Frage von Pretender3, 53

Wie findet ihr diesen spontanenText?

Gestern Abend las ich ein Buch. Irgendwann war es kurz vor Mitternacht und ich bekam einen unkontrollierten Drang etwas auf ein Blatt Papier zu projizieren. An dem Text werdet Ihr bestimmt erkennen, was mir durch den Kopf geht und naja. Ich habe keine Ahnung was das für eine Art von Text ist und würde gerne Eure Meinung dazu hören. Abgesehen davon will ich sehr gerne ab jetzt öfters Texte, Gedicht, Haikus usw. zu schreiben. Also hier der Text, es hat keinen Titel (zumindest noch nicht ^^) :)


Mitternacht, das Ticken der Glockenuhr erfüllt den Raum. Die Heilige Mutter Maria hängend in der vernebelten Zimmerecke, Und ein neugieriger junger Mann erforscht die Tiefen seiner eigenen Seele, die genauso wie die Mutter nur schwer zu erkennen ist in dem Nebel der Frust und Trauer. Seine Gedanken und seine Taten stimmen nicht immer über ein. Er ist verwirrt, verunsichert. Nur ein einziges Bild, so klar wie der Himmel an einem Sommernachmittag bewohnt seine Gedankenwelt. Es ist Sie, die so nah und doch so fern ist. Was vermag er zu tun um seine Gelüste, nein, sein Bestreben nach Ihr zu erlangen? Die Glockenuhr tickt in dem nächtlichen Nebel seiner Träume...


Jana, wie eine blutrote Rose im Mondschein. Ich versuche an deine Blüten zu gelangen, doch fasse immer nur die Dornen meiner Selbst. Du bist das Einzige was ich jede sorgenerfüllte Nacht erblicke. Du wirst irgendwann eine Erinnerung in meinem Gedankenpalast sein, doch bis dahin erfreue ich mich an der Ferne deiner blutroten Blüten und spüre den wundervollen Schmerz deiner dunkelgrünen Dornen in der mondbeleuchteten Nacht.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Riverside85, 53

Die Frage ist doch: Was willst du damit machen? So für sich genommen sind das natürlich einfach nur Fragmente, die erst mal wenig aussagen. 

Ab und an ist die Grammatik etwas komisch / falsch, das stört beim Lesen. Mache Sachen passen auch sinngemäß nicht ("Bestreben ...  erlangen" ?!). Insgesamt aber nicht so schlecht, recht eloquent und der Schreibstil ist auch ok. Vielleicht etwas schwülstig für einen Prosatext, ich würde damit in die Richtung Prosagedicht gehen, da könnte ich mir diese Art Text (in überarbeiteter Form natürlich, ohne die Grammatik- und leichten Sinnfehler) gut vorstellen. 

Kommentar von Pretender3 ,

Danke für deine aufrichtige Antwort.

Wie gesagt der Text ist seeeehr spontan entstanden, wie ein Gedankenblitz im Endeffekt. An den Stellen mit dem "Bestreben" und "erlangen" bin ich ins Stocken geraten und deswegen auch diese Wortwahl.

An dieser Stelle noch mal vielen Dank für deine Kritik! :)

Ich werde mich versuchen zu bessern!

Kommentar von Riverside85 ,

Jeder Schriftsteller fängt natürlich mit einem "spontanen" Text an, aber dieser wird ja meist noch sehr oft überarbeitet, Korrektur gelesen (auch von Dritten), wieder überarbeitet etc. bis dann am Ende der Text wirklich fertig ist. Dein Text steht quasi einfach noch ganz am Anfang von diesem Prozeß. 

Danke auch fürs Kompliment.

Antwort
von oceaneyes1, 51

Ich finde den Text schön. 

Kommentar von Pretender3 ,

Dankeschön :)

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