Frage von derhenrikoo, 105

Wie gefährlich ist Motorrad fahren wiklich?

Hallo, ich bin 18 und würde gerne den a2 führerschein machen, aber meine eltern wollen es nicht, weil sie erfahrungen auf der straße haben und angst haben ich würde den schein gerne machen aber bekomme meine eltern nicht überzeugt

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von janfred1401, 45

Ich fahr seit 38 Jahren Motorrad, bzw. Mofa und Moped.

Ich hatte einen schweren schuldlosen Unfall mit 19. Einige Ausrutscher bei denen nicht viel passiert ist auch im Alter bis ca.22. Seitdem bin ich unfallfrei.

Motorräder sind die letzten 10-15 Jahren sicherer geworden. Die Beschränkungen in Sachen Leistungsbegrenzung für Anfänger machen auch Sinn. Wobei man auch mit 15PS überriskant fahren kann und sich und andere gefährdet. An den meisten Unfällen die im Zusammenhang mit Autos passieren sind Autofahrer schuld. Wenn man hier die vielen Fragen liesst, in Beziehung wie man Motorräder entdrosseln kann oder friesieren schliesse ich daraus, das für einige Fahrspass nur mit Heizen verbunden ist. Das führt zum negativen Image.

Alkohol und Motorradfahren ist ein NO GO. Und wenn man sich auf der Strasse nicht wie auf einer Rennstrecke verhält und umsichtig fährt, Sicherheitskleidung trägt und man sich selber nicht überschätzt kann man sein Leben lang unfallfrei bleiben. Auf dem Motorrad unfallfrei zu bleiben ist keine Glückssache. Eher Charaktersache. Natürlich macht Motorleistung auch Spass. Wenn man für einen Überholvorgang nur einen kurzen Dreh am Gasgriff braucht ist das nicht riskant. Das kann der NUR-Autofahrer meistens nicht nachvollziehen.

Kommentar von janfred1401 ,

Nachdem hier in den Antworten wirklich von einem Extrem zum nächsten geht. Statistiken mit 300fach höheren Chancen auf dem Motorrad zu sterben usw, hab ich mal ne Statistik aufgestellt aus meiner Umgebung(4 Dörfer und 10000EW) und Bekanntenkreis der letzten 35 Jahre- also soweit ich in der Beziehung zurückdenken kann. In unserer Gegend wird ziemlich viel Motorrad gefahren und in meinem Bekanntenkreis hat fast jeder Auto und Motorrad.

Ich komme auf 5 Tote Motorradfahrer in 35 Jahren. Aber auf jährlich mind. 1-2 tödlicher Autounfälle, was in 35J. mind.50 Tote sind.

Übrigens waren unter den 5 Motorradtoten auch 2 Fahrschulbesitzer die in ihrer Freizeit tödlich und ohne Fremdverschulden mit ihrem Motorrad verunglückt sind.

Meiner Meinung nach kann man Statistiken auch so auslegen, dass eine Partei schlecht abschneidet, je nach Bedarf. Das 300fache Risiko halte ich also für absoluten Unsinn.

Antwort
von Altersweise, 31

Das ist gar nicht so leicht zu beantworten, weil es keine klare Relation zwischen gefahrenen Kilometern und Unfallsituationen gibt.

Es kommt darauf an:

- wie du fährst: Heizen oder Cruisen

- wie viel Erfahrung du hast. Das Risiko nimmt mit den Jahren ab, weil du bestimmte Gefahrensituationen besser kennst und einschätzen kannst

- wie du dich selber schützt. Gute Bekleidung kann bei Stürzen oft schlimmere Verletzungen verhindern

- ob du alleine oder in Gruppen fährst. In der Gruppe ist es potentiell gefährlicher, wenn jemand mit dem Tempo der anderen nicht mitkommt. Erfahrene Tourguides haben das im Blick; dann ist das Tempo für die erfahrenen Leute in der Gruppe oftmals langweilig.. Die Gruppe sollte vom Fahrverständnis her homogen sein.

- welches Motorrad du hast. Wenn es zum Heizen reizt oder bei Tempo 50 unruhig auf der Kette rumhackt, ist es nichts für Anfänger.

- ob du dazu neigst, dich und dein fahrerisches Können zu überschätzen

- ob du den anderen Verkehrsteilnehmern gegenüber misstrauisch bist. Du musst immer auch mit den Fehlern der anderen rechnen, für die du dann im Fall eines Unfalles bezahlst.

und es kommt darauf an:

- welche Einstellung du zur Natur und zum Aufenthalt im Freien hast.

- ob dir Regen oder Kälte etwas ausmachen.

- ob du lieber in ein Auto eingesperrt bist oder mitten im fahrerischen Leben, wo du einen viel intensiveren Zugang zum Fahren hast, weil eben kein Einparkassistent vorhanden ist und du beim Einparken irgenwo schon bedenken musst, ob die Maschine in diesem Gelände nicht umkippt oder ob du auf einem abschüssigen Platz dein Moped auch rückwärts wieder herausbekommst.

Du wirst schon gemerkt haben, dass hier ein Motorradfahrer spricht, dessen Eltern von 38 Jahren auch nicht davon begeistert waren, dass ihr Sohn aufs Motorrad gestiegen ist. Mittlerweile habe ich eine gute halbe Million Kilometer auf dem Buckel, hatte keine schweren Unfälle und werde wohl noch einige Jahre auf zwei Rädern unterwegs sein. Meine Schreckgespenster: Sand in der Kurve oder ein HIndernis hinter der Kurve. Die kann man nur erahnen und mit Glück fahrerisch bewältigen, Mein Ärgernis: Autofahre, die ohne zu schauen in deine Vorfahrtsstraße einbiegen, die dich beim Abbiegen übersehen oder die ohne zu blinken vom Fahrbahnrand losfahren. Dewegen (siehe oben): Misstrauen! Und fahre nie mit Alkohol im Blut!

Antwort
von Nashota, 45

Die Knautschzone ist sehr viel kleiner, als in einem Auto. Es kommt auf die eigene, möglichst ordentliche Fahrweise an. Aber eben auch auf die anderen Verkehrsteilnehmer.

An vielen schweren oder leider auch tödlichen Unfällen sind immer wieder auch Autofahrer die Unfallverursacher, weil sie nicht richtig schauen oder Geschwindigkeiten (beim Überholen) falsch einschätzen. Viele Motorradfahrer selbst fahren aber auch oft sehr riskant.

Wenn man nun aber in jeder Handlung eine Gefahr sehen will, dürfte keiner mehr draußen herumlaufen. Von daher sollten deine Eltern versuchen, dich einzuschätzen, wie verantwortungsvoll du real bist und dich nicht mehr als nötig mit Ängsten zu belasten.

Eltern werden sicher auch bei Autofahranfängern beten, dass sie immer heil wieder zuhause ankommen. Aber man kann seinen Kindern auch nicht alles ausreden, wenn sie davon überzeugt sind, dass sie den Führerschein machen wollen. Passieren kann wie gesagt jeden Tag und überall etwas, auch als Radfahrer oder Fußgänger.

Versprich deinen Eltern in die Hand, dass du nie rasen wirst und halte dich auch daran. Motorradfahren macht eh mehr Spaß, wenn man von der Umwelt und Natur auch noch etwas mitbekommt.

Also nie schneller fahren, als der Schutzengel fliegen kann.

Antwort
von Daniel3005, 31

Es ist gefährlich ja, sogar sehr gefährlich... Nunmal gibts beim Motorrad keinen einfachen Blechschaden wenn dir einer hinten rein fährt, oder anders rum, dann liegt man halt direkt mal auf der Straße...

Aber!: immerhin müssen wir doch unser Leben genießen oder? Wenn wir wollen das uns nichts passiert, müssen wir eben daheim bleiben... Unser komplettes leben daheim aufm Sofa rumsitzen und am ende sterben wir an fettleibigkeit... Naja was ein Beispiel^^

Natürlich kann man auch anderweitig Spaß haben, Motorrad fahren ist aber ne verdammt tolle Sache... Nicht nur das man das Gefühl hat frei zu sein, sondern man lernt durch die Motorrad Comunity auch neue Freunde kennen ;)

Im Straßen verkehr hat man sein Leben nie alleine in der Hand, als Motorradfahrer sowieso nicht. Deshalb immer mit den Fehlern anderen rechenen...

Also ich denke jeder muss für sich selbst entscheiden ob er bock drauf hat oder es ihm einfach zu gefährlich ist... But: No Risk, No Fun... Oder wie war das? :D

Kommentar von Flori931693 ,

"Es ist gefährlich ja, sogar sehr gefährlich..." Mach ihm doch keine Angst.
Natürlich hat man keine Knautschzone wie beim Auto aber die hat man als Fußgänger auch nicht.
Und man kann extrem viel für seine Sicherheit tun, Schutzkleidung tragen (was viele wohl nicht nötig haben nur weils mal 30 Grad hat) und immer mit Fehleren anderer rechnen, wie du geschrieben hast.
=> Nicht gefährlicher als Fahrrad fahren.

Kommentar von Daniel3005 ,

ich fahre ja selber... Natürlich kann dir überall was passieren, also fahrrad, fußgänger etc. Ja aber wenn wir ehrlich sind ist die wahrscheinlichkeit das auf dem moped was passiert höher.... Aber wahrscheinlichkeit hin oder her, ich steh auf der Seite der Motorrad fahrer und fahre selbst gerne. ich bin keiner der sagt man sollte nicht fahren weil es zu gefährlich ist. Mit Angst fahren sollte man ja sowieso nicht fahren

Kommentar von janfred1401 ,

ja, du fährst selber. Aber dein Ausspruch : "No risk, no Fun" ist Teenagergeschwätz.

Bitte schreib jetzt nicht, du wärst schon über 20. Das wäre sehr peinlich :-)

Kommentar von Daniel3005 ,

bin ich auch nicht ;) das no risk no fun war nur so dahin geschrieben... Eigentlich wollte ich in der langen antwort nur sagen: Man soll machen auf was man lust hat und sich nicht vor gefahren und ängsten einschränken lassen... ;)

Antwort
von Liesche, 47

Laß es, zu gefährlich das Motorrad fahren, immer wieder tödlich Verunglückte, gerade heute wieder in unserer Zeitung.

Antwort
von TheAllisons, 37

Motorradfahrern ist tatsächlich nicht ungefährlich, denn man muss für die Autofahrer mitdenken. Und außerdem hast du keine Knautschzone.

Aber trotzdem macht es Spaß, nur muss man doppelt und dreifach vorsichtig sein

Antwort
von annokrat, 18

zunächst mal: du bist volljährig. musst halt notfalls die kohle selbst aufbringen.

für manche ist das motorradfahren tödlich, andere machen es jahrzehntelang und bleiben gesund. ist halt alles relativ.

und bedenke: leben führt zum tod, ist also grundsätzlich tödlich.

annokrat

Antwort
von nettermensch, 31

kann ich verstehen, aber, sag deine Eltern, du kannst bei einen Verkehrsunfall, egal als fussgänger, fahradfahrer oder Auto um leben kommen. glaubs mir, das passiert täglich auf unsere strassen.

Antwort
von laurent1709, 38

Ich würde abraten es kann so schnell etwas passieren ohne dass es beeinflussen kann

Kommentar von Daniel3005 ,

geht beim Fahrrad genau so

Kommentar von laurent1709 ,

2 Freunde von mir sind in einer Kurve umgefallen und gestorben

Antwort
von yatoliefergott, 35

Ein Mann der in unserer Region ziemlich bekannt war ist gestern beim Motorradunfall gestorben

Kommentar von Hairgott ,

Aha, das sagt gar nichts. Mein Vater ist gestern beim Motorrad fahren nicht gestorben.          
Da du schon Religion sagst.kanns sein das "Gott" den Typen nicht mochte und der Mann deswegen einen Unfall hatte^^

Kommentar von yatoliefergott ,

Religion?

Kommentar von yatoliefergott ,

ließ richtig man da steht Region

Antwort
von Hairgott, 37

Also, wenn du einen Wiener Autofahrer sieht, ist es mit dir geschehen. Sonst ist der Straßenverkehr gefährlich aber wenn man sich an alle Regeln hält kommt man ohne Probleme durch. Du musst halt auch ein bisschen für die die nicht so gut aufpassen mitdenken.

Antwort
von AntwortMarkus, 28

Motorrad fahren ist sehr gefährlich.
Das Risiko, auf einem Motorrad getötet zu werden, ist 14-mal höher als im Auto.

Pro eine Million gefahrener Kilometer sterben 67 Motorradfahrer auf der Straße - und zwar meist in ihrer Freizeit.


In rund 67 Prozent aller Unfälle sindeien Motorradfahrer nicht schuldlose Opfer.


http://www.abendblatt.de/ratgeber/auto-motor/article107407648/Studie-offenbart-S...





Kommentar von janfred1401 ,

Typische Sensationsmeldung und für eine Studie sehr unseriös. Aber kein Wunder, wer sie erstellt hat:
"Unfallforscher der Deutschen Versicherer".

Man muss ja irgendwelche Gründe haben die Prämien zu erhöhen. Schon der Ausdruck Rennkrafträder - das ist ein neu kreierter Ausdruck, den ich noch nie gehört habe. Auch die Aussage, das Motorrad wäre nicht mehr ein Fortbewegungsmittel, sondern ein Sportgerät. Wieviel der % der Motorräder über 100PS haben steht dort nicht. Wer sich ein Motorrad in der Supersportklasse mit über 150PS zulegt und dafür 20000Euro bezahlt, der leistet sich auch aus eigenem Interesse mal ein Renntraining. Es sind in der Regel auch keine Neulinge. Und selbst ein Ausrutscher geht fürchterlich ins Geld, selbst wenn einem nichts passiert.

Autos mit 500PS sind übrigends absolut in Ordnung? Stufenführerschein für PKW?

Ich würde so einen Artikel jedenfalls nicht posten. Reine Panikmache und Verbreitung von Klischees. Noch dazu fast 10 Jahre alt. Pfui!

Antwort
von Barolo88, 35

die Unfallgefahr mit dem Motorrad ist 18 mal höher als mit dem Auto, die Wahrscheinlichkeit eines tödlichen Ausgangs ist 300 mal höher

Kommentar von Hairgott ,

Hast du ausgerechnet oder wie?
Sie ist theoretisch bis zu 300 mal höher. Wenn man anders aufkommt anders einen Unfall baut verändert sich die Wahrscheinlichkeit.

Kommentar von Barolo88 ,

das ist eine statistische Berechnung,  stammt nicht von mir

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