Frage von Zipfiberger299, 201

Wie ist es beim Bundesheer so?

Hallo Ich habe leider dass Pech dass ich bald dieses halbe Jahr der Sklaverei durchleben muss. Was genau macht man da so den Tag über? Stimmt es dass man von den Ausbildern so oft misshandelt wird? Und wird man da wirklich die ganze Zeit angeschrien und beleidigt? Ich habe den Tauglichkeitsgrad 2. Wie ist es mit dieser Tauglichkeitsstufe dort? Und kann man sich aussuchen was man dort "arbeitet" also mit dem geringen Tauglichkeitsgrad macht man viele Übungen ja nicht mit. Wäre toll wenn mir jemand da ein bisschen erzählen könnte. Ich wohne in Österreich. mfg Thomas

Antwort
von Eraser13, 125

Servus,

ich möchte dir ja nicht zu nahe treten aber mit Tauglichkeit Nr. 2 wirst du von denn meisten Sachen befreit sein, das ist nämlich die niederste Tauglichkeit.

Naja man hört sehr unterschiedliche Sachen vom Bund, bei mir war es im Großen und Ganzen recht reuig, bis auf die Grundausbildung. War aber 7er tauglich also keine Ahnung ob man das vergleichen kann.

Normalerweise macht man mit 2-4er Tauglichkeit nur so Organisatorische Aufgaben, Büro- und Küchendienst, aber mit Sicherheit kann ich dir das nicht sagen.

MfG

Kommentar von Zipfiberger299 ,

Ja das habe ich auch gehört dass man mit 2 irgendwelche Verwaltungsarbeiten macht, weißt du ob man sich da aussuchen kann ob man in der Küche oder im Büro ist?

Ich habe ja alle möglichen Atteste besorgt weil ich untauglich werden wollte was ich jedoch leider nicht ganz geschafft habe.

Und was macht man bei der sogenannten Grundausbildung? Also wie läuft so ein typischer Tag dort ab, in wenigen Sätzen zusammengefasst? 

Kommentar von Eraser13 ,

Naja, normalerweise wird man schon gefragt aber es gib keine 100%ige Sicherheit das du dort hinkommst wo du hin möchtest, da sie eben so einteilen wie sie die Leute brauchen.

Naja die Grundausbildung ist drauf ausgelegt Stress zu erzeugen, damit wollen sie wohl sehen wie man so unter Stress und Zeitdruck reagiert.

Ein sehr Berühmtes Beispiel ist der sog. "Maskenball", da steht die ganze Kompanie/Battrie vor dem Gebäude und dann wird von den Ausbildern eine bestimmte Adjustierung befohlen, dann wir rein gelaufen so schnell wie möglich alles angezogen und wieder rausgelaufen, dann wird wieder etwas andres befohlen, das geht ein par Stunden so durch, da kommst ganz schön ins Schwitzen.

Keine Ahnung ob du das mitmachen must mit deiner Tauglichkeit, aber das ist nur ein Beispiel.

Kommentar von Zipfiberger299 ,

Danke für die Auskunft

Naja gut dann kann ich mir das schon in etwa vorstellen, aber stimmt es schon dass es im großen und ganzen dort sehr langweilig ist oder?

Und wird man von den Ausbildern so oft beleidigt oder heißt es das nur immer?

Kommentar von Eraser13 ,

Naja, ich war C-Kraftfahrer, nach der Grundausbildung und der Fahrschule, war unser Tages ablauf meist

6:30 Aufstehen, Frühstücken bis 7:15, danach bis 9:00 "Arbeiten", von 9:00 bis 10:00 Pause, dann wieder irgendetwas gemacht von 10:00 bis 12:15. von 12:15 bis 13:30 Mittagspause, von 13:30 bis 15:00 noch etwas "Gearbeitet" und dann meistens von 15:00 bis 16:30 "Befohlener Sport", danach war Dienstschluss.

Also nicht wirklich anstrengend. Beleidigt wurde ich eigentlich nie von einem Ausbilder, das sie manchmal lauter werden stimmt schon aber beleidigt wurde nie jemand so weit ich das mitbekommen habe.

Das wirklich "zähere" waren die 24 Stunden Dienste als "Kraftfahrer vom Tag", "Charge vom Tag" oder "Haupttorwache", aber die hatte ich zum Glück nicht zu oft.

Kommentar von Zipfiberger299 ,

Interessant, jetzt habe ich ja mal einen groben Überblick wie es so ist.

Aber was hat das zu bedeuten dass du arbeiten immer unter Gänsefüßchen gesetzt hast?

Und was ist befohlender Sport?

Muss man bei diesen 24 Stunden Diensten wirklich 24 Stunden was tun? Und darf man da nicht mit dem Handy spielen oder?

Kommentar von Eraser13 ,

Da man bei der vermeintlichen "Arbeit" meistens nichts gemacht hat, beim 24 Stunden Dienst hast du normalerweise 4-6 Stunden Schlafzeit + die Pausen zum Essen, sonst musst du immer deinem Dienst nachkommen, und auch bei der Schlafzeit in Bereitschaft sein, Handy Spielen ist natürlich nicht erlaubt, aber wenn dich keiner erwischt ist's auch egal.


Befohlener Sport, ist das wenn dir dein Vorgesetzter sagt du sollst Sport machen egal was, aber es ist kein Ausbilder dabei, wir sind meisten Laufen oder Fußballspielen gegangen und ab und an in die Kraftkammer.

Kommentar von Zipfiberger299 ,

Das kann ich mir vorstellen dass man zB im Büro sitzt und nichts tut bzw 2 Briefe am Tag schreiben muss, das hörte ich jedenfalls einmal.

Ich denke einmal beim 24 Stunden Dienst treibt einen die Langeweile in den Wahnsinn oder? Ich meine wenn man da so ein sinnloses Tor bewacht wo sowieso niemand kommt ist das zum durchdrehen.

Wie oft ist das circa?`

Ja gut dieser befohlene Sport hört sich jetzt nicht so schlimm an.

Danke noch einmal für den Einblick

Kommentar von Eraser13 ,

Kommt in etwa hin, aber es gibt dann halt wieder tage wo du beispielsweise 50 Briefe machen must, bin auch mal an einem Tag über 700 KM gefahren, aber das ist eher die Ausnahme.

Naja, beim 24h Dienst, sind Kraftfahrer vom Tag und Haupttorwache (das Tor wird von 22 bis 6 Uhr geschlossen) die besseren Dienste da man immer mindestens zu zweit ist, da kann man wenigstens ein bisschen plaudern, bei der Charge vom Tag ist man immer hin 4 Stunden alleine wenn der andere schläft oder auch wenn der essen geht. Bei uns waren immer so 2 Dienste im Monat.

Kommentar von Zipfiberger299 ,

Naja gut so schlimm hört sich das nicht an (nicht dass ich Verständnis dafür hätte) 

Also Haupttorwache ist vermutlich zum durchdrehen aber wenn das nur 12 mal oder so ist, überlebt man es auch.

Was ist Charge vom Tag genau?

Glaubst du ist es "besser" mit Tauglichkeitsgrad 2 oder 7?

Kommentar von Eraser13 ,

Sry hab dein Kommentar voll übersehen:

Naja als Charge vom Tag sitzt du nur im Gebäude wo die Schlafräume deiner Einheit sind, am Tag musst du immer "Tagwache" und/oder die Einheit zum Austreten ausrufen, in der Nacht bist so gesehen so eine art "Wache" und passt auf das jeder pünktlich in der Kaserne ist und sich kein Unbefugter reinschleicht.

Kann man schwer sagen, ich denke das beides nicht zu schlimm ist wenn man nicht grade ungute vorgesetzte hatt.

Antwort
von eccojohn, 139

Hallo,

prüfe doch mal, wo es gesetzlich verankert ist, einen Dienstausweis / Pass des Militärs zu seiner Inkraftsetzung unterschreiben zu müssen.

Meines Wissens nach ist es so, das sich dann die gerichtliche Rechtsprechung von der zivilen auf die militärische R. ändert - und da liegt oft  ein Osterhase im Pfeffer !

Vielleicht hat sich dann - wenns denn noch so ist  - der Spuk irgendwie von selbst erledigt ?

Kommentar von Zipfiberger299 ,

Danke für die Antwort

Ich habe leider keine Ahnung von was du da gerade geredet hast.

Bitte um eine kurze Erklärung was du damit sagen willst.

Kommentar von eccojohn ,

Folgendes: Solange Du keine Unterlagen wie einen Militär-Ausweis unterschrieben hast, unterliegts Du wie jeder normale Bürger dem normalen üblichem Gesetz.

Sobald Du dem Militär rechtlich nachweislich angehörst und das durch Deine Unterschrift bestätigst, gilt ein Militärgesetz und das hat ganz andere Bestimmungen und Auswirkungen.

Mach Dich mal schlau, wie es bei Euch in Österreich so ist - ist aber sicherlich genau so versteckt wie in D zu meiner Zeit

Kommentar von Zipfiberger299 ,

Achso ich meinte eher allgemein wie es dort so ist. Also was man dort den ganzen Tag macht wann man frei hat etc.

Aber egal, was ist da zB anders beim Militärgesetz? Normal gilt eine Unterschrift ja nicht wenn man dazu erpresst wird aber hier ist es ja anders. Wo kann man da nachsehen?

Kommentar von eccojohn ,

Freiwillig wird Dich auf dieses kleine "Mauseloch" keiner aufmerksam machen - da hilft nur ein Hintertürchen

Kommentar von WDHWDH ,

Lass den Blödsinn und mach ihn nicht,,....Mit der Einrückung bist du Militär-und unterliegst der Militärrechtsprechung.Er ist Österreicher und n.D

Kommentar von Zipfiberger299 ,

Welches Mauseloch ist hier gemeint? Was sollte man da machen und was bringt es einem? Wenn es eine legale Möglichkeit gibt dieser Sklaverei zu entgehen werde ich es natürlich tun.

Ich verstehe noch immer nicht genau wovon hier die Rede ist.

Kommentar von eccojohn ,

Bevor ich hier noch bildlich gesteinigt werden sage ich mal: Nur die entsprechenden Gesetzestexte lesen und verstehen, wenn nötig mit Hilfe! Und exakt Gesetzestreu bleiben und es ebenso erwarten.

Kommentar von Zipfiberger299 ,

Das bringt mir gerade gar nichts. Kannst du mir vielleicht eine PN schreiben? Du musst es nicht aber ich weiß weder auf was du mich hier hinweisen willst noch was genau verboten sein sollte.

Kommentar von WDHWDH ,

Hast du noch ein paar blöde Vorschläge?

Kommentar von eccojohn ,

Wenn der Experte so reagiert - wurde da das Mauseloch doch tatsächlich gefunden ?

Na ja, wie auch immer. Nicht jeder hat da die gleichen Ansichten zu Pflichten gegenüber einem Staat. Dazu wird´s meist dann auch noch verallgemeinert. Duch lebenslange Zahlung von Steuern und Abgaben a. A. ist aber nun mal auch jeder Bürger der, der die Zeche zahlt, und nicht der, der irgend was geschenkt bekommt. Es wird höchstens mal etwas zurückerstattet, was zu viel abgezogen wurde.

Dieser Umstand wird aber gern hinter niedlichen Aussagen versteckt - weltweit.

Kommentar von Zipfiberger299 ,

Das mit den Steuern stimmt natürlich, man erhält höchstens das zurück was man zahlte bzw das andere besser  Verdienende bezahlten.

Ich hoffe dass das Verständnis für Wahlpropaganda und Aufwände für überflüssige Bürokratie und Verwaltungsaufwand bald verschwindet.

Man bekommt vielleicht die Schule bezahlt aber dafür bekommt man wenn man brutto 4k pro Monat durch fleißige Arbeit verdient nur gut die Hälfte davon zu Gesicht.

Antwort
von WDHWDH, 60

So wie du dich gegenüber deinen Vorgesetzten benimmst, so wird man sich gegenüber dir benehmen. Das Heer ist kein Wunschkonzert, sondern ein Dienst an Österreich, eine kleine Entschädigung für das was man für dich macht (Schule, etc.) Die "Super" Kommentare kommen meistens von Leuten, die nicht beim Heer waren oder sich so benommen haben. Du musst 6 Monate dienen, es liegt an dir -so -oder so! aber es bleiben 6 Monate.

Kommentar von dadita ,

Das Heer ist erbärmliche Zwangsarbeit, Lebenszeitdiebstahl der abstossendsten Sorte und eine Schande für Österreich.

Der Staat hat keinerlei Anrecht auf eine derartige "Entschädigung" denn alles was er in einen Menschen investiert holt er sich mit Abgaben und Steuern doppelt und dreifach zurück. Diese "Entschädigung" ist zudem alles andere als klein, 6 Monate Lebenszeit sind für jeden Menschen welcher ein Ziel in seinem Leben hat ein großer Verlust.

So ein "Super"Kommentar wie deiner kann nur von einem Zwangsarbeitsbefürworter kommen...einfach nur erbärmlich wenn man mit seiner Lebenszeit nicnts besseres anzufangen weiß, als sich von einem Staat ausbeuten zu lassen. 

Kommentar von WDHWDH ,

Warum wechselst du nicht das Land? Du kannst ja wählen-oder bist du dazu nicht in der Lage  weil du den österreichischen Staat brauchst!

Kommentar von dadita ,

Tue ich keineswegs. Ich werde dieses Land auch verlassen, sobald ich jeden Cent an Sozialleistungen herausgequetscht habe, welche mir nach monatelanger Zwangsarbeit zustehen.

Dankenswerterweise hat die Mehrheit der Industriestaaten diesen perversen Zwangsdienst inzwischen abgeschafft. Und sogar der Steuersatz in diesen Staaten ist geringer. Keine Sorge, in knapp einem Jahr ist diese rückständige Bananenrepublik nur noch eine schlechte Erinnerung für mich.

Kommentar von Zipfiberger299 ,

Wie ich sehe ist die Diskussion bereits im Gange, ich möchte dazu kurz rein objektiv betrachtet mein Statement abgeben:

Das Bundesheer ist eine menschenrechtsverletzende Organisation mithelfe derer ein Land Kriege führen kann wodurch Millionen von Unschuldigen sterben. Im zweiten Weltkrieg zum Beispiel wären ohne Wehrpflicht statt 60 mio vl 1-2 mio gestorben.

Heutzutage ist das Österreichische Bundesheer für Kriege zum Glück unbrauchbar geworden, es wird jedoch erhalten um junge Männer zum Zivildienst zu erpressen um auf diese Weise billige Sklaven auf Zeit zu bekommen. Deswegen wird es nicht abgeschafft.

Wehrpflicht sowie Zivildienstpflicht verstößt gegen die Menschenrechte bzw das Verbot der Zwangsarbeit sowie gegen den Grundsatz der Gleichberechtigung. 

Es wäre toll wenn alle jungen Männer sich widersetzen würde, aber wenige können das ja nicht weil sie sonst jahrelang eingesperrt werden.

Soviel zum Allgemeinen, nun zur Sache mit der Entschädigung:

Ein Mann zahlt wenn er sein Leben lang arbeitet üblicherweise mehr ein als er bekommt (außer er hat zB. viele Operationen oder chronische Krankheiten). Neben Sozialleistungen und Sachen wie zB Schule wird viel Geld für Wahlpropaganda usw. veruntreut.

Das Militär ist eine Verschwendung von Geld und Arbeitskraft. Durch Steuern bezahlt man den Verein der einen zur Zwangsarbeit verurteilt.

Niemand dürfte das Recht haben jemand anderen gegen seinen Willen zu etwas zu zwingen. Das einzige wo das zulässig ist, ist wenn zB durch eine Naturkatastrophe viele verletzt werden und dann andere gezwungen werden die Verletzen zu bergen oder ihnen zu helfen, aber das ist etwas komplett anderes.

gebt doch einmal bei der Bildersuche Übersicht Wehrpflicht Europa ein. (die Schweiz ist nicht bei der EU nebenbei bemerkt)

Kommentar von WDHWDH ,

Warum soll dir jemand Geld geben, Soziale Leistungen ,Straßen etc. Ausbildung-niemand kann ihn dazu zwingen-ist deine Meinung!

Kommentar von Zipfiberger299 ,

Ein echt gutes Argument, es ist ja nicht so dass man es geschenkt bekommt, wie gesagt ein durchschnittlicher Mann zahlt mehr ein als er dann "geschenkt" bekommt.

Fleißige Leute die jeden Tag 10 Stunden arbeiten werden ausgenommen und das Geld für vieles ausgegeben. Natürlich bezahlen sie damit indirekt Straßen und die Ausbildung ihrer Kinder usw. aber viel wird leider auch für sinnlose Verwaltung, Überbürokratiesierung oder das Bundesheer ausgegeben.

Ja man wird als fleißiger Arbeitsmensch dazu gezwungen alles mögliche zu zahlen was einen nichts angeht.

Für das Bundesheer werden alle versklavt die in diesem Land wohnen, das darf man nicht rechtfertigen.

Abgesehen davon hat das Militär viel mehr Schaden angerichtet als es für die Allgemeinheit gutes brachte, wenn man sich die Geschichte so ansieht.

Antwort
von WDHWDH, 48

So wie du dich in der Gemeinschaft benimmst, benimmt man sich auch zu dir. Die meisten Schreiber sagen nicht was sie getan haben. Militär ist nun mal Militär-warum bist du nicht zum Zivildienst gegangen?

Kommentar von dadita ,

Vielleicht weil die Wahl zwischen Pest und Cholera keine Wahl ist? Noch 3 Monate zusätzliche Zwangsarbeit werden dem Fragesteller wahrscheinlich kein großer Anreiz gewesen sein.

Kommentar von Zipfiberger299 ,

@ dadita

Genauso ist es, beides ist in etwa gleich schlimm für mich. Das einzige Kriterium nach dem ich "entschieden" habe ist die Lebenszeit die einem durch diese Zwangsarbeit geraubt wird.

Weder möchte ich alten Leuten die Windeln wechseln noch mich von machtgeilen Sadisten die keinen Hauptschulabschluss haben herumkommandieren lassen. Aber der "Staat" erpresst einem unter Androhung von jahrelanger Haft dazu.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community