Frage von LG6720, 116

Wie findet ihr das das die Bauern so wenig Geld für die Milch bekommen?

Bei mir bekommt ein Bauer aktuell 17ct für ein Liter Milch.

Antwort
von newcomer, 65

vor ein paar Jahren wurde für jeden Bauern die Milchmenge die er verkaufen durfte begrenzt mit Milchkontingent. Da konnte der Preis auch einigermaßen stabil gehalten werden.
Dieses Kontingent wurde aber vor ein paar Monaten abgeschafft.
Dies blieb nicht ohne Folgen sprich die Bauern überfluteten den Markt mit Milch. Entsprechend ging auch der Verkaufspreis zurück.
Nun verdienen sie fast nichts mehr um Wirtschaften zu können.
Die EG soll nun die Bauern finanziell unterstützen.

Antwort
von Looney199, 50

Meiner Meinung nach hätte es die Milchquote nie geben dürfen. Den dann würde es das Problem nicht geben, dass jetzt zu viel Milch da ist. Das hätte sich sonst vorher schon eingependelt. Somit tut mir der Bauer leid, weil er das ausbaden muß, was die Regierung verbockt hat.

Richtig ist aber, dass es die quote nicht mehr gibt. Frei Marktwirtschaft halt. Aber der Staat hat es verbockt und sollte jetzt die bestehenden Milchbauern übergangsweise unterstützen. 

Antwort
von KuhPferdeFreak, 38

Ich finde das Ungerecht!

Einer der im Büro arbeitet kriegt mindestens 8,50€ und die Sorgen nicht für dein tägliches Essen! Nichts gegen Leute die im Büro arbeiten!!!

Ein Bauer hat mehr wir diesen Preis verdient. Er muss ja auch den Strom und das Wasser bezahlen was er in den Ställen verbraucht.

Er sorgt 24 Stunden und dass 364/365 Tage im Jahr für uns, dass wir was zu essen haben, und dafür kriegen sie den Lohn den sie nicht verdient haben!

Ich selber bin auf einen Milchviehbetrieb aktiv, und sehe wie die Landwirte leiden. Ich finde dass einfach nur ungerecht!

Hoffentlich ändert sich dass bald!!

LG KuhPferdeFreak

Antwort
von Sogemacht, 5

Mir tun die Bauern nicht leid. Schau mal rein in ihre riesigen Häuser, wie viele nagelneue Autos da rumstehen. Dem normalen Arbeiter geht es weit schlechter.

Zumal: Ein kluger Bauer wird umstellen auf andere Produkte. Bauern leben ja sowieso zu 90% von Subventionen. Und: Bauern verdienen jedes Mal ein Vermögen, wenn ihr Grünland umgewidtmet wird auf Bauland. 

Davon leben ganze Generationen von Bauern. Zusätzlich dürfen Bauern alles Mögliche ohne Konzession verkaufen: Weihnachtsbäckerei, Brot, etc. Und Steuern zahlen sie davon kaum. Darum: Ein armer Bauer ist ein dummer Bauer. Aber dumme Bauern gibt es nicht. Die lachen sich alle ins Fäustchen.

Ich weiß das. Ich lebe am Land. Alles ist in Bauers Hand: bis hinein in den Gemeinderat, wo sie sich dann die Aufträge zuschanzen.

Kommentar von Nogli ,

6% der Bauern erhalten 60% der Direktzahlungen. Das sind zu 90 % Bauernfunktionäre, die dieses Prinzip der Gießkannenverteilung bis aufs Messer verteidigen, um ihre Pfründe zu wahren. Der Rest der Bauern nagen am Hungertuch z.Z. Es wird 70-80 Std die Woche gearbeitet, da Löhne nicht mehr bezahlt werden können. Sämtliches Umlaufvermögen wird nach 1,5 Jahren der nichtkostendeckenden Preisen aktiviert, Flächen werden beliehen, Tafelsilber verscherbelt, Familien gehen daran kaputt. Und du als erfahrenes Landmädchen bekommst das nicht mit??

Antwort
von Omnivore11, 20

Ich finde das Katastrophal. Was nützt einem ein gesetzlicher Mindestlohn, wenn selbstständige Bauern durch den Markt nicht anständig entlohnt werden? HIER sollte die Politik endlich mal eingreifen! Aber nicht mit einem fixen Cent-Betrag, sondern endlich mal ein dynamischen Mindestwert, der sich an Markt und Inflation reguliert.

Einige Milchbauern können schon gar nicht mehr ihre Pacht bezahlen und machen dicht. Wenn es so weiter geht, dann produziert DE gar keine Milch mehr und wir müssen es importieren. Das wäre doch schade. Deshalb sollte endlich ein Mindestpreis kommen. Und der sollte jetzt schon bei mindestens 40 bis 50 cent liegen. Schließlich wollen die Bauern in ihren alten Tagen auch mal was zu knabbern haben.

Antwort
von Malavatica, 57

Ich finde das nicht gerecht. 

Es wird Zeit, dass sich das ändert, sonst wird es bald keine Milchbauern mehr geben. 

Allerdings hätte die Ausbeutung dieser Tiere zumindest im Sektor Milch ein Ende. 

Kommentar von FeeGoToCof ,

Und die Belastung mit den Fäkalien wäre gemindert! DAS ist das Schlimmste, an der ganzen "Nummer".

Kommentar von Omnivore11 ,

Diese "Fäkalien" hole ich mir freiwillig ab um damit meine Kartoffeln zu düngen! Was denkst du wie die Kartoffeln aus dem Markt wachsen? Nicht aus Luft und Liebe. Fäkalien ist NICHT schlimm, sondern ein WICHTIGER Nährstofflieferant für den Boden. Alles andere ist Raubbau!

Antwort
von oxygenium, 58

dann darf man eben keine billige Milch mehr kaufen und finde das auch unmöglich,was mit den Bauern hier passiert.

Kommentar von HudoHD ,

Und was wenn du selber bauer bist?

Kommentar von oxygenium ,

ich wäre Bio Bäuerin mit glücklichen Hühnern

Antwort
von MafiaLP2307, 60

das ist freie marktwirtschaft sonst hab ich keine meinung dazu, niemand zwingt ein milchbauer zu werden oder seine milch an die großen konzerne zu verkaufen

Antwort
von ApfelTea, 26

Ich finde es gut und hoffe, dass sie mit der Milchviehwirtschaft aufhören :)

Antwort
von charlynickel, 21

Bekämen sie mehr, würden sie noch mehr Milch produzieren. Allerdings kaufe ich Biomilch der Anbauverbände und nicht im Discounter.

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