Frage von TheChaosjoker, 48

Wie funktionieren Programme, die den Zugriff auf Internetadressen verweigern?

Hallo,
Häufig ist es ja an z.B Schul-PCs so, dass viele - häufig auch ziemlich unbekannte- Webseiten gesperrt sind bzw. der Zugriff verweigert wird, wie Facebook, Amazon etc.. Also meistens durchaus nachvollziehbar.

Nun stellt sich mir die Frage, wie das Programm erkennt, ob es sich um eine erlaubte Seite handelt oder nicht? Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass jemand jeden einzelnen Link in den Programmcode integriert, um diesen zu blockieren. Zumal diese Blockade nicht immer gerechtfertigt ist. Außerdem würde mich interessieren wie viel solche Programme in etwa kosten.

Antwort
von matmatmat, 21

Die Programme klemmen sich "dazwischen" und es gibt da lange Listen von Websites. Viele Router zum Beispiel haben eine Jugendschutzfunktion, da kann man das auch zu Hause am DSL Modem/Router aktivieren. Die ganzen Links sind nicht "im Programm Code" sondern liegen als Datenbank vor, die dann die Sperrsoftware mit der aufgerufenen URL abgleicht. Eine häufige Liste ist die der BPjM (Bundes Prüfstelle für Jugendgefährdende Medien)

http://www.golem.de/news/suchmaschinen-geheime-sperrliste-der-bundespruefstelle-...

Teils ganz lustig was die so auf die Liste setzen und wie un-aktuell die ist, teil aber Seiten auch ganz zu Recht drauf.

Und dann gibt es natürlich häufig Tags und Stichwörter auf Seiten, nach denen kann dann z.B. ein Jugendschutzfilter im Browser suchen.

Antwort
von Minihawk, 12

Meist wird spwas über einen Proxyserver erledigt. Der sitzt zwischen Internet und lokalem Netzwerk und hat entweder eine Blacklist (Adressen, die nicht angesurft werden dürfen) oder eine Whitelist (Adressen, die nur angesurft werden dürfen, alle anderen sind gesperrt).
Vielfach wird auch noch ein Scan der Seiten nach Schlüsselworten durchgeführt, um schlüpfrige Worte zur Erweiterung der Zensur heranzuziehen.

Expertenantwort
von SYSCrashTV, Community-Experte für Computer, Internet, PC, 7

Die Erkenn-Funktion funktioniert anhand der Hostnamen und der IPs!

Versuchst du amazon.de aufzurufen bittest du deinen Router dir den Inhalt von amazon.de zu "geben". Sollte Amazon.de nun aber gesperrt sein, wird dir nichts gegeben oder du wirst auf eine Blockpage umgeleitet.

Genauso gibt es Sperren welche das Umgehen verhindern sollen. So kannst du versuchen statt mit amazon.de mit Hilfe der IP auf die Seite zu kommen. Einige Schulfilter sperren daher alle anfragen welche ohne Hostname gemacht werden oder versuchen die IP zurück auf einen Hostnamen zu führen. Sollte dabei eine gesperrte Website rauskommen passiert dasselbe.

Eine solche Software läuft etwa auf dem PC, dann wird er gesamte Datenverkehr an diese Software gesendet und diese geht dann erst ins Internet. Eine sichere Methode ist hier einen Computer/Server zwischen Internet und den/die PCs zu schalten, so auch bei uns in der Schule. so wird der Zugriff auch von anderen PCs welche z.B. nicht mit der Software ausgestattet wären verweigert. Auch kannst du mit sowas gleich ungewollte Netzwerkaktivitäten verhindern, z.B. VPN-Aufbau oder SSH-Verbindungen.

Antwort
von Benjirich, 9

Es gibt frei erhältliche Listen die regelmäßig aktualisiert werden, die Schule kann diese nach belieben verwenden und auch selbst noch Websiten hinzufügen oder entfernen.

Antwort
von gentlesea, 20

Die Programme haben Listen von Seiten, die gesperrt sind. Die wurden irgendwann mal eingegeben. Zusätzlich ist noch denkbar, Seiten nach bestimmten Schlüsselwörtern zu durchsuchen und diese dann nicht anzuzeigen.

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