Angenommen ich gehe mit Freunden wandern und beim Picknick verschluckt einer beim trinken eine Wespe, die ihm in den Hals sticht. Um ihn zu retten muss ich einen Luftröhrenschnitt machen, aber wie? Kann man sie da belesen? Die Situation ist ja nicht ganz absurd und wenn ich in einer solchen Situation bin, möchte ich auch helfen können.

Wenn Du hier fragst: Gar nicht.
Es ist in diesen Breiten besser, auf den Notarzt zu warten, als den Betroffenen mit einem falschen Schnitt unzubringen.

Lass die Finger davon, damit hat ein Laie in gar keiner Weise herumzuexperimentieren. Nicht fachmännisch ausgeführt, kann man sehr viel nicht wieder gutmachenden Schaden anrichten.
Ruf einen Notarzt oder einen Rettungswagen der Feuerwehr, die helfen fachmännisch weiter.
Vergiss es, das gehört in die Hände eines Arztes und nicht zur Ersten Hilfe.

Dabei wird die Membran (Ligamentum conicum) zwischen Ringknorpel und Schildknorpel des Kehlkopfes horizontal durchtrennt oder mit einer Kanüle punktiert.
!!!Das ist aber kein eingriff der vom Ersthelfer durchgeführt werden sollte, sondern vom Notarzt!!!!

ich bin selber ersthelfer. luftröhrenschnitte sind auf keinen fall durch einen laien durchzuführen. das ist sache des notarztes. der kann dann notfalls intubieren. wer da mit einem kugelschreiber ran möchte hat zu viel macguyver gesehen.
wichtig ist es grundsätzlich darauf zu achten, das man bienen nicht in den mund bekommt, das heißt, dosengetränke und offene behältnisse in die man nicht rein gucken kann vermeiden. notfalls vorher abdecken. besser aus dem glas trinken. wenn tatsächlich eine biene in den hals sticht. am besten eiswürfel lutschen lassen. oder kaltes wasser (notfalls aus ner bergquelle) und hals von aussen sofort kühlen. mit einem eisbeutel. es gibt im sportfachgeschäften und apotheken einwegeisbeutel die durch druck aktiviert werden und vorher nicht gekühlt werden müssen. diese sind immer einsatzbereit. das wichtigste ist ruhe zu bewahren und nicht in panik zu verfallen. natürlich sofort einen notruf absetzen.
manu1979 am 23. August 2007 14:48 Das hat mir tatsächlich ein Krankenpfleger und Rettungssanitäter erzählt, kein Witz. Ich konnte es aber auch nicht nachvollziehen
thebrain am 23. August 2007 14:52 sicher is das möglich, jemand der medizin studiert hat, aber nicht für eine privatperson mit nem werbegeschenk von der allianz. wenn du dich da nur um zentimeter, oder millimeter verschneidest und eine atterie triffst gibts n sofortigen tod oder einen beeindruckenden roten springbrunnen.
manu1979 am 23. August 2007 14:55 genau das habe ich mir auch gedacht. ich habe dann zur antwort bekommen, bevor er erstickt, soll man das machen....
thebrain am 23. August 2007 15:16 in der regel ist der notarzt in 7 minuten vor ort. in der zeit schwillt der hals nicht so an dass er erstickt. und selbst wenn ist noch genug zeit für wiederbelebung. kein mensch kann von dir einen luftröhrenschnitt verlangen. es sei denn du lebst im outback von down under.

Wie wäre es mit einem ersten Hilfekurs? Ich glaube nach einer gelesenen Anleitung solltest Du das nicht machen.

Ich habe mal gehört, dass man im absoluten Notfall eine Kugelschreiber reinrammen kann/soll und dann die hülse als Ein/Ausgang reinstecken soll. Bei dem Gedanken daran bekomme ich aber schon Gänsehaut.... Aber ein Erste-Hilfe-Kurs, so wie Volume das sagt, ist da glaub ich der beste Weg
Ich mache nie wieder picknick...
bommel65 am 23. August 2007 16:58 Zumindest nicht mit "Rene4You" ... hahaha. :-)
Ich (exa. Altenpfl.) gebe meinen Vorrednern recht, die Durchführung eines Luftröhrenschnitt gehört in die Hände eines Fachmanns.Selbst examiniertes Pflegepersonal ist darin nicht ausgebildet.Die Durchführung wird in der Anatomie an Leichen erlernt.Ich kann aber deine Sorge verstehen und möchte dir folgendes sagen: Wenn ich in der Situation wäre die du geschildert hast und es keinerlei Möglichkeit gäbe Hilfe zu rufen und eine Person dem sicheren Tod geweiht wäre, aussetzen der Atmung-ersticken. Würde ich es tun.

Ich könnte Dir hier eine detaillierte Beschreibung geben, nach sorgfältigem Nachdenken empfehle ich in unseren Breitengraden: Handy dabei, wenn Du besonders ängstlich bist: Cortisonspray in der Tasche!

Um Gottes Willen! Was für eine Frage!?
Und was für Szenario stellst du dir da vor?
Ja, in England hat eine Tochter tatsächlich mal ihrer Mutter mit einem Brotmesser einen(fast perfekten) Luftröhrenschnitt gemacht und ihr so das Leben gerettet.
Doch was besagt das schon? Das Mutter und Tochter unheimlich Glück gehabt haben - es hätte auch schief gehen können...
Finger weg von andermanns Hals
Es wird hier allenthalben gesagt: 'Finger weg - nur vom Fachmann'. Ist sicherlich grundsätzlich richtig. Allerdings ist gerade vor wenigen Tagen ein 3 jähriges Kind in einem öffentlichen Restaurant erstickt, weil es sich verschluckt hat (müssen ja nicht immer Bienen oder Wespen sein!). Wahrscheinlich wäre da auch ein etwas versierter Laie besser gewesen, oder nicht? Würde mich daher ebenfalls interessieren, wie das geht.

Im Erste-Hilfe Kurs kriegst du als allererstes beigebracht, dass du nichts Invasives machen darfst. Keine Schnitte, keine Punktionen, nichmal nen Splitter rausziehen. Ich bin Sanitäter Stufe A, also grad ein bisschen weiter fortgebildet als ein Ersthelfer. Ich darf auch nichts invasives machen. Meine Mutter ist Ärztin und der haben sie beigebracht, dass es angenehmer ist, zu ersticken, als von der Infektion, die am Küchenmesser, der Gartenschere oder was auch immer hängt, zerfressen zu werden. Kurz, da wird ne Körperhöhle eröffnet und das darf man nur steril. Und nur als Arzt.