Frage von lachnieth,

Wie findet Ihr es, wenn jemand etwa 3 Mon. nach dem Tod des Partners wieder mit jemandem fest zusammen zieht?

Ich kenne mittlerweile mehrere Leute die innerhalb von 3 Monaten mit jemandem zusammengezogen sind, den sie gezielt über das Internet gesucht und gefunden haben.
Wie ist Euere Meinung zu diesem Thema?

Antwort von odemtann,
22 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Es gibt Menschen die können nicht alleine sein . So schmerzlich es auch ist einen geliebten Menschen zu verlieren , das Leben geht weiter . Mit der Trauer muß man fertig werden und doch kommt der Verstorbene nicht zurück . Ich finde nichts anstößiges daran , wenn sich jemand wieder eine Schulter zum anlehnen sucht um dann wieder ins Leben zurück zufinden .

Antwort von schurke,
21 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Diese Frage muß wohl jeder für sich entscheiden. Ich weiß nur ich könnte es nicht. Ich habe meinen lieben Mann im vergangenem November verloren, ich möchte nicht alleine sein aber nur der Gedanke, es würde sich jemand Anderes in sein Bett legen oder in seinem geliebten Garten wuseln, buh, könnte ich nicht mit umgehen. Ich weiß nicht wie lange ich brauchen werde aber ich kann mir zur Zeit vorstellen, dass es nicht unter ein Jahr sein wird. Von schwarzer Kleidung halte ich auch nichts, denn ich trage die Trauer in meinem Herzen und in meinen Kopf. Mein Mann bat mich sogar, kein Schwarz zu seiner Beerdigung zu tragen, er sagte: Schwarz steht Dir nicht, Kleines. Ohje. jetzt kommen schon wieder die Tränen.....

Kommentar von dinorli,

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und tolle Freunde an deiner Seite, damit du diese traurige, schwere Zeit besser überstehen kannst!

Kommentar von solf1,

@schurke.. mir auch! Danke !!

Kommentar von Mikatto,

Mein Beileid, und alle Kraft, die Du brauchen kannst! Es gibt immer ein Morgen, das hab ich auch erfahren...

Kommentar von schurke,

ich Danke Euch

Antwort von solf1,
16 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Da kommt der " altmodische " Solf daher. Ich finde, ob Frau oder Mann, dass man eine gewisse Zeit ganz einfach für sich braucht. Sicherlich ist es bei jedem Menschen unterschiedlich lange. Aber 3 Monate ist meiner Meinung nach def. zu kurz. Ich finde die 3 Monate selbst bei einer Scheidung viel zu kurz ! Das " Trauerjahr " hat sicherlich seine begründete Berechtigung.. moderne Zeit hin oder her ! Gruss Solf

Kommentar von SandraBerlin,

So siehts aus!!!

Antwort von gri1su,
16 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Warum nicht? Auch dann kann man schließlich trotzdem noch trauern, es ist jemand zu Stelle, um die Trauer etwas zu erleichtern und über den verlust hinweg zu kommen. ich denke, das sogenannte "Trauerjahr" ist in der heutigen Zeit überholt.

Antwort von saarpfalzmichel,
13 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Darüber sollten wir uns keine Gedanken machen und die Antwort dem Betroffenen überlassen......

Kommentar von solf1,

Nur der " Betroffene " hat Angehörige und sensible Kinder welche es partout nicht verstehen können und den geliebten Menschen noch eine Zeit lang ehren und schützen wollen... ! Ein selten egoistischer Beitrag hier bei GF ! Gruss Solf

Kommentar von SandraBerlin,

ist das egoistische auf die Kinder bezogen?

Kommentar von solf1,

Na klar Sandra.. Ich kann dich sehr wohl verstehen und fühle mit dir...!! habe was ähnliches erlebt nach dem Tode meiner Mutter.. schlimm !!

Kommentar von SandraBerlin,

Vielen Dank!! Ich halte an meiner Meinung fest das die Zeit zu kurz ist für die neue Partnerschaft weil man so schnell nicht verarbeiten kann!! Und ich weiss es weil meine Mutter dieses auch mit dem neuen Partner nicht geschafft hat und nach einigen Jahren an den folgen von Alkohol (früher definitiv nicht getrunken) auch noch gestorben ist!!

Kommentar von rasch,

Auch ich denke heute genau wie Du, SandraBerlin. Meine Frau starb an Krebs und nur vier, fünf Monate danach suchte und fand ich eine neue Partnerin in der Hoffnung, dass diese mir bei meiner Trauer behilflich sei. Aber ich konnte meinen Kopf nich an ihre Schulter anlehnen. Sie fiel mir regelrecht in den Rücken, in dem sie behauptete, ich sei schließlich Schuld am Tod meiner Frau. Das hat mich dazu bewogen, mich von ihr zu verabschieden. Heute weiß ich, dass man allein viel besser über den Tod eines geliebten Menschen hinwegkommt, als mit einer neuen Partnerin. Nur ein ganzes Trauerjahr und schwarze Kleider in dieser Zeit, das lehne ich nach wie vor ab. MFG Rasch

Kommentar von SandraBerlin,

Mein Beileid! Die ganze Zeit Schwarze Kleidung zu tragen halte ich auch nicht für Notwendig! Man Trauert im Herzen und nicht mit der Kleidung!

Antwort von SandraBerlin,
13 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich persönlich finde es nicht so toll! Als meine Mutter nach dem Tod meines Vaters kurz darauf mit einem anderen Mann zusammengezogen ist, konnte ich ihr das nie Verzeihen!! Meine persönliche Meinung! Kann mir nicht vorstellen das man das so schnell verarbeitet hat! Im endeffekt muss es aber jaeder für sich entscheiden. Gruß Sandra

Kommentar von radar74,

Es kann schon sein das es für dich nicht so schön war, aber Deine Mutter ist dadurch vielleicht schneller über den Tod Deines Vaters hinweg gekommen.

Kommentar von SandraBerlin,

Eben nicht!! Das hat sich nach einigen Jahren dann herausgestellt!!

Kommentar von dock69,

Die Einstellung klingt aber sehr egoistisch. Es ist das Leben Deiner Mutter. Nur weil man selbst etwas nicht verstehen kann, muss es auch noch lange nicht falsch sein. Wenn es Deine Mutter noch Jahre mit dem neuen Partner ausgehalten hat, kanns ja nicht so schlimm gewesen sein. Es gibt viele Beziehungen, die kaum ein paar Monate halten.

Kommentar von SandraBerlin,

Ausgehalten war das Richtige Wort!

Kommentar von SandraBerlin,

@Kai aus Berlin:Vor allem kann ich mir schwer vorstellen das Du Dir eine Meinung über diese Sache bilden kannst. warum bin ich egoistisch wenn ich sauer darüber bin wenn sich meine Mutter kurz nach dem Tod von meinem Vater einen neuen Typen ins Haus holt wenn der Tod noch gar nicht verarbeitet war. Klar war es das Leben meiner Mutter, aber es Gab auch Kinder die Verarbeiten müssen! Und Gleichzeitig müssen sie die neue Beziehung akzeptieren? Durch diese Beziehung ist es wie schon erwähnt NICHT besser gegangen wie unten aufgeführt!! Ich war also mit 21 Jahren Vollwaise!! Und Du nennst mich Egoistisch??!!

Antwort von ETEAM,
12 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Finde ich total in Ordnung, wenn es demjenigen hilft über den Tod hinweg zukommen.

Antwort von Eastside,
11 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Das kann meiner Meinung nach nicht gutgehen, weil absolut NICHTS verarbeitet ist - und das betrifft jede Art von Trennung!

..und es ist äußerst unfair dem neuen PartnerIn gegenüber..

Antwort von Ophelia,
11 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Es wäre grundfalsch, sich in seiner Trauer zurückzuziehen und die Einsamkeit zu suchen. der Verstorbene kommt dadurch nicht mehr zurück.

Den Kontakt zu anderen Menschen suchen bzw. halten ist der bessere, die Trauer zu verabeiten. Also auch die Entscheidung, wieder einen Menschen in sein Leben zu lassen, der (fast) ständig bei einem und für einen da ist.

Antwort von radar74,
11 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Also ich finde das auch völlig okay. Das Leben geht weiter und der verstorbene Mensch bleibt ein trotzdem in Erinnerung.

Antwort von moench123,
7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich finde, es gibt hier keine eindeutige Regel und man sollte sich hüten, jemand hier zu be- oder zu verurteilen. Auch Kinder haben hier kein Recht dazu - wobei solche Reaktionen natürlich normal sind und man von Kindern nicht verlangen kann, dass sie den zurückgebliebenen Elternteil hier verstehen. Es geht hier nicht um das schnelle "Ersetzen" des gestorbenen Partners, sondern um das eigenen Unvermögen, allein mit der Situation fertig zu werden.Niemand, der dies noch nicht erlebt hat, kann das nachvollziehen. Es kommt, wie demosthenes sagte, darauf an, ob es ein "erwarteter" oder nicht so krasser Todesfall für den Zurückgebliebenen war oder ob es ihn völlig aus der Bahn geworfen hat. Dementsprechend braucht die Trauerzeit und die Zeit des Absschließens länger. Nichts desto trotz (und das sage ich, weil ich hier eigene Erfahrung habe) macht man nach einem plötzlichen Tod eines geliebten Menschen viele "verrückte" Dinge, um alles zu verarbeiten. Das sollte jeder für sich selbst entscheiden. Klar ist aber auch, dass ein neuer Partner niemals eine wirkliche Chance hat, so lange das "Alte" noch nicht abgeschlossen ist. Hier wird der neue Partner dann tatsächlich "gebraucht", um nicht allein zu sein oder mit jemand reden zu können, aber es geht nicht um den Partner selbst. Früher oder später wird es daran scheitern. Echt Trauer braucht ihre Verarbeitungszeit - also sollte sich hier vor allem ein neuer Partner nicht allzuviele Illusionen machen. Es ist sehr schwer soetwas zu verarbeiten und braucht in der Regel mehr Zeit als 3 Monate.

Kommentar von UlfDunkel,

> man sollte sich hüten, jemand hier zu be- oder zu verurteilen.

Danke! Kann ich das bitte nochmal in Zeitlupe und etwas lauter haben, für solf1? ;-)

SCNR

Antwort von LEADER,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

meiner meining verkraftet er den tod nicht und will isch ablnken oder er hat den anderen nicht geliebt!

Antwort von UlfDunkel,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hallo Udo.

Ich will nicht taktlos erscheinen, aber es ist mir völlig piepegal, wann wer warum mit wem zusammenzieht.

Kommentar von solf1,

du hast es geschafft Ulf ! DR... Gruss solf

Kommentar von UlfDunkel,

Hallo Solf. Die Frage ging um unsere Meinung dazu. Und ich habe meine Meinung kundgetan.

Weiß ich denn, wie es um die Partnerschaft stand? Weiß ich denn, wie es um die neue Beziehung steht? Weiß ich denn, wie der hinterbliebene Partner Trauerarbeit angeht?

Wer bin ich, dass ich mir darüber ein Urteil erlauben dürfte?

So, jetzt Du wieder. ;-)

Antwort von demosthenes,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Vielleicht bestand die Beziehung ja schon lange nur noch auf dem Papier, weil der jetzt Überlebende sich nicht trennen konnte oder Angst davor hatte oder weil er glaubte, das dem Anderen nicht antun zu können?

Worüber sollte er denn jetzt nach dem Tode noch trauern?

Hier wäre es dann doch höchste Zeit gewesen, sich einen neuen Partner zu suchen.

Kommentar von SandraBerlin,

HÄ???

Kommentar von solf1,

manchmal ist er schon recht wirr, der gute demosthenes !

Kommentar von demosthenes,

@solf1:

Was war denn daran wirr?

Ich kenne einige "alte" Paare, die zwar aus Gewohnheit noch zusammenleben oder weil keiner sich traut, die Konsequenzen zu ziehen, die sich aber eigentlich von ganzem Herzen hassen.

Wenn hier einer stirbt, dann ist das doch für den Überlebenden eine Erleichterung - oder nicht?

Kommentar von solf1,

Es geht dabei ja auch um Angehörige, sprich Kinder ! Ich finde es respektlos.. nach so kurzer Zeit ! Solf

Kommentar von demosthenes,

@solf1:

Soll ein Mensch in höherem Alter darauf verzichten, SEIN Leben zu führen aus Rücksicht auf die vielleicht schon erwachsenen Kinder?

Antwort von Lluna,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hallo zusammen... ich antworte hier mal als betroffene "neue" Partnerin.

Viele Antworten sagen das, was ich auch denke: es kommt immer darauf an und es liegt an dem Menschen selbst, wann die Zeit für eine neue Beziehung gekommen ist. Aber als neuer Partner muss man sich auch im klaren darüber sein, dass es einen grossen Unterschied zu einer Beziehung nach einer Trennung gibt gegenüber einer neuen Beziehung nach dem Tod eines geliebten Menschen. Das eine ist eine Entscheidung, die man selbst trifft, das andere wird einem genommen.

In meinem Fall war mein Partner der neue Lebensgefährte seiner Freundin für über 6 Jahre, nachdem sie durch Tod ihren Mann verloren hat (sie sind einige Monate nach seinem Tod zusammen gekommen), bevor sie letztes Jahr selbst verstorben ist. Ihre 2 Kinder sind nicht seine "biologischen" Kinder, er ist auch nicht ihr Vormund, jedoch eine Art bester Freund für sie. Die Kinder sind zwischen Teenie und Volljährigkeit. Beide sind nunVollwaise.

Ich war übrigens zu dem Zeitpunkt als wir uns kennen lernten schwanger und habe kurz später mein Kind verloren. Er hat meine Trauer verstanden, ich seine oder besser: ich versuche sie zu verstehen, nachzufühlen. Wir sind auf der einen Seite für den anderen da, wenn wir trauern, und doch leben wir beide endlich wieder – blicken in eine Zukunft die vorher zerbrochen schien.

Für mich war und ist es absolut "normal", dass ich von mir aus immer hinter der Familie zurück stecke, aber als Ansprechpartnerin da bin- aber nur wenn ich gefragt werde. Ja, das ist manchmal schwer, aber es gehört dazu. Ich hatte zu Anfang auch eine gewisse Angst vor dieser Beziehung – ich wusste nicht ob es „richtig“ sein kann – ob wir eine Chance haben, wie ich akzeptiert werde.

Ein verstorbener geliebter Mensch wird immer ein Teil des Partners sein, für den man sich entschieden hat.

Besonders schwer ist es immer zu Anlässen wie Geburtstag, Weihnachten,... ich stelle dazu nie Forderungen. Ich freue mich nur, dass ich von ihrer Familie bislang akzeptiert wurde und mag die Kinder wirklich gerne. Wenn eine neue Partnerin dies nicht akzeptiert - dann versteht sie nicht, wie weh ein solcher Verlust tut. Es ist auch nicht leicht – für keine der betroffenen Seiten – der Familie zu sagen, dass es einen neuen Menschen in dem Leben gibt. Das ist eine wirkliche Herausforderung – das wie und wann. Doch ich muss sagen, dass ich im nachhinein froh bin, dass wir auch diesen Schritt gut gemeistert haben und das es so gut gelaufen ist.

Für mich käme es nie in Frage, dort zu übernachten - das ist der Bereich, der ihrer Familie gehört. Das ist für mich eine Grenze, die ich aus respekt nicht überschreiten werde. Wenn, kommt er zu mir. Ich bin wenn „nur zu Besuch“ und fahre am Abend wieder.

Und ja, es tut mir auch manchmal weh, dass ich ihn zur Zeit noch nicht täglich sehen kann – aber auch das gehört einfach dazu. Vielleicht lässt das manchmal ein Gefühl von Zweifel aufkommen - aber das wäre verkehrt. Es gibt keine Zeit, die Trauer braucht. Der eine macht nach Wochen weiter und schaut in die Zukunft, andere brauchen Monate, Jahre... Es kommt in meinen Augen viel mehr darauf an, dass man die Kompromisse akzeptiert, zuhört, über Gefühle reden kann – uns es ist wichtig, zuzuhören und zu reden. Wir haben z.B. schon oft zusammen auf der Couch gesessen und geweint. Ein Gefühl welches immer wieder in mir aufkommt ist zum Beispiel, dass es unfair ist, dass ich wieder lieben "darf", weil den beiden ihr Glück verwehrt blieb.

Ich weiss, dass er sie geliebt hat und sie wird immer ein Teil von ihm sein. Das ist auch gut so. Es gibt für mich kein "Konkurrenzdenken". Ich kann und will niemanden ersetzen, nur ein neuer Partner sein.

Aber der Aufbau einer neuen Beziehung erfordert von beiden Partnern viel Kraft und Respekt vor den Gefühlen des anderen und der Familie. Im Grunde ist es die berühmte Frage nach dem „richtig“ und „falsch“ – aber die kann keiner abschliessend beantworten. Es gibt nur die Möglichkeit, seinen eigenen, individuellen Weg zu finden.

Antwort von mondenkind,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

vor drei monaten ist mein partner bei einem verkehrsunfall ums leben. er war auf dem weg zu mir, wir haben in getrennten haushalten gelebt, in verschiedenen städten. wir waren zwei jahre zusammen. die nachricht, dass er nicht bei mir ankommen wird, hat mich fast um den verstand gebracht. ich habe geschrien, getobt, geweint und habe es nicht glauben wollen. ich hatte noch die möglichkeit, mich von ihm zu verabschieden, d.h., ich konnte ihn noch mal vor der beerdigung sehen. das war schlimm, aber auch wichtig, sonst hätt ich es nie geglaubt, dass er nicht mehr da ist. zusammen mit seiner familie(mutter, geschwister)durfte ich die beerdigung vorbereiten und versuchen, alles in seinem sinne zu machen, wenn das überhaupt geht, er war 42 und wir haben nicht wirklich über den tod als solches gesprochen. jedenfalls hatte ich die möglichkeit, mich ganz intensiv mit seinem tod und dem abschied von ihm zu beschäftigen. nach der beerdigung war ich erst einmal drei wochen für mich. das war wichtig für mich. mein lebensinhalt war weggebrochen, der mann mit dem ich kinder haben wollte, war nicht mehr da. für mich die liebe meines lebens. ich hab mir dann gesagt, dass er nicht mehr da ist, aber ich deswegen mein leben nicht verlieren will. auch wenn mir manchmal danach war und ist.ich habe soviel schönes von ihm in meinem herzen. er hat da ganz viel platz und vielleicht hat er auch ein stück mitgenommen.das ist okay. denn ich habe ihn geliebt und ich liebe ihn. nach meiner zurückgezogenheit habe ich mich wieder in die öffentlichkeit gewagt und in dieser zeit einen freund meines partners näher kennengelernt. er ist mir sehr wichtig geworden, wir sprechen viel über meinen verstorbenen partner, wir lachen über geschichten mit ihm, ich kann weinen und er versteht es. durch diese vertrautheit ist mittlerweile mehr geworden. im anfang war ich sehr erschrocken, weil ich dachte, dass kann doch nicht stimmen, wie kann ich solche gefühle für jemanden entwickeln, wenn ich doch noch so um meinen freund trauere?! es ist aber so, dass ich für ihn mehr empfinde, als nur freundschaft.meine liebe zu meinem freund ist geblieben, auch die trauer, das weinen und der kummer, dass er nicht wieder kommen kann. ich nehme es jetzt einfach so hin, dass da jemand ist, der mir mehr als nur umarmungen geben kann. zu dieser zeit kann man noch nicht sagen, ob es bestand haben wird, aber wir entdecken täglich neue dinge, die uns verbinden.und das wichtigste ist, dass ich nicht nur nehme, sondern auch geben kann. meine umwelt reagiert verschieden auf diese situation. meine eltern sind entsetzt, freunde und bekannte finden es eher schön, dass jemand da ist, der mir kraft,freude und halt gibt. ich akzeptiere alle meinungen dazu. an ein zusammenziehen oder ähnliches ist im moment noch überhaupt nicht zu denken.das halte ich für unangemessen und ausserdem brauche ich meine zeit allein in meiner wohnung. im allgemeinen denke ich, dass man kein patentrezept für trauerzeit abgeben kann. die trauer um den geliebten menschen wird immer bleiben. egal, ob man allein ist oder einen neuen partner hat. es gibt keine benimmregeln für ein leben nach verlust des partners. ich selber muss für mich wissen, was für mich gut ist. das kann mir kein anderer vorschreiben.schlimm ist es, wenn andere meinen, sie wissen über meine gefühle zu urteilen.

traurige und doch hoffnungsvolle grüsse mondenkind

Kommentar von meaningoflife01,

hallo mondenkind, dein beitrag hat mich fast umgehauen, denn mir ist in diesem jahr genau das gleiche passiert. ich habe die gleichen fragen, zweifel, gefühle... gibt es dich hier noch? ich würde sehr gerne wissen wie es mit euch weiter gegangen ist und wie es dir heute geht... lg meaningoflife

Antwort von siefrech,

naja das muss jeder für sich selber wissen!Ich finde es das Allerletzte!Weil der Lebende soll immer dran denken das er auch mal den Löffel abgeben muss und dann ein anderer Im Bett landet will er das?also erst mal überlegen bevor MANN SEINE HORMONE SPIELEN LÄßt

Kommentar von ShitzOvran,

... sagte die Frau, die verheiratete Männer verführen will ;) *spass

Kommentar von siefrech,

schlitzohr

Antwort von Crazyxl,

Hallo, ich kann nur das beschreiben wie es mir im Moment geht, mein Mann hat sich vor einem viertel Jahr das Leben genommen. Wir waren 13 Jahre zusammen und haben zwei gemeinsame Kinder von 8 und 4 Jahren. Unsere Beziehung war seit Jahren nicht merh in Ordnung und ich habe mich im April von meinem Mann getrennt und er hat sich daraufhin das Leben geneommen. Wir haben weder gestritten, noch uns um die KInder gezankt, es hat halt einfach nicht merh funktioniert mit uns. Sein Selbstmord war ein Schock und ich dachte ich wäre schuld und würde meines Lebens nicht mehr froh. Vor einem MOnat habe ich einen Mann kennengelernt, der mich und meinen KInder so nimmt wie wir sind. Der uns lieb hat und den ich sehr in mein Herz geschlossen habe. Ich glaube, dass man sich das nicht aussuchen kann was einem passiert und dass man froh sein muss, wenn es wieder bergaufgeht und man glücklich wird. Kein anderer Mensch hat das Recht darüber zu urteilen. Ich hoffe darauf wieder glücklich sein zu können und nach vorne schauen zu dürfen, egal wie hart das alles ist, für alle Beteilgten. Das Leben geht weiter und wir haben nur das eine!

Lieben Gruß Anja

Antwort von happy376,

Ich denke das diese Menschen nicht alleine sein können und sich lückenfüller suchen.Als mein Freund gestorben ist habe ich sehr stark getrauert,ich konnte 4 Jahre mit niemanden zusammen sein.Ich habe es versucht und bekam ein schlechtes Gewissen,als hätte ich ihn Betrogen.Das ist nun schon fast 14 Jahre her und ich denke ab und zu immer noch an ihn.Vielleicht liegt es auch daran wie der Mensch gestorben ist,ob man sich noch veraschieden konnte usw.

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