Frage von Talulah127, 65

Wie findet ihr diese Geschichte bzw. Buchidee?

Ich schreibe gerade bereits ein Buch, habe aber während einer Schreibblockade angefangen an einer anderen Geschichte zu schreiben - eigentlich nur damit ich den Schreibfluss beibehalte.

Marley Summers ist tot. Sie hat Selbstmord begangen. Einst von Depressionen geplagt denkt sie, dass sie endlich Erlösung ihres Leides gefunden hat. Als sie jedoch am Tag nachdem sie von der Brücke gesprungen ist in ihrem Bett erwacht weiß sie das etwas nicht stimmt. Sie ist ein Geist. Von einem Engel, der sie heimsucht erfährt sie, dass Gott die Seelen von Selbstmördern bestraft, indem er sie unerlöst auf der Erde wandern lässt. Die Absolution kann sie nur erhalten, wenn die Person die am meisten um sie trauert die Trauer überwältigt und entschliesst loszulassen. Marley findet heraus, dass diese Person in ihrem Leben ihre heimliche, große Liebe Jason ist, den sie schon seit dem Kindergarten kennt. Ihr Plan ihn auf jemand anderes aufmerksam zu machen, damit er sie vergisst erweist sich als schwieriger sie denkt. Schafft sie es ihre lang ersehnte Absolution zu erhalten? Entscheidet sie sich für die Liebe oder für ihren Seelenfrieden?"

Das ist eigentlich auch nicht mein Genre (Romantik), aber ich komme seltsamerweise ziemlich gut voran und sehe das auch als Herausforderung an mich.

Was haltet ihr von der Geschichte? Hat die Potential eurer Meinung nach?

Antwort
von Kendall, 15

Eine kommerzielle Vermarktung dürfte schwierig werden, insbesondere da der Klappentext sehr stark mit religiösen Axiomen hantiert, die naturgemäß immer recht kontrovers sind. (Als eine Randnotiz: Es gab eine Zeit, da wurden Menschen, die sich suizidiert haben, namenlos am Rande der Friedhofsmauer beerdigt).

Um mal konkret den unvollständigen Entwurf der Geschichte zu nehmen, sehe ich insbesondere zwei Probleme:
1.) Es gibt keine wirklich nachvollziehbare Fallhöhe. Mit Begriffen wie "Absolution" bleibst Du im religiös-nebulösen, die Folge, wenn die Protagonistin versagt, ist der Status Quo. Das ist schon mal gar nicht gut. Davon abgesehen dürfte es schwer sein, deutlich zu machen, was an diesem Status Quo so schlimm sein soll. Wenn ich ein Geist wäre, würde ich Menschen beim Sex beobachten, zu den tollsten Orten dieser Erde fliegen, mir anhören, was Staatsleute aller Länder, deren Sprache ich beherrsche, hinter verschlossenen Türen besprechen, etc. Der Status Quo ist nicht so bedrückend, um dem Leser zu verdeutlichen, dass hier dringend eine Änderung stattfinden muss.

2.) Ein tatsächlicher Konflikt fehlt. Um es mal ganz vereinfacht zu sagen: Bei einem Konflikt geht es meist darum, dass Protagonist und Antagonist(en) um eine Sache bzw. die "Deutung" einer Sache kämpfen. Der Antagonist einer klassischen Liebesgeschichte ist daher meistens die Person, in die sich der Protagonist/die Protagonistin verliebt hat. Diese Komponente fehlt in diesem Entwurf. Die Spur eines Konflikts bestünde dann, wenn die beiden Antagonisten sich nicht ausstehen könnten, aber dies ist ein sehr schwacher Konflikt, weil es keinen direkten "Wettstreit" zwischen der Protagonistin und den Antagonisten gibt. Es dürfte unter den Voraussetzungen schwierig sein, einen einigermaßen spannenden Mittelteil zu schreiben.
Der Aufgabe, die beiden zusammenzubringen, ist auch keine erkennbare zeitliche Limitation immanent, die eventuell etwas Spannung in den Ablauf spülen könnte.

Es tut mir sehr leid, das so zu schreiben, insbesondere da Du ja gut damit vorankommst, aber ich würde den Stoff nicht unter der Prämisse bearbeiten, kommerziell damit erfolgreich zu sein. Grundsätzlich ist eine Beschäftigung mit Plotarchitektur wichtig, besonders, wenn man im kommerziellen Bereich schreiben möchte. Stephen King und viele große Literaten sind zwar tendenziell dagegen, eine Geschichte vorzuplanen, aber bei den meisten kommerziellen Geschichten ist das unerläßlich, insbesondere dann, wenn man noch nicht mehrere erfolgreiche Romane geschrieben hat und droht, sich in einer Geschichte zu verlieren. Besonders der Mittelteil ist entscheidend - hier muss ein Konflikt in mehrere Bahnen gelenkt und so intensiviert werden, dass der Leser das Buch nicht mehr weglegen möchte, und gleichzeitig muss man trotzdem noch genug "Feuer" im Hinterhalt haben, um (grob gesagt) im letzten Drittel eine Bombe nach der anderen zu zünden. Für jemanden wie King, der seit Jahrzehnten aktiv ist und die Struktur von Geschichten verinnerlicht hat, ist das kein großes Problem, während wir Normalsterblichen uns gerne mal in dem Verlauf verheddern.
Darum rate ich tendenziell dazu, sich vorher einen Plan zu machen, den für einige Wochen "reifen" zu lassen, zu bearbeiten und dann erst mit dem Schreiben des Romans zu beginnen.

Antwort
von julili10, 3

Hi! Also ich finde deine Idee gut, das hört sich sehr spannend an. Das einzige, was ich an dem Text ändern würde, wäre das Wort ´heimsuchen´. Das ist mehr Aufgabe der Geister und passt nicht zu Engeln, umschreib das vielleicht - aber das ist wirklich nur eine Kleinigkeit.

Es gibt viele Engelsgeschichten und wenn du dir Mühe gibst, kann da sicherlich etwas draus werden. Um es zu veröffentlichen kannst du es an Verlage schicken oder es mit Selfpublishing versuchen, da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Aber damit das gelingt muss die Geschichte gut geschrieben sein. Du könntest Freunde oder Verwandte die Geschichte lesen und dir eine Rückmeldung geben lassen, wichtig ist nur, dass sie dir ihre ehrliche Meinung haben und auch ein wenig etwas von Büchern verstehen.

Du könntest deine Geschichte auch von einem Lektor korrigieren lassen - hinsichtlich Grammatik und Aufbau, etc. Das kostet allerdings. Es gibt auch Seiten wie Wattpad, dort kannst du die Geschichte veröffentlichen und Leute können sie lesen und kommentieren, etc.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg!

Antwort
von VamSteffipir, 4

Du hast einen schönen schreibstil, gefällt mir ich wüsste gerne wie es in der Geschichte weiter geht. Ich schreib auch schon seit mehreren Jahren an einem Buch und hatte mit auch mal überlegt es veröffentlichen zu lassen. Mittlerweile bin ich allerdings zu dem Schluss gekommen mich darauf nicht zu versteifen da ich das Buch in erster Linie für mich schreiben wollte und ob ich jemals versuche es zu veröffentlichen werd ich mir überlegen sobald ich mal damit fertig bin. Sonst setzt einen das nur zusehr unter Druck.

Antwort
von Istriche, 30

Klingt ja ganz süß, aber spannend ist leider etwas Anderes.

Und leider Gottes - der Satzbau lässt genauso zu wünschen übrig.

Kommentar von MarkusPK ,

Das schlimmste ist, dass sie eine eigentlich gute Idee auf dem Silbertablett serviert. Ich bin selbst Autor, leide aber leider an einem Übermaß an Redlichkeit. Aber auch ich habe einen Moment überlegt, die Idee zu stehlen. 

Kommentar von Istriche ,

Ja, das dachte ich mir auch. Ich schreibe auch selbst (hab aber noch nichts veröffentlicht) - aber ich würde auch nie meine Ideen ins Internet stellen.

Hab aber in erster Linie eher daran gedacht, dass das die Sache vom Fragesteller/in ist.

Antwort
von MarkusPK, 22

Meine Güte... Du plauderst deine Idee hier draußen im Internet aus? Warum? Damit sie geklaut wird? Sei doch nicht so naiv! Dein Konzept ist toll, ich sehe darin sogar großes Potenzial. Jetzt ist die Katze aber aus dem Sack. Ich hoffe, du kannst sie wieder einfangen.

Antwort
von minijonnigoo, 5

Das klingt super, sag Bescheid, wenn es fertig ist, ich will es dann unbedingt lesen! ❤

Antwort
von AnoukRiverpaw, 6

Egal was die anderen sagen: perfekt!!!

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