Frage von Flimmervielfalt, 139

Wie funktioniert das Denken eines Konvertiten, der zum Attentat bereit ist?

Also das ist echt mal die Frage, auf die ich keine Antwort habe. Ich kenne von kleinauf viele Muslime. Mitschüler, Nachbarn und Co. Ich habe nie irgendwelche extremistischen Äußerungen gehört. Ich habe sogar paar mal darüber nachgedacht, wie es wäre zum Islam zu konvertieren. So als Gedankenspiel und Hypothese. In diesem Fall würde ich den Islam so praktizieren wollen, wie all die Muslime, die ich von kleinauf kenne. Friedlich, Regelmäßig und für mich bereichernd. Jetzt wundere ich mich aber zunehmend in den letzten Jahren, dass wann immer Konvertiten in den Medien auftauchen, diese gar nicht meinem Verständnis des Islam und meinem Bild der Muslime entsprechen. Da sind dann Deutschsprachige oder -stämmige Personen, die im Brustton der Überzeugung entweder den Islam als Instrument nutzen, andere zu konvertieren und widerum gibt es jene, die es herausfordern ihr Leben zu geben und andere mit in den Tod zu reissen. Und ich frage mich, wieso jemand, der keinerlei gebürtigen osmanisch-kulturellen Hintergrund hat, sich dazu entscheidet nicht nur Muslim zu werden...Nein, das reicht offenbar nicht, er wird Islamist. Was anderes ist es ja, wenn ein gebürtiger Muslim in einem Land wie Syrien sich zum IS entscheidet. Das ist zwar auch nicht zu befürworten, aber irgendwie leicht nachvollziehbarer, als das Szenario von Daniel Schmidt, im gutbürgerlichen Elternhaus großgeworden, der sich dafür entscheidet, Islamist zu werden. Versteht ihr noch was ich meine? Wenn jemand sich zum Christentum konvertieren lässt, dann macht man das doch auch nicht, weil man sich mit Kreuzrittern, der Inquisition oder der IRA identifiziert. Also was führt zu der Faszination am islamistisch motivierten Märtyrertum? Ich will es zumindest nachvollziehen können.

Antwort
von Sonja66, 129

Also ich denke, das sind eher labile Menschen, deren Orientierung, Halt und Sinn im Leben fehlt. Weiter haben sie viel Wut in sich angestaut, durch Scheitern, Fehlschläge, Ausgrenzung....

Männliche Gewalt wird wohl meist auch anerzogen, also zumindest gehe ich solange davon aus, solange es keine Genmanipulation gibt ;-)
Männer sollen hart und erfolgreich sein, entsprechen sie nicht diesem Ideal, werden sie schnell zu Außenseitern. In Jungen und Männern werden große und natürlich viel zu große Erwartungen gesetzt, sie wollen sich würdig erweisen, diesen hohen Ansprüchen gerecht werden.
Daraufhin folgt wohl oft die Enttäuschung und/oder Frustration. Daraus mag Scham entstehen, die natürlich keiner der Betroffenen zeigen will. Womöglich entsteht dadurch dann Einsamkeit.

Manche Jungen lernen so eigene Gefühle niederzumachen, sie zu unterdrücken, auch wenn sie noch so sehr nach außen drängen. Sie wissen nicht, wie mit eigenen Gefühlen umgehen. Zeigen sie Gefühle, werden sie schnell als Warmduscher, Weichei, Sitzpinkler, Sockenwechsler, Schattenparker, Blümchenpflücker, Frauenversteher oder Unterhosenwechsler betitelt und abgewertet.

Männer aber wollen keine Heulsusen, Jammerlappen, Schlappschwänze, Müttersöhnchen, Memmen oder Angsthasen, Schwächlinge oder Waschlappen sein, was sie ja eigentlich auch nie und nimmer wären, nur weil sie Gefühle zeigen. Aber das glauben sie wohl selbst zu wenig.

Als Heulsuse werden Männer diffamiert, die Emotionen haben und Gefühle zeigen, die ihre Enttäuschungen ausdrücken.
Schlappschwänze sind Männer, die sexuell nicht immer können, die also keine Sexmaschine sind.
Muttersöhnchen werden diejenigen verhöhnt, die noch an der Mutter hängen und den Absprung aus dem Elternhaus nicht geschafft haben. Aber dieser hat vielleicht sogar mehr Chancen dazu, ihn doch noch zu schaffen, als der scheinbar unabhängige Sprücheklopfer.
Der Schwächling hat sichtbare Schwächen und zeigt diese auch noch! Er unterliegt damit dem Kraftprotz, der seine Schwäche und Angst hinter oft peinlich zur Schau gestellten Muskelpaketen versteckt.
Rücksichtnahme wird auch im Buffethintenansteller diskriminiert, ein richtiger Mann hat sich offenbar skrupellos vorzudrängen und schon damit zu zeigen, dass er sich über alle anderen stellt und natürlich auch über die Regeln und Gesetze des Zusammenlebens.

Statt rücksichtslose Gewalt zuzulassen, die sich so wohl in den Straßen als auch auf den Bildschirmen ausdrückt, wäre es vielleicht zielführender, für mutigen Einsatz auch in riskanten Situationen zu werben, fürs Zupacken und für mutige und riskante Lebenskonzepte, für den Kampf um eigene Träume....

Kommentar von Flimmervielfalt ,

Aber mal im Ernst, Sonja: Nicht jeder Mann hat das Bedürfnis nach dieser Form von Klischee-Männlichkeit. Aber verstehe ich dich richtig, dass Du die Erfüllung einer klischeehaften Männlichkeit als Motivation für radikale Islamisten siehst?

Kommentar von qosimo ,

Die Klischeemännlichkeit.

Gut ausgedrückt, denn genau das ist die Motivation dahinter.

Nicht dem Islam an sich, derer, die sich da lachend in Fetzen sprengen.

Denen wird weiß gemacht, sie würden in ein Fabelland, in welchem sie zur Belohnung 72 Jungfrauen erwarten, kommen - und in diesem und in diesen kommen, dauernd.

Damit noch nicht genug, denn diese haben jeweils 70 Dienerinnen, die ihm ebenfalls zur Verfügung stehen. Zudem werden ihm auch noch 70 eigene willige Dienerinnen versprochen, macht satte 5182 Mädels zum Umeinanderpoppen, die die ganze Zeit nichts anderes wollen als mhm mhm mhm, und zwar ausschließlich mit ihm!

Kommt noch hinzu, es wird versprochen, dass "seine Manneskraft nie erlahmt", quasi ein Dauerviagra, 24/7 Dauerständer.

Das mag lächerlich sein, ist jedoch das Einzigste, was da versprochen wird, ein feuchter Traum für durchgeknallte  Schlappschwänze aller Art, die ansonsten bei Mami wohnen und sich nicht trauen, eine Frau anzusprechen, weil sie vor Scham in den Boden versinken, wie denn auch, denn die stehen nicht auf Dosenbier und RTL2-ähnliche Abendsendungen, denen müsste man was bieten, was man nicht kann, weil man nichts zu Wege gebracht hat.

Ist man dann noch blöde genug, den Plumperquatsch zu glauben, der einem verzapft wird, wird man lächelnd zur nur noch begrenzt lebenden Bombe - aufgrund präpubatärer Klischeemännlichkeit.

Nicht jeder Mann hat das Bedürfnis ...

Gut, dann gibt es Hoffnung, dass nicht jeder so beknackt ist, sondern nur wenige.

Kommentar von 3125b ,

Wird eigentlich irgendwo eine Aussage über das Geschlecht der Jungfrauen gemacht? 

Kommentar von Sonja66 ,

@Flimmervielfalt

Nicht jeder Mann hat das Bedürfnis, klar, nicht jeder, aber du hast doch in deiner Frage auch nicht von jedem Mann gesprochen - oder? Siehste, ich auch nicht. ;-)

Solche Männer haben viel Wut im Bauch, viele weitere Gefühle, die sich unverarbeitet angestaut haben und absolut nichts mehr zu verlieren. Weiter sehen sie absolut keinen Sinn mehr in ihrem Leben. Sie sind verzweifelt, demotiviert, oftmals ausgegrenzt, beschämt und hilflos.

Und doch, muß die Wut irgendwo hin. Bleibt also die Gewalt nach außen oder gegen sich selbst (Suizid z.B.).

Kommentar von Flimmervielfalt ,

Also ich zum Beispiel stehe als heterosexueller Mann voll und ganz zu meinem Pussy-Image. Wahrscheinlich kann ich es deswegen so wenig nachvollziehen und stellte die Frage dadurch erst. :)

Kommentar von Flimmervielfalt ,

Oder beides. Also würdest du sagen, dass es auch Parallelen zu Amoklaufenden Schülern gibt?

Kommentar von Sonja66 ,

Ja.

Was ich weiß liefen bisher nur Jungs Amok. Auswege erschienen ihnen wohl verstellt oder waren es tatsächlich.

Bei beidem geht es wohl um bis über die Schmerzgrenze hinaus gedemütigte Seelen (Unterforderung und Überforderung z.B.), wie ich finde.

Man könnte durchaus untersuchen, wie Faschismus entsteht oder wie Konflikte in Kriege oder sogar Bürgerkriege abgleiten. Da hätte die Geschichte wohl Einiges zu erzählen ;-)

Kommentar von Trashtom ,

Es liefen genug "Damen" Amok, keine Angst genau so wie es viele perverse SerienmörderInnen gabt/gibt. Auch der eben erst vereitelte Anschlag in Frankreich am Mittwoch morgen, hätte unter anderem von einer Frau ausgeführt werden sollen, die sich beim Zugriff gesprengt hat.

Das Männer vielleicht eher zur Gewalt oder Kriminalität neigen, vielleicht ja, dass aber ausschließlich Männer aufgrund der Charaktereigenschaften ihres Geschlechts dazu fähig sind - Blödsinn.

Gruß

Kommentar von Sonja66 ,

Beim Thema Amok ging es ausschließlich um Schüler!, da ist mir kein Mädchen bekannt.

Weiter gab ich als Gründe für männliche Gewalt nicht deren Charaktereigenschaften ihres Geschlechts an! Das wäre wirklich Blödsinn. Aber ich schrieb das so nicht!

Du hast da wohl was falsch verstanden.

Kommentar von Vanni1991 ,

Brenda Ann Spencer

Einer der bekanntesten Amokläufen an Schulen wurde von einem Mädchen verübt. 

Darüber gibt es sogar einen Song. Boomtownrats - I don`t like mondays

;) 

Aber ich sehe das eigentlich so ähnlich nur nicht Geschlechter getrennt. 

Egal ob Nazi, Terrorist oder Amokläufer.

Es sind immer verlorene, deprimierte, verlassene, frustrierte und aggressive Menschen denen eine Gemeinschaft mit großem Zusammenhalt geboten wird. Und das ist nun mal was eigentlich jeder Mensch will. Wir waren damals in der Punk-Szene da wir dort aufgenommen wurden und auf Augenhöhe behandelt wurden. Wir hatten auch keinen Bock auf Spießer und co. wir haben nur nicht zu Waffen gegriffen oder sonst randaliert da wir eben nicht so frustriert und deprimiert waren. Stabile Persönlichkeiten eben. So entstehen nun mal Gruppen. Und rechtsradikale und Terroristen suchen sich eben schwache Menschen um diese zu manipulieren. 

Tja und die Amokläufer ... die haben eben keinen Anschluss mehr gefunden und rächen sich an der bösen Gesellschaft.

Antwort
von realsausi2, 63

"Denken" ist da nicht unbedingt das Wort der Wahl. Das hat viel mehr mit Gefühlen zu tun.

Ich kannte in meiner Zeit in der kirchlichen Jugendarbeit einen jungen Mann, der sich wohl eingebracht hat, aber nie so richtig in die Gruppe integriert wurde, weil es irgendwie "seltsam" war.

Jahre später habe ich dann erfahren, dass er als radikaler Tierschützer an einer "Hühnerbefreiung" teilgenommen hat.

Noch einige Jahre später sah ich ihn dann im Fernsehen als Teilnehmer eines rechtsradikalen Aufmarsches.

Es gibt Menschen, die kein eigenes Weltbild haben, keine Gemeinschaft finden, in der sie sich wertgeschätzt fühlen. So suchen sie und landen dann vielleicht in einer extremistischen Ecke, in der sie Anerkennung finden, weil sie unreflektiert die kruden Inhalte der Gemeinschaft repetieren.

Es ist sicher 20 Jahre her, dass ich den Genannten im Fernsehen sah. Weiß der Geier, ob er nicht vielleicht auch konvertiert ist und in Syrien im Dreck liegt. Der Typ dafür wäre er m.E.

Für schwache Menschen ist ein starres Korsett der Ideen und Gedanken praktische Lebenshilfe. Es gibt ihnen Halt und Richtung und eben auch ein Gefühl der Stärke.

Es gibt keine Rechtfertigung für die Gräueltaten der Attentäter, aber ich kann nachvollziehen, dass  viele Menschen, die seit Jahrzehnten die hegemoniale Politik fremder Mächte erleiden, in ihrer Machtlosigkeit nach einem Ausdruck der Stärke suchen. Versuchen,ihrer Verzweiflung und Perspektivlosigkeit ein Konzept mit vermeintlichen Perspektiven entgegen zu setzen. Wenn das Leben schon nichts mehr bereithält, dann wenigstens mit einem Knalleffekt abtreten und rauf auf die Jungfrauen.

Rücksichtslose Demagogen nutzen diese Schwäche von jungen Menschen aus und reden ihnen Dinge ein, die ihnen erstrebenswert erscheinen. Selber würden diese Hassprediger aber ihr nichtswürdiges Leben niemals auf Spiel setzen. Die lassen lieber andere platzen.

Es geht den Konvertiten also weniger um die Inhalte an sich, sondern deren Wirkung auf ihr Gemüt und die Gemeinschaft mit Gleich"denkenden".

Also eigentlich bedauernswerte, arme Würstchen, die zu dumm sind, sich ein eigenes Leben zu schaffen.

Antwort
von pilot350, 139

Das können menschen sein die noch keine richtung im leben gefunden haben, oder auch solche mit einem mittelpunktstreben die bei den radikalen muslimen anerkennung finden, einmal im leben bedeutend sein wollen und sei es durch einen mörderischen selbstmordanschlag. Wer fanstisch an ein ewiges leben in einem imaginären paradies glaubt, dem ist nur durch eine lange behandlung zu helfen.

Antwort
von Trashtom, 93

All dem würde voraussetzen das wir einen freien Willen haben, also dass diese Menschen aus "persönlicher Überzeugung" radikal wurden und ihre Taten begehen. Dem ist aber nicht so.

In Wirklichkeit ist der freie Wille eine Illusion. Unsere Realität und unser Handeln wird durch unsere Veranlagung und äußere Einflüsse bestimmt. In welcher Familie wachsen wir auf, in welchem Umfeld/Milieu befinden sich unsere Freunde, soziale Schicht, geografisches Umfeld, Armut/Reichtum und vieles mehr - all das bestimmt was wir sind und zu was wir einmal werden.

Auch im Fall Daniel Schmidt (den ich nicht kenne) wird entweder ein einschneidendes Erlebnis stattgefunden haben, eine für ihn Ungerechtigkeit, ein langsames annähern an das Islamisten-Milieu über Freundes-Freunde.

Konkrete Gründe? Ich denke in dem Umfeld fühlt man sich stark. Als Rebell. Zugang zu Waffen. Wenn man sich genug in die Religion im Zusammenhang mit Extremismus hineingesteigert hat fühlt man sich wahrscheinlich wirklich als Auserwählter oder Gotteskrieger. Man hat eine "edle/höhere" Berufung gefunden. Man ist ein Held. Zumindest in dieser Realität.

Kommentar von realsausi2 ,

All dem würde voraussetzen das wir einen freien Willen haben,

Natürlich haben wir einen eigenen Willen. Ein Bruder des überlebenden Attentäters von Paris scheint ein völlig normal sozialisierter Mitbürger zu sein. Eine so deterministische Prägung ist nicht zu belegen.

Kommentar von Trashtom ,

Natürlich haben wir einen eigenen Willen. Ein Bruder des überlebenden Attentäters von Paris scheint ein völlig normal sozialisierter Mitbürger zu sein. Eine so deterministische Prägung ist nicht zu belegen.

Was genau an dieser Antwort soll jetzt untermauern, dass wir doch einen freien Willen haben? Ich habe nicht gesagt, dass das familiäre Umfeld und die Gene alles sind. Das ist natürlich viel komplexer. Ausserdem sind 2 Brüder oder auch Zwillinge unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Leben. Deiner Aussage nach müsste der Bruder eines Drogensüchtigen automatisch auch drogensüchtig sein/werden.

Geh bitte einmal hungrig und einmal satt einkaufen. Danach vergleichst du die Einkaufswägen und die Rechnung. Dann beantwortest du dir selbst, inwiefern du aus "freiem Willen" gehandelt hast. ;)

PS: Du glaubst doch wohl selber nicht, das besagter Mann bis zu sagen wir einem Alter von 30 Jahren die 2te "Mutter Theresa" war und über nacht beschlossen hat Islamistischer Attentäter zu werden..? Das wäre für mich freier Wille.

Kommentar von realsausi2 ,

über nacht beschlossen hat Islamistischer Attentäter zu werden..? Das wäre für mich freier Wille.

Nun, wenn Du Hang zu monokausalen Erklärungen hast, werde ich mich daran nicht beteiligen.

Ausserdem sind 2 Brüder oder auch Zwillinge unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Leben.

Genau das  habe ich mit meine Aussage gemeint. Obwohl im gleichen Nest aufgewachsen, haben sie eigenständige Persönlichkeiten in Folge von individuellen Willensentscheidungen entwickelt. Der Eine entschied sich, Terrorist zu werden, der andere traf keine solche Entscheidung. Es kann also weder an der Sozialisation in der Familie noch an Genen gelegen haben.

Es ist Folge von frei getroffenen Willensentscheidungen. Hierbei geht das ja nicht von Null auf Hundert. Die Extremisierung wird eher ein  abgestufter Prozess gewesen sein.

Du widersprichst mit Deinem Kommentar Deiner Antwort.

Kommentar von Trashtom ,

Ich sage ja nicht wenn in China ein Sack Reis umfällt, dass die Auswirkungen irgendwann in deinem Wohnzimmer zu spüren sind. 

Ist das etwa so unlogisch für dich das die Summe der Lebenserfahrungen, äußeren Einflüsse und Hormone & Gene zu jeder Entscheidung beitragen? 

Deiner Meinung nach müsste ja jeder Psychiater ein Quacksalber sein, weil wir ja alles vorurteilsfrei und ohne auf unsere Lebenserfahrung Rücksicht zu nehmen "frei" entscheiden. Wie vielen Amokläufen und Gewalttätern liegen Misshandlungen in der Kindheit zu Grunde - also eine Beeinflussung in der späteren Entscheidung eine kriminelle Handlung zu begehen?  

Kommentar von donna16 ,

tja die meisten konvertierten geraten meist an die falschen Leute die denen zeigen wollen wie der Islam ist! Rede von eigenen Erfahrungen bin selber konventiert und bin weder radikal noch trage ich Kopftuch oder so was. selten hat es was mit dem Umkreis oder Familie zutun.

Antwort
von Mignon2, 91

Viele dieser Konvertiten sehen für sich keine Chance in unserer Gesellschaft. Ihr Selbstwertgefühl ist weit unterdurchschnittlich. Deshalb suchen sie für ihre psychischen Defizite eine Kompensation und wenden sich von unserer Gesellschaft ab und den Islamisten zu. Diese nehmen dann eine Gehirnwäsche vor, gaukeln den Konvertiten vor, wie wichtig sie für die Bewegung sind usw. Dadurch steigt dann das Selbstwertgefühl, weil sie Macht über andere ausüben können.

Leider übersehen sie dabei, dass alles nur vorgegaukelt ist. Wenn nämlich die "Erzieher/Lehrer" oder wie man die "Vordenker" der IS nennen soll, an ihre eigenen Theorien glauben würden, würden sie selbst Selbstmordattentate begehen. Das soll ja schließlich im Sinne von Allah sein und ins Paradies führen. Aber nein, das tun sie nicht. Dafür gibt es eben die dummen Konvertiten und andere völlig Verblendete.

Antwort
von qosimo, 88

Wie funktioniert das Denken eines Konvertiten, der zum Attentat bereit ist?

Gar nicht mehr. Der nutzt nur noch das Rückenmark, denn wenn dem anders wäre, käme er drauf, dass er so richtig verar.... wird und das an der blöden Story mit den 72 Dauerjungfrauen nebst jeweils willigen 70 Dienerinnen und 70 lüsternen eigenen Dienerinnen (nein, es geht nicht nur um 72, es sind sage und schreibe 5182 Mädels, die da versprochen werden), sowie dem versprochenen Dauerständer irgendwas faul sein muss, weil ansonsten die, die ihm das erzählen, sich selbst schon längst dorthin verabschiedet hätten, würden sie selbst an den Mumpitz glauben, den sie diesen Gehirnamöben verzapfen.


Antwort
von Klaraaha, 65

Das kann man nicht so pauschal erklären. Es gibt auch einige Ähnlichkeiten mit der NS-Zeit. Mein Vater hat mir mal erzählt, dass damals plötzlich Leute einen Job hatten, die man früher nicht mal mit dem Hintern angesehen hätte. Die wurden dann Jugendführer, Gauleiter oder was auch immer für Jobs damals erfunden wurden, nur weil sie in den Verein da eingetreten waren. Im normalen Leben hätten die keine Chance gehabt, es zu was zu bringen und waren eher kriminell veranlagt. Das konnten die dann ungestraft ausleben und Ottonormalverbraucher mußte auf die hören. Die zählten sich dann zur Spitze der Gesellschaft.

Antwort
von surfenohneende, 49

IS / ISIS verstößt gegen den Islam

Zionisten (Faschisten) verstoßen gegen das Judentum

Kreuzritter & "Christliche" Fascisten verstoßen gengen das Christentum

Die Terroristen bzw. Mörder dieser Religionen sind entweder Psychitisch veranlagt oder lassensich hevorradend durch Propaganda beinflussen oder mögen es einfach Menschen zu töten oder Menschen die sich von der Gesellschaft verraten fühlen

Immer mehr Faschismus fließt in Religionen ein -> sieht man u.A. in Syrien (Islam), ISrael (Judentum) , USA (Christentum)

Kommentar von donna16 ,

Is sind keine Moslems. Entweder sind das irgendwelche angeheuerte Tiere die darauf trainiert wurden oder belaberte gehirnamputierte.. gilt natürlich auch für Zionisten und kreuzritter

Kommentar von surfenohneende ,

Is sind keine Moslems. Entweder sind das irgendwelche angeheuerte Tiere die darauf trainiert wurden oder belaberte gehirnamputierte.. gilt natürlich auch für Zionisten und kreuzritter

Sage Ich doch, dass das Die keine ECHTEN ... sind ( sogar gleich im 1. bis 3. Satz ) ^^

Antwort
von myplace, 80

Zu 100% nachvollziehen kann das keiner der das nicht selber tut, aber auf jeden Fall spielt eine labile Persönlichkeit und ein Mangel an Selbstbestätigung denke ich eine große Rolle.
Menschen die für sich keine Perspektive in dieser Gesellschaft sehen, nie irgendwo richtig dazu gehört haben und vielleicht auch noch soziale Probleme sind Nährboden für diese abartige Gehirn Wäsche die dieses Konzept vermittelt .
Ein junger Mann der sich hier zB vielleicht nicht mal einen Führerschein leisten kann kann dort ein großes Auto fahren , mit Pistolen über leben und tot entscheiden und mehrere Frauen haben .....
Ab einem gewissen Grad an Naivität, Faulheit , Gedankenlosigkeit und Narzissmus mag das für jemanden der sich selbst als ohne viel Aufwand "verwirklichen" will , in eine "höhere" (fragwürdig höhere) Position heben will erstrebenswert klingen was diese Verbrechen dort tun.
Leider 😞
Menschen sind grausam.
Seit ich die Menschen kenne liebe ich die Tiere !  

Kommentar von Flimmervielfalt ,

Siehste und Naivität, Faulheit und Gedankenlosigkeit kann ich als Ursache nicht erkennen, denn diese Leute zeigen ja durch ihre zwar einseitige Auseinandersetzung mit der Religion, dass die nicht dumm oder faul sind. Du würdest also sagen, dass sie dieses unterbewusste Bedürfnis haben?

Kommentar von myplace ,

- NAIVITÄT : die glauben tatsächlich das das was sie da tun (TÖTEN!!) in gottes Namen geschieht

- FAULHEIT : es ist viel einfacher zum IS zu gehen und dort zu kämpfen und dafür alles in den A**** geschoben zu bekommen als hier ....

•Arbeit zu finden (gute bezahlte und anerkannte) denn dafür muss man kämpfen

• Anerkennung zu bekommen für Dinge die man geleistet hat in seinem Leben

• Scheinbar loyale Freunde zu finden

Kommentar von Flimmervielfalt ,

Ok, jetzt habe ich deine Ansicht verstanden. Danke. :)

Kommentar von myplace ,

Gedankenlos in dem Bezug das sie nicht die geistige Reife besitzen zu begreifen das das kein Gottes Krieg ist sondern eine schade was da geschieht .....
Das geht doch runter wie Honig wenn man das Gefühl bekommt gebraucht zu werden und einem das Blaue vom Himmel versprochen Wird dafür das man angeblich sein Leben für das "gute" (??!!!) opfert

Kommentar von myplace ,

Deso dog alias Dennis cuspert:

RAPPER Karriere

• gescheitert

•Frau / Kinder ? Auch nicht besonders toll gelaufen glaube ich ....

• Vater / weg , Mutter allein erziehen ....

• Drogen / finanzielle Probleme

• Straßen Kind ohne gefestigte Persönlichkeit

Kommentar von Flimmervielfalt ,

Sind das wirklich Risikofaktoren, die dazu führen, dass man sich von Islamismus angezogen fühlt? Ich meine, unter anderen Umständen könnte sich so jemand auch dazu entscheiden Buddhist zu werden und in die Pagode zu gehen.

Kommentar von myplace ,

Es kommt auf die Persönlichkeit an !
Ein Mensch der generell unzufrieden mit seinem Leben ist und aus welchen Gründen auch immer einen Hass auf die Gesellschaft hatt kann sich viel leichter mit "DEM" Feindbild der westlichen Welt identifizieren als beispielsweise ein verheirateter Ingenieur mit 2 Kindern ....
Man frage sich doch einmal warum die Eltern von solchen Menschen zB nicht da hin gehen und eine völlig andere Auffassung dieser Religion haben als das was die da praktizieren !

Kommentar von Flimmervielfalt ,

Ja gut es gibt ja Familien die völlig ohnmächtig sind und nicht verstehen können, dass es mit ihrem Kind so weit kam.

Kommentar von myplace ,

Ja ich weiß , ganz schlimm sowas ....
Der gesunde Menschenverstand sollte einen eigentlich sagen das es in keiner Religion erlaubt ist zu röten und das das nicht im Sinne Gottes sein kann

Antwort
von 1988Ritter, 40

Das Thema ist so einfach wie nur irgendwas.

Gebürtige Muslime haben den Islam in der Familie erlebt, und gehen bei einer funktionierenden Integration relativ locker mit dem Glauben um.

Frisch konvertierte Muslime haben dieses selbstverständige Wissen nicht, und erlernen es. Dabei werden sie streng der islamischen Doktrinen angeleitet. Die Anleitung finden sie in Internetforen oder bei YouTube, oftmals aber auch in Moscheen.

Vom psychologischen Standpunkt leiden viele dieser Menschen an einem mangelnden Selbstwertgefühl, und erleben in der neuen islamischen Kultur die religöse Brüder-/Schwesterlichkeit. Durch die neue Gemeinschaft empfinden sie sich selbst als gestärkt, und eifern sehr in der Vertiefung des Glaubens.

Wenn diese Menschen nun bei den typischen salafistischen Predigern, wie z.B. Vogel, Lau oder Nagi landen, und dann Sprüche zu hören bekommen, wie:

Wir leben für den Islam, wir sterben für den Islam.

Wir aktzeptieren zwar das Gesetz Deutschlands, aber für uns gilt nur das Gesetz des Islam

Wir streben nach dem Paradies.

Wir sind anders, da wir wissen nach dem Tod ins Paradies zu gehen.

.....dann ist der Einstieg in die Radikalisierung getan.

Kommentar von Flimmervielfalt ,

Wobei Vogel ja neulich sagte, dass er den Weg der Argumentation befürwortet.

Kommentar von 1988Ritter ,

Vogel ist ein Schwätzer. Er hat noch nie den Weg der Argumentation gesucht. Da wo er sich rhetorisch überlegen fühlt, da hält er die Birne in die Kamera, aber da wo Muslime selbst den Dialog gesucht haben, da hat er gekniffen. 

Antwort
von himako333, 40

Also was führt zu der Faszination am islamistisch motivierten Märtyrertum? 

denke weil das aktuell, für abenteuerlustige Männer & Frauen in ist .. früher waren es die Fremdenlegion, linke Extrem-Gruppen oder, besonders beliebt, rechte Extremisten die begeisterten.

Es sind Leute die vollen Aufmerksamkeit, einmal im Leben Macht haben, für die Lizenz ,der  Verbreitung von Angst und Schrecken ordnen die sich freiwillig einer bizarren Ideologie unter , welche auch  Fragmente des Islams benutzt..

Antwort
von nowka20, 4

so ein mensch denkt nicht selber, sondern er wird gedacht

Antwort
von earnest, 44

Die denken nicht mehr. Die sind nur noch im Irrationalen verirrte zukünftige "Märtyrer", die sich auf das Paradies samt Jungfrauen freuen.

Gruß, earnest

Antwort
von Ruthle, 10

Hat man da dieser Selbstmordattentäterin 72 junge Männer versprochen?

Antwort
von Endspurt, 22

“  Also was führt zu der Faszination am islamistisch motivierten Märtyrertum? Ich will es zumindest nachvollziehen können.“ Hass nichts als Hass, blinder Hass, gefährlicher Hass und ausserdem die Aussicht auf das Paradies mit 72 Jungfrauen. Die glauben das wirklich!

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