Frage von user6363, 77

Wie funktioniert eine Sucht?

Hallo,

also, es handelt sich um keine Hausaufgabe sondern nur um eigenes Selbstinteresse. Das meiste was ich im Internet finde, mag zwar seriös sein, aber ich versteh den Text einfach nicht. Viel zu viele Fachwörter und wirklich lang gefasst.

Ich hab vor ein paar Monaten aus Langeweile mit dem Rauchen angefangen, aber schon nach 1-2 Monaten aufgehört und auch nie wieder angefangen. Ich hab schon viele Drogen ausprobiert, von Kokain bis Alkohol, und wurde nie süchtig, eventuell auch, weil ich das nicht aus 'Frust' genommen habe, sondern wirklich aus Spaß und auch nur, wenn ich in einem fröhlichen Zustand war.

Nun, viele sagen ja, dass Kokain, Heroin, Nikotin und so weiter süchtig machend sind. Aber es gibt doch kein Stoff, der aus Prinzip süchtig macht, oder? Oder weiß ich einfach nicht, wie sich eine Sucht sich anfühlt?

Ich denke ja, dass die Nebenwirkungen einiger Drogen verursachen, mehr davon zu nehmen, damit die Nebenwirkungen weniger werden und es halt wieder geht. Und das sollte man ja eben nicht machen (Hab ich gelesen.), denn man macht es nur schlimmer.

Kennt sich jemand mit dem Thema besser aus und könnte es mir so simpel wie Möglich erklären?

mfg

Antwort
von Pandur11, 44

Es gibt Stoffe die können wirklich bereits nach dem ersten Einnehmen süchtig machen. Zum Beispiel Heroin. Bei einer solchen Droge wird man sehr stark körperlich Süchtig, die Entzugserscheinungen sind sehr schmerzvoll und halten über einige Tage an.

Eine Sucht entsteht, wenn man das Einnehmen eines süchtig machenden Produktes in den Alltag einbindet. Zum Beispiel einen Kaffee um 9:00 oder ein Feierabendbier jeden Abend.

Man kann so Alkoholiker werden, obwohl die Menge des Alkohols im Bier nicht besonders hoch ist. Das gefährliche daran ist der effektive Zwang immer dieses Bier zu nehmen, weil man es immer tut. Geht man am jeden Samstag Abend in den Ausgang und trinkt 10 Bier, ist das zwar mehr als der "Feierabendbier-Süchtige" in einer woche konsumiert, ist aber nicht an den Alltag gebunden, man verspürt under der Woche kein Bedürfnis nach Bier.

Kaffee ist noch "gefährlicher", als passionierter Kaffeetrinker werde ich irgendwann glaube ich der Kaffeesucht verfallen, bedingt durch lange Arbeitszeiten:-) Im Ernst, so entsteht zum Beispiel eine Sucht: Man ist während dem Arbeiten müde und fängt deshalb an Kaffee zu trinken. Irgendwann putscht ein Kaffee nicht mehr so stark auf wie am Anfang, zwei Kaffees müssen her. Schliesslich braucht man einen Kaffee um normal zu funktionieren, die Sucht ist da.

Ich bin mir sicher fast jeder hat eine Sucht nach irgendetwas, muss nicht immer mit Dogen oder Alkohol verknüpft sein...

Kommentar von user6363 ,

Gibt es überhaupt eine körperliche Sucht? Und ich habe schon Erfahrungen mit Opiaten gemacht, viel negatives.

Aber zum Beispiel im Krieg haben die Soldaten (der Siegermächten) reines Heroin genommen. Nach dem Krieg war aber niemand bzw kaum welche süchtig. Liegt es vielleicht daran, dass sie in der Situation, als sie es genommen haben, sich im Krieg befanden und dann wieder bei ihrer Familie waren? Oder weil das Straßenheroin verunreinigt ist?

Zu deinem Letzten Satz, das ist mir bewusst, mir ist auch bewusst, dass es mehr mit der Psyche als mit dem Körper zutun hat. Aber kannst du es eventuell besser erklären? Wirklich erleuchtet bin ich nach deiner Antwort nicht aber trotzdem vielen Dank für deine Antwort und deine Bemühungen!

Kommentar von Pandur11 ,

Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Sucht: Die psychische und die physische Sucht. Von letzterem Spricht man von körperlichen Sucht.

Der Einstieg in eine Sucht geschieht meistens über die Psyche, selten ist man von Anfang an körperlich abhängig. Nimmt jetzt ein Soldat im Krieg Heroin und kehrt nach einer Schlacht nach Hause zurück, ändert sich das ganze Umfeld, es geschieht ein Wandel, auch psychisch. Daher sind, denke ich, so wenige Soldaten wirklich süchtig geworden. Soldaten welche aber grosse Mengen Heroin konsumiert haben, haben sicher körperliche Entzugserscheinungen erlitten. Von diesem ist man nicht gefeit.

Auf die körperlichen Entzugserscheinungen kann man nicht Einfluss nehmen, diese muss man ertragen, fühlt sich im Falle von Heroin wie eine sehr schwere Grippe an. Während dieser Zeit muss man clean bleiben und nach langen Qualen ist man körperlich befreit, ist wieder gesund. Das psychische Verlangen kann noch Monate anhalten...

Das Ganze Ist schwierig zu erklären, ist aber hoffentlich nun etwas klarer...

Kommentar von 2pacalypse2 ,

keine Substanz kann beim ersten Konsum süchtig machen

Kommentar von Pandur11 ,

Falsch, es fängt immer mit dem ersten Konsum an...

Antwort
von robi187, 37

am beste fragst betroffene die es geschaft haben wieder trocken zu leben?

http://www.narcotics-anonymous.de/

die sind gerne bereit erfahrung kraft und hoffung zu teilen und sprechen die bodenständige sprache?

Kommentar von user6363 ,

Hi, danke für deine Antwort, aber ich verstehe dich nicht ganz. :(

Kommentar von robi187 ,

du willst doch wissen was sucht ist? als frage diese oben genannte

Antwort
von robi187, 21

mit jeder art von sucht macht man die realtitäg weg und das kann schnell zur gewohnheit und später zur sucht werden ( man kann es nicht mehr weglassen)

ich würde nicht mit dem feuter spiel an einer tankstelle?

die frage ist gibt es heute noch ein trockenes leben ohne das man sucht frei lebt? deshalb ist die frage duchaus angebracht.

denn alles was man nicht mehr lassen kann könnte schnell zur sucht werden?

ja es gibt auch dinge die man nicht bewust steueren kann, aber zur sucht werden kann.

aber es ist meine ansicht und muss nicht sitmmen

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