Frage von SamLowrey, 29

Wie funktioniert Einfuhr - bzw. Mehrwertsteuer fürs Unternehmen?

Hallo an die Runde!

Eine Frage zum Thema Einfuhr- bzw. Mehrwertsteuer für Unternehmen.

Angenommen, dass eine Firma irgendwas für €100 aus Drittland (kein EU-Land) importiert.

Die Ware wird beim Zoll mit 19% besteuert, d.h. €19 sollte es zusätzlich zum Preis sein.

Ich will die Ware dann innerhalb von Deutschland z.B. 10% teurer als Einfuhrpreis verkaufen. Wie funktionieren weiter die Besteuerung und Preisgestaltung? Was wird der Endkäufer (andere Firma) für die Ware bezahlen - € 110?

Danke für jede Hilfe und nützlichen Link!

Maxxi

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Steuern, 11

Du importierst für 100,- netto.

die 19,- Euro Einfuhrumsatzsteuer kannst Du als vorsteuer abziehen.

Dein Einstandspreis bleibt 100,- Euro.

Ich weiiß zwar nicht, wie Du von 10,- Euro Kosten udn Gewinn abdecken willst, aber bleiben wir bei Deinem Beispiel:

VK netto 110,- + Umsatzsteuer 20,90 = Verkaufspreis 130,90 Euro.

Kommentar von SamLowrey ,

Servus,

vielen Dank für die Antwort. Eine kurze weitere Frage von mir: das Partner-Unternehmen kauft dann von mir die Ware  für € 130,90. Kann es die Umsatzsteuer auch als Vorsteuer abziehen? Was ist der tatsächliche Preis, mit welchem der Käufer von meinen Waren rechnen muss?

Kommentar von wfwbinder ,

Wenn der Käufer vorsteuerabzugsberechtigt ist, dann kann er abziehen.

Nur das kann man als Verkäufer ja nur Ahnen. Wenn der Käufer z. B. Kleinunternehmer ist, oder nur Ausschlussumsätze hat (Arzt, oder Vermieter von Wohnungen) hat er ja keinen Vorsteuerabzug.

Wenn er Vorsteuerabzug hat, kostet ihn der Liefergegenstand nur 110,- Euro.

Antwort
von konstanze85, 15

Da die vorsteuer sowieso vom finanzamt zurückgezahlt wird bzw. Das unternehmen im rahmen einer umsatzsteuervoranmeldung die vorsteuer gegen die ust gegenrechnen kann, ist das nur ein durchlaufender posten.

Um wieviel mehr du die ware dann in deutschland weiterverkaufst, ergibt sich aus einer klr (kosten-und leistungsrechnung) und dem einstandspreis.  Die daraus entstandene ust wird ans finanzamt abgeführt

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