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Wie funktionieren Garantiezertifikate und bekommt man sie bei Banken?

gefragt von windowshopper am 05.01.2009 um 21:19 Uhr

Laut Einschätzung eines Bekannten sollte man als konservativer und auf Sicherheit bedachter Anleger in Garantiezertifikate anlegen. Bevor ich mich aber dazu entscheide würde ich natürlich erst einmal gerne wissen, wie diese Zertifiakte funktionieren, ob sie wirklich so eine sichere Anlage sind und ob man sie ganz einfach bei Banken bekommen kann


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anonym
beantwortet von megaboomer am 5. Januar 2009 21:40
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VORSICHT: Garantiezertifikate sichern zwar das Geld gegen Kursverluste ab, aber nicht gegen die Pleite des Emittenten. Somit hast du als sehr konservativer Anleger mit Garantiezertifikaten besser nichts am Hut. Ich muss zugeben, ich habe dieses Risiko früher auch unterschätzt, wann geht schon mal eine große Bank pleite. Seit Lehman Brothers wissen wir aber - alles ist möglich. Also entweder Tagesgeld mit 100% Einlagensicherung oder ein konservativer Fonds, den das Vermögen ist Sondervermögen und bei eventueller Pleite der Fondsgesellschaft geschützt.
Dein Bekannter hat sich da leider ein wenig verschätzt.

Kommentar von megaboomer am 6. Januar 2009 16:57

In dem Zusammenhang sollte uns dieser Artikel vielleicht allen die Augen öffnen:

http://www.stern.de/wirtschaft/finanzen-versicherung/finanzen/:Pleite-Lehman-Brothers-Kurz-Schluss/648625.html


Niklaus
beantwortet von Niklaus am 5. Januar 2009 22:53
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Zertifikate sind ein typisches Produkt für die Deutschen. Ein Zertifikat ist immer eine Inhaber-Teilschuldverschreibung. Das sieht nach außen hin gut aus - aber geht der Emissonär pleite ist das Geld futsch. Zertifikate habe so hohe versteckte Kosten, die zum Teil erst bei Rücknahme fällig werden, das sie Fonds bei weitem übertreffen. Zertifikate sind für den Normalbürger viel zu kompliziert. Oder will mir jemand sagen, dass er ein Zertifikat in allen Nuancen verstanden hat. Selbst die Banker der Emissionhäuser verstehen die eigenen Zertifikate nicht. In Deutschland gibt es mittlerweile 150.000 Zertifikate. Damit hat Deutschland mehr Zertifikate als der Rest der Welt zusammen. Bei den meisten Zertifikaten mit Aktien werden die Dividenden, die in der Regel doch dem Kunden gehören, von den Banken in die eigene Taschen geschoben. Investmentfonds dagegen sind transparent, klar in der Kostenübersicht und auf Dauer viel rentabler

Lehmann Brother sollte eine Lehre sein.


anonym
beantwortet von baleine am 5. Januar 2009 21:21
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bei garantiezertifikaten bekommst du auf jeden fall das eingesetzte kapital wieder raus. aber hohe sicherheit bezahlt man natürlich immer auch mit niedriegen zinsen. du kriegst sie ganz einfach bei banken, die können dich dann auch direkt mal darüber informieren, wie genau die funktionieren


Cortex
beantwortet von Cortex am 5. Januar 2009 21:21
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Laut meiner Einschätzung solltest Du die Finger davon lassen und lieber Festgeld oder Tagesgeld nehmen. Kannst natürlich machen was Du willst, aber jammere nicht herum, wenn Dein Geld weg ist.


xeon121
beantwortet von xeon121 am 5. Januar 2009 21:22
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Pflugmacher
beantwortet von Pflugmacher am 6. Januar 2009 10:43
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Was soll denn wohl "garantiert" werden??? Die dramatischen Ereignisse in 2008 haben doch wohl auch zu der Erkenntnis geführt, dass selbst vermeintlich "sichere Anlagen" plötzlich ausfallgefährdet sein können. So haben viele Versicherungsgesellschaften Garantieprodukte der insolventen Investmentbank Lehman Brothers ihren Kunden angeboten, die jetzt zum großen Teil wertlos sind. Darüber hinaus sind Zertifikateanleger unmittelbar vom Insolvenzfall des Emittenten betroffen. Denn Zertifikate stellen im rechtlichen Sinne eine Schuldverschreibung dar und sind daher unmittelbar mit der Bonität des Emittenten verbunden! Fondsanlagen zählen dagegen zum sog. Sondervermögen einer Fondsgesellschaft und sind von einem möglichen Insolvenzfall daher nicht betroffen. Man sollte wirklich meinen: Dies dürfte zu einem Umdenken mit dem sorglosen Umgang mit Zertifikaten führen. Lernen denn die Leute nie? Was muß eigentlich noch alles passieren? Bei sog. "Garantie-Versprechen" setzt irgendwie bei den Deutschen der Verstand aus... Auch die beliebten Festgeld- und Geldmarktanlagen sollten in einem anderen Licht gesehen werden. Der Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken ist bereits durch die IKB-Pleite erheblich belastet. Bei einer möglichen weiteren Insolvenz einer Bank sind Anlagegelder daher alles andere als sicher, zumal die Statuten des Einlagensicherungsfonds einen Rechtsanspruch auf Entschädigung ausdrücklich ausschließen!

Aus den genannten Gründen gilt aber mehr denn je die eiserne Regel einer breiten Streuung des Vermögens. Die Kombination von Aktien-, Immobilien- und festverzinslichen Anlagen unterschiedlicher Emittenten in Form von Investmentfondsanteilen vermindert das Ausfallrisiko deutlich, schützt den Anleger optimal durch die rechtliche Trennung vom Vermögen der depotverwaltenden Bank vor den Folgen einer –nie auszuschließenden- Insolvenz dieser Bank und bietet trotz aller derzeit noch vorhandenen Unsicherheiten große Renditechancen.

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