Wie funktionieren Psychatrien, alias Irrenanstalten?
Also ich meine in die Anstalten kommen ja "Verrückte" oder Personen die irgendwie "gestört" oder einfach nicht "normal" sind. Zum Beispiel extrem gesagt eine Person die vor allem was sich ihr nähert Angst hat. Oder immer wieder den Willen hat sich umzubringen. Oder extrem gesagt einen Menschen der Spaß daran hat anderen Menschen leiden zu sehen und daher sehr viele Menschen brutal foltert und umbringt. Eben ein stark gestörter. Oder eben so Typen wie Joker aus Batman.
So und in den "Irrenanstalten" werden die ja nicht eingesperrt wie in einem Gefängnis und die kommen nach einer bestimmten Zeit wieder raus. Nein, die werden ja als Patienten "behandelt". Aber genau das wie funktioniert das? Ich meine die bekommen ja nicht wie bei Husten Medikamente und sind dann nicht mehr verrückt oder gestört, oder doch? Ich habe auch mal gehört das mit den irgendwie sehr viel geredet wird, aber wie und was? Was soll man denn mit denen reden und die sind wieder geheilt?
Bitte eine ausfürliche Antwort die auf meine Frage auch wirklich richtig antwortet oder einen Link der mir weiterhilft, mich interessiert das nämlich wirklich sehr. Ich habe aber keine Lust das zu studieren oder so.
Okay ich bedanke mich dann schon mal für gute Antworten die mir hoffentlich auch weiterhelfen. Natürlich bedanke ich die beste Antwort mit dem Stern!
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Liebe(r) Ferrari,
erstmal kurz zum Sprachgebrauch: Begriffe wie Anstalten, Irrenanstalten, Verrückte, gestört oder nicht normal sind entweder veraltet oder unpassend oder beides.
Jetzt zur Frage: Du vermischt da etwas. Es gibt zum einen psychiatrische Kliniken, in denen Menschen mit psychischen Erkrankungen behandelt werden, und zum anderen gibt es forensische Psychiatrien, in denen psychisch kranke Strattäter behandelt werden.
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Psychiatrische Kliniken haben immer Aufnahmestationen, die oft geschlossen sind und auf denen akute Neuzugänge zur Krisenintervention untergebracht werden. Ein Teil der Patienten hat dazu ihre Einwilligung gegeben, sind also - wie man umgangssprachlich sagt - "freiwillig" dort. Der andere Teil ist aufgrund von akuter Eigen- und/oder Fremdgefährdung richterlich untergebracht (umgangssprachlich "zwangseingewiesen").
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Neben diesen Akutstationen gibt es eine weitaus größere Anzahl meist offen geführte Therapiestationen, auf die die Patienten verlegt werden, sobald sie stabilisiert sind, um dort eine stationäre Therapie beginnen zu können. Je nach Größe und Versorgungskonzept der Klinik werden dort Psychosen, Depressionen, Suchterkrankungen und andere psychische Erkrankungen behandelt.
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Ein separater Fachbereich der Psychiatrie bildet die Forensiche Psychiatrie, die sich mit der Diagnostik und Behandlung psychisch kranker Straftäter unter juristischen Rahmenbedingungen befasst. In der Forensik sind diejenigen Straftäter untergebracht, die eine Straftat im Zustand der (verminderten) Schulunfähigkeit begangen haben und von denen das Gericht befunden hat, dass "die Gesamtwürdigung von Tat und Täter ergibt, dass in Folge ihres Zustands erhebliche rechtswidrige Taten zu erwarten sind und sie deshalb für die Allgemeinheit gefährlich sind".
Da die Patienten dort im Maßregelvollzug untergebracht sind, sind auch besondere bauliche Anforderungen und Sicherheitsmaßnahmen nötig.
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Ich hoffe, Deine Frage ist hiermit beantwortet.
Viele Grüsse
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Straftäter, die aufgrund einer geistigen Störung ein Verbrechen begingen kommen in die sog. forensische Psychiatrie. Hier geschieht vor allem eine Aufarbeitung der kriminellen Handlungen und Ursachen.
Das ist streng getrennt von "normalen" Psychiatrien, psychiatrischen oder psychosomatischen Kliniken. Die Patienten bekommen Medikamente, wie Antidedressive, Seditativa oder Antipsychotika. Daneben bekommen sie Therapie, z.B. Ergo-, Gesprächs- oder Bewegungstherapie. Je nach Krankheitsbild eben.
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Das bedarf einer sehr komplexen Antwort, die man auf GF wahrscheinlich nicht geben kann.
Meine Empfehlung deswegen: Wikipedia! Mit http://de.wikipedia.org/wiki/Psychiatrische_Klinikanfangen und dann durchklicken und durchlesen was interessiert.
Im Wesentlichen besteht die Behandlung in einer psychiatrischen Klinik aus versch. Therapieformen, darunter auch Medikamententherapien (z.B. bei Depressionen).
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Die Leute dort sind grundsätzlich nicht verrückt (eher das Personal, aber das ist eine andere Geschichte).
Der Tagesablauf ist meistens relativ straff, um den Patienten Struktur zu geben.
Es gibt verschiedene Therapien, z. B. Ergo, Sport, Beschäftigung...
Daneben gibt es auch noch Einzel- und/oder Gruppengespräche.
Wenn die Pat. wieder stabil genug sind, werden sie wieder in ihr eigenes Leben integriert.
Und Pillen gibt es auch, wobei die Psychiatrie ja immer noch keinen guten Ruf hat.
Buchempfehlung: IRRE - Wir behandeln die Falschen, Das Problem sind die Normalen
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Erstens gibt es keine "Verrückten", sondenr nur kranke Menschen die Hilfe brauchen. Zweitens richtet sich deren Therapie immer nach ihren Erkrankungen und dem individuellen Ausmaß derselben. Und es gibt verschiedene Arten von solchen Einrichtungen, z. B. offene oder geschlossene. Je nach Patientenzielgruppe gibt es Fixierungen, Medikamente oder Gesprächstherapien, die immer sehr individuell sind. Daher kann man sie so nicht erklären.
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Zit"Oder extrem gesagt einen Menschen der Spaß daran hat anderen Menschen leiden zu sehen und daher sehr viele Menschen brutal foltert und umbring."
Der kommt ins Gefängnis.
Du hast mir irgendwie nur erklärt wo die verschiedenen Arten von "Patienten" untergebracht wird. Meine Frage war aber eigentlich wie sie behandelt oder geheilt werden!
z. B. medikamentös, psychotherapeutisch
Ja aber wie funktioniert das denn GENAU. Ich meine mit den Personen wird "geredet", was ja als Therapie oder so bezeichnet wird. Aber wie wird da genau geredet, ich meine wie kann man einfach durch reden solche Personen behandeln und heilen?
Das hier zu erläutern, würde sicherlich den Rahmen sprengen, aber nur mal als Anstoss: Durch eine Psychotherapie, z. B. eine Verhaltenstherapie, können die Patienten neue Strategien erlernen, um mit negativen Gedanken und Gefühlen besser umzugehen oder auch um falschen Annahmen und Gewohnheiten zu korrigieren.
Okay schon mal danke für dein Bemühen. Ich werde wahrscheinlich dem Buchtipp des Users der hier auch geantwortet hat nachgehen.
Um Psychotherapie geht es dort aber so gut wie gar nicht, nur zur Info.
Hier wird Psychotherapie zwar kurz beschrieben, aber meiner Meinung nach sehr treffend:
psychotherapiesuche.de/psychotherapie
Und hier etwas mehr Infos:
psychiatrie.de/therapien/verhaltenstherapie