Was sind die Vorteile bzw. Nachteile. Wie funktioniert die Technik? Ist es sinn voll beim Kauf eines PC darauf zu achten? Ist die Technik zukunftsfähig?
Bluetooth ist eine Kurzstreckenfunktechnik. Reichweite max. 100 Meter (wobei das in der Praxis meist nicht erreicht wird). Sinvoll für Headset, Maus oder Tastauranschluß, wird auch bei Handys oft untereinander oder zur Datenübertragung auf den PC benutzt.
In einem Desktop PC muss Du nicht darauf auchten. Solltest Du Geräte mit Bluetooth anschließen wollen kannst Du das mit einem separaten Bluetooth Stick problemlos nachrüsten. Beim Laptop ist diese Technik meist integriet und macht auch Sinn um schnell externe Maus oder Tastaur zur anschließen zu können.
Für die Datenübertragung im Netzwerk oder zwischen zwei Geräten ist diese Technik eigentlich zu langsam (hierfür ist WLAN besser weil schneller).
Technische Infos unter http://de.wikipedia.org/wiki/Bluetooth
Bluetooth-Geräte senden als Short Range Devices im lizenzfreien ISM-Band (Industrial, Scientific and Medical Band) zwischen 2,402 GHz und 2,480 GHz. Sie dürfen weltweit zulassungsfrei betrieben werden. Störungen können aber zum Beispiel durch WLAN-Netze, schnurlose (drahtlose) Telefone, Garagentoröffner oder Mikrowellenherde verursacht werden, die im gleichen Frequenzband arbeiten. Um Robustheit gegenüber Störungen zu erreichen, wird ein Frequenzsprungverfahren (Frequency Hopping) eingesetzt, bei dem das Frequenzband in 79 Frequenzstufen im 1-MHz-Abstand eingeteilt wird, die bis zu 1600 Mal in der Sekunde gewechselt werden. Es gibt jedoch auch Pakettypen, bei denen die Frequenz nicht so oft gewechselt wird (Multislot-Pakete). Am unteren und oberen Ende gibt es jeweils ein Frequenzband als Sicherheitsband (Guard Band) zu benachbarten Frequenzbereichen. Theoretisch kann eine Datenübertragungsrate von 706,25 kbps beim Herunterladen (Download) bei gleichzeitigen 57,6 kbps beim Heraufladen (Upload) erreicht werden (asymmetrische Datenübertragung). Seit der Version 2.0 + EDR können Daten durch EDR (Enhanced Data Rate) maximal etwa dreimal so schnell übertragen werden, also mit rund 2,1 Mbit/s. Bereits seit Version 1.1 kann ein Bluetooth-Gerät gleichzeitig bis zu sieben Verbindungen aufrechterhalten, wobei sich die beteiligten Geräte die verfügbare Bandbreite teilen müssen (shared medium).
Bluetooth unterstützt die Übertragung von Sprache und Daten. Eine Verschlüsselung der transportierten Daten ist ebenfalls möglich. Viele Mobiltelefone sind per Bluetooth verbindbar[1]. Angreifer können per Bluetooth hohen finanziellen Schaden durch den Anruf kostenpflichtiger Hotlines und SMS-Dienste verursachen, private Nutzerdaten lesen, Telefonbucheinträge schreiben und die Liste angerufener Nummern zwecks Vertuschung manipulieren. Allgemeine, geräteunabhängige DoS-Attacken auf Protokollebene sind mit einfachen Mitteln möglich (zum Beispiel „ping“-Anforderungen mit großen Paketen). Klasse Max. Leistung in (mW) Max. Leistung in (dBm) Reichweite im Freien Klasse 1 100 mW 20 dBm ~100 m Klasse 2 2,5 mW 4 dBm ~20 m Klasse 3 1 mW 0 dBm ~10 m
Die Reichweite hängt stark von der Antennenbauform ab, sowie von Störungen und Hindernissen wie zum Beispiel Mauern. Da Multi-Slot Pakete sehr viel störanfälliger als Single-Slot Pakete sind, ist die Reichweite auch sehr stark von den verwendeten Pakettypen abhängig. Sobald Bluetooth-Geräte in Betrieb gesetzt werden, identifizieren sich die einzelnen Bluetooth-Controller innerhalb von zwei Sekunden über eine individuelle und unverwechselbare 48 bit lange Seriennummer. Im Standby-Modus lauschen unverbundene Geräte in Abständen von bis zu 2,56 Sekunden nach Nachrichten (Scan Modus) und kontrollieren dabei 32 Hop-Frequenzen. Eine Verbindung kann von einem beliebigen Gerät ausgehen, das sich dadurch zum Master erhebt. Der Kontakt zu den Slaves wird durch eine Inquiry-Nachricht (von inquiry (engl.) = Erkundigung) und danach durch eine Page-Message (von to page (engl.) = (per Lautsprecher) ausrufen, message (engl.) = Nachricht) hergestellt, falls die Hardware-Adresse der Geräte unbekannt ist. Bei bekannter Adresse fällt der erste Schritt weg. Im Page-Zustand sendet der Master 16 identische Page-Telegramme auf 16 unterschiedlichen Hopping-Frequenzen, die für die Slaves bestimmt sind. Danach befinden sich die Stationen im Status „Verbunden“. Durchschnittlich wird eine Verbindungsaufnahme innerhalb des halben Scanintervalls, z.B. 2,56/2 Sekunden, erreicht.
Seit 2005 kann zum Verbindungsaufbau zweier Bluetooth Geräte optional NFC genutzt werden. Dieses zusätzliche RF-Protokoll unterstützt Bluetooth insbesondere beim erstmaligen Pairing von BluetOBEX.