Frage von mineplaycrafter, 19

wie funktionirt der federantrieb einer taschenuhr?

Hey ich wollte fragen wie ein feserantrieb bei der taschenuhr funktionirt.

Antwort
von Parhalia, 7

Die spiralförmig aufgedrehte Bandfeder einer mechanischen Taschenuhr funktioniert grundlegend mal als eine Art Energiespeicher. Wenn Du die Feder durch Aufziehen der Uhr vorspannst, so kann sie ( mal versinnbildlicht ) für eine gewisse Wegstrecke eine bestimmte Kraft auf die Drehmechanik des Uhrwerkes ausüben.

Oder noch weiter gedacht wirkt diese Feder dann ähnlich wie die Gewichte einer Pendeluhr, welche auch ab und an wieder an ihren Zugketten nach oben gezogen werden müssen.

Das Uhrwerk selbst wirkt dann ähnlich wie ein Getriebe. Die Feder setzt mit ihrer Spannkraft ein kleines Zahnrädchen in Gang, welches die sogenannte "Unrue" antreibt. Das ist der mechanische Taktgeber der Uhr, welchen Du dann an dem leisen "Tick-Tack" hörst.

Die "Unrue" ist ein kleines Schwungrädchen, welches seinerseits ebenfalls an einer spiralförmig gewendelten Blattfeder befestigt ist. Diese Feder ist aber nicht vorgespannt wie die Hauptfeder des Antriebes, sondern sie hält das Schwungrad der "Unrue" nur in einer bestimmten ( zugfreien ) Position und sorgt dafür, dass das daran angeschlossene Taktwerk durch wechselseitige rechts- / links Drehung in einem gewissen Zeitintervall einen Sperrmechanismus freigibt.

Dieser Sperrmechanismus seinerseits sorgt dafür, dass sich das Haupt-Antriebsrad des Uhrwerkes jeweils nur Zahn für Zahn in regelmässigen Intervallen drehen kann.

Die Intervalldauer dieses Mechanismus' wird durch eine einstellbare Winkelausrichtung der Feder der "Unrue" justiert.

Expertenantwort
von darkhouse, Community-Experte für Uhr, 9

Im Prinzip wie ein kleines Spielzeugauto, welches man mit einem Schlüssel aufzieht. Man spannt eine Spiralfeder, indem man sie immer enger wickelt. Diese will sich nun wieder "aufrollen" und treibt mit dieser Energie das Räderwerk an. Damit das nicht so schnell geschieht wie beim Auto - einmal surrrrr... und es steht wieder entspannt da - baut man eine Hemmung ein, die die Energie fein dosiert freigibt und wieder sperrt (Ankermechanismus), und das im schnellen Wechsel (tick-tack). Das macht die schwingende Unruh, das Herz, der sensible Taktgeber. So verteilt sich die Federenergie auf einen langen Zeitraum. Die Genauigkeit der Uhr hängt von der Feineinstellung der Unruh-Spiralfeder ab.

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