Wie fühlt sich ein Mensch,wegen dem sich eine andere umgebracht hat?

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7 Antworten

Diese Konstellation gibt es nicht. Erstens kann man niemanden passiv "zu etwas bringen", denn jemanden zu etwas zu bringen ist ein aktiver Prozess der Manipulation. Zweitens bringt sich niemand wegen einer anderen Person um, sondern Menschen bringen sich um, wenn sie mit ihrer eigenen Situation überfordert sind und die Hoffnung verlieren, dass diese Situation irgendwann vorbei ist. Oft liegt das daran, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. 

Wie sich ein Mensch fühlt, der in die Situation involviert war, die zum Suizid geführt hat, hängt von der jeweiligen Selbstsicherheit und auch von der sozialen Beziehung ab. Eine Mutter, die nach einem Streit ihr Kind durch Suizid verliert, wird sich möglicherweise Vorwürfe machen und im schlimmsten Fall sogar selbst Selbstmord begehen. Ein Mitschüler, der seine Klassenkameradin nicht ausstehen konnte und sie gemobbt hat, bevor sie sich umgebracht hat, wird das vielleicht weniger dramatisch empfinden. 

Jemand, der glaubt, dass man andere Menschen in den Suizid treiben kann, ohne dass diese es selbst wollen, nimmt die Sache anders wahr als jemand, der glaubt, dass jeder sein Leben selbst in der Hand hat. 

Ich selbst würde den Suizid einer mir bekannten Person, erstrecht wenn ich im Abschiedsbrief beschuldigt würde, schade und unnötig finden. Nicht mehr und nicht weniger. 

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Man sollte das rational behandeln. Natürlich ist das schlimm, aber es ist, wie du ja weißt, ein Selbstmord und dafür ist rein faktisch niemand sonst verantwortlich und das muss man immer bedenken, wenn man versucht, mit sowas umzugehen. Vielen Leuten passieren schlimme Dinge und vielen Leuten werden schlimme Dinge angetan, aber noch lange nicht jeder bringt sich deswegen auch um. 

Wenn es also zum Suizid kommt, ist die jeweilige Person sicherlich psychisch vorbelastet oder zumindest "zusätzlich" belastet bzw. psychisch labil. Und wer jemanden wirklich gezielt in den Suizid getrieben hat, der interessiert sich auch nach "getaner Sache" nicht mehr dafür, andere, die geringeres gegenüber der Person "verbrochen" haben sollen, müssen wissen, dass sie nicht alleine daran Schuld sein können. Der Person hätte auch durch unvermeidlichen Zufall was anderes passieren können, was diese als genauso schlimm betrachtet und als Anlass/Grund für solche Taten nimmt. 

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Nehmen wir das Beispiel, dass A mit B Schluss macht. B war schon immer sehr verschlossen und mal selbstmordgefährdet. A hat B so oft das Leben gerettet, war immer für B da und plötzlich verschwindet A, ist nicht mehr diese rettende Person für A. B bringt sich um und A steht da nun. A weiß, was B durchmachen musste, fühlt sich vielleicht schuldig, weint, weil er/sie B doch geliebt hatte, nur die Gefühle zurückgingen. Vielleicht gibt sich A die Schuld, während alle anderen ihn/sie aufmuntern wollen. Es ist ein belastendes Gefühl, es tut weh, in manchen Situationen frägt man sich, was man hätte anders tun können und warum alles so passieren musste. Natürlich spielt es auch eine Rolle, was für ein "Art Mensch" diese Person ist, aber ich denke, es ist trotz alledem unheimlich erdrückend. Nicht nur, dass eine bekannte Person gestorben ist, sondern dass man auch der vermeintliche Grund dafür ist. 

Ich hoffe, ich konnte deine Frage beantworten :)

~Arisu

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das kommt auf die individualität an

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Wenn jemand eine Beziehung beendet, ist das sein gutes Recht. Man kann niemand zwingen, mit jemand zusammen zu bleiben.

Wenn der Verlassene sich dann umbringt, ist das sein persönliches Problem und Nicht die Schuld des Ex-Partners.

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Kommentar von SigridP
19.12.2016, 21:22

Sehe ich genau so
Häufig will derjenige damit so eine Art Erpressung inszenieren.
    

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Noi,

Dies kommt stark auf die Person an.

Gefühlose Personen ist es völlig egal und leben einfach weiter. Stark gefühlvolle Personen werden sich ein Leben lang die Schuld dafür geben, auch wenn sie nich schuld hat. Dies wird sie verfolgen, bis in die Träumer herein. Sie beginnen die Person über all zu sehen und bileden sich ein, dass die Person sie dafür Verantwortlich macht. Dies kann in extremen Fall zum Selbstmord führen, da die Schuld sie zerfrisst. Das waren die beiden extreme. Natürlich gibt es zahlreiche Zwischen stufen, wo die Person schaft damit ferig zu werden und normal weiter zu leben. Nur unbewusst werden sie das Schuld Gefühl nie wierder los.

Gruß von Bruder rotes Eis

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Kommentar von Janiela
29.01.2016, 22:00

Es gibt keine gefühllosen Personen. Wir im Wohlstandswesten sind "schuldig" daran, dass jeden Tag mehrere tausend Menschen an vermeidbarem Hunger und vermeidbaren Krankheiten sterben und wir machen alle einfach weiter wie bisher. Berufswahl "Bedürftigen helfen" steht für den Durchschnittsbürger für gewöhnlich nicht zur Diskussion. 

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kommt immer auf die person an, wie gefühlsvoll sie ist. mir wäre es egal.

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Kommentar von ArisuHanami
29.01.2016, 21:48

Tut mir leid, dass ich das so sage, aber das wäre dir ganz sicherlich nicht völlig egal! Egal, wie taff du jetzt auch sein magst, du bist immer noch ein Mensch und verzeih, aber Menschen machen sich von Natur aus Gedanken und haben nun mal Gefühle. Vor allem: stell dir vor, es ist eine Person, die du einst geliebt hast!

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