Frage von sarinajaus, 25

Wie gefährlich ist eine Vollnarkose?

Bekomme sie bald wegen einer Nasenkorrektur. Hat jemand Erfahrungen mit Vollnarkose? Hatte noch nie eine OP

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Antwort
von DorktorNoth, 14

Vollnarkosen sind heute sehr sicher. Das durchschnittliche Risiko, an einer Narkose zu sterben, liegt bei 0,04 Promill, und da sind auch die ganz kranken Menschen und sehr große OPs  mit eingerechnet. Also ist das Risiko, dass was ernstes passiert, wie gesagt sehr gering. Das schlimmste für die meisten Patienten ist das Gefühl, keine Kontrolle über die Situation zu haben. Klar, man gibt ja die Aufsicht über sich selber ab, und das in einer Situation, die die man ja eher als beängstigend empfindet. Doofe Kombination. Ich schreibe dir mal den Ablauf einer klassischen Narkose, vielleicht erkennst du dann das ein oder andere und bist etwas beruhigter:

Zu Beginn einer Narkose sieht erst mal alles ein wenig bedrohlich aus und es ist viel Trubel um dich herum. Du wirst in den OP gebracht und dort an alle möglichen Kabel angeschlossen, die Herzschlag, Blutdruck und Sauerstoffgehalt des Blutes überwachen, während du schläfst. Dann brauchst du noch einen Zugang in die Vene. Das ist wie eine kleine Spritze und sticht einmal unangenehm. In der Vene bleibt dann wenn alles fertig ist ein kleiner Plastikschlauch liegen. Der stört nicht und tut auch nicht weh und wird dazu benutzt, dir die Mittel zum Einschlafen zu geben, wenn es so weit ist.

Dann kommt eine Maske auf das Gesicht. Sie ist wie eine Pilotenmaske und sitzt dicht vor Mund und Nase. Keine Sorge, es riecht zwar seltsam (Desinfektionsmittel), hat aber noch nichts mit einschlafen zu tun. Es kommt da nur Sauerstoff heraus, um deine Reserven auf ein Maximum zu erhöhen. Eine Narkose wird heutezutage mittels Medikamenten eingeleitet, die dir durch die Kanüle in die Vene gespritzt werden. Es ist ein sehr sanftes Einschlafen, eigentlich ganz angenehm. Angeblich machen einige der Narkosemittel sogar schöne Träume, wenn man beim Einschlafen an was Schönes denkt. Ob es stimmt weiß ich nicht sicher, aber versuch es doch einfach mal.

Wenn du eingeschlafen bist, hörst du auf zu atmen. Keine Angst, das ist nicht schlimm, sondern sogar gewollt, da du möglichst wenig eigene Muskelaktivität haben sollt, um den Operateuren die bestmöglichen Bedingungen zu bieten. Damit du nicht erstickst, wird dir ein kleiner Beatmungsschlauch in den Mund eingelegt. Da du ja bereits schläfst bekommst du davon nichts mit, ich erzähle es aber trotzdem, denn dieser Schlauch ist gelegentlich für Heiserkeit und Halsschmerzen nach der OP verantwortlich. Wenn du aufwachst, ist er bereits wieder verschwunden.

Nach der OP kommst du in den Aufwachraum, bis du halbwegs sicher weißt, wo oben und unten ist. Solltest du Schmerzen haben wird man dir hier ausreichend Schmerzmittel dagegen geben. Wenn alles gut ist und du wieder richtig wach bist kommst du wieder auf dein Zimmer und das war es dann.

Narkose und OP sind ganz furchtbar aufregend, wenn man so etwas zum ersten Mal mitmacht, und das weiß auch jeder. Du darfst gern etwas aufgeregt sein und die Leute dort alles fragen, was du wissen willst. Grund zur Panik gibt es keine - die machen das zig Mal am Tag und haben viel Erfahrung.

Viel Glück und gute Besserung!

Antwort
von ede45, 14

Sterben tun nur 0,04% der operierten Patienten. Das wären bei 80 Millionen Einwohner nur 32000. Die Medizin ist heute so gut, dass alle, die vor 40 Jahren noch gestorben wären, heute überleben. Nur manchmal weiß man nicht, was besser wäre. Meistens betrifft dies ältere Menschen, die nach der Narkose einen Schaden erleiden, der eventuell für immer bleibt z.B. Gedächtnisprobleme, Verwirrtheit, Delir, Demenz, Alzheimer usw. Da ich bei meiner letzten Narkose einen Narkose-schaden erlitten habe, möchte ich dir einen Rat geben. Frag deinen Anästhesisten, wie lange er schon in seinem Beruf arbeitet bzw. wie viel Erfahrung er hat. Bitte darum, dass der Anästhesist dem Anästhesiepfleger laute und deutliche Anweisungen gibt und sie sich nicht Wortlos auf einander verlassen. Denn Kommunikationsdefizite stehen ganz oben bei den Behandlungsfehlern. Bitte weiterhin darum, dass du mindestens drei Minuten präoxygeniert werden möchtest, aber nicht erst dann, wenn deine Sauerstoffsättigung bereits anfängt zu sinken, damit der Anästhesist bei einem Spasmus genügend Zeit hat dich zu intubieren. Denn leider geht nicht jeder Anästhesist streng nach den Vorschriften, sondern hat so seine Eigenheiten, weil er meint, er habe alles im Griff bzw. es sei alles nur ein Kinderspiel. Das ist eine Narkose auch heutzutage nicht. Hinterher ist es zu spät. Auch vor Gericht bekommst du kein Recht, denn du hast ja vor der OP für alle Eventualitäten unterschrieben. Ich möchte dir keine Angst machen, aber ein aufgeklärter Patient kann einiges verhindern bzw. vorbeugen und vor allem, stell bei dem Aufklärungsgespräch alle Fragen die dir einfallen. Wenn aus Zeitgründen Fragen offen bleiben bzw. nicht ausführlich oder hinreichend beantwortet werden, ist deine Einwilligung für die Narkose ungültig. Sollte der Anästhesist auf deine Fragen genervt reagieren oder ungehalten sein, dann steh auf und geh wo anderes hin. Alles Gute! LG

Antwort
von eni70, 25

Jede Narkose ist ein Risiko, klar. Du wirst aber vorher von einem Anästhesisten aufgeklärt und kannst dort alle Fragen stellen. Damit der dich umfassend beraten kann, solltest du alles Notwendige mitbringen, Allergieausweis usw

Antwort
von jsKYF, 21

Hallo allerseits

Jede Manipulation des Körpers ist mit Risiken behaftet. Aber die Zeiten mit Ether oder Chloroform sind zum Glück vorbei. Ich hab innerhalb acht Wochen dreizehn Narkosen gut überstanden. Es ist wirklich wie abends einzuschlafen. :-)

Versuch, mit einem schönen Gedanken einzuschlafen. Ich kann mir vorstellen, daß du "Fracksausen" hast, aber keine Angst. Die Schwestern und Ärzte passen gut auf dich auf.

Antwort
von ThePaet, 23

Ich hatte mal eine vollnarkose für eine zahn op (eig. Unnötig xD )

Und dann konnte ich entweder eine maske aufs gesicht bekommen (das riecht dann nach chemie und kurz danach schläft man ein und bekommt eine spritze für die vollnarkose (merkt man nicht) oder man bekommt gleich eine spritze und schläft ein. ;)

Ist nicht schlimm :) man schläft halt ein und merkt nichts ;))

Viel glück! 🍀🍀

Antwort
von tobiase01, 24

Der Arzt wird dich aufklären, und ich denke, dass es in der heutigen Zeit sehr sehr unwahrscheinlich ist, wegen sowas zu sterben. Mach dir keine Sorgen ;)

Antwort
von Aliha, 21

Von gesunden Patienten sterben etwa 3 bis 4 pro 1 Million Vollnarkosen.

Antwort
von FinDev, 23

Es wird ein Vorgespräch mit dem Anästhesisten stattfinden, der kann und wird es dir ausführlich erklären.

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