Frage von Grobsen,

Wie erstellt man eine qualitative Umfrage ?

Im Rahmen meines Studiums möchte ich gerne Interviews nach Vorbild einer qualitativen Umfrage durchführen, habe jedoch so gut wie keine Erfahrung damit. Hat jemand mit mehr Erfahrung evtl. Material (Links, Literatur, Anleitungen, Beispiele, alles hilft), das mir in den Sattel helfen könnte ?

Vielen Dank im Voraus ;-)

Antwort von Arthorius,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Aus deiner Frage geht leider nicht genau hervor, was du an einer Umfrage nicht verstehst, deswegen gehe ich jetzt davon aus, dass du nicht weißt, wie du in der Praxis vorgehen musst.

Das ist ganz einfach: Du gehst in die Innenstadt und fragst ca. hundert Personen aus der Zielgruppe der Umfrage (einhundert sind natürlich perfekt, da das 100% entspricht). Wenn du "Lampenfieber" hast, dann nimm einen Freund oder eine Freundin mit. Und wenn du ganz viele Freunde hast, dann kann jedes "Team" einen Anteil der hundert Leute übernehmen :D. Danach wertest du das ganze aus und schon hast du deine Aufgabe erfüllt!

Arthorius


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Kommentar von Tobias87,

So einfach ist es dann doch nicht, wenn man mehr als eine Umfrage ohne jede Aussagekraft bekommen will:

"Du gehst in die Innenstadt"

Ist nur bei bestimmten Themen sinnvoll.

"und fragst ca. hundert Personen aus der Zielgruppe der Umfrage (einhundert sind natürlich perfekt, da das 100% entspricht)"

Qualitative Interviews mit 100 Leuten? Da ist der Fragesteller bis ans Jahresende mit der Auswertung beschäftigt. Und 100 Leute sind nur dann 100%, wenn die Population die Größe 100 hat, bei einer Populationsgröße von 10.000 ist 100 gerade mal 1%.

"Wenn du "Lampenfieber" hast, dann nimm einen Freund oder eine Freundin mit. Und wenn du ganz viele Freunde hast, dann kann jedes "Team" einen Anteil der hundert Leute übernehmen"

Und wenn die Freunde nicht wissen, wie man ein gescheites Interview durchführt, ist deren ganze Arbeit umsonst gewesen.

"Danach wertest du das ganze aus"

Das sagt sich so einfach. Dauert pro Interview ein paar Stunden, auch wenn man schon weiß, was man machen soll.

"und schon hast du deine Aufgabe erfüllt!"

Nicht ganz. Nach der ersten Interviewrunde können sich z. B. neue Fragen für kommende Interviews auftun.

Merke: Interviews in Fußgängerzonen, wie sie bisweilen in Fernsehsendungen auftauchen ("Wir gingen in die Stadt und haben die Leute gefragt, was sie von ... halten") sind unwissenschaftlich und können vergessen werden, wenn man wirklich etwas erforschen will.

Antwort von Tobias87,

Der Grund, weshalb es zu dem Thema Lehrbücher, Seminare und Vorlesungen gibt, ist der, das sich sowas nicht einfach über eine Antwort z. B. auf GF vermitteln lässt. Wenn du es ernst meinst und mehr als eine pseudowissenschaftliche Befragung ohne Aussagekraft durchführen willst, wirst du nicht umhinkommen, dir das Wissen über die eingangs genannten Wege anzueignen. Das das nicht von heute auf morgen geht, versteht sich von selbst, aber man geht ja auch in einen Malkurs nicht mit der Erwartung, eine Woche später ein Bild zu malen, das man irgendwann mal in einem Museum anschaut.

Antwort von Adjany,

jede Umfrage hat mindestens ein Ziel, das klar definiert werden soll. Dahinten stecken eine Reihe von Hypothesen, Annahmen, die in der Umfrage zu prüfen wären. Am besten eignen sich offene Fragen, also nicht welche die mit ja oder nein zu beantworten sind; und gib acht, bei Aufteilung in Kategorien, nach welchen Glaubenssätzen dies erfolgt. Eine seriöse Umfrage hat als Ziel, die Hypothesen zu überprüfen, also ob der Markt dies auch so, wie sich die Forscher das vorstellen, sieht. Die Kunst ist, die Fragen so zu formulieren, das noch Platz bleibt für Meinungen, die anders sind oder sogar noch nie in den Köpfen der Fragenden Platz fanden.

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