Wie funktioniert Buchführung in der Praxis?

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4 Antworten

Wenn man mit der Buchführung keine Erfahrung hat, ist es immer ratsam, einen Steuerberater zu Rate zu ziehen. Kostet natürlich etwas, aber du kannst am Monatsende deine Belege hingeben, den Rest macht er.

Wenn man wirklich selbst buchen will, bekommt man von ihm ein Mandantenprogramm von dessen Buchführungsprogramm. Da macht man am Monatsende oder Quartalsende eine Datensicherung, die der Steuerberater dann bei sich einliest. So kann er nach eventuellen Fehlern suchen und korrigieren.

Den Jahresabschluss sollte dann auf jeden Fall der Steuerberater machen, weil das sehr umfangreich ist und sich sehr schnell Fehler einschleichen.

Ich würde dir raten, weiter die Einnahmen-Überschussrechnung als Einzelunternehmer zu machen. Dafür kannst du das Wiso-Buchführungsprogramm nutzen. Damit bekommst du auch sehr übersichtliche Auswertungen, zum Beispiel Gewinn- und Verlustaufstellung, Umsatzsteuervoranmeldung und auch den Jahresabschluss. Die Installations-CD gibt es im Promarkt oder Mediamarkt und ist gar nicht so sehr teuer.

Das Einscannen der Belege ist verdammt zeitaufwendig. Hefte einfach weiterhin alles ab. Vergiss aber nicht, Quittungen auf Thermopapier vorher zu kopieren, weil sie verblassen. Den Kassenbon tackerst du dann einfach an die Kopie und heftest es ab.

Im Buchführungsprogramm musst du jedem Beleg eine fortlaufende Nummer geben. Schreib diese auf den dazu gehörigen Beleg, damit man ihn zuordnen kann.

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Kommentar von Ramona123
13.11.2011, 09:20

Ach so, den Jahresabschluss würde ich trotzdem von einem Steuerberater machen lassen, weil die sich am besten mit Rechnungsabgrenzung und nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben auskennen.

Die Ordnerbeschriftung bleibt dir überlassen. Am übersichtlichsten sind aber 3 Ordner: Kasse, Bank und Rechnungen. Darin heftest du alles monatsweise und fortlaufend nach Datum ab.

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Kauf dir ein Berufsschulbuch z. B. Schmolke/Deitermann. Dort ist die Buchführung kinderleicht beschrieben.

Und die Originalrechnungen heften viele Betriebe hinter den Kontoauszug, auf dem die Zahlung der Rechnung ausgewiesen wurde. Den Ordner selbst, kannst du bezeichnen wie du willst.

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also erstmal: das buch: "buchführung für dummies" ist sehr zu empfehlen

zu1.) ob es kostenlose gibt weiß ich ni, aber die welt kostet so ein programm nicht und es erleichtert die arbeit enorm.

zu2.) jup, muss man. was für rechtliche sachverhalte meinst du? die bilanz ergibt sich doch aus den t-konten, was willste da im anschluss noch mit dem hgb?

zu3.) man kann versuchen, die belege abzuheften - ich bin allerdings auch für dateianhänge an entsprechender stelle (speichern und ablegen in [...]). warum sag ich versuchen? weil heutzutage vieles auf diesem blöden thermopapier ist, und der beleg in 10 jahren garantiert nicht mehr lesbar ist.

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Kommentar von kauser
13.11.2011, 16:10

ist das buch denn praxis-nah? ein buch, das mir erklärt, wie buchführung in der theorie funktioniert, brauche ich nämlich nicht. da habe ich noch ein ganz gutes aus dem studium.

zu 2.) also vom jahresabschluss habe ich nicht wirklich viel ahnung. bisher hatte ich nur immer gehört, dass man da viel falsch machen kann und dass es vielen rechtlichen krams beachten muss, sodass man in der regel lieber einen steuerberater zu rate zieht. ich weiß nur nicht, ob ich das als einzelunternehmer nicht alleine hinkriegen müsste. ich hab ja jetzt kein großes unternehmen mit betriebsgebäuden, fuhrpark, etc. ... mein modell ist halt relativ simpel, sodass ich die hoffnung habe, das alleine alles zu packen.

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würde versuchen, einen crash kurs dazu zu belegen, menschen antworten eher als ein buch oder it-programm.

die passende software hängt weitgehend von deinem geldbeutel ab.

lexware ist leicht zu verstehen. nimmt dir aber nicht das aufheben von belegen ab.

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