere, wenn der Eingriff und die Narkose im vorhinein feststehen und geplant werden können.

Die Fortschritte im Bezug auf Sicherheit in der Anästhesie beschränken sich nicht nur auf die modernen Anästhesiemittel, sondern umfassen auch erweiterte Überwachung der Patienten und Verbesserungen in der Ausbildung des betreuenden Personales.

Wer selber noch für seine Sicherheit bei einer Vollnarkose sorgen will, der möge sich vor der Narkose im Aufklärungsgespräch erkundigen, ob

- während der Narkose qualifiziertes Personal anwesend ist. Das bezieht sich insbesondere darauf, dass dem oder der Anästhesistin eine Anästhesieschwester oder ein Pfleger zur Seite steht.

-alle notwendigen Vitalparameter während der Narkose gemessen werden. Das betrifft Blutdruck, die Sauerstoffsättigung im Blut, ausserdem das Messen des Kohlendioxids in der Ausatemluft, das sogenannte Kapnogramm und natürlich die Herzfrequenz. 

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Dann ists nicht so gefährlich :) (ein bestimmtes Risiko muss allerdings jeder in Kauf nehmen :()

Alles Gute :)

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