Frage von Ferrari 31.12.2010

Wie funktionieren Psychatrien, alias Irrenanstalten?

  • Hilfreichste Antwort von rayondesoleil 31.12.2010
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Liebe(r) Ferrari,

    erstmal kurz zum Sprachgebrauch: Begriffe wie Anstalten, Irrenanstalten, Verrückte, gestört oder nicht normal sind entweder veraltet oder unpassend oder beides.

    Jetzt zur Frage: Du vermischt da etwas. Es gibt zum einen psychiatrische Kliniken, in denen Menschen mit psychischen Erkrankungen behandelt werden, und zum anderen gibt es forensische Psychiatrien, in denen psychisch kranke Strattäter behandelt werden.

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    Psychiatrische Kliniken haben immer Aufnahmestationen, die oft geschlossen sind und auf denen akute Neuzugänge zur Krisenintervention untergebracht werden. Ein Teil der Patienten hat dazu ihre Einwilligung gegeben, sind also - wie man umgangssprachlich sagt - "freiwillig" dort. Der andere Teil ist aufgrund von akuter Eigen- und/oder Fremdgefährdung richterlich untergebracht (umgangssprachlich "zwangseingewiesen").

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    Neben diesen Akutstationen gibt es eine weitaus größere Anzahl meist offen geführte Therapiestationen, auf die die Patienten verlegt werden, sobald sie stabilisiert sind, um dort eine stationäre Therapie beginnen zu können. Je nach Größe und Versorgungskonzept der Klinik werden dort Psychosen, Depressionen, Suchterkrankungen und andere psychische Erkrankungen behandelt.

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    Ein separater Fachbereich der Psychiatrie bildet die Forensiche Psychiatrie, die sich mit der Diagnostik und Behandlung psychisch kranker Straftäter unter juristischen Rahmenbedingungen befasst. In der Forensik sind diejenigen Straftäter untergebracht, die eine Straftat im Zustand der (verminderten) Schulunfähigkeit begangen haben und von denen das Gericht befunden hat, dass "die Gesamtwürdigung von Tat und Täter ergibt, dass in Folge ihres Zustands erhebliche rechtswidrige Taten zu erwarten sind und sie deshalb für die Allgemeinheit gefährlich sind".

    Da die Patienten dort im Maßregelvollzug untergebracht sind, sind auch besondere bauliche Anforderungen und Sicherheitsmaßnahmen nötig.

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    Ich hoffe, Deine Frage ist hiermit beantwortet.

    Viele Grüsse

  • Antwort von HektorPedo 31.12.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Straftäter, die aufgrund einer geistigen Störung ein Verbrechen begingen kommen in die sog. forensische Psychiatrie. Hier geschieht vor allem eine Aufarbeitung der kriminellen Handlungen und Ursachen.

    Das ist streng getrennt von "normalen" Psychiatrien, psychiatrischen oder psychosomatischen Kliniken. Die Patienten bekommen Medikamente, wie Antidedressive, Seditativa oder Antipsychotika. Daneben bekommen sie Therapie, z.B. Ergo-, Gesprächs- oder Bewegungstherapie. Je nach Krankheitsbild eben.

  • Antwort von Drmelanogaster 31.12.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Das bedarf einer sehr komplexen Antwort, die man auf GF wahrscheinlich nicht geben kann.

    Meine Empfehlung deswegen: Wikipedia! Mit http://de.wikipedia.org/wiki/Psychiatrische_Klinikanfangen und dann durchklicken und durchlesen was interessiert.

    Im Wesentlichen besteht die Behandlung in einer psychiatrischen Klinik aus versch. Therapieformen, darunter auch Medikamententherapien (z.B. bei Depressionen).

  • Antwort von francis1505 31.12.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Die Leute dort sind grundsätzlich nicht verrückt (eher das Personal, aber das ist eine andere Geschichte).

    Der Tagesablauf ist meistens relativ straff, um den Patienten Struktur zu geben.

    Es gibt verschiedene Therapien, z. B. Ergo, Sport, Beschäftigung...

    Daneben gibt es auch noch Einzel- und/oder Gruppengespräche.

    Wenn die Pat. wieder stabil genug sind, werden sie wieder in ihr eigenes Leben integriert.

    Und Pillen gibt es auch, wobei die Psychiatrie ja immer noch keinen guten Ruf hat.

    Buchempfehlung: IRRE - Wir behandeln die Falschen, Das Problem sind die Normalen

  • Antwort von Wasserhut 01.01.2011

    Erstens gibt es keine "Verrückten", sondenr nur kranke Menschen die Hilfe brauchen. Zweitens richtet sich deren Therapie immer nach ihren Erkrankungen und dem individuellen Ausmaß derselben. Und es gibt verschiedene Arten von solchen Einrichtungen, z. B. offene oder geschlossene. Je nach Patientenzielgruppe gibt es Fixierungen, Medikamente oder Gesprächstherapien, die immer sehr individuell sind. Daher kann man sie so nicht erklären.

  • Antwort von Kryptonier 31.12.2010

    Zit"Oder extrem gesagt einen Menschen der Spaß daran hat anderen Menschen leiden zu sehen und daher sehr viele Menschen brutal foltert und umbring."

    Der kommt ins Gefängnis.

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