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Wie findet man den richtigen Psychologen?

gefragt von omagitta am 22.07.2007 um 13:26 Uhr

Meine Tochter sucht nun psychologische Hilfe und wird wohl eine Liste mit Psychologen der Region bekommen, da soll sie sich einen raussuchen. Wonach geht man, wie soll sie sich da entscheiden? Einfach willkürlich einen raussuchen? Und wenn der ihr nicht so sympatisch ist?


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Reply


waldweibchen
beantwortet von waldweibchen am 22. Juli 2007 13:44
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Ich habe das so gemacht: Ich habe spät abends die Anrufbeantworter der Praxen angerufen. Manche Stimmen waren mir auf Anhieb unsymphatisch, da habe ich est gar keinen Termin ausgemacht. Viele Therapeuten haaben auch lange Wartelisten; das wird oft auch schon auf dem AB angesagt, wenn sie also rasch Hilfe braucht, ist dass auch nix. So habe ich die lange Liste bis auf 5 Adressen zusammengestrichen (auch Lage der Praxis, Öffnungszeiten berücksichtigen, ich wollte auch unbedingt eine Frau, möglichst etwas älter als ich). Dann habe ich Termine für die Erstgespräche ausgemacht. Bei jedem Therapeuten kann sie bis zu fünf Sitzungen machen, die dann von der Kasse bezahlt werden (probatorische Sitzungen). Ich habe mich dann für eine Frau entschieden; die Wahl war richtig. Aber auch da hat es ein bisschen gedauert, bis wir über alles reden konnten. Heute ist sie eher wie eine sehr gute Freundin.

Kommentar von Simple_avatar9smallvincent am 22. Juli 2007 19:54

Wurde der AB von dem Psychologen besprochen???

Kommentar von Simple_avatar3smallwaldweibchen am 23. Juli 2007 08:29

Es wäre ziemlich schlecht, wenn der Psychologe oder die Psychologin das nicht selbst macht. Oft rufen ja auch Menschen an, die gerade in Therapie sind. Manchmal kommen dann zu Hause Dinge hoch. Wer dann einen Freund oder eine Freundin hat, mit der er oder sie darüber reden kann oder will, ist gut dran. Viele rufen aber auch in der Praxis des Therapeuten an. Es hilft dann schon ein bisschen, die vertraute Stimme zu hören. Meine Therapeutin bespricht ihr Band immer selbst. Jeden Tag neu. Sie hat ja jeden Tag andere Zeiten ohne Patienten, in denen sie telefonisch hilft. Was ich auch als ein Qualitätsmerkmal ansehe.

Kommentar von C1c98e94bfe5f33aea3ed0e57796b621smallsillyqueen am 7. August 2007 14:28

hallo waldweibchen, in welcher stadt wohnst du? ich stelle mir auch gerade dieselbe frage und finde deine antwort sehr gut.


vincent
beantwortet von vincent am 22. Juli 2007 13:43
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Ween Du jemanden findest, der in Nähe deines Wohnsitzes eine Praxis hat, vereinbare doch mal eine Probesitzung. Danach kannst Du die Entscheidung ob JA/NEIN treffen.


Marah
beantwortet von Marah am 22. Juli 2007 21:57
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Erkundige Dich am besten bei der Kassenärztlichen Vereinigung! Ein bißchen Glück ist aber schon dabei. Kannst ja immer noch wechseln- ist nicht angenehm aber manchmal einfach nötig. Aller Anfang ist schwer- aber es lohnt sich wirklich!


indekora
beantwortet von indekora am 22. Juli 2007 13:43
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Es gibt bei uns in der Region Dienste die sich mit Leuten befassen die psychologische Probleme haben einfach Kontakt aufnehmen und sich beraten lassen.


Monikla
beantwortet von Monikla am 23. Juli 2007 00:49
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Bei der Auswahl eines Therapeuten kann niemand helfen. Man muss sich ein Bild vom Menschen machen, nachspüren, ob man sich wohl fühlt, der Mensch einem sympathisch ist.

Das ist unbedingte Voraussetzung, denn sonst wird man kein Vertrauen aufbauen und sich auch nicht im Gespräch öffnen können. Das Technische, sprich welche fachliche Ausbildung ein Therapeut hat, ist natürlich auch wichtig. Da kann man beim Therapeuten nachfragen. Außerdem sollte man sich entscheiden, welche Art der Therapie gewählt wird. Nicht jede Therapie ist für jeden und jedes Problem richtig und angezeigt.





holodeck
beantwortet von holodeck am 23. Juli 2007 08:31
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Völlig richtig, Sympathie ist nur ein Baustein. Der andere, fast schon viel wichtigere, ist die Art der Therapie in Bezug auf das Symptom bzw. Problem.

Meine persönliche Wahl würde immer! zuallererst auf einen Psychotherapeuten fallen, der, unabhängig davon, was auf dem Praxisschild steht (Psychoanalyse, Verhaltenstherapie etc), mit der Hypnosetherapie nach Milton Erickson oder aber der sogenannten "systemischen Einzel- oder Familien-Therapie" arbeitet. Zumindest dann, wenn ich das "Problem" wirklich loswerden möchte.

Lachen Sie nicht, das ist bitterer Ernst: von 100 Patienten wollen nur 25 ihr Problem wirklich loswerden. Warum? Weil das Problem eigentlich kein Problem ist sondern - so absurd es klingen mag - eine "Lösung". Und wenn der menschliche Verstand erst einmal eine Lösung gefunden hat, dann hält er an ihr fest, komme was da wolle (das ist quasi die psychologische Ökonomie des Geistes). Die restlichen 75 wollen also nur nicht mehr unter ihrer Lösung leiden, sie aber ansonsten behalten (das ist dann das, was in einer reflektiven Therapie als sogenannter Widerstand auftaucht). Man muß auch die Ursache seines Problems nicht kennen, um es "loszuwerden". Es wird in einer guten Therapie unter Umgehung des bewußten Verstandes einfach durch eine angemessenere, sozial verträgliche und für die betreffende Person bessere Lösung ersetzt.

Ein solcher Therapeut wird sich nicht anmaßen, zu wissen, was die bessere Lösung für den Klienten ist, weil er weiß: alle Ressourcen und Lösungen sind bereits im Klienten vorhanden, er muß sich nur daran "erinnern".

Beide o.g. therapeutischen Verfahren setzen u.a. hier an. Für beide gibt es Verbände, bei den Hypnosetherapeuten die "Milton-Erickson Gesellschaft", bei denen man lokale Therapeutenlisten mit Kassenzulassung anfordern kann. Der Verband der "Systemiker" sitzt meines Wissens in Heidelberg, einfach mal googeln.

Kommentar von Eb811e4de8990fdefa3261038f0c331asmallMonikla am 24. Juli 2007 02:38

Stimmt !

ich kann dir aus eigener Erfahrung zustimmen. Allerdings gibt es durchaus Probleme, die in einer zuerst Gesprächstherapie gearbeitet werden könnten/sollten, um sich die Ursachen genauer anzusehen. Auch da spreche ich aus eigener Erfahrung. Deshalb schrieb ich auch: "Nicht jede Therapie ist für jeden und jedes Problem richtig und angezeigt." :-)


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