Frage von SCMG1, 93

Wie funktioniert eigentlich Leasing bei einem Auto?

Antwort
von wfwbinder, 53

Es funktioniert wie folgt:

1. Du suchst Dir ein auto nach Deinen Wünschen aus.

2. Du kontaktierst (ggf. vermittelt durch den Händler) eine Leainggesellschaft.

3. Die machen Dir eine Vertragsangebot, was du ggf. annimmst.

4. Die Leasinggesellschaft kauft das Auto, was Du haben willst.

5. Du mietest es von denen gegen monatliche Raten.

6. Nach Ablauf des Vertrages gibt Du das Auto zurück.

7. Ggf. musst du nachzahlen, wenn der Wagen nicht gepflegt ist, oder mehr Kilometer als vereinbart gefahren wurde.

8. Es gibt auch verträge mit Andienungsrecht, wo Du das Auto kaufen kannst.

9. Von den Bedingungen sind Gewerbeleasing und Privatleasingverträge zu unterscheiden.

Antwort
von RudiRatlos67, 50

Man mietet ein Auto für das man selbst das finianzielle Risiko trägt, das bedeutet: das Auto wird auf den Inhaber zugelassen (der Leasingnehmer, also der der das Auto benutzen darf) Er ist vom Leasinggeber (die Leasinggesellschaft) dazu verpflichtet, das Auto pfleglich zu behandeln, darf nur eine bestimmte Anzahl Kilometer während der Zeit des Leasing fahren, muss das Auto selbst versichern (Leasinggeber verlangen fast immer das Auto auch gegen Vollkaskoschäden zu versichern) muss das Auto in der Vertragswerkstatt regelmäßig warten lassen und hat evtl. anfallende Reparaturen und Schäden ebenso in der Vertragswerkstatt ausführen zu lassen. Bei größeren Schäden ist die Leasinggesellschaft zu informieren und muss ihr einverständniss zur Reparatur geben.
Bereits bei Vertragsschluss wird ferner festgelgt in welchem Zustand das Auto bei Rückgabe ist. (Normale Abnutzung und gepflegter Zustand) Sowie der anfallende Betrag für Mehr- oder Minderkilometer.
Am Ende der Vertragslaufzeit kann der Leasingnehmer das Auto einfach zurückgeben. Dabei wird geprüft ob der Leasingnehmer das Auto vertragsgemäß benutzt hat. Das bedeutet; der Kilometerstand wird geprüft, mehrkilometer muss der Leasingnehemer mit einem vorher festgelgten Betrag nachzahlen, minderkilometer bekommt er erstattet, es wird geprüft ob alle Inspectionen in der Vertragswerkstatt ausgeführt wurden und ob es Schäden gab die nicht in der Vertragswerkstatt erledigt wurden. Ist das Auto im vereinbarten Zusatnd ist der Vertrag beendet, alle Abweichungen müssen der Leasinggesellschaft erstattet werden.
Statt das Auto zurück zu geben hat der Leasingnehmer auch ein Vorkaufsrecht und kann das Auto zum vorher vereinbarten Kaufpreis erwerben. Das rentiert sich besonders bei Fahrzeugen die stark vom vereinbarten Zustand abweichen, da man in dem Fall jede freie Werkstatt wählen kann um das Auto in altersgerechten Zustand zu versetzen oder es einfach in dem Zustand weiter fährt.

Da die Leasingraten meist genauso hoch sind wie entsprechende kreditraten, man aber dadurch keinerlei Eigentum am Fahrzeug erwirbt, lohnt sich Leasing nur in den seltensten Fällen für Privatpersonen. Als Firma sieht das anders aus, da man die Kosten für ein Leasingfahrzeug einfacher steuerlich gelten machen kann als wenn man ein Fahrzeug kaufen würde.

Kommentar von SCMG1 ,

super danke vielmals !!!

Antwort
von lesterb42, 26

Man kann vergleichsweise preiswert Auto fahren, wenn, man
ein Fahrzeug für 2.000 € erwirbt Kumpels hat, die meinen, dass sie sich damit auskennen und Reparaturen „so“ machen und das Fahrzeug dann nach 4 Jahren für 300 € verkaufen. Das ist möglich. Das ist aber nicht die Alternative, mit der man Leasing von Neufahrzeugen vergleichen kann. Neufahrzeuge sind gerade keine gebrauchten 10 Jahre alten Altfahrzeuge. Dies ist ein völlig anderes Marktsegment.

Was Leasing angeht werden immer vier Vermutungen geäußert:

1. Ist teuer.

2. Lohnt sich nur für Gewerbetreibende.

3. Das Fahrzeug gehört einem nicht.

4. Bei der Rückgabe werden Kratzer und andere kleine Beschädigungen sowie Mehrkilometer teuer in Rechnung gestellt.

Zu. 1. Das Leasing teuer ist, liegt nicht am Leasing selbst, sondern daran,
dass es sich hier meist um Neuwagen handelt. Und Neuwagen sind auch als Kauffahrzeuge teuer.

zu 2. Als Gewerbetreibender kann man - anders als Privatleute - seine
Fahrzeugkosten von der Steuer absetzen. Dies gilt aber auch bei Fahrzeugen, die gekauft wurden, ist also nicht leasingtypisch.

zu 3. Bei einem Kauffahrzeug hat man ebenfalls einen Wertverlust, der jedoch nicht monatlich , wie beim Leasing, sondern schon beim Kauf in einer Summe fällig wird und sich beim Verkauf realisiert.

zu 4. Das sieht beim Verkauf eines neueren Gebrauchtwagens ganz genauso aus.

Leasing ist gleichwohl nicht immer der günstigste Weg ein Auto zu fahren, kommt eben entscheidend auf die Raten an.

Antwort
von bruchpilot82, 32

Kurz: beim Leasing "mietest" du ein Auto für einen definierten Zeitraum zu einem definierten monatlichen Betrag. Am Ende der Laufzeit gibst du das Auto zurück. Quasi wie Mieten auf lange Zeit...

Lang: https://www.sixt-leasing.de/kundencenter/leasinginformation/was-ist-leasing

Antwort
von jetztgehtslos, 46

Leasing ist Mieten auf einen bestimmten Zeitraum.

Leasing ist i.d.R. die teuerste Art der Autofinanzierung. Auch wenn (gerade wenn) mit monatlichen niedrigen Raten geworben wird, abgerechnet wird am Ende der Laufzeit.

Wenn du danach schon hier fragen musst, dann solltest du es erst recht lassen und nur eine normale Finanzierung machen. Wenn die Rate dann nicht zu deinem Budget passt, hast du dich für das falsche Auto entschieden.

Kommentar von RudiRatlos67 ,


Leasing ist i.d.R. die teuerste Art der Autofinanzierung.

Falsch....:

Leasing ist keine Finanzierung, oder Mietkauf oder sonstiger Erwerb von Eigentum oder Eigentumsanteilen, sondern nur mit Mietverträgen +zusätzlicher Verpflichtungen und einem Vorkaufsrecht zu vergleichen.

Durch die Leasingraten erwirbt man keinerlei Eigentumsrechte an einer Leasingsache. Auch evtl. vereinbarte Einmalzahlungen zu Beginn oder zum Ende des Leasingvertrags ändern nichts daran.

Lediglich die Wahrnehmung des Vorkaufrecht nach Ablauf des Leasingvertrag überträgt die Eigentumsverhältnisse der Leasingsache auf den bisherigen Leasingnehmer.

Antwort
von WosIsLos, 49

Du zahlst viel Geld und am Schluss hast du kein Auto.

Kommentar von SCMG1 ,

Also dass man das nicht machen soll wurde mir relativ schnell klar, aber wie funktionert es ?

Kommentar von jetztgehtslos ,

Anzahlung (Sonderzahlung), monatliche Leasingraten, Rückgabe an den Händler = kein Auto mehr und Abrechnung von Schäden.

Kommentar von WosIsLos ,

Du suchst dir eine Leasinggesellschaft (entweder die vom Autohersteller oder von einem Finanzinstitut), zeigst die Rechnung oder Bestellung oder Kaufvertrag und läßt dir ein Angebot machen:

Leasingdauer, Jahreslaufleistung und einmalige Leasingsonderzahlung.

Dann erhältst du einen Vertrag und die Firma kauft das Fahrzeug und du leistest termingemäß die Zahlungen und meldest am Jahresende den Kilometerstand, erhältst ggf. noch eine Nachbetechnung für Mehrkilometer.

Am Laufzeitende macht der Leasinggeber eine Zustands- und Schadensbewertung. Dann kannst du noch Reklamationspunkte instandsetzen lassen, dann gibt's eine Nachberechnung und wenn du das Fahrzeug kaufen willst, zahlst du den vertragsgemässen Restkaufpreis

Kommentar von RudiRatlos67 ,


zeigst die Rechnung oder Bestellung oder Kaufvertrag und läßt dir ein Angebot machen:

Das ist neu......
Soweit mir bekannt ist kauft eine Leasinggesellschaft ein Fahrzeug das den Kundenwünschen entspricht, sagt was das Auto bei xxx Kilometern am Ende der Leasinglaufzeit noch wert ist und was mehr oder Minderkilometer kosten.
Wenn der Leasingnehmer das Auto selbst kauft, müsste er (üblicherweise macht das ein Autohaus)es unter Einhaltung der Steuerrechtlichen Auflagen an das Leasingunternehemen verkaufen um es dann zu leasen. Das ist grundsätzlich zwar möglich (Gebrauchtwagenleasing) allerdings auf Grund des Kosten-Nutzenverhältnis noch sehr viel unwirtschaftlicher als Neuwagenleasing.

Kommentar von lesterb42 ,

430 €/Monat für ein 2 Jahre altes Fahrzeug, welches neu 100.000 € gekostet hat. Was ist daran unwirtschaftlich?

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