Frage von KimieRaili, 112

Wie faste ich richtig und was ist erlaubt?

Ich bin christin (evangelisch) und möchte in näherer Zukunft ein paar Fastentage einlegen.

Was muss ich beim christlichen Fasten beachten und was darf ich essen und was nicht?

LG

Ps: Kommentare mit Kritik an meiner Religion sind unerwünscht. Lasst mich mein Leben leben.

Antwort
von anniegirl80, 34

Beim christlichen Fasten gibt es keine Regeln.

Du kannst also selber entscheiden wie du es hälts, worauf du verzichtest. Ob auf feste Nahrung oder auch auf Suppe. Ob nur auf Fleisch oder allgemein Essen. Was du trinkst - nur Wasser oder vielleicht nicht mal das.

Man kann auch mal auf Medien verzichten - mir tut das immer wieder sehr gut.

Ich finde, man muss einfach seine Motivation überprüfen, also den Grund für das Fasten. Mache ich es weil ich Gott umstimmen will in einer bestimmten Angelegenheit? Oder damit ich frei werde für äussere Einflüsse und so seine Stimme besser hören kann? Aus Solidarität mit Menschen denen es nicht so gut geht? Um Gott zu gefallen?

Du kannst ja mal in der Bibel schauen was dort alles zum Thema "Fasten" steht.

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute dafür!

Antwort
von Hoppel500, 25

Also bei uns evangelischen Christen gibt es keine Fastenordnungen. Wenn du fasten willst, suche dir eine Sache auf die du verzichtest und dann zu das.
Bei unserm Pfarrer ist das Kaffee, bei unserer Pfarrerin das Rauchen und bei mir sind es Fleisch und Süßigkeiten.
Ich hoffe ich konnte dir helfen.
LG Hoppel500

Kommentar von KimieRaili ,

Bei mir ist es schwer da ich nicht trinke, rauche, keinen Kaffee trinke und kein Fleisch esse. süßes nur einmal in der Woche. mir bleibt da nix.

Kommentar von Hoppel500 ,

Also ich meine damit, dass es auch eine "plastische" Sachen sein kann. Also zum Beispiel Fernsehen oder Computer spielen.

Antwort
von hummel3, 29

Nach dem Neuen Testament der Bibel gibt es keine expliziten Fastenregeln. Und du musst dir auch nicht unbedingt das Fastenbeispiel von Jesus Christus zum Vorbild nehmen und dich 40 Tage in die Wüste zurückziehen.

Fasten ist für Christen eine ganz individuelle Sache. Jeder kann es auf seine Art praktizieren. Üblich ist der Verzicht über einen selbst bestimmten Zeitraum auf bestimmte Lebensmittel, Genussmittel (z.B.: Schokolade, Süßigkeiten), oder auch Getränke z. B. Alkoholika. Fasten kann aber auch den Verzicht auf bestimmte exzessive ausgeübte Verhaltensweisen bedeuten, welche man bei sich festgestellt hat, z.B. Internetsurfen, Smartphone, Fernsehen, Sport, Sex ..... Es gibt also tausend Arten zu Fasten.

Vor allem sollte man bei christlich betontem Fasten bedenken, dass man sich, entgegen manchem altem Kirchenbrauch, damit bei Gott nicht "beliebter" machen kann. Der liebt seine Nachfolger auch ohne Fasten.

Antwort
von chrisbyrd, 9

Gläubige Christen können, müssen aber nicht unbedingt fasten. Wenn sie fasten, bleibt es ihnen überlassen, auf was sie in dieser Zeit verzichten wollen. Das Fasten kann sich auf Essen und/ oder Trinken beziehen, aber auch auf Fernsehen oder andere Dinge. Es gibt keine Vorschriften. Manche verzichten ganz auf Essen, andere essen nur Gemüse. Wieder andere verzichten auf Alkohol oder Süßigkeiten usw.

Wichtig ist aber, dass Christen nicht fasten sollen, um Gottes Gunst zu verdienen oder Seine Liebe zu „vergrößern“. Gottes Liebe zu uns kann nicht größer werden als sie es bereits ist.

Die Bibel sagt in Johannes 3,16-18: "Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat."

Antwort
von clemensw, 59

In der katholischen Kirche gibt es für die Fastenzeit strikte Speiseregeln (z.B. Verzicht auf Fleisch, Eier, Öl, Alkohol, früher auch Milch).

Die evangelische sieht das etwas lockerer: Fasten gilt nicht als Buße, sondern als individueller Verzicht.

Selbst Luther schrieb: "Andererseits, wenn er fände, dass ihm vom Fasten der Kopf wüst und toll oder der Leib und der Magen verderbt würde […], so soll er das Fasten ganz gehen lassen und essen, schlafen, müßig gehen, so viel ihm zur Gesundheit nötig ist."

In so fern gebe ich die Frage zurück: Was stellt für dich ein wirkliches Opfer dar? Auf was würdest du nur ungern verzichten? Handy? Fernsehen? Rauchen? Computerspiele?

Beantworte dir selbst diese Frage und du weißt, wie Du fasten kannst. Nutze die gewonnene Zeit für deinen Glauben.

Weitere Denkanstöße findest du vielleicht bei http://7wochenohne.evangelisch.de/

Kommentar von Katsa1 ,

In der katholischen Kirche gab es diese strikten Regeln. Mittlerweile wird das so wie in der evangelischen Kirche gehandhabt.

Kommentar von KimieRaili ,

Bei mir bleibt nur leider nicht viel übrig. Esse kein Fleisch, trinke keinen Alkohol, keinen Kaffee und Rauche nicht und sitze max. 2 Std am Tag am Handy. . _. 😅

Antwort
von Traizz, 63

"Fasten" muß nicht nur Enthaltsamkeit bei Speisen sein, sondern kann sich auch auf andere Dinge beziehen. Geistiges Fasten z.B. zielt z.B. darauf, sein Denken und Reden rein/frei vom "Unreinen" zu halten. Das habe ich kürzlich in einem Vortrag eines spirituellen Lehrers gehört. Mir scheint das viel wichtiger zu sein als die Frage ob ich eine Zeitlang nichts esse oder bur bestimmte Dinge. Bin selber Protestant.

Kommentar von KimieRaili ,

Man sollte allerdings sich nicht mit spirituellen Lehren bzw Esoterik beschäftigen als Christ. ^^

Kommentar von Traizz ,

jas hast auch wieder recht. Fand das halt hilfreich. ^^

Antwort
von mittelschrauber, 23

Gute Idee. Jesus fastete auch.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community