Wie fühlen sich Familienmitglieder bei Alzheimer betroffenen in der Familie?

... komplette Frage anzeigen

6 Antworten

An Alzheimer Erkrankte werden geistig nach und nach wieder zu kleinen Kindern. Mit Auswirkungen wie weglaufen, schreien, Aggressionen gegen Pflegende, nicht mehr wissen, wie und das man eine Toilette benutzt, enge Angehörige nicht mehr erkennen können. Das zehrt gewaltig an den Nerven der Angehörigen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es ist schrecklich anstrengend, wenn man versucht, ein Familienmitglied, das an Alzheimer erkrankt ist, zu betreuen. Viele betroffene Patienten wollen unter gar keinen Umständen in ein Heim.

Die engeren Verwandten müssen sich im fortgeschrittenen Zustand die Betreuungsarbeit teilen, denn sonst riskieren sie selbst krank zu werden. Die Belastung ist enorm.

Man muss sich ausserdem dauernd auf dem Laufenden halten. Es gibt von verschiedenen Institutionen Aufklärungsbroschüren und auch Anleitungen für Übungen, die dazu gedacht sind, den Kranken zu fördern. All die Verhaltensanweisungen zu befolgen, ist psychisch und physisch sehr Kräfte raubend.

Außerdem gilt es mit dem Trauergefühl fertig zu werden. Man hat Mitleid und versucht möglichst rational an die Sache heranzugehen. Aber es gibt Zeiten, da muss man alle Kräfte aufwenden, um nicht zu resignieren.

Manche Menschen, die mit Alzheimer Patienten zu tun haben, ertragen es nicht, dass ein geliebter Mensch sich so durch seine Erkrankung verändert und wenden sich (aus Selbstschutz) von dem Erkrankten ab und reduzieren den Kontakt auf ein Minimum.

Das sind im wesentlichen meine Erfahrungen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Sie fühlen sich eines geliebten Menschen nach und nach beraubt. Er ist vor ihnen, aber doch nicht wirklich. Bei dieser Krankheit wird es für die Angehörigen immer schlimmer mit anzusehen, wie der Charakter des geliebten Menschen nach und nach stirbt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die meisten sind überfordert, da sie sich mit dem Thema Demenz im allgemeinen und Alzheimer im besondern nicht zurecht finden.

Sie kommen damit nicht klar, dass sich Vater oder Mutter verändern, sie verlieren den bekannten Mensch Vater oder Mutter.

Sie können das Verhalten der Betroffenen nicht verstehen und nachvollziehen. Sie reagieren meist kontraproduktiv auf den Betroffenen.

Dadurch kommt es zu stress auf beiden Seiten. Die Betroffenen zeigen agressionen und verweigern jegliche Hilfe.

Anstatt sich Rat und Hilfe zu holen bei: Pflegestützpunk, Seniorenbüro,

örtl. ambul. Pflegediensten, oder Leistungen wie: Betreuungsdienste, Tages und oder Nachtpflege anzufordern

um eine wenigstens gringe Entlastung zu haben, wursteln sie sich durch, bis sie zusammen brechen.

Ist das KInd in den Brunnen gefallen, denken sie zum erstenmal an externe Hilfen.

Auch werden die von den Pflegekassen, sozialen Verbänden, und Pflegediensten angebotenen Infoverandstaltungen zu diesem Thema selten in Anspruch genommen.

Da frage ich mich immer wieder: warum nur?


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es kommt darauf an, ob dasjenige Familienmitglied damit rechnen muss, den Alzheimer-Kranken zu pflegen bzw. für seine Pflege aufzukommen.

Jeder, der das tun muss, weiß, dass da jetzt eine Menge auf ihn zukommt. Er weiß evtl. nicht, ob er sich der Unterstützung der anderen Familienmitglieder sicher sein kann.

Außerdem wird auch die Ungewissheit an den nächsten (Bluts-) Verwandten nagen, ob man nicht später auch betroffen sein wird.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Alzheimer ist ne schwere Krankheit für Verwandte eines Betroffenen, weil man irgendwie nach und nach schleichend  einem geliebten Menschen verliert

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung