Frage von Sharry03, 212

Wie findet ihr eine Kündigung der RB in diesem Fall?

Hallo, ich reite jetzt seit 3 Jahren in einem kleinen Privatstall (insgesamt reite ich mehr als 6 Jahre) wo ich mich Schritt für Schritt verbessert habe, auch wenn nach 4 ,5 Jahren die regelmäßigen Reitstunden bei der RL aufgehört haben.

Letztes Jahr bin ich dann als 'Notlösung' auf ein im Frühling eingerittenes Pferd gekommen, aber alle waren total begeistert (auch Leute von denen ich behaupten würde dass sie etwas von Pferden verstehen) und so ritt ich das Pferd weiter. Ausgemacht mit dem Besi war dass ich mich mit ihr verbessern sollte und dann irgendwann Turniere gehen sollte. Dann hat er das Pferd hinter meinem Rücken kurz vor Weihnachten verkauft, ich wusste zwar dass es Interessenten gab, aber es hies immer 'So schnell kommt sie nicht weg, ich habe sie dir zur Verfügung gestellt', die leere Box hat dann das Gegenteil bewiesen.

Dieses Frühjahr wurde dann die Halbschwester angeritten und ich sollte auf das Pferd. So naiv wie ich war habe ich ja gesagt, da ich mit dem anderen Pferd ganz gut zurechtgekommen bin. Allerdings hat schon die die sie angeritten gesagt dass meine RB schwieriger ist als das andere Pferd. Am Anfang hat noch alles okay geklappt, aber ich hatte kein gutes Gefühl beim reiten, saß oft heulend auf dem Pferd, weil ich das Gefühl hatte dass ich zu schlecht sei für das Pferd. Ich habe oft mit dem Besi darüber gesprochen, der hat aber gesagt dass es passt; habe auch niemanden aus anderen Ställen gefunden der erfahren genug wäre um ein junges Pferd zu reiten, und da ich auch in vielen anderen Ställen, auch außerhalb unserer Gegend/Bundesland oft gelobt wurde und man sagte ich hätte Talent, hab ich mich immer wieder aufgerafft. Erst vor 1-2 Monaten hab ich ganz eingesehen dass es nichts bringt, auch wenn ich mindestens 2x pro Monat zu einer RL fahre und merke dass es etwas hilft, hab ich noch nicht die Erfahrung, und ich möchte 'vernünftig' reiten lernen und nicht so aus der Not heraus. Das macht dann auch keinen Spaß.

Jetzt ist es so, dass ich quasi den Stall und die Pferde vor der Verwahrlosung bewahre. Das soll bitte nicht eingebildet oder so klingen, aber die 5 Pferde werden vor dem bewegen meist nicht geputzt, wenn ich mal eine Woche nicht da war sind die Ställe ungemistet, alles sieht aus wie Sau und ist dreckig. Außer dem Besi und seiner 8jährigen Enkelin gibt es da oben niemand, das Mädel ist so wie man sich ein Mädchen das mit 6 schon ein eigenes Pferd bekommen und sehr verwöhnt wird vorstellt. Ich hab schon oft mit ihr geredet, da ich Plastiksporen, kaum eine halbe Schritt vor dem Trab, zu kurze Hilfszügel usw nicht okay halte. Der Besi ist da gerade auch nicht besser, Pferden wird das longieren beigebracht in dem sie mit der Gerte weggetrieben werden bis sie kapiert haben worum es geht‘. Bei meiner RB war es richtig Arbeit ihr die größte Panik vor der Gerte zu nehmen.

Teil 1, Teil 2 kommt gleich

Antwort
von hupsipu, 212

Ganz ehrlich? Schau dass du dort wegkommst. Es ehrt dich dass du dir um die Pferde Gedanken machst. Aber letztendlich kannst du ihre Situation nicht entscheidend verbessern (so hart es klingt: 2,3 mal die Woche für zwei Stunden eine Bezugsperson reisst wirklich nix raus) und trägst dazu bei, dass der Besitzer die Situation "aussitzen" kann, denn du sorgst ja immer wieder für Ordnung.

Kommentar von Sharry03 ,

Danke für deine Meinung, ich verstehe was du meinst :)

Antwort
von Sharry03, 170

Teil 2, Zeichen haben nicht gereicht:

Ich reite dort nicht weil es mir da so gefällt, sondern weil ich nicht will dass die Pferde so verotten, und für den Tierschutzverein ist das kein Thema, es geht den Pferden ja im Großen und Ganzen gut. Außerdem ist meine RBja da, die ich mag, für die ich Verantwortung übernommen habe und  nicht weis was mit dem Pferd passiert wenn ichnicht mehr da bin.

Letztes Mal muss es wohl mit irgendjemanden Streit gegeben haben, dennder Besi vertägt Kritik nicht gut und leitet dann alles an andere weiter, indem Fall an mich weil ich zu wenig kommen würde. Stimmt, Schule, niemanden dermich hinbringen kann und ehrlich gesagt die nötige Motivation, mein Vater dermit dabei war hat sich dann auch mit dem Besi gestritten, war schrecklich. 

Allerdings habe ich keine Lust mehr, ein Pferd zu reiten dem ich nochnicht gewachsen bin, dass ich zwar mag aber der Funke nicht so übergesprungen ist,und dann noch jedes Mal mehr als 2 h Stallarbeit, gegen die ich nichts habeaber im Vergleich zur Gegenleistung nutzt man mich aus. Und das Gefühl habe ichdie ganze Zeit.

Kurz – ich würde gerne aufhören, weis aber nicht was das vor allemmeiner RB ausmacht wenn von 70 auf 0 niemand mehr da ist. Vom Reiten her würdees ihr warscheinlich nichts ausmachen wenn sie die nächste Zeit steht, ich findemit 3 einreiten eh zu früh, aber ist das mental auch so? Ist das unfairgegenüber den Pferden?

Mir ist noch keine passende Lösung eingefallen, und da die Leute ausmeinem Freundeskreis über das Thema nicht so Bescheid wissen wende ich mich andas Internet :)

Danke wenn ihr euch das durchgeackert habt, aber ich finde Zusatzinformationen bei dem Thema wichtig. :)

Kommentar von Belle01 ,

Also ich habe wirklich Achtung vor wem, der sich so für Pferde und deren wohlergehen einsetzt, endlich mal wer, dem es wirklich wichtig ist, dass die Tierchen gut versorgt sind! Was ich persönlich auch nicht dulden würde, ist von anderen einfach ausgenutzt zu werden! Außerdem sollte man nicht bei einem Hof/Pferd bleiben, weil man Mitleid hat, das hilft auch in dem Moment nicht... Ich denke du hast genug Gründe dort aufzuhören, Pferde merken ja auch, wenn deren Reiter keine wirkliche Motivation mehr hat... Viel Glück bei deiner Entscheidung! :)

Kommentar von Sharry03 ,

Dankeschön :)

Antwort
von LaraMariia, 149

Sage es dem Besitzer deiner Rb so, wie du es uns erklärt hast. Denn so hast du es auf den Punkt gebracht und so kann man auch, ohne schlechtes Gewissen, gehen.
- toll wie du dich für diese Pferde einsetzt! Ich bin auch so & mache das gleiche doch im Gegensatz zu dir, habe ich mit denn Pferden eine andere Situation (lange Geschichte) hoffe du findest das richtige für dich! Viel Glück!

Antwort
von Sooophal, 157

Also das ist wirklich mal eine sch*** Situation....und ich verstehe dich vollkommen , dass du deine RB nicht einfach *"im Stich" lassen willst. Von daher würde ich einfach mal mit dem Besitzer wirklich ein ernstes Wort sprechen und selbst wenn er Kritik nicht gut verträgt kannst du es wenigstens versuchen! Aber was mich noch interessieren würde , ob du denn für die RB etwas zahlst und wenn ja wie viel?

Kommentar von Sharry03 ,

Ich weis nicht ob das was bringt, wäre schon eine Idee zu sagen dass die Stallführung gerade der letzte Dreck ist, allerdings sind schon so viele Vereinbarungen nicht eingehalten worden, und kleinere Gespräche zu dem Thema waren auch nicht sehr effektiv... Als Handicap kommt dann noch dazu dass er mich nicht ganz für voll nimmt und ich bei Meinungsverschiedenheiten ohne es zu wollen sehr nah am Wasser gebaut bin, und da nützen die besten Argumente nichts.

Mal sehen, weiß momentan nicht so was ich machen soll.

Bezahlen tu ich für die RB nichts, ich bin bei allen möglichen Veranstaltungen dabei, hin und wieder eine neue Schabracke öä und das mithelfen hab ich immer als 'Bezahlung' gesehen, nur mittlerweile finde ich die Gegenleistung dann nicht okay.

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