Frage von Jaehn97, 101

Wie erzieht man ein selbstbewusstes starkes Kind?

Ihr kennt bestimmt alle diese Kinder, die so sensibel sind, nie mal woanders übernachten weil sie immer direkt heimweh kriegen, und bei jedem mist heulen. wie sollte man ein kind erziehen damit es keine memme wird?

Antwort
von Nordseefan, 49

Es gibt sie halt, die sensibelchen, viel kann man da nicht machen.

Beispiel Übenachten: Man kann das Kind immer wieder ermuntern es erneut zu versuchen. wenn es nicht klappt holt man es ohne Vorwürfe ab und bestärkt es: Diesmal hast du schon viel länger ausgehalten als beim letzen mal, super.

Und was für dich/die Erwachsene oder andern Kinder Mist ist wie du es ausdrückst: Für das Kind ist es halt im Moment schlimm. 

Wenn man das dann versteht macht man es für das Kind viel leichter.

Und noch mal: Es muss nicht jeder ein Haudrauf sein.

Antwort
von Goodnight, 1

Man nimmt Kinder so an wie sie eben sind. Man ist selber zuverlässig und überfordert Kinder nicht. Die Kinder schlafen dann bei anderen wenn sie dazu bereit sind. Sie brauchen die Erfahrung, wenn ich Heimweh hab holen mich meine Eltern ab. Vertrauen ist alles und siehe da, plötzlich hat man einselbstbewusstes starkes Kind.

Man muss lernen wann das Kind Verständnis und Trost braucht. Eltern sind die Menschen die dem Kind beibringen wie man solche Situationen meistert.

Verständnis haben und gute Lösungen suchen.

Dabei ist es ausserordentlich wichtig zu erkennen, wann das Kind manipuliert . Nichts fordern ist genau so schlimm wie überfordern.

 Auch sinnvolle Grenzen und Regeln machen Kinder stark. Genau wie die Zuversicht, dass das Kind lernen wird sein Leben zu meistern. 

Zuerst brauchen Kinder Wurzeln, dann Flügel.

Antwort
von Volkerfant, 38

Selbständig werden lassen. Viele Eltern übertreiben es heutzutage mit der Betüttelung. Die Kinder werden gefahren, sie werden beschützt, sie werden beim kleinsten Wehwehchen getröstet. Eltern hemmen manchmal die Selbständigkeitsentwicklung ihrer KInder.

Ich merke das im Kindergarten ganz deutlich. Früher war jedes Kind mit 3 Jahren trocken, heute kommt die Hälfte mit Windeln und wir haben die Arbeit, die Kinder trocken zu kriegen.

Früher konnten sich die Kinder selbst an- und ausziehen, heute machen das die Eltern und wir müssen es den Kindern mühsam lernen.

Früher konnte ein 3jähriges Kind perfekt sprechen, heute sind es nur noch ganz wenige.

Kinder meistern heute keinen größeren Spaziergang mehr, früher waren sie von morgens bis abends draußen.

Ich könnte noch viele Beispiele bringen, aber heute wird einfach mehr Wert auf den intellektuellen Aspekt gelegt, als auf da Wesentliche.

Sie dürfen nicht mehr so früh bei der Oma schlafen, weil das Kind gesagt hat, es hat Angst.

Wir bekommen Kinder, die noch nie, wirklich noch nie alleine von zu Hause weg waren, bei einer Tante, bei einem Freund, bei der Oma. Und die Kiner sollen dann von heute auf morgen 7-8 Stunden alleine ohne Mama im Kindergarten bleiben. Das funktioniert nicht. Die Eltern wissen gar nicht, was sie ihren Kindern antun.

Kommentar von GroupieNo1 ,

Du hast vergessen, dass heute die Mütter die bundesjugendspiele verbieten wollen, nur weil die Kinder nicht damit umgehen können im Sport zu verlieren oder eben nicht so gut sind wie andere.  Und wenn die Kinder dann frustriert nach Hause kommen schreiben die Mütter Petitionen gegen solche Veranstaltungen.

Kommentar von OlliBjoern ,

Ja, das ist ja ok. Aber ich möchte auch mal eine andere Seite schildern: ich war früher ein sehr schlechter Schwimmer. Unser Sportlehrer hat immer mich (absichtlich) zum Startsprung gerufen, damit ich das vormache. Danach hatte er einen guten Schwimmer gerufen. Und dann hat er (der Lehrer) damit zeigen wollen, wie man es macht und wie man es nicht macht (das war ich).

Das war kein Zufall, das war Absicht.

Ich habe mir das eine Zeitlang gefallen lassen, irgendwann hatte ich die Schnauze voll. Ich habe meine Mutter gebeten, mit ihm zu sprechen. Und das finde ich bis heute richtig.

Seitdem hatte er mich (spöttisch) mit "Herr von und zu" angeredet (und ich hatte genau gemerkt, wie es ihm nicht geschmeckt hatte).

Aber ich hoffe, er hat dabei was gelernt.

Zum Selbstbewusstsein gehört auch, sich nicht alles gefallen zu lassen. Auch das muss man als Kind lernen.

Es geht mir nicht um das "schlecht sein", es geht darum, sich nicht jede (ungerechtfertigte) Demütigung gefallen zu lassen. Es hätte ja vollkommen genügt, einen guten Schwimmer das zeigen zu lassen.  

Kommentar von Volkerfant ,

Ja, du hast recht. Man muss sich nicht demütigen lassen, manche Lehrer machen das sehr gerne, auch heute noch.

Zu einem selbstbewussten Kind gehört auch, dass es weiß was es will und was es nicht will, dass es diese Entscheidung auch äussern kann und seinen Standpunkt trotz anderer Meinung beibehält.

Zu einem selbstbewussten Kind gehört auch, dass es NEIN sagt und NEIN meint und andere dies akzeptieren müssen.

Antwort
von maulmau, 44

Ich erzähl dir mal, mit welcher Methode ich aus meinen Kind einen selbstbewussten kleinen Rabauken gemacht habe: ich war von Anfang an jederzeit für es da. Die ersten 8 Monate waren wir rund um die Uhr zusammen. Ich habe es ständig am Körper getragen, auf jedes Schreien direkt reagiert. Ich weiß nicht, ob es tatsächlich daran liegt, aber im Gegensatz zu ihren zahlreichen kleinen Freunden, verhält mein Kind sich selbstbewusster und ist nicht auf mich fixiert. Ich schätze, es ist die instinktive Sicherheit, dass "Mama schon da sein wird, wenn es brenzlig wird". Beispiele, die scheinbar nicht selbstverständlich sind: schläft seit dem 1. Geburtstag alleine im eigenen Zimmer; Papa oder Omas werden jederzeit als Betreuungsperson akzeptiert und respektiert; keine Hemmungen fremde Leute zu begrüßen, bzw. Bitte und Danke zu sagen; Übernachtet gerne woanders ohne Eltern oder geht alleine zu Spielnachmittagen; Besucht gerne den Kindergarten und brauchte keine Eingewöhnung; knüpft schnell Kontakt zu anderen Kindern; setzt deutlich seinen Willen durch, ohne gewalttätig oder unhöflich zu sein. Als weinerlich würde ich mein Kind nicht bezeichnen, es weint zum Beispiel bei Schmerzen oder Unwohlsein, aber das wird weniger, je größer der Wortschatz ist, um mitteilen zu können, was dem Kind gerade fehlt.
Die 8 Monate waren echt extrem hart, trotzdem würde ich bei einem nächsten Kind genauso handeln und versuchen, ihm die größtmögliche Sicherheit zu geben, um eine starke Persönlichkeit daraus entstehen zu lassen.

Antwort
von MildeOrange, 39

Nicht verhätscheln, vieles selber machen lassen, zu Eigenständigkeit erziehen und vor allem respektvollen Umgang mit anderen beibringen.

Antwort
von theFIST, 39

Freiheit lassen, darunter auch die Freiheit, von Zeit zu Zeit etwas dummes oder schmerzhaftes zu tun

Dinge nicht aufzwingen, aber auf Abmachungen bestehen

und natürlich zu deinem Wort stehen, dein Kind muss dir vertrauen können, um Sicherheit zu haben

Antwort
von robi187, 48

wir haben viel in gruppe ein wochenende verbraucht.

dort wurde immer ein grosses programm mit elter kinder gemacht und jeder hat sich auf seine art eingebracht.

ein ganz anderer fokus.

schaue mal wenn du willst

w w w . e k p . de

Antwort
von musso, 41

sensible Kinder als Memmen zu beschimpfen empfinde ich als eine ziemliche Beleidigung!

Antwort
von Jonathangebe71, 37

Auch mal zuhauen wenn es was falsch macht....Nicht immer alles geben und auf die wünsche eingehen....Mal abends alleine Zuhause lassen oder mal einkaufen schicken....Du erwähnst leider nicht das Alter, deswegen kann ich nur eine ungenaue Hilfestellung leisten

Kommentar von Leif3222 ,

auf keinen fall zuhauen das ist verboten

Kommentar von musso ,

schlagen ist zum Glück strafbar!

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