Frage von fdsxs363, 65

Wie finde ich heraus wer ich bin oder wer ich sein möchte?

Hallo zusammen!

Die Frage beschreibt mein momentanes bzw. dauerhaftes Problem eigentlich recht gut. Zu mir selbst: ich bin 20 Jahre, männlich und mache im Moment mein Bachelor.

In letzter Zeit fühle ich mich eigentlich wie eine Person die keine eigene Persönlichkeit hat. Ich weiß nicht wie ich das genauer beschreiben soll... Man bekommt von allen Mitmenschen Eindrücke und Vorgaben wie man sich verhalten soll und wie nicht. Klar, man soll immer zu sich selber stehen und das tun, was man selber für richtig hält. Aber an diesem Punkt stell ich mir in letzter Zeit die Frage wer bin ich den? wer möchte ich sein? Man kann diese Frage nicht pauschal beantworten aber dann denke ich mir doch, dass diese Phase schon viele vor mir durchgemacht haben. Wie sind die da vorgegangen, nicht jeder ist deine Persönlichkeit von Geburt aus oder liege ich da falsch?

In Bezug auf mein Leben hieß das in letzter Zeit, dass ich probiert habe mehr aus mir rauszukommen, offener gegenüber anderen Menschen und Meinungen zu sein, probiert andere Menschen für mich zu gewinnen. Teilwiese gibt das Sinn für mich und habe daraus auch schon positive Schlüsse gezogen, ( Ein wenig orientierung habe ich dabei am Buch von Dale Carnegie "Wie man Freunde gweinnt" gefunden) Doch dann komme ich wieder an den Punkt, wo ich mich selber Frage ob das alles Sinn macht und ob das die richtige Richtung ist?

Ein sehr komplexes Thema aber ich hoffe ich konnte euch wenigstens ein bisschen mein Problem verdeutlichen:) Vielleicht gibt es unter euch Jemand, der mir ein paar Anhaltspunkte wie man eine solche "Selbstfindungs-Krise" überwindet? Bitte nicht: "Sei immer du selbst!" denn genau das ist das Problem ;)

Danke

Antwort
von lillian92, 29

Hast du schon mal versucht die Frage "Wer bin ich?" umzuformulieren?

Meiner Erfahrung nach lautet die Frage, über die du weit mehr Antworten bekommen würdest, "Was brauche ich zum glücklich sein?" bzw "Wann bin ich glücklich?" und die jeweiligen Gegenfragen dazu.

Warum ich das glaube? Weil ich glaube, dass du so zumindest herausfindest, was du für dich willst und was nicht und du damit viel eher danach handeln könntest. Wenn ich mich eines zu sagen traue, dann dass jeder Menschen im Prinzip nur glücklich sein will – nur ist dieses Glück eben für jeden etwas anderes.

Also wie gesagt, formulier die Frage einfach mal um – und hab vielleicht auch den Mut, aus deinem bisherigen auszubrechen, und Dinge zu tun, die du früher nicht getan hättest, um mehr über dich herauszufinden ;)

Selbstfindung ist immerhin ein langwieriger und sehr individueller Prozess und glaubt man der Theorie des Johari-Fensters, wird es immer diesen Blinden Fleck einer Selbst geben, den es zu erkunden gibt. 

Viel Glück!

Antwort
von Mabur, 29

Hallo fdsxs363,

deine Probleme kann ich durchaus nachvollziehen und deine Frage ist sicher keine einfache.

Die Antwort, die ich persönlich gefunden habe ist folgende:

1. Es gibt keinen Sinn - warum sollte es einen geben

-> logisch läßt sich das Problem überhaupt gar nicht greifen, je nachdem welche Sichtweise oder Grundsätze ich anlegen würde, ergibt sich vielleicht einen Weg, den ich gut oder schlecht finden kann.

Aber und das große Aber zuviel darüber nachzudenken sperrt dich in einen Käfig. Über die Analyse wer du selbst bist, kannst du dich selbst verlieren. Du kommst dann vielleicht auf hypothetische Möglichkeiten, aber die Wahrheit erfährst du einfacher über Erfahrung.

Um dir ein Beispiel zu geben: Früher dachte ich z.B. es sei unnatürlich über andere Spieler (bei online Spielen aufzuregen - warum das macht doch überhaupt keinen Sinn!)

Mein Bruder war auch der Ansicht, dass ihn soetwas kalt lassen würde und Verstand nicht den Ärger, den ich beim Online spielen ab und zu entwickelte. Später als er dann selber einige Spiele hinter sich gebracht hatte, wusste er genau, was ich meinte, wenn ich sagte, dass es Spieler gibt, die bewusst provozieren und dass das es ärgerlich ist. Da hilft es auch nichts zu wissen, dass ich da am Besten stoisch drüber stehen sollte, denn wenn ich mich ärgere, ärgere ich mich. 

Deshalb ziehe ich die praktische Erfahrung zum lernen meiner Selbst vor, als der hypothetischen Betrachtung d.h. ich schaue probiere Sachen aus und beobachte dann die Rückkopplung auf mich und lerne mich dadurch besser kennen.

2. Unser Selbstbild ist schwankend und extrem abhängig von gemachten Erfahrungen. Um ein Beispiel zu geben, wenn du wenig Selbstbewusstsein hast, bringt es dir z.B. rein gar nichts nur zu lesen ... sei mutiger geh auf andere Leute zu, sondern erst die gewonne Erfahrung, wenn du erfolgreich auf andere Menschen zugegangen bist, wird dir nicht nur theoretisch sondern auch praktisch zeigen, dass dies möglich ist und dein Selbstbewusstsein stärken.

3. Disziplin: So wie gewisse Tätigkeiten sinnvoll sind sich erfüllt zu fühlen (Bei mir ist das z.B. die Planung der nächsten Tage so das ich einen Überblick habe, was ich erreichen möchte (ja ich weiß... das alle Ziele eigentlich sinnlos sind, aber einfach Ziele zu haben verschafft meinem Körper genugtuung und ich fühle mich wohler) so sind gewisse Tätigkeiten unsinnvoll ... wie z.B. das verschleudern der Zeit auf ähm z.B. hier und es würde mir besser gehen - ich würde es lassen, dass weiß ich aus Erfahrung. Und ich glaube, wenn du die Disziplin aufbringst dich von den Dingen die dir eigendlich "schaden", fernzuhalten und die Dinge die dir nutzen häufiger zu tun. Kriegst du a) ein besseres Gefühl für deine Stärken und Schwächen und entwickelst b) noch nebenbei deinen Charakter.

Kommentar von fdsxs363 ,

"Über die Analyse wer du selbst bist, kannst du dich selbst verlieren." 

Exakt so komme ich mir gerade vor...

Aber Danke erstmal:)

Antwort
von Nashota, 29

In letzter Zeit fühle ich mich eigentlich wie eine Person die keine eigene Persönlichkeit hat.

Das kann aber nicht ganz möglich sein, denn du bist schon 20 Jahre auf der Welt, wie du sagst. Was bedeutet, du hast einen dir eigenen Charakter, ein dir eigenes Wesen.

Diese Dinge sind dir nicht nur durch Erziehung zugeflogen, sondern du hast auch schon eigene Erfahrungen gemacht. Und die haben dich positiv und manches auch negativ beeinflusst oder geprägt.

Deine Aufgabe ist es nun mehr oder weniger, aus diesen bisherigen Erfahrungen das für dich herauszusuchen, was dich weiterbringt.

Und es wäre gut, wenn du weißt, was du willst.

Ich könnte dir aber auch über einen anderen Weg eine Richtung geben. Dafür brauche ich nur deinen Geburtstag.

Kommentar von fdsxs363 ,

22.03.96  da bin ich mal gespannt .D

Kommentar von Nashota ,

Das Folgende ist deinem Totemtier im Indianerhoroskop zugeordnet. Ich weiß, dass es viele Menschen für Spielerei halten oder ansehen. Es fanden aber auch schon viele Menschen sehr faszinierend, weil sie sich darin wiederfanden.

Entscheide also selbst.

Verwirklichen des Potentials

Bei Falken-Menschen muss es immer schnell gehen. Sie nehmen zwar jede neue Herausforderung in Erwartung des Erfolges begeistert an, verlieren aber doch rasch das Interesse, wenn sich die erwünschten Resultate nicht gleich einstellen.

Wenn sie ihre Ideen jedoch tatsächlich in die Wirklichkeit umsetzen wollen, sollten sie mehr Geduld und Ausdauer entwickeln. Wie die Knospen im Frühjahr sind ihre Ideen zwar vielversprechend, brauchen aber sorgfältige Pflege, um wirklich zu voller Blüte zu gelangen.

Falken-Menschen müssen lernen, dass das Anpassen ihrer Vorstellungen an die Realität nicht bedeutet, ihre Ideale und Prinzipien zu gefährden. Auch wenn sie einmal einen Rat annehmen, verlieren ihre Ideen dadurch nichts von ihrem Wert.

Der Lernprozess des Falken

Die erste Lektion für Falken-Menschen besteht darin, mehr Urteilsvermögen zu entwickeln und maßhalten lernen. Sie lassen sich von ihrem leicht erregbaren Temperament schnell zu heller Begeisterung für Neues hinreißen, ohne seinen wirklichen Wert zu kennen.

Wenn also wieder einmal ein verheißungsvolles neues Projekt lockt, sollten Falken-Geborene ihre Gefühle in den Griff bekommen und erst einmal mit kühlem Kopf seinen Wert beurteilen. Erst wenn sie die positiven wie negativen Aspekte in ihre Überlegungen einbezogen haben, sollten sie entscheiden, ob sie ihre beträchtliche Energie dafür einsetzen wollen.

Falken-Menschen müssen auch Geduld und Ausdauer entwickeln. Es fällt ihnen leicht, etwas Neues anzufangen und dabei den Anführer zu spielen. Doch all zu oft verlieren sie das Interesse, bevor das Projekt beendet ist.

Sie könne sich ihren Enthusiasmus bewahren, wenn sie ihr Vorhaben in einzelne Abschnitte und Aufgaben unterteilen. Dann können sie ihre ganze Energie auf den jeweiligen Teilbereich konzentrieren und so Schritt für Schritt ans Ziel kommen.

Die dritte Lektion des Falken heißt, anderen gegenüber weniger vertrauensselig zu sein und vorsichtiger werden. Es gibt Menschen, die die große Hilfsbereitschaft des Falken ausnutzen wollen und deshalb versuchen, ihn in ihrem Interesse zu manipulieren. Bevor er solchen Zeitgenossen zu Hilfe eilt, sollte er ihre Motive genau ergründen und sicherstellen, dass er dabei seinen Grundsätzen treu bleibt.

Antwort
von Zaadii, 28

Ich empfehle Dir als Einstieg mal das Buch "Simplify your Life" zu lesen.

Kommentar von fdsxs363 ,

Werde ich mir anschauen:)

Antwort
von eniifx, 28

"Orlando Owen" auf YouTube und seiner Website. :) Besser kann man dir nicht helfen

Kommentar von fdsxs363 ,

Schau ich gleich mal rein:)

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