Wie gefährlich lebt er? Alkoholiker mit Diabetes Typ 1?

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2 Antworten

Die Frage beantwortet sich eigentlich von selbst, natürlich ist es ziemlich verantwortungslos dem eigenen Körper bzw. der Gesundheit gegenüber.

Spätfolgen sind denkbar, zwar aber nicht unbedingt, aber doch sehr wahrscheinlich.

Polyneuropathie, Fettleber, schlechte Augen, Schlaganfall und im schlimmsten Fall Amputation, Erblindung, Leberzirrhose und Herztod.

Gegen Herzerkrankungen könnte man präventiv was tun, auch gegen Erblindung und Polyneuropathie. Nur, wem schon sein Diabetes egal ist, wird auch sonst nichts unternehmen.

Ich kenne den Wert 28.2 dl/mmol nicht. Kenne nur mg/dl (Westdeutschland) und mmol/l (Ostdeutschland). Also sind es vermutlich 28.2 mmol/l und das ist schon heftig. Ich messe in mg/dl und das wären ca. 510 mg/dl. 80-120 sind normal nüchtern und bis zu 160 zwei Stunden nach dem Essen.

Hinzu kommt das Leberproblem. Normalerweise droht bei hohem Alkoholkonsum eher Unterzucker. Das liegt daran, das die Leber am Tag bis zu 250g Glucose bei einem gesunden Menschen ausschüttet, bei einem Diabetiker bis zum doppelten.

Alkohol ist für den Körper Gift und für das Entgiften ist die Leber zuständig. Allerdings ist sie nicht multitaskingfähig. Wenn sie entgiftet - und bei dem Alkoholkonsum Deines Veters ist sie schwer beschäftigt - hat dies Vorrang und der Glucoseausstoss unterbleibt. Bei 3 tägigem Dauersuff, schüttet sie also gar nichts an Glucose aus.

Dann trotzdem einen derart hohen Blutzucker zu haben bedeutet eigentlich, das e rsich gar nicht um seinen Diabetes schert. In der Zeit, in der er nüchtern ist, denkt er über so etwas nicht nach?

Nutz den Vorschlag von Ille1811, vielleicht kann man Dir da weiterhelfen. Meine erste Frau (ich bin 59 und Typ 2 Diabetiker) war Alkoholikerin und ist auch daran gestorben. Da hat weder ein Arzt, eine Entziehungskur und auch keine Selbsthilfegruppe geholfen, wenn der Wille, etwas zu ändern, nicht da ist.

Den kann man natürlich nicht über eine Forum wie diesem vermitteln oder wecken. Das geht nur in persönlichen Gesprächen, wenn Dein Vater das auch will.

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Hallo!

Das mitzuerleben ist für die Angehörigen schwer, aber es gibt keine Möglichkeit, dass du deinen Vater änderst.

Wie du selbst damit besser umgehen kannst, das kannst du in Al-Anon, einer Selbsthilfegruppe für Angehörige und Freunde von Alkoholikern, lernen. Schau mal auf die Webseite Al-Anon.de und/oder ins blog.al-anon.de.

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