Wie funktioniert Liebe, existiert sie überhaupt von beiden Seiten?

... komplette Frage anzeigen

12 Antworten

Ich denke auch das in Beziehungen oft nur einer der Partner liebt. Der Andere liebt es vielleicht geliebt zu werden und /oder findet den Partner halt hübsch oder geil oder gesellschaftstauglich etc Wie auch immer wenn man zuviel darüber nachdenkt wird man auch nicht schlauer. Vor allem ist es wohl eher nicht so das es "den Einen,die Eine"gibt. Wäre ein großer Zufall bei Milliarden Menschen genau Diesem über den Weg zu laufen. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Über das Thema habe ich früher auch oft nachgedacht. Irgendwann kam ich darauf, dass ich ein zu romantisches Bild von der Liebe habe...

Es ist wohl eher nicht so, dass es für jeden Topf nur einen Deckel gibt. Wir haben eben nicht den Traummann oder die Traumfrau und verwenden unsere ganze Energie nur auf diese eine Person. Wir sind eher...sagen wir, emotional flexibel. Schwärmereien für den EINEN süßen Kerl - schön und gut. Aber wie du schon sagst: wieso sollte das ausgerechnet auf Gegenseitigkeit beruhen?

Mag sein, dass das funktioniert, wenn sich das Bilderbuch-Paar der Klasse/Stufe verliebt. Also der Mädchenschwarm und der Jungenschwarm.

Seien wir ehrlich, Liebe kann auch so funktionieren: ER trifft mich und ich gefalle ihm - zunächst mal oberflächlich. Auch ich finde ihn soweit ganz nett und hübsch...mehr muss gar nicht sein zunächst. Er beschließt, dass ich es Wert bin einen Versuch zu starten, lädt mich zu einem Date ein. Wir reden und haben Spaß und merken immer mehr, dass wir uns gegenseitig mögen. Ein Schritt nach dem anderen, vielleicht ein schöner Abend, endet mit einem Kuss und schon sind Schmetterlinge da. In der Verliebtheitsphase wird man ein Paar und DANN zeigt sich, ob sich eine wahre Liebe daraus entwickeln kann.

Ich habe wirklich gelernt, dass ich meine Gefühle nicht für den einen Jungen reservieren darf. Ich gebe jedem die Chance mein "Prinz" zu werden, der mir sympathisch erscheint und mir optisch gefällt. Und dann klappt es eben, oder es klappt nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du kannst dich in viele Menschen verlieben, weil viele Menschen "passen". Und deshalb verlieben sie sich auch. Sooo wahnsinnig unterschiedlich sind wir Menschen gar nicht, wir haben alle dasselbe Ich und drücken uns nur anders aus. 

Beziehung ist der Versuch, aus zwei EINS zu machen. In diesem Spiel passt nicht nur eine Person, sondern viele. Selbst wenn Du in einer glücklichen Beziehung bist, kann es passieren, dass Dein Augenmerk auf jemand anderen fällt, wo Verlieben möglich wär. Solchen Feuern geht man aus dem Weg und spielt nicht mit ihnen. Denn man kann nur mit einem richtig in Beziehung sein. 

Verlieben ist automatisch, oder? Es ist wie Magnetismus, man wird von jemandem angezogen. Der jemand hat etwas, was Du nicht hast und Ihr versucht Euch zu komplemettieren im Laufe der Beziehung, so ihr denn über das Stadium der Verliebtheit hinauskommt. Ihr streitet, Ihr habt Krisen - genau da liegt die Chance zum Näherkennenlernen, um EINS zu werden. Die Wahrheit ist, dass wir aber oft zu stolz sind, um nachzugeben, unser Ich hat gerne Recht, unser Ich möchte etwas haben für das Geben. Und so trennen wir uns. 

Jemand "Passendes" kreuz unseren Weg und wir verlieben uns. Wenn man jemanden unsymphatisch findet, dann sollte man gleichfalls mal genauer hinsehen, das ist auch Magnetismus, aber der, der abstösst. Den wir "abstossen", den "brauchen" wir nicht, denn das sind wir selber schon. Er ist allerdings gut, dass wir uns selbst erkennen. Aber auch hier steht uns unser Ich im Weg. 

LG

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von 2012infrage
14.12.2015, 11:21

Was ich noch vergessen hatte: Ich habe das Verlieben beschrieben, und warum sich viele "zurück-verlieben", eben weil sie denjenigen auch als "passend" empfinden. Liebe ist etwas anderes, Liebe kommt nach dem Verlieben und dafür entscheidet man sich. Aber das Verlieben, dass führt die "passenden" Menschen zusammen.

Gruß

5
Kommentar von Rihannanavy1
14.12.2015, 11:53

Wow! Das ist echt interessant geschrieben... 👍😊

0
  • Du stellst in der Tat eine sehr interessante Frage, die absolut berechtigt ist und ich glaube, dass die Antwort darauf wirklich nicht eindeutig ist.
  • Erstens halte ich die Lebenserfahrung für ganz wesentlich, dass jeder Mensch mehrfach im Leben einseitige Verliebtheit erlebt. Mal verliebt man sich, aber der andere erwidert die Liebe nicht, mal ist jemand anders in einen verliebt, aber man selbst hat keine Gefühle für ihn. Insofern halte ich einen Automatismus "aus einseitiger Verliebtheit entsteht beidseitige" für nicht zutreffend, sondern einfach der Lebenserfahrung widersprechend. Wie oft kommt es vor, dass Liebe eben nicht erwidert wird!
  • Gleichwohl stimme ich dir aber schon zu, dass rein zufällige beidseitige Liebe noch seltener sein müsste, als sie offenbar im Leben auftritt. Die Frage wäre doch dann aber, warum man sich überhaupt verliebt und ich denke, dass für erfolgreiches gegenseitiges Verlieben eben die Chemie stimmen und die Wellenlänge passen muss und das sind natürlich Kriterien, die eben naturgemäß logischerweise beidseitig auftreten. Gleiche Wellenlänge ist eben für beide die gleiche Wellenlänge. Wenn man ähnlichen Humor hat, ähnliche Ansichten, sich einfach wohl miteinander fühlt, dann sind das eben Faktoren, die typischerweise für beide gleich funktionieren. Ich nehme auch an, dass genau diese Beziehungen auch viel öfter und länger halten.
  • Trotzdem räume ich drittens auch ein, dass wohl tatsächlich eine gewisse Tendenz beim Menschen da ist, positiv zu reagieren, wenn man toll gefunden wird, oder aus Sehnsucht nach einer Beziehung sie auch dann einzugehen, wenn man noch nicht so verliebt ist, aber den anderen durchaus mag. Gerade Männer sind ja auch dafür bekannt, gerne eine Gelegenheit mitzunehmen und ich befürchte, es gibt schon viele Beziehungen, die eher aus Gründen wie "besser irgendeine Beziehung als gar keine" oder "ist ja nicht für immer, aber toller Sex/Freizeit/Geld" eingegangen werden. Sehr viele Beziehungen scheitern ja auch -- weil es eben nicht immer gut genug passt. Manchmal könnte man das schon vorher wissen, manchmal wird aber leider auch aus echter Verliebtheit nur keine Liebe.
Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DonkeyDerby
15.12.2015, 16:59

Der vierte Punkt ist nicht zu unterschätzen. Nicht selten ist ein Grund für uns, jemanden zu mögen, die Tatsache, dass er uns mag. Selten finden wir jemanden anziehend, der abweisend zu uns ist.

Wenn man also gemocht werden will, ist es enorm hilfreich, auch selbst die anderen zu mögen...

1

Liebe richtet sich nicht nach dem "Einkaufszettel", den Vorstellungen, die man sich macht, welche Eigenschaften der zukünftige Partner haben soll. Sie kommt meist unvorhergesehen und spontan und berücksichtigt nur wenige Eigenschaften.

Es sind eher unbenennbare Eindrücke, die uns fesseln. Ein Eindruck mit großer Bedeutung ist, wie man sich versteht, wie man miteinander kommunizieren kann, sei es mit oder ohne Worte. Das ist aber nicht eine Eigenschaft des Gegenübers, sondern schon eine der Beziehung zwischen beiden.  

So können sich beide in dasselbe, nämlich die Anfänge ihrer Beziehung verlieben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Machtnix53
29.12.2015, 13:01

Ich würde sogar noch weiter gehen mit meinen Behauptungen. Das Fixieren auf persönliche Eigenschaften des möglichen Partners ist nichtmal Verliebtheit, es ist Schwärmerei.

Ein Haben-wollen auf dem Partnermarkt. Sich herausputzen, um als durchschnittlicher Mensch einen möglichst überdurchschnittlichen Partner zu ergattern. Und wenn man ihn bekommt, möglichst schnell einen gegenseitigen Ausschließlichkeitsvertrag abschließen. Das nennt sich dann Beziehung. Ehrlicherweise spricht man sogar kaum noch von Liebesbeziehung.

Mit Liebe hat es auch wenig zu tun. Liebe erfordert keinen perfekten Partner, sie lebt von einem wunderbaren Miteinander, von dem, was zwischen beiden ist.

6

Ich glaube, dass Liebe ein JA und ein Annehmen ist.
Zu allem, und das ist meist recht bis zu viel, wozu wir NEIN sagen, lieben und wollen wir nicht, was aber noch lange nicht heißt, dass wir es nicht auch brauchen könnten.

Liebe (über mhd. liep, „Gutes, Angenehmes, Wertes“ von idg. *leubh- gern, lieb haben, begehren ist im Allgemeinen die Bezeichnung für die stärkste Zuneigung und Wertschätzung, die ein Mensch einem anderen entgegenzubringen in der Lage ist.
Der Erwiderung bedarf sie nicht.

Die Partnerliebe gibt es vielleicht, mal abgesehen von der Fortpflanzung natürlich, damit sich zwei Menschen zusammentun, um gemeinsam voneinander zu lernen, sich weiter zu entwickeln, sich gegenseitig unterstützen, weil Leben die Weiterentwicklung des Menschen will und fördert.
Wenn sich einer in einen anderen Menschen verliebt so vielleicht deshalb, weil er etwas vom anderen braucht, um sich laut seines Lebensplanes richtig weiter zu entwickeln, etwas zu lernen, etwas vom Partner anzunehmen.

Ansonsten gehe ich schon davon aus, dass die Frucht oder sogar Früchte der Liebe stärker und stabiler gedeihen und sind, wenn sich beide Partner um deren Wohl und Selbstständigkeit kümmern. Das macht natürlich für die Natur und das Leben sehr viel Sinn. Dabei ist dann die Liebe schon recht hilfreich, wenn also dadurch die Partner zusammen bleiben.

Der Partner ist ja nicht umsonst die besser Hälfte, eben die Hälfte, die einem zum Ganzsein noch fehlt.

Ich glaube nicht, dass sich Betreffende ihre Liebesgefühle nur einreden, weiter wurden die Veränderungen z.B. im Gehirn schon recht genau erforscht. Da tut sich also wirklich Einiges.

Und weiter denke ich, dass das Lieben für uns Menschen sehr wichtig ist, uns viel Leichtigkeit und Wertschätzung bringt, was wohl für jeden sehr angenehm ist und uns genau mit all dem, was für unser Leben wichtig ist, in Verbindung bringt.

Wenn sich das Gegenüber nicht verliebt, so mag dies als möglicher Wegweiser dienen und/oder gewisse Handlungen/Eigenschaften provozieren. Das muß dann wohl jeder für sich selbst ausfindig machen.

Was aber wohl bleibt ist, dass man irgendeine Eigenschaft z.B. vom anderen selbst dringend nötig hätte und öfter leben sollte, in sein Leben integrieren sollte.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Denke, dass jeder jeden lieben kann/könnte. Warum dies nicht der Fall ist liegt nicht in erster Linie an der fehlenden Sympathie sondern an der vermissenden Zugänglichkeit. So gut wie jeder fördert nämlich Distanz. Das fängt beim erwarteten Siezen an, geht über sich selbst auferlegte Kompetenzen und endet bei Selbstgefälligkeiten. Fast jeder besitzt irgendwelche nicht gerade anziehenden Macken. Es muss zunächst mal "was kommen" ! Ein bloßes "Hallo !" oder "Wie geht's ?" genügt nicht um eine Welle der Sympathie überfließen zu lassen. Es ist also eine Frage der ehrlich gemeinten Annäherungswilligkeit. Wir gehen uns ja mehr oder weniger alle nur aus dem Weg. Bilden uns entweder ein, dass wir dem anderen Zeit stehlen würden oder noch schlimmer: Behaupten einfach ständig und überall, dass wir erst gar keine Zeit hätten.

Sehr krass brachte es der Musiker Frank Zappa mal auf eine griffige Formel: "Für mich ist jeder Mensch ein Arsc.hloch solange er mir nicht das Gegenteil beweißt." :-)

Speziell über dieses häufig zu hörende "Ich habe leider im Moment keine Zeit" hat eine bekannte amerikanische Band einen passenden Titel veröffentlicht.

The GUESS WHO - "No Time"

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DonkeyDerby
15.12.2015, 17:05

Ich betrachte es eigentlich ganz andersherum als Frankieboy, may he rest in peace. Für mich ist erstmal jeder Mensch ein "good guy", solange er mir nicht das Gegenteil beweist.

2

weil das ganze durch signale gesteuert wird und da die menschen nah verwand sind auch ganz leicht die gleichen signale für gleiche auslöser entstehen

soll heißen:  liebe ist sowas wie ein instinkt ----  es gibt nicht den einen, sondern nur die geeignete situation ----  mit der richtigen situation wird sich fast jeder in den anderen verlieben,  

würden die menschen unter 8 milliarden den einen suchen müssen, wären sie schon weit vorher ausgestorben

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich denke, auch wenn ich nicht weiß warum und wie, dass sich die Liebe irgendwie zwei Menschen sucht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

die liebe gibt es natürlich sonst gäbe uns menschen nicht. das sich zwei verlieben is so ne sache manschmall liebt der andere manschmall alle beide. aber die liebe wird immer ein rätsel sein was niemand herausfinden wird wieso man liebt es ist einfacch so es ist unerklärlich :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von LonelyBrain
14.12.2015, 10:53

die liebe gibt es natürlich sonst gäbe uns menschen nicht

Doch. Uns Menschen gibt es weil wir uns fortpflanzen - nicht weil sich jemand liebt.

1

Das soll vorkommen, dass beide sich Lieben. Ich definiere Liebe so, dass der eine ohne den anderen nicht sein will, dass beide an den jeweils anderen denken. Sie suchen die Nähe des jeweils anderen auf. Liebe geht bekanntlicherweise durch den Magen, aber noch weiter: Liebe trifft sogar das Herz.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung