Frage von RhoMalV, 30

Wie formuliert man ein Kommentarschreiben zum Arbeitszeugnis?

Hallo,

ich wüsste gern, ob irgendwo Beispiele und Vorlagen zu finden sind, wie man einen Zeugniskommentar schreibt, wenn das Arbeitszeugnis nur bedingt als zukunftsfördernd auszulegen ist.

Es ist ja oft so, dass gewisse Klauseln fehlen oder diese die tatsächliche Leistung nicht hinreichend wiederspiegeln. Gleiches gilt, wenn bestimmte Teile in der Schlussformulierung nicht enthalten sind.

Klagen gegen ein Zeugnis kann man meist ja auch nur dann, wenn es sich um eine reelle Schlechtbewertung handelt. Liegt das nicht vor, liegt die Beweispflicht, falls die Leistungen besser waren, beim Arbeitnehmer, die er mit größter Wahrscheinlichkeit nicht erbringen kann.

Dürfte man in einem Zeugniskommentar auch Meinungsverschiedenheiten zum Vorgesetzen anführen (ohne sich kritisch zu äußern) oder sollte man davon generell Abstand nehmen?

Danke schon mal.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DanBam, 12

Zeugnisse bestätigen den Lebenslauf. Erläuterungen zum beruflichen Werdegang müssen im Lebenslauf beschrieben werden.

Sollte ein Zeugnis wegen seines Inhalts gegenüber den anderen Zeugnissen in irgendeiner Form auffallen, dann wird dies in einem Bewerbungsgespräch besprochen. 

Erklärungen zu Zeugnissen würden auf mich störend wirken, weil sie nur ein einseitiges Bild, nämlich Dein eigenes wiedergeben.

Kommentar von RhoMalV ,

Danke. Ich meinte nur, das ich das auf irgendeinem Job-Portal mal gelesen zu haben, dass wenn ein Zeugnis nicht so zufriedenstellend aussieht, man besser noch einen Kommentar hinzufügen könnte.

Bisher existiert als Arbeitszeugnis bei mir ja nur das eine.

Antwort
von DanBam, 20

So pauschal darf man beim Zeugnis schreiben nicht beginnen, bzw. denken. Um etwas Sicherheit zu haben, habe ich mir ein Buch darüber gekauft. Kostet knapp 30 Euros. ISBN 978-3-648-08110-5

Gibt vielleicht bessere, aber mir hat dieses Buch sehr geholfen.

Kommentar von RhoMalV ,

Danke schon mal. Hab mir die ISBN mal rausgesucht.

Eigentlich ging es mir nicht darum, selber ein Zeugnis zu schreiben, sondern ein Kommentar zum Zeugnis, das ich vom alten Arbeitgeber erhalten habe. Also eher als Stellungnahme zum Zeugnis, was ich den Bewerbungsunterlagen beifügen kann.

Kommentar von Nightstick ,

Das ist unüblich und m.E. auch ebenso unsinnig, weil es beim Leser Verwirrung stiftet bzw. Argwohn hervorruft.

Viel wichtiger ist, dass das Arbeitszeugnis einwandfei formuliert ist. Dies könnte hier ja überprüft werden.

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