Wie fühlen sich Depressionen an ?

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5 Antworten

Ich leide seit 5 Jahren unter schwersten Depressionen. Mit schwersten meine ich diagnostizierte schwere Depressionen und nicht das, was ich subjektiv wahrnehme (obwol ich es auch als subjektiv schwer empfinde).

Depressionen sind die Hölle. Ich bin zeitweise so antriebslos, dass ich es kaum unter die Dusche schaffe. Jede noch so banale Tätigkeit ist wie ein grosser fast unerklimbarer Berg. Ich habe zeitweise einfach keine Energie für nichts.

Zudem habe ich unter absoluter Freudlosigkeit zu leiden. Es ist wie ein Gefühl der inneren Leere, ein Gefühl der Gefühlslosigkeit. Ich sehe alles negativ und bin absolut Hoffnungslos, dass es mal besser wird. In meinem rationalen Verstand weiss ich, dass dies "nur" die Symptome einer Depression sind, doch das macht die Sache nicht viel besser.

Wie gesagt, nichts bereitet mir Freude. Sachen die ich früher als angenehm empfunden habe sind nur noch eine Belastung. Hinzu kommt, dass ich das Interessen an allen Aktivitäten verloren habe. Ich bin am liebsten zu Hause in meinem Bett mit dem Laptop, was die Depression allerdings noch schlimmer macht. Dies führt auch zu einem sozialen Rückzug.

Schlafstörungen habe ich auch. Ich kann manchmal fast nicht einschlafen und wache mitten in der Nacht auf. Zudem bin ich die ganze Zeit psychomotorisch hyperaktiv bzw. bin innerlichen Anspannungen ausgesetzt.

In den schlimmsten Zeiten meiner Depression hatte ich auch Suizidgedanken, welche ich glücklicherweise nie umzusetzen versuchte. Konzentrationsstörungen und mangelndes Selbstvertrauen sind weitere Sypmtome.

Zu schaffen machen mir auch Derealisation, Angstzustände und Kopfschmerzen.

Alles in allem also ein sehr sehr unangenehmer Mix. Das mit dem Magenumdrehen etc. habe ich nicht, doch ich kenne jemand der aufgrund der Depressionen und die damit verbundenen Angststörungen immer schwindelanfälle hatte.

Ich glaube Depressionen äussern sich sehr verschieden, obwohl es gemeinsame Symptome gibt. Bei jedem sind diese anders ausgeprägt.

PS: Habe bereits alles versucht. Unzählige Medikamente, EKT etc. Momentan mache ich eine intensive analytische Psychotherapie, die mir sehr gut tut.

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Kommentar von ichbinauchdabei
14.11.2016, 12:09

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Guten Tag erstmal.

Also ich hab seit fast 15 Jahren depression,habe allerdings erst kürzlich realisiert das ich sie schon so lange ohne unterbrechung habe,dachte immer es währen immer nur ab und an mal ne depri phase gewesen doch kann man sich da sehr Täuschen wenn man sich zu wenig mit auskennt.

Bei mir zeigen sich die depressionen durch Lust und konzentrationslosigkeit,schlafstörungen,intensives negativ denken was das leben und die zukunft angeht,starke unzufriedenheit was den alltag angeht,die angst das man seine wünsche und ziele nie erreichen wird und die Träume die einen wichtig sind zu zerbrechen drohen,das man nie erfahren wird wie es sich anfühlt glücklich zu sein,das gefühl das man von einem Tiefen Loch ins nächste fällt ohne das einem mal etwas positives wiederfährt was dann nicht nach einer weile sich ins extreme gegenteil dreht usw.

Was deine beschreibung oben angeht so hatte ich das nie gehabt und auch nie von jemanden ähnliches gehört doch erlebt jeder Mensch depressionen auf eine andere art aber wenn selbst dein Psychologe ratlos ist was dieses gefühl bei dir angeht solltest du vielleicht einfach mal die meinung eines 2. Psychologen einhohlen das kann nie schaden.

Was auch sehr Helfen kann/soll währe wenn du dich mit anderen unterhätst die ebenfalls starke depresionen haben um sich auszutauschen,über alles mal richtig reden zu können und vieles mehr den so etwas kann oft mehr helfen als gespräche mit Psychologen da sich jene die gleiche oder ähnliche probleme haben oder hatten sich besser in einen hineinversetzen können und tipps und ratschläge geben können auf die Psychologen gar nicht kommen würden da sie selbst das alles nie erlebt haben.

Mfg Theorn

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Ich leide seit dem Jahre 1993 an Depressionen und ich beschreibe das dann so:

In einer depressiven Phase bin ich ein anderer Mensch von meinem Character her. Bin aggressiv gegenüber anderen Menschen, möchte am liebsten alleine sein, schlafe viel tagsüber.

Auch bin ich antriebslos, vernachlässige mich selbst mit der Körperhygine, bin dann auch sehr traurig gestimmt, innere Unruhe, nervös, kann mich nicht richtig konzentrieren, habe Kopf- oder Magenschmerzen.

Fühle mich wertlos und das Leben ist nicht mehr lebenswert. Gehe meinen Hobbys auch nicht mehr nach.

Auch grübele ich viel und mache mir zuviele Gedanken was passiert ist in der Vergangenheit.

Ferner kann ich mich nicht für oder gegen was entscheiden in einer solchen depressiven Phase.

Immer wenn ich negativen Stress habe, bekomme ich automatisch Depressionen, das habe ich bei mir so festgestellt. Mit negativem Stress meine ich Ärger mit oder über andere Personen, die mich versuchen schlecht zu behandeln und nicht bezahlenj wollen beispielsweise. Auch kann ich Kritik nicht gut ab, damit meine ich wenn mich jemand kritisiert und mich nur runtermacht, wie du kannst ja nichts, du bist nichts wert.

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Die erste Frage eines Therapeuten wäre wohl in welchen Situationen du dieses von dir beschriebene Gefühl bekommst...auffällig ist auch das du bereits Antidepressiva einnimmst, da müsstest du dich damit eigentlich besser auskennen als die meisten "gesunden" und müsstest auch schon eine längere Krankheiutsgeschichte hinter dir haben, Psychopharmaka wird ja nicht einfach mal so verschrieben...

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Das hört sich so an, als würdest du deiner Therapeutin Märchen erzählen.

Wenn sich dir der Magen umdreht, du den Boden unter den Füßen verlierst und du einen Brechreiz hast, wird das jeder Arzt und auch deine Therapeutin verstehen. 

Das Problem ist offenbar, dass deine Therapeutin wissen will, wie du dich fühlst. Du sollst also deine Gefühle beschreiben. Und da tischt du ihr offenbar wild zusammen gewürfelte Beschwerde Bilder auf, die du dir irgendwo zusammen gelesen hast. Und nun willst du von uns wissen wie sich Depressionen anfühlen, damit du deiner Therapeutin weiß machen kannst, du littest unter Depressionen.

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