Frage von Empylice, 92

Wie findet ihr diese Grundidee für dieses Buch?

Kuckuck, ich mal wieder. Folgendes: Es gibt ja tausende von Geschichten über Engel. Meist ist die Rede von den Erzengeln. Nun habe ich als Hauptperson den höchsten Racheengel genommen.

Und zwar wird dieser Engel zum erneuten Höllensturz auf die Welt geschickt. Irgendwo in der Bibel steht ja etwas von einem Abkommen zwischen Gott und Luzifer, dass er eine bestimmte Zeit auf der Erde wandeln darf. Da hab ich das etwas umgedichtet: Gott gewährt Luzifer eine bestimmte Frist, um sich bessern zu können. Wenn er das schafft, wird er begnadigt, was er natürlich nicht hinbekommt. In meinem Buch ist diese Zeit abgelaufen und so wird also der Engel geschickt, um Luzifer endgültig zu stürzen.

Cora, der Engel, trifft dann auf einige Menschen, die ein hartes Leben hatten oder haben. Cora wirkt so einige Wunder, die auch auffällig sind und den Menschen neue Hoffnung schenken.

Die Bibel sagt immer wieder, dass Gott barmherzig ist, gütig usw. Nur widerspricht sie da einigen Texten, besonders im AT. Also hab ich praktisch die Bedeutung dieses Buches etwas umgeschrieben, nach dem Motto: Gott ließ diese Grausamkeiten aufschreiben, um die Menschen von sich fernzuhalten, damit Luzifer seinen Kindern nicht zu nah kommt, was ja offensichtlich nicht so funktioniert. Ich habe die Güte der Religion, die so angepriesen wird, extra stark hervorgehoben.

So, entschuldigt diesen gigantischen Text, bin neugierig auf eure Meinungen, sowohl Gläubige als auch Atheisten möchte ich hören bzw. lesen.

PS: Keine Beleidigungen, Missionierungsversuche oder Hetze gegen Gläubige, das ist eine reine Umfrage.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Andrastor, 55

Da fehlt der Konflikt. Ganz ehrlich, das klingt wie eine gigantische Mary Sue-Parade, der leuchtende, strahlende Racheengel kommt auf die Erde und macht erstmal nichts was irgendwie mit Rache zu tun hätte, sondern bewirkt auffällige Wunder um sich im Licht der eigenen Großartigkeit zu sonnen.

Eine gute Geschichte braucht einen guten Konflikt, die LeserInnen schätzen es viel mehr eine Figur zu sehen wie sie versucht ihre Probleme zu lösen, das Lösen der Probleme selbst ist weitgehend uninteressant.

Ein guter Konflikt entsteht durch einen guten Antagonisten, also einer Person, Kraft oder einem Umstand welcher der Hauptfigur (dem Protagonisten) beim Erreichen seiner Ziele, Wünsche und Träume im Weg steht.

Dadurch entsteht Konflikt und daraus entsteht Spannung.

Ein Konfliktpunkt könnte zum Beispiel sein dass der Teufel die Zeit die ihm gegeben wurde um sich zu bessern, genutzt hat um sich ein Heer aus Dämonen und willigen Menschen zu sammeln.

Dieser Konflikt könnte das Genre dann in eine Art Kriegsdrama ändern, der Engel kommt auf die Welt und wird sofort überwältigt und braucht Hilfe und Verstärkung, sowohl von Seiten der Menschen als auch von Seiten Gottes.

Ein anderer Konflikt kann sein dass sich der Teufel in einer unschuldigen Seele eingenistet hat, einem Kind zum Beispiel. Der Engel ringt nun mit sich ob er das Kind töten soll um dem Teufel den Garaus zu machen. Hier würde ein Zeitlimit die Spannung noch erhöhen, damit der Engel nicht einfach warten kann bis das Kind alt wird und stirbt.

Das würde das Genre auch extrem verändern.

Kurzum: Ohne passenden Konflikt wird die Geschichte langweilig.

Kommentar von Empylice ,

Das ist wenigstens konstruktive Kritik, danke dafür. Und du hast recht, könnte langweilig werden.

Kommentar von Andrastor ,

gern geschehen. Melde dich ruhig wenn ich noch helfen kann.

Kommentar von Empylice ,

Danke dir. =)

Kommentar von Andrastor ,

Danke für das Sternchen :)

Antwort
von joergbauer, 28

Da widerspricht sich gar nichts in der Bibel - dir fehlt nur der geistliche Durchblick und Wissen über die Zusammenhänge. An der Bibel herumzupfuschen in Form eines Romans halte ich für keine gute Idee. Wenn es Gott gibt, und die Bibel sein Wort ist, wieso kann man dann denken, da etwas korrigieren zu müssen?

Das ist ziemlich hochmütig. Aber ich kann andererseits auch verstehen, daß einen das Thema Engel, Dämonen etc. faszinieren kann. Mache besser einen anderen Ansatz für deine Geschichte - also ohne daß du versuchst etwas zu erklären oder rechtfertigen zu wollen, was du meinst, was nicht korrekt ist.

Du solltest jedenfalls nicht die Bibel umschreiben, denn sie ist heilig und sagt die Wahrheit - auch wenn wir sie nicht immer verstehen. Du kannst z.B. über die unsichtbare Realität und den Kampf der bösen Mächte gegen den Menschen incl der Christen etwas schreiben. Und auch über den Schutz der Engel Gottes, den Christen im Auftrag Gottes erhalten (oft ohne es zu merken). Alles Gute!

Kommentar von Empylice ,

Naja, da ich Atheistin bin, ist an der Bibel für mich nichts heilig, was keine Kränkung sein soll. Aber ich bin schon immer viel am Grübeln gewesen und so viel nachdenkt, kommt man ganz schnell auf Fragen. Fragen, die ich mir beispielsweise nur so erklären kann, dass etwas in der Bibel ähm...nicht ganz logisch ist(Auch hier nicht als Beleidigung gemeint).

Der Widerspruch, den ich sehe, ist vor allem der, dass Gott all seine Kinder liebt, sie aber...z.B. mit einer gewaltigen Sintflut umbringt. Wenn das ein Elternteil in unserer Welt täte, stünde es kurz darauf vor Gericht. Bitte fass auch das nicht als Beleidigung auf.

Bei meiner Lebensgeschichte ist es schwer, überhaupt an etwas Gutes zu glauben, aber an einen gütigen Gott noch viel schwerer.

Dennoch danke für deine Antwort.  =) 

Antwort
von nowka20, 6

formusfrage

Antwort
von aicas771, 3

Wir wissen, dass Gott dem Satan (Teufel, Luzifer) auf dieser Welt viele Freiheiten lässt (Buch Hiob, Kapitel 2).

Satan ist ein "gefallener" Engel, der sich gegen Gott aufgelehnt hat, der als Gegner Gottes auftritt, die Menschen verführt, und letztlich (Offenbarung 20) vernichtet wird.

Warum Gott dieses Treiben zulässt, bleibt offen.

Dennoch bleibt es dabei: Gott bzw. Jesus steht bereit als Ansprechpartner, als Gegenüber für alles, was uns Menschen innerlich bewegt.

Gott will niemanden von sich fern halten. Im Gegenteil, in Gestalt von Jesus kommt er direkt zu uns, in unsere Welt und erfährt am eigenen Leib, wie hart unser Leben ist bzw. sein kann.

Dein Konzept klingt ein wenig nach rosa heile Welt, nach "Friede, Freude, Eierkuchen". Ein Roman eben, der zum Thema macht, dass wir Menschen uns auf dieser Welt ein angenehmes langes Leben wünschen. Genau das aber verspricht die Bibel nirgends (leider!).

Der Racheengel wirkt da schon künstlich als Aufhänger für diese Geschichte, die im Grunde mit Religion nichts zu tun hat.

Deshalb wünsche ich mir, dass du in deinem Buch erzählst, wie ein Engel (oder noch besser ein bisher unbekannter Apostel) den Menschen, die ein hartes Leben haben, dadurch hilft, dass er ihnen zuhört, ihnen Trost spendet, vielleicht auch Wunder tut - wie Jesus und die Apostel eben.

Antwort
von Viktor1, 24

Grausiger Quatsch.

Kommentar von Empylice ,

Und wieder fehlt jede Begründung.

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