Wie funktioniert das amerkanische schul und Ausbildungssystem und das deutsche im Vergleich?

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2 Antworten

In den USA besteht die Allgemeine Schulpflicht in der Regel bis zum 16. oder auch 18. Lebensjahr, je nach Bundesstaat. Ein Schuljahr umfasst zwei Terms und dauert von August bis Juni. Im Sommer genießen die Schüler mehr als zwei Monate Ferien. Schuluniform-Pflicht ist in den USA an öffentlichen Schulen die Ausnahme, an privaten Schulen eher die Regel. Üblicherweise dauert ein Schultag von 8 bis 15 Uhr.

Ein dreigliedriges Schulsystem mit Gymnasium, Realschule und Hauptschule wie in Deutschland gibt es in den USA nicht. Unterschiedlich begabte Kinder besuchen stattdessen gemeinsam eine Schule. Die Auswahl an Unterrichtsfächern ist weitaus größer, als du es aus Deutschland kennst. So gibt es zwar ein paar Pflichtfächer wie Englisch, US-amerikanische Geschichte oder Mathe, aber ansonsten ist das Angebot ungleich größer als bei uns. An manchen Schulen können die Schüler aus über 100 Kursen wählen. Neben den Pflichtfächern gibt es auch eine Auswahl an spannenden Fächern wie zum Beispiel: Journalismus, Fotografie, Webdesign, Psychologie, Anatomie und exotische Fremdsprachen wie Japanisch oder Chinesisch

Die Schullaufbahn eines Kindes beginnt in Amerika mit der sechsjährigen “Elementary School”, die bereits mit dem Kindergarten startet und bis zur 6. oder 8. Klasse geht. In den Klassen 7 bis 9 geht es dann mit der “Middle School” oder auch “Junior Highschool” weiter. Anschließend besuchen die Schüler die “High School”, die mit der deutschen Gesamtschule vergleichbar ist. Diese Schule besuchen die amerikanischen Jugendlichen von den Klassen 9 bis 12 bzw. 10 bis 12.
Der Abschluss der High School berechtigt zum Besuch einer Hochschule. In den USA hat die universitäre Ausbildung einen besonders hohen Status. So sind die USA diejenige Nation mit dem höchsten prozentualen Anteil an jungen Leuten, die eine Hochschule besuchen.
Das Schulsystem ist staatlich, was bedeutet, dass bis zum Abschluss der Allgemeinen Schulpflicht alle die Möglichkeit haben, kostenlos die Schule zu besuchen. Dieses Angebot wird von 90% der Schüler in Anspruch genommen. Die restlichen 10% besuchen eine der Privatschulen im Land.

An einem College kann häufig ein Bachelorabschluss oder nur ein Abschluss in bestimmten Bereichen gemacht werden. An der University hingegen ist auch eine Promotion möglich. Damit ähneln College und University der deutschen Fachhochschule und Universität.

Es gibt verschiedene Collegetypen: Undergraduate Schools, Graduate Schools und Professional Schools. Grundsätzlich werden an den Hochschulen Studiengebühren erhoben, die auch bei staatlichen Hochschulen die deutschen Studiengebühren bei weitem überstiegen. Da dieser Bildungszweig einen sehr hohen Status hat, nehmen jedoch viele Eltern diese hohen Kosten auf sich. Viele legen bereits Jahre vorher Ersparnisse für die Ausbildung ihrer Kinder an. Ein weitaus umfangreicheres Stipendienangebot als in Deutschland ermöglicht auch sozial schwachen und besonders guten Schülern den Besuch eines Colleges oder einer University. Berühmte amerikanische Universitäten sind unter anderem die Princeton University, Harvard University, Columbia University und die Yale University.

Praktische Ausbildung - in Amerika "Vocational Training" genannt - gibt es zwar im amerikanischen System, jedoch nur punktuell, fragmentiert und sozial wenig angesehen. Trotz gestiegener Ansprüche und technischer Modernisierung in den meisten Werkhallen der Industrie behalten Jobs in der Fertigung in Amerika den überholten Ruf, schmutzig, hart, unsicher und für die Unterschicht zu sein.

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der grösste Unterschied besteht in den Unterschieden zwischen den einzelnen Schulen.

Primary (Grundschule) Secondary oder Highschool ... dann University. Hört sich nicht viel anders an als bei uns. Kann von Bundesstaat zu Bundesstaat Unterschiede haben. 

Generell ist normale Schulausbildung wohl schlechter als bei uns, kein Geld, keine gut ausgebildeten Lehrer etc. Darum gehen alle die es sich leisten können auf Privatschulen. Und diese sind gut oder sehr gut, je nach Preis. 

Bei den Unis ist es noch extremer: ein Abschluss bei einer der angesagten Unis, wie MIT, Yale, Harvard .. erschliesst alle Möglichkeiten, die Karriere ist quasi vorprogrammiert. Das Prinzip dieser Unis ist aber auch hervorragend, Geld alleine reicht nicht, Noten von irgendwelchen Provinzschulen auch nicht. Die machen strenge Aufnahmetests, und nur wer die höchsten Anforderungen erfüllt, bekommt einen der (sehr teuren) Studienplätze. Wobei man auch immer einen Prozentsatz Kandidaten aufnimmt, deren Eltern sich keine Privatuni leisten können ... Man will schlicht die Besten und das begründet den Ruf der Uni. Wenn die Eltern Reich sind, dann erwartet man neben den Studiengebühren auch hohe Spenden. Auch von der Industrie bekommt man Spenden und nimmt mehr als bei uns üblich, Forschungsaufträge an.

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