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Wie findet man einen seriösen Fonds?

gefragt von Jeeerome am 20.10.2009 um 12:36 Uhr

Ich habe erst wieder gelesen, dass der Windkraft Fonds Prokon ein Betrug für die Anleger sein soll. Ich fand das Konzept eigentlich ganz interessant und hätte dort fast Geld angelegt. Wie kann man denn als Laie erkennen ob ein Fonds gut und seriös ist?


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anonym
beantwortet von noximo am 20. Oktober 2009 13:13
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der Prokon " Fonds" sind Genußrechte. Genußrechte sind nicht gesetzlich geregelte Wertpapiere, zeitlich laufend festgelegt, mit festen oder variablem Zins. Man beteiligt sich mit seinem Kapital an einem Projekt in der Hoffnung, daß es zum Schluß hin klappt und die Investoren sich nicht vorher dünne machen. Aber Du suchst ja seriöse Fonds - also schau mal bei www.cash-online.de rein, da findest Du aktuelle Daten zu allen in Deutschland vertriebene Fonds hinterlegt.


athletic
beantwortet von athletic am 20. Oktober 2009 16:55
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Als Laie ist es sehr schwer, so etwas zu analysieren. Da Finanzinstrumente eine komplizierte Sache sein können. Um solche Anlagen analysieren zu können sollte man den kompletten Markt kennen. Am besten ist es, wenn du mal in die Jahresberichte der Fonds schaust. Da steht auch, worin sie investieren, sprich ob sie überwiegend in Derivate oder "wirkliche" Wertpapiere angelegt sind. Das kann mal ein erstes Indiz für die "seriösität" des Fonds sein.


anonym
beantwortet von althaus am 21. Oktober 2009 09:51
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Ein Laie kann seriöse Fonds von unseriösen Angebote nicht unterscheiden. Verkaufsprospekt hören sich immer ganz toll an und versprechen überdurchschnittliche Renditen. Leider wird dies auch nur eintreffen, wenn die Erwartungen auch eintreffen. Das ist leider ungewiss. Im Grunde genommen wird eine Spekulation als sichere Anlage verkauft und das ist unseriös. Von Fonds und Kapitalanlagen die direkt von den Unternehmen vertrieben werden sollte man grundsätzlich die Finger lassen. Auch ich fand Prokon interessant, da ich mich aber in dem Gebiet überhaupt nicht auskennne habe ich das Prospekt sofort entsorgt. Eine Ausnahme und Alternative wäre http://www.pcc.eu/ttw/pcc.nsf/id/DE_Home?OpenDocument; das Unternehmen vertreibt auch direkt Kapitalanlagen. Ich habe schon diverse Anleihen direkt von PCC gekauft und die wurden auch wieder zu 100% zurückgezahlt. PCC SE scheint ein gut aufgestelltes Unternehmen zu sein, daß seit Jahren den Umsatz steigert. In der Wirtschaftswoche werden die Anleihen 1x im Jahr für risikofreundige Anleger als Empfehlung ausgeschrieben. Die wirklich attraktiven Neuemissionen wurden aber geschlossen habe ich gerade gesehen. Sonst Finger weg was Du nicht kennst und auch nicht Analysieren kannst. Den genannten Zahlen im Verkaufsprospkt darf man nicht glauben. Sie sagen nichts über die künftige Entwicklung des Unternehmens aus. Die meiste versuchen in Ihrem Höhepunkt noch Geld einzutreiben, dann geht es nur noch abwärts und Dein Geld ist verloren. Der Grund eines Unternehmens Kapital selbst aufzutreiben ist es entweder die Emissionskosten der Bank zu sparen oder daß keine Bank bereit ist für solche Schrottpapiere Interessenten zu finden, da das Risiko für den Anleger zu groß ist. Das herauszufinden ist eine Kunst und von einem Laien nicht zu bewältigen! Fingerweg auch von geschlossene Fonds! In der Zeitschrift Finanztest hast Du einen Überblick über seriöse Fonds. Natürlich gibt es da auch wieder gute und bessere Fonds.


anonym
beantwortet von Detlef32 am 21. Oktober 2009 15:16
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Keine Bank wird Dir sowas wie Prokon anbieten. Wenn Du natürlich Dich nur selber informierst wirst ein ein gerütteltes Maß an halbseidenen Angeboten vorfinden (auch hier in diesem Forum).
Hier ein Beispiel für den Auswahlprozeß zu Beteiligungen mit fester Laufzeit bei meinem Arbeitgeber.
Meine Bank arbeitet mit einer guten Handvoll Gesellschaften zusammen die auf unterschiedlichen Gebieten entsprechende Fonds auflegt. Alle Gesellschaften müssen eine hohe Erfolgsquote habe (>98% und der Rest darf auch keinen Verlust gemacht haben sondern max. mal die Rendite nicht eingehalten haben).
Die entsprechende Gesellschaft muß lange am Markt sein und mindestens zu den Top 2 des entsprechenden Segments gehören.
Trotzdem werden nicht alle Angebote dieser Gesellschaften an die Kunden weitergereicht, es folgt eine penible Prüfung des Prospektes durch das Produktmanagement auf die Nebenbedingungen z.B. Dollar/Euro Wechselkurse, Verlängerungsoptionen, angenommene Preissteigerungen, Steigerungen der Folgekosten und der erwarteten Rendite.
Erst wenn das alles Glaubhaft, nach aktuellen Maßstäben vernünftig und ein gutes Angebot im Vergleich zum Wettbewerb ist darf es dem Kunden offeriert werden.
Das Ganze schützt nicht vor Fehlannahmen, z.B. hat keiner den Einbruch des Schiffsverkehrs in 2008 vorhergesehen - aber die aufgelegten Schifffonds als Beispiel laufen noch alle in schwarzen Zahlen, benutzen Gewinne um Schulden abzubauen und so den Ertrag der nächsten Jahre sicherzustellen und die Schiffe sind in nicht so stark betroffenen Segmenten.
Langer Rede kurzer Sinn, nicht alle Banken machen nur Mist. Hol Dir also einen Zweitrat von einem kompetenten Berater.


anonym
beantwortet von carribeansun am 22. Oktober 2009 17:15
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ferner: schau Dir die leistungsbilanzen an - was hat das unternehmen schon so auf die beine gebracht? lerne lbilanzen zu lesen (häufig sind diese etwas geschönt). ferner: guck in foren - wie etwas wallstreet-online - auch wenn da auch viel mist steht. ferner: schau Dir die weichkosten des investments an - was verdienen die leute, die Dir das produkt verkaufen. was verdient der initiator. wie sind die gesellschaftsverhältnisse - welche interessenkonflikte bestehen.

zum thema interessenkonflikte noch: meistens wird das verkauft, wo am meisten verdient wird. in dieser hinsicht bekleckern sich übrigens auch banken nicht gerade mit ruhm (stichwort: völlig unsinnige depotdreherei, um die tranaktionsfees kassieren zu können - am liebsten dann noch eigene produkte).

die bemerkungen meines vorredners zum thema schiffe kann ich nicht nachvollziehen. ich finde grds. das schiffe ein sehr interessantes invest sind. aktuell sind aber diverse fonds von der insolvenz bedroht - und was heisst "laufen noch alle in schwarzen zahlen"?



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