Frage von General001, 20

Wie funktioniert die die Vor und Gleichzeitigkeit bei Gliedsätzen der indirekten Rede im Lateinischen?

1) eine Nachzeitigkeit kann man ja in konjunktivischen Gliedsätzen nicht ausdrücken da es ja kein Konjunktiv gibt der eine Nachzeitigkeit aus drücken kann, oder. Also in cum/ut Sätzen zu mindest.

Also wenn ich im HS Perfekt habe und im NS ein Konjunktiv Plusquamperfekt muss ich doch im Deutschen mit dem Konjunktiv 1 Plusquamperfekt übersetzten, aber wie soll der aussehen?

Expertenantwort
von Volens, Community-Experte für Grammatik, Latein, Schule, ..., 12

Da indirekte Rede ja Rede heißt, ist in einem lateinischen Satz mit einem Kopfverb zu rechnen, folglich auch mit einem AcI. Und dieser sorgt schon aus sich selbst heraus für die richtige Consecutio temporum (Zeitenfolge).

Warum zerbrichst du (dir) den Kopf lateinischer Autoren?

Kommentar von General001 ,

Es geht ja um die deutsche Übersetzung. Wenn ich im HS Perfekt habe (Latein) und im ACI einen Infinitiv Perfekt (Latein) muss ich ja im Deutschen mit Plusquamperfekt übersetzt. Aber für die indirekte Rede des Lateinischen verwendet man ja im Deutschen den Konjunktiv. Also Konjunktiv Plusquamperfekt. Aber gibt es den überhaupt im Deutschen?

Kommentar von Volens ,

Na, sicher.
In der konsequenten deutschen Übersetzung aus Latein (z.B. von tragen):
ich würde getragen haben

In starker deutscher Formulierung:
ich hätte getragen

Dennoch wird meist der Indikativ genommen.

Kommentar von Volens ,

Nachzeitigkeit wird gewöhnlich mit "sollen" oder einer ähnlichen Formulierung umschrieben.

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