Frage von JiffNiff, 198

Wie gefährlich ist ein 230 Volt Stromschlag?

Hallo Community,

ich habe vor kurzem mal einen Phasenprüfer überprüft. Wollte wissen ob es noch funktioniert. Habe dummerweise gar nicht bemerkt, dass die Isolierung die eigentlich bis zur Spitze geht, nicht mehr vorhanden war (War nicht mein Werkzeug). Habe das dann schön mit den Fingern festgehalten und in die Steckdose gesteckt. Habe erstmal total einen gewischt bekommen und vor Schreck direkt die Hand weggezogen. Hatte mich dabei übrigens hingehockt. Man hat das halt nicht sofort gesehen, da die Isolierung meistens durchsichtig ist.

Jetzt habe ich im Internet gelesen, dass es oft passiert, dass man sich dabei nicht mehr bewegen kann (Muskeln kontrahieren). Habe ich einfach Glück gehabt oder warum war das bei mir nicht so? Oder sind das die guten Reflexe? ^^

Antwort
von germi031982, 113

Besorg dir einen Duspol oder einen anderen zweipoligen Spannungsprüfer. Aber nicht zu billig, der muss mindestens Messkategorie Cat. III haben. Der Lügenstift taugt nichtmal zum Schrauben drehen...ich hoffe du hast das Teil entsorgt. Beschädigtes Werkzeug immer entsorgen damit sich keiner daran verletzt, oder eben wie du eine geschossen bekommt.

Hier, das ist die einfache Variante. Bei anderen Händlern ist der teilweise 10-15€ teurer. Damit bist du auf der sicheren Seite, das Teil braucht keine Batterie, ist also immer einsatzbereit. Und wenn du den pfleglich behandelst und nicht von der Leiter fallen lässt, dann hält der Jahrzehnte: 

http://www.amazon.de/Benning-Duspol-analog-Spannungspr%C3%BCfer-050261/dp/B007TN...

Antwort
von Branko1000, 96

Wenn du Spannung prüfen möchtest, dann musst du das unbedingt mit einem 2 Poligen Spannungsprüfer, da der einpolige, also der Schraubenzieher, defekt sein kann oder wegen den Widerstand erst gar nicht anfängt zu glimmen.

Du solltest auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, da die Folgen eines elektrischen Schlages erst Stunden später eintreten können!

Antwort
von PeterSchu, 109

Bei einem Stromschlag kommt es zwar zu einer Kontraktion der betroffenen Muskeln, aber dadurch wird ja nicht gleich der gesamte Körper "gelähmt". Da du schreibst, du bist dabei in die Hocke gegangen, kann man den Reflex vielleicht folgendermaßen erklären:

Dein Körper will per Reflex den Arm von der Gefahrenstelle wegbewegen, merkt aber, dass der Arm nicht so recht mitmacht. Also geht er in die Hocke, wobei der Arm automatisch auch von der Schmerzquelle weg kommt.

Je nachdem, welche Position man bei einem Stromschlag hat, kann es durchaus passieren, dass dieses Wegbewegen nicht möglich ist und man tatsächlich an der Stromquelle "kleben bleibt". Von daher kann man durchaus von Glück reden. Bei einer längeren Einwirkung würde der Strom natürlich deutlich mehr im Körper bewirken.

Auch bei einer kurzen Einwirkung könnte es - wenn auch eher selten - auch später noch zu Herzrhythmusstörungen oder anderen Folgen kommen.

Antwort
von BerlinEastside, 119

Also ich hab schon öfter mal an der Steckdose oder nem Lampenkabel, eine gewischt bekommen. Ist für einen gesunden erwachsenen Menschen wohl verkraftbar. Aber man sollte sein Glück nicht all zu oft herausfordern. ;-)

Kommentar von Everklever ,

Das letzte Lied des Elektrikers: "Tausend mal berührt, tausend mal ist nichts passiert.....".

Kommentar von BerlinEastside ,

....und die letzten Worte die er hört, sind die des Lehrlings: "Chef, die Sicherung ist draußen"!

Antwort
von gri1su, 101

Wie lange ist das her? Wenn es heute passiert ist, solltest du auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen und dich kontrollieren lassen.

Lebensbedrohende Spätfolgen (wie z. B. Herzkammerflimmern)  können auch noch viele Stunden später auftreten.

Kommentar von Chefelektriker ,

Nur mal einen gewischt bekommen, bedarf keinen Arztbesuch.

Erst wenn man am Netz gehangen hat, dann Onkel Doktor.

Kommentar von gri1su ,

Das ist aber eine sehr gefährliche Aussage.

Vor 4 Wochen hat ein Kleingärtner (44 Jahre) vormittags auch nur "einen gewischt bekommen". Am späten Nachmittag hatte der Notarzt reichlich zu tun, um das Leben des Mannes (Herzkammerflimmern - mehrfach) zu retten.

Ob dieser Mann deine Aussage wohl unterstützt???

Generell sollte man bei Stromunfall immer den Arzt aufsuchen, auch wenn es noch so harmlos zu sein scheint.

Kommentar von Adrian593 ,

Genau das, was ich sage! Der Herr "Chefelektriker" meint, sich gut auszukennen. Vielleicht mit Strom, aber nicht mit den physischen Folgen. Jeder Stromunfall über 0.09 V ist gefährlich, denn dann übernimmt der Strom die Kontrolle über die Nerven und wenn der Sinusknoten plötzlich statt 0,09 V 230V abbekommt, kann es zu Kammerflimmern kommen!

Antwort
von Adrian593, 76

Bla, Bla, Bla, immer diese Antwort, unglaublich! Ein Stromschlag ist so gefährlich, dass du eigentlich schon längst hättest den Rettungsdienst rufen sollen und nun unter lückenloser ärztlicher Überwachung im Krankenhaus liegst! - Macht aber keiner! Das Problem bei einem Stromschlag, egal wie viel Volt, ist, dass dieser auch bis zu 48h nach dem Schlag Arrythmien ( Herzrythmusstörungen) hervorrufen kann! Heisst im Klartext, das es von der Bradykardie, Tachykardie bis hin zum Kammerflimmern alles dabei sein kann. Das wird immer dann problematisch, wenn der Betroffene, naiv wie man ist, ins Bett geht und nie wieder aufwacht. Todesursache,Herz - Kreislauf-Stillstand, natürlich, aber eben resultierend aus dem Stromschlag. De Fakto kann nämlich der Strom den sogenannten Sinusknoten, der den elektronischen Impuls für den Herzschlag erzeugt, durcheinander kommen und " durcheinander kommen" bedeutet eben schwere Herzrythmusstörungen, bis zum Stillstand! Zwar erleben 99% die nächsten 48h und werden dann womöglich beim Verlassen des KH's vom Auto überfahren (immerhin war es nicht der Stromschlag), aber es gibt eben auch 1% derjenigen, die nicht mehr vom Auto oder einem ISIS Terrori×ten getötet werden können, weil das diese verdammten 230 V schon gemacht haben! Ein Stromschlag kann dich theoretisch umbringen, daher solltest du zum Arzt und ein EKG machen lassen! Beste Grüße, Adrian13J :)

Antwort
von FelixFoxx, 98

Du hast Glück, dass Du sofort losgelassen hast. Je nach Stromstärke kann bei 230V auch das Herz stehen bleiben...

Kommentar von Adrian593 ,

bis zu 48h danach!

Kommentar von Chefelektriker ,

Nein,völlig übertrieben.

Antwort
von Everklever, 68

Vom Kribbeln über Lähmungen bis zum Herzstillstand ist bei 230 Volt alles möglich. Hängt vom Untergrund, den Schuhen, Stromstärke, Ein- und Austrittsort des Stroms, Hautfeuchtigkeit und Anderem ab (z. B. FI-Schalter).

Antwort
von carlina, 69

Mir ist kein Fall bekannt, dass jemand davon gleich stirbt. Welches "Kind" und damit meine ich auch "Kind", hat nicht schon mal in der Steckdose rumgespielt und hat einen gezwiebelt bekommen. Für einen kurzen Moment ist das für den menschlichen Körper nicht das große Problem.

Kommentar von Adrian593 ,

Ne, direkt ist es kein Problem, nur dann, wenn man nach mehr als 24 h reanimationspflichtig ist, weil der Sinusknoten durch den Strom aus dem Takt geraten ist! Herzrythmusstörungen ( Arrythmien) können bis zu 48 h nach dem Schlag auftreten. 99% haben keine Probleme, 1% stribt, auf welcher Seite bis Du das nächste mal?

Antwort
von MERCfan, 58

Mein Vater hatte vor ein paar Jahren auch einen Stromschlag und er lebt noch und es geht ihm noch gut.

Kommentar von Adrian593 ,

Dann gehört er zu den glücklichen 99%, die es überlebt haben, Glückwunsch! Die anderen 1% , die jedes Jahr draufgehen, naja, denen wurde ja mit einem banalen Beispiel geraten, nicht zu gehen, also Pech? NEIN, deine Antwort ist theoretisch tödlich!

Kommentar von Chefelektriker ,

Wo hast Du diese Übertreibungen her?

Antwort
von josef050153, 48

230V sind nicht besonders gefährlich. Du kannst nur tot umfallen. So wie du aber agiert hast, hätte sich dein Hinscheiden positiv auf den menschlichen Genpool ausgewirkt und du wärest ein potentieller Kandidat für den Darwinpreis.

 

Antwort
von Getter5, 59

Würde zum Arzt gehen weil deine blutgefäße könnten sich jetzt verstopfen

Kommentar von Adrian593 ,

das wäre ja noch harmlos:)

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