Edgar Niklaus am 14.05.2007 um 21:46 Uhr
Wie soll man das bewerten.
Habe fast den Eindruck, das es nicht das einzigste Landesparlament bleiben wird, in das die Linken einziehen. Den Einzug der Linken kann ich mir nur durch das " Abhandensein vieler sozialer Kompetenzen " bei den bürgerlichen Parteien erklären. Die Reichen werden leider immer noch reicher und die Kluft zwischen arm und reich leider auch immer noch grösser.Würden die Bürgerlichen das linke ( soziale ) Spektrum mehr bedienen, hätten wohl viele Tausend Bremer diese nicht gewählt. Es waren auch sicherlich keine Doktoren, Rechtsanwälte, Manager, also Gutverdiener die links gewählt haben. Vielleicht ist das ein Aufschrei des kleinen Mannes und Warnschuss an die grossen Bürgerparteien hier diese Hausaufgaben etwas sorgfältiger zu machen. Ich bin kein Linker, aber es schadet auch nicht, wenn diese im ein oder anderen Parlament sitzen. Also keine Panik, unsere Demokratie hält das aus.

Ich finde es gut. Die SPD braucht Druck von links. Vielleicht besinnt sie sich dann wieder auf ihre alten Werte.
Hast wahrscheinlich 100 % recht. Leider hat die SPD ihre Seele verkauft.
In der Opposition kann die Linke unbeschwert Forderungen aufstellen und sich als Vertreter des kleinen Mannes ausgeben. Scheinbar interessiert es ihre Wähler nicht ob diese Forderungen realisierbar und bezahlbar sind.
Oskar Lafontaine ist für mich derzeit der größte Populist in der deutschen Politszene , aber sein Konzept scheint aufzugehen.
Für mich - ziemlich besorgniserregend!

Jezt, wo es eine 2. Linke Kraft gibt kann sich die SPD nicht mehr so einfach aus der Verantwortung schlängeln. Sie muss endlich mal Farbe bekennen.

So überraschend ist das gerade in Bremen nun auch wieder nicht.
Schliesslich gab es dort seit Kriegsende noch nie einen Bürgermeister, der nicht der SPD angehörte - Linkssein gehört dort offensichtlich zum Selbstbild vieler Bürger.
Super, - eine große Vielfalt von Vertretern aller Bürger in den Parlamenten kann nur der Demokratie förderlich sein.
Ciao, Harty