Frage von OpenTheWindows, 44

Wie findet ihr meine Bewerbung (Hotellerie)?

Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als Hotelfachfrau Ihr Inserat vom 04.05.16 auf hotelcareer.de

Sehr geehrte Frau Musterfrau,

schon im Laufe meines Praktikums als Hotelfachfrau entdeckte ich meine Leidenschaft für die Hotellerie und konnte einen ersten Eindruck von der Arbeit in einem exklusiven Vier-Sterne-Hotel gewinnen. Da Ihr historisches Unternehmen sowohl als Dienstleister als auch als Arbeitgeber sehr hohes Ansehen genießt, würde ich mich freuen, etwas dazu beitragen zu dürfen.

Ich habe meine Schullaufbahn im Jahr 2014 an der Musterschule in Musterstadt mit der Fachhochschulreife Sozialwesen abgeschlossen. Seitdem habe ich mich ganz meiner anderen Leidenschaft, dem Reisen, gewidmet und meine Fremdsprachenkenntnisse ausgebaut. Nun möchte ich wieder in das Berufsleben einsteigen.

Die Tätigkeiten als Hotelfachangestellte sprechen mich an, da diese sehr vielseitig sind. Einerseits hat man die Möglichkeit, sich durch den Zimmerservice und das Arbeit im Restaurant körperlich zu betätigen, andererseits findet man Ausgleich bei den Verwaltungsaufgaben an der Rezeption. Außerdem habe ich große Freude im Umgang mit Menschen.

In diversen Praktika und Nebenjobs konnte ich meine Sozial- und Fachkompetenzen erweitern. Meine Tätigkeiten im sozialen Sektor repräsentieren meine Teamfähigkeit, Belastbarkeit und Einsatzbereitschaft. Des Weiteren würde ich mich als zuverlässig, strukturiert und kritikfähig beschreiben.

Da mich die schöne Nordseeinsel, insbesondere das Wattenmeer, fasziniert, bin ich auch gerne bereit, für diese attraktive Tätigkeit meinen Wohnort nach Sylt zu verlagern. Eine Wohnmöglichkeit in Ihrem Hause wäre natürlich ideal. Wenn Sie mich näher kennenlernen möchten, dann stehe ich Ihnen gern vorerst telefonisch zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen Mia Musterfrau

Jeder Verbesserungsvorschlag ist willkommen! :)

Expertenantwort
von Setna, Community-Experte für Bewerbung, 9

Also, erst mal finde ich es gut, dass du nicht so eine langweilige Einleitung genommen hast. Außerdem ist das Anschreiben auch recht gut strukturiert. Trotzdem gibt es doch relativ viel zu meckern.

Ich habe meine Schullaufbahn im Jahr 2014 an der Musterschule in Musterstadt mit der Fachhochschulreife Sozialwesen abgeschlossen. Seitdem habe ich mich ganz meiner anderen Leidenschaft, dem Reisen, gewidmet und meine Fremdsprachenkenntnisse ausgebaut. Nun möchte ich wieder in das Berufsleben einsteigen.

Warum "wieder"? Wenn du doch noch nie im Berufsleben standest.

Außerdem werfen die zwei Jahre natürlich viele Fragen auf; wie du dir das finanziert hast, warum du dieser Leidenschaft nicht einfach wie so viele im Urlaub nachgegangen bist usw. Hier wird der Arbeitgeber genau gucken, was mit dir los war. Wenn deine Story nicht sehr überzeugend ist, dann bist du raus.

Die Tätigkeiten als Hotelfachangestellte sprechen mich an, da diese sehr vielseitig sind. Einerseits hat man die Möglichkeit, sich durch den Zimmerservice und das Arbeit im Restaurant körperlich zu betätigen, andererseits findet man Ausgleich bei den Verwaltungsaufgaben an der Rezeption. Außerdem habe ich große Freude im Umgang mit Menschen.

In einem Vier-Sterne-Hotel ist die Arbeitsteilung aber anders. Höchstens als Azubi wirst du alle Hotelbereiche kennenlernen, aber eine Hotelfachfrau ist nicht im körperlichen Zimmerservice oder im Restaurant tätig.

In diversen Praktika und Nebenjobs konnte ich meine Sozial- und Fachkompetenzen erweitern. Meine Tätigkeiten im sozialen Sektor repräsentieren meine Teamfähigkeit, Belastbarkeit und Einsatzbereitschaft. Des Weiteren würde ich mich als zuverlässig, strukturiert und kritikfähig beschreiben.

Zu viele allgemeine Stärken. Schreibe konkret, wie dir deine beste Stärke wirklich im Arbeitsalltag geholfen hat oder helfen wird (Beispiel).

Da mich die schöne Nordseeinsel, insbesondere das Wattenmeer, fasziniert, bin ich auch gerne bereit, für diese attraktive Tätigkeit meinen Wohnort nach Sylt zu verlagern. Eine Wohnmöglichkeit in Ihrem Hause wäre natürlich ideal. 

Die Wohnmöglichkeiten der Tourismusanbieter sind meistens viel schlechter als versprochen. Darüber hinaus bekommen viele Mitarbeiter einen Inselkoller, weil sie von dort nicht einfach mal so weg können und weil auf so einer Insel auch nicht viel geboten ist. Gerade wenn du das Reisen und die Freiheit so magst, solltest du das auch bedenken...

Antwort
von LitaHaagen, 4

Hallo,du willst in deiner Bewerbung zwei Dinge ausdrücken:

1. „Warum eigne ich mich für diesen Beruf?“ und

2. „Warum passe ich in dieses konkrete Team in diesem konkreten Hotel?“

Also lies 1. die Beschreibung des allgemeinen Berufsbildes genau (Arbeitsamt und Hotellexikon etc. )

2. Lies die Homepage des Hotels genau. Was unterscheidet das Hotel von anderen Hotels der gleichen Klasse? Vermutlich steht das unter „über uns“. Vielleicht hat auch der Direktor oder eine andere Führungskraft irgendwo ein Interview gegeben, oder es wurde in der Presse über das Hotel berichtet. Das findest Du über die Suchmaschinen. Einfach Hotelname eingeben und sehen, welche Einträge unter den eigenen Webseiten und den Booking Portalen gelistet sind.

Sammle alle Informationen, die Du kriegen kannst. Wie beschreiben sie sich, ihr Konzept und ihr Team?

Lese auch Artikel zum Thema „Fachkräftemangel im Hotel, … in der Gastronomie. Das ist seit Jahren ein großes Thema, auch im Internet. Hier erfährst Du, worauf die Branche Wert legt.

Dann überlege, ob es in Deinem Leben wahre, konkrete und bestenfalls überprüfbare Anknüpfungspunkte gibt.
Dass du gerne reist, qualifiziert dich nicht für die Arbeit im Hotel. Vielleicht aber konkrete Erfahrungen, die du dabei gemacht hast?
Fremdsprachen sind gut. Werde konkret.
Verwende so wenige Allgemeinplätze und Geschwafel wie möglich.
Der Satz: „Da Ihr historisches Unternehmen sowohl als Dienstleister als auch als Arbeitgeber sehr hohes Ansehen genießt, ...“ wirkt wie Einschleimerei, weil er nichts Konkretes enthält.
Nimm lieber einen ganz konkreten Punkt aus ihrem Konzept, ihrer Philosophie, ihrem Führungsstil und sage, warum dich das begeistert.Das zeigt, dass du dich mit deinem zukünftigen Arbeitgeber auseinander gesetzt hast.

Begeisterung und Sozialkompetenzen sind das Wichtigste. Alles Andere kann man dir beibringen. Übertreibe es aber nicht mit deiner Begeisterung, das wirkt schnell unglaubwürdig.

Welche Sozial- und Fachkompetenzen hast Du konkret? Was steht in Deinen Zeugnissen? Überprüfe diese Sätze aus deinen Zeugnissen, ob sich nicht etwas verklausuliertes negatives dahinter verbirgt. Im Internet findest Du, was sich hinter den Formulierungen in Zeugnissen verbirgt. Falls es doch negativ ist, lass es weg.

Verstell dich nicht, denn die Personalleiter sind darin geschult, so etwas zu erkennen und spätestens kurz vor Ablauf der Probezeit würden sie es merken.Du kannst nur glücklich in deinem Job sein, wenn der Chef und der Personalleiter dich so akzeptieren können, wie du wirklich bist.

Wenn Du Bezug auf Ihre Veröffentlichungen nimmst, drücke dich mit eigenen Worten aus.

Viel Erfolg!

Antwort
von Novos, 14

"in einem exklusiven Vier-Sterne-Hotel gewinnen. Da Ihr historisches Unternehmen sowohl als Dienstleister als auch als Arbeitgeber sehr hohes Ansehen genießt, würde ich mich freuen, etwas dazu beitragen zu dürfen. "

Warum war das 4*-Hotel exklusiv? "Da Ihr historisches ........", klingt geschwollen und was willst Du dazu beitragen? Das Ansehen erhöhen?!?

Kommentar von OpenTheWindows ,

Hallo Novos, vielen Dank für deine Antwort!

Wieso ist "historisch" geschwollen? Ich meinte nur, dass das Haus eine beeindruckende Vergangenheit hat... Kann man das irgendwie anders formulieren? Ich wollte einen direkten Bezug zu dem Unternehmen, damit es nicht gar nach Massenabfertigung aussieht...

Das mit dem "dazu beitragen" ist echt etwas übertrieben :D
Hättest Du eventuell eine Idee, wie ich den Satz anders beenden kann?

Antwort
von AmandaF, 21

" ... etwas dazu beitragen ... " - klingt nicht sehr motiviert.

" ... wieder ins Berufsleben einsteigen - Du warst noch gar nicht drin.

Die Arbeit an der Rezeption als "entspannten Job" zu bezeichnen, ist sehr arrogant und zeigt, dass du dich nicht gut über deinen Beruf informiert hast.

Sicherlich hast du etwas anderes gemeint (hoffentlich), aber für mich sind diese Formulierungen schlecht gewählt.

Kommentar von OpenTheWindows ,

Ich weiß, dass man es besser formulieren kann. Es war gemeint, dass man sowohl körperlich als auch mal gestig gefordert wird.
Ich weiß nicht, wie du darauf kommst, dass nicht körperliche Arbeit entspannt ist?

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