Frage von Protector92, 31

Wie Flexibel ist die Bundeswehr?

Nehmen wir mal an ih würde zur Bundeswehr gehen und da zB Koch sein

Dann bin ich da paar Jahre Koch und wenn ich zB keine Lust mehr habe oder einfach was neues machen will, kann man dann einfach an eine andere gehen? zB in die IT?

Anders gefragt wenn man sich für eins am Anfang Entscheidet (was auch immer) ist es dann noch möglich in einen anderen Bereich zu gehen oder nicht?? (Also alles intern der Bundeswehr versteht sich)

Antwort
von Hamburger02, 5

Theoretisch ist es möglich, praktisch aber sehr schwierig. Da muss Bedarf und Ausbildung schon passen.

Als ich bei den Ubooten war, kam mir die Idee, dass Marineflieger (Jetpilot) auch nicht schlecht wäre, zumal ich die Tauglichkeit hatte. Also schrieb ich ein entsprechendes Gesuch und wurde daraufhin vom Kommandeur zu einem Meinungsaustausch eingeladen. D.h., ich ging mit meiner Meinung rein und kam mit seiner wieder raus.

Er meinte zu mir sinngemäß: "Sie glauben doch nicht im Ernst, dass wir einen, den wir für die Uboote eingefangen haben, freiwillig wieder gehen lassen? Vergessen Sie es. Ich werde das Gesuch nicht befürworten und dann wird da auch nichts draus."

Kommentar von Protector92 ,

harte Worte, wie ist es denn so im Uboot? kann man gut arbeiten mit den Bedingungen? bzw welche Anforderungen braucht man ?

Kommentar von Hamburger02 ,

Das sind keine harten Worte, das ist der übliche Umgang unter Ubootfahrern: offen, direkt, präzise, tolerant.

Das Leben an sich ist ein Schweineleben ohne viel Hygiene. Aber dafür gibt es das beste Essen in der Marine. Die Uboote dürfen pro Tag und Person doppelt so viel ausgeben, wie normale Schiffe. Nur die besten Köche kommen auf ein Uboot. Die meisten Ubootköche haben in Sternerestaurants oder Spitzenhotels gelernt.

Was aber ganz besonders ist, ist der ungeheuer große Zusammenhalt und dass man sich absolut auf jeden verlassen kann. Eine so enge Kamradschaft bzw. Zusammenhalt habe ich nie mehr woanders kennengelernt, das hat schon was.

Im Boot auf langen Fahrten gibt es viel Zeit ohne Arbeit. Auf Wache wurden sehr viele Brettspiele gespielt (unser Favorit war Stratego) oder man hat sich ausgiebig unterhalten. Dabei gab es fast keine Geheimnisse und über manchen wusste die Besatzung mehr, als seine Frau. Was im Boot gesprochen wurde, blieb aber auch im Boot, das ging keinen Außenstehenden was an.

Also insgesamt war das eine tolle Zeit, die ich nicht missen möchte und kann Ubootfahren nur weiterempfehlen, sofern man keine Platzangst hat.

Antwort
von iceman100, 12

Ich hatte mal ein Gespräch mit einem Berufsberater der Bundeswehr (empfehle ich dir auch bei großem Interesse) und der hat so etwas angedeutet. Du musst natürlich bedenken, dass Du in jedem Bereich immer erst eine Grundausbildung machen musst. Wenn Du dich umentscheidest, würdest Du natürlich auch wieder weniger verdienen. Besser ist es sicherlich, wenn man sich vorher gut überlegt was man machen möchte, was einem Spaß macht und man dran bleibt.

Kommentar von iceman100 ,

Oder Du machst erstmal den freiwilligen Wehrdienst und schnupperst in einen Bereich rein, bevor Du dich festlegst.

Antwort
von wiki01, 11

und wenn ich zB keine Lust mehr habe oder einfach was neues machen will, kann man dann einfach...

Ganz sicher nicht. Das hat mit flexibel nichts zu tun. Selbstverständlich kannst du, wenn du noch andere Fähigkeiten hast, einen Dienstposten- oder Tätigkeitswechsel beantragen. Dem kann entsprochen werden oder nicht. Jedenfalls geht es ganz sicher nicht darum, ob du zu etwas Lust hast oder nicht.

Abgesehen davon ist die Bundeswehr recht flexibel, meiner Meinung nach, etwa wie eine Eisenbahnschwelle.

Antwort
von wikinger66, 9

Zunächst einmal hat die Bundeswehr Soldaten und zivile Mitarbeiter. Köche gibt es in beiden Statusgruppen. Als Soldat verpfichtest du dich für eine gewisse Zeit an Jahren. Da ist es schwierig raus zu kommen, aber nicht unmöglich. Als ziviler Koch hast du die allgemein güldigen gesetzlichen Kündigungsfristen wie sie aich in der Privaten Wirtschaft gelten.

Antwort
von Ashuna, 9

Wenn du dich verpflichtest geht das nicht so einfach. Da musst du dich dann Intern immer neu auf die Stellen bewerben. Im Grunde entscheidet aber die Bundeswehr.

Antwort
von ladumos, 5

Es ist immer möglich zu wechseln. Der Job soll dir ja auch Spaß machen.
Du kannst auch vom Heer in die Marine theoretisch wechseln.

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