Wie fühlt es sich genau an, sein ganzes Leben lang gute Zeugnisse zu bekommen und zudem noch normal bis überdurchschnittlich sportlich zu sein?

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9 Antworten

Für Leute, die so sind, gibt es kein besonderes Gefühl, da es deren Normalität entspricht.

Man freut sich über Erfolge und ärgert sich über Misserfolge.

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Du suchst dir als Mensch doch eigentlich immer eine höhere Referenz. Ich spiele ziemlich gut Tischtennis, aber trotzdem schaue ich neidisch auf die Spieler in der Regionalliga. Ich habe gute Noten und einen Uni-Abschluss, trotzdem bin ich beeindruckt und fasziniert davon, was die Profs an der Uni so drauf haben und wie es sie in dem Job weiter bringt.

Genau so gibt es auch Leute, die zu DIR aufschauen und dich für das bewundern, was du gut kannst.

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Nun ich denke das kommt drauf an worüber man sich definiert, wie es von anderen aufgenommen wird usw. Auch sorgt eine Steigerung/Verbesserung wohl eher für ein gutes Gefühl als eine hohe Leistung die stagniert.

Ich bin weder ein Genie, noch ein Olympia-Teilnehmer aber ich denke ich kann mich nicht beklagen. Schulisch war es bei mir eher eine Entwicklung von einem 5er Hauptschulabschluss zu einem 1er Fachabi und 1er Zeugnis während der Ausbildung. Dabei muss man aber anmerken, dass Schulzeugnisse nix mit Intelligenz zutun haben. Letztlich ist es nur nachplappern und zu Papier bringen, was der Lehrer Ewigkeiten vorkaut.

Da geht es wohl eher um Konzentrationsfähigkeit, Ordnung sich die Sachen mitzuschreiben oder ein gutes Gedächtnis.

Sportlich bin ich wohl auch relativ fit aber auch das ist keine Kunst, sondern Trial and Error und viel Zeit, da ich täglich mehre Stunden Fahrrad fahre (Arbeitsweg + Hobby) und seit mittlerweile gut 16 Jahre Krafttraining mache und mich entsprechend ernähre.

Das Zeugnis selbst war aber selten das, was mich happy gemacht hat, es war eher der Weg dahin. Die Entwicklung sich zu verbessern, bei Sachen die man nicht so gut konnte, wie z.B. Präsentationen bei mir. Die Schule auf die ich ging hat einfach gepasst, von den Themen, über die Mitschüler bis hin zu den Lehrern. Es hat mir Spaß gemacht, deshalb kam ich gut klar und deshalb kam es zu den guten Zeugnis. Das Zeugnis war nicht der Grund für Spaß und Freude.

Generell muss man kein Genie sein oder Topsportler. Ich denke die Verbesserung, das Wachstum ist das, was uns glücklich macht. Nicht was wir haben oder was wir bekommen (Zeugnis), sondern wer wir werden bzw. zu wem wir uns bewusst entwickeln.

Waren bei mir sportlich z.B. die Zeiten die ich für den Arbeitsweg mit dem Rad gebraucht hab. Die ersten paar Tage war ich kurz davor zu schieben, bei der Steigung die letzten paar hundert Meter vor meinem Zuhaus, irgendwann ist man dort halt fix hoch und ja das hat mich die ersten paar Male wie ein kleines Kind gefreut.

Guck auf die Sachen die dich interessieren, die dir Spaß machen. Wenn du da Zeit verbringst und dich anstrengst, dann wirst du sicherlich eine Verbesserung feststellen.

Letztlich ist das alles Zeit. Leute haben ein Hobby, haben Spaß dran und reißen sich den Hintern auf. Wichtig ist der Spaß, denn sonst gibt ab einem bestimmten Level auf.

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Kommentar von apachy
24.05.2016, 17:35

Trotzdem hab ich natürlich meine Bereiche wo ich nicht übermäßig gut wäre oder wo ich quasi neidisch bin auf andere oder zumindest zu ihnen hinauf schaue. Oder auch Bereiche wo ich schlicht nicht zufrieden bin. Das gehört dazu.

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Ich habe zwar nicht immer gute Zeugnisse bekommen, es hab mal ein paar Jahre in denen ich echt eine Niete in der Schule war. Jetzt bekomme ich nur Zeugnisse mit 11-15 Punkten. Also 2x-1+.

Naja es fühlt sich nicht besonders an. Ich bin zufrieden mit mir. Ich war aber auch nie wirklich unzufrieden, als meine Zeugnisse anders aussahen. Ich muss auch zugeben dass ich für diese Noten nicht wirklich viel tun muss und somit auch keinen wirklichen stolz entwickeln kann.

Es gibt in meinem Leben andere Dinge, auf die ich stolz bin.

Im Sport ist es ein bisschen anders. Letzte Saison würde ich mit meiner Mannschaft Meister. Das war ein tolles Gefühl. Das Gewinnen hat sehr viel Spaß gemacht und ich habe mich montags morgens auf die Gespräche mit meinem besten Freund gefreut (der hatte am Wochenende auch meistens ein Spiel und wir haben uns ausgetauscht). Von einem Sieg zu erzählen macht ganz klar viel mehr Spaß.

In dieser Saison waren wir vorletzter in der Meisterschaft. Wir haben fast jedes Spiel verloren. Das war sehr ärgerlich und bei den ersten zwei Niederlagen war ich sehr frustriert.
Aber dann habe ich einfach während der Spiele nicht mehr dran gedacht, dass wir ja unbedingt gewinnen müssen und habe den Spaß am Spiel wieder entdeckt. Ich habe mich auf jedes einzelne Spiel gefreut und hätte richtig Spaß dabei, auch wenn wirfast immer verloren haben.
Zum Abschluss haben wir als Team auch etwas sehr schönes zusammen gemacht und auch, wenn wir nicht gewonnen haben, war dir Stimmung super.

Was ich damit sagen willst, dass eigentlich kaum zählt, was am Ende raus kommt.

Wichtig ist, dass das Leben genossen wird und dass du mit Spaß an die Sachen heran gehst!

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Ich bin ziemlich gut in der Schule, (8. klasse und bis jetzt noch nie ein schlechteres Zeugnis als 1,3) . Aber ich mach nicht viel für die Schule. Natürlich freut man sich über die guten Noten, aber es ist nicht immer leicht gewesen, mit den Kommentaren von anderen umzugehen. In der Grundschule wurde ich öfters als Streber abgestempelt. Darunter hab ich sehr gelitten und mir oft gewünscht einfach durchschnittlich in der Schule zu sein. Weil ich ja eigentlich nie dafür lerne. Im Gymnasium hat keiner etwas negatives mehr dazu gesagt. Ich bin eine der beliebtesten und ich finde es schön trotz meiner Noten so angenommen zu werden. Ich glaube das liegt aber auch daran, dass ich nicht damit angebe, anderen helfe und nicht alles über Noten definiere. Im Gegenteil. Die einzige für mich wirklich wichtige Note ist in Sport! Ich liebe Sport und bin auch ziemlich sportlich. (Berliner Meister in rhytmische sportgymnatik und spiele Tennis). Und die einzige Note über die ich mich ärgern würde, wäre eine schlechte in Sport. Ich habe erst seit dem Gymnasium Begriffen, wie gut ich es doch habe mit meinen Noten, für die ich mich nicht anstrengen muss und so. Was ich damit sagen will ist, dass es natürlich toll ist gute Noten zu haben und sportlich zu sein, aber nur so lange, wie man dafür nicht von anderen gemobbt wird. Aber man kann ein genauso toller Mensch sein, wenn man nicht so gut in der Schule oder im Sport ist. Jeder hat andere Qualitäten. Sei einfach du selbst!!!

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Man freut sich eigentlich wenn man eine gute note schreibt, aber letztendlich ist es mir komplett egal. Ich selber betreibe badminton intensiv und wenn ich einen erfolg habe freue ich mich aber das hält nicht lange an. Man soll einfach nur spaß an den sachen haben die man macht.

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Ich mache Einfach weiter, sage andere haben Probleme andere nicht. Ich habe dieses Jahr mein Abitur begonnen und bin auf nem Dreier schnitt(hab nen realabschluss mit 2,3 gemacht). So ist mein Gedanke. Meine Frage ist wie ich so einen realabschluss geschafft habe weil mein Vater einfach die Intelligenz von einem Stück Brot hat. Ach ja, jeder hat irgendwo seine Stärken und Schwächen. Ich kann zum Beispiel schlecht Aufsätze schreiben.

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Ich war in der Schule durchschnittlich (nicht der Beste, aber auch nicht der schlechteste). Wenn ich eine gute Note gemacht habe, habe ich mich kurz gefreut; aber das wars dann auch schon. Besonders stolz habe ich mich nicht gefühlt.
Wenn ich eine schlechte Note gemacht habe, setzte ich mir zum Ziel, beim nächsten Test besser zu sein.

Im Sport war ich immer schlecht und bekam schlechte Noten. Aber Sport machte (und macht mir auch heute noch) mir Spass. Heute erhalte ich sehr viele Komplimente, dass ich gut Ski fahre. Bei kurzen Sprints (100, 200, 300, 400, oder 500 Meter) bin ich schnell und bei Weitsprung macht mir keiner so schnell etwas vor.

Aber: Später (spätenstens nach der Berufslehre) interessieren deine Schulnoten niemanden mehr.

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Für mich stellt sich die gleiche Frage, nur von der anderen Seite aus. Wie fühlt es sich an so nicht zu sein? Wie kann ich erklären, was für mich normal ist?

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