Frage von Nisi2409, 31

Wie errechnet man die Steuerlast bei einer Ausbildung und Kleingewerbe?

Ich verdiene in meiner Ausbildung brutto ca. 10.000 Euro. Neben meiner Ausbildung möchte ich ein Kleingewerbe anmelde. Ich weiß , dass ich eine Grenze von 17.500 Euro habe. Heißt das, dass ich nach Abzug aller meiner kosten nur noch 7.5000 Euro dazu verdienen darf? Und muss ich diese 10.000 Euro ausbildungsvergütung auch in die EÜR als Einnahme eintragen? Natürlich werde ich noch zu einem Steuerberater gehen, wenn es soweit ist. Um aber einen ersten Einblick zu bekommen, wäre eine Antwort im Vorhinein super!

Antwort
von Petz1900, 20

Die Grenze von 17.500 gilt nur für ie Umsatzsteuer und nicht für die Einkommensteuer. Wenn dein Umsatz aus dem Gewerbe über 17.500 € liegt bist du im nächsten verpflichtet Rechnungen mit Umsatzsteuer auszustellen.

Die Ausbildungsvergütung hat damit überhaupt nichts zu tun und gehört schon mal gar nicht in die EÜR.

Die Ausbildungsvergütung gehört nur auf Anlage N.

Antwort
von lordy20, 21

Die Grenze für die Umsatzsteuer liegt bei 17.500 €, aber der Steuerfreibetrag ist bei 8652 €, ab da musst du Steuern zahlen.

Die Ausbildungsvergütung gehört nicht in die EÜR, das ist ja keine Einnahme aus einer selbständigen Tätigkeit.

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Steuern, 19

Kleingewerbe gibt es nicht.

Was Du meinst ist "Gewerbe als Nebenerwerb" udn umsatzsteuerlicher "Kleinunternehmer."

Die 17.500,- Euro Grenze betrifft nur die Umsatzsteuer. Wenn der Umsatz (Einnahmen nicht Gewinn) diese Grenze im Vorjahr nicht überstiegen hat, wird die Umsatzsteuer nicht erhoben.

Der Gewinn ist zusammen mit den Einkünften aus ncihtselbständiger Arbeit in die Einkommensteuererklärung einzutragen (Anstellung Anlage "N" Gewinn Anlage "G").

Da von Deinen 10.000,- brutto ja der Arbeitnehmerpauschbetrag von 1.000,-, sowie die Vorsorgepauschale runter gehen, wird Einkommensteuer erst anfallen, wenn Dein Gewinn ca. 1.500,- Euro übersteigt. dann fängt es für den übersteigenden Betrag mit 14 % an, wobei der Steuersatz dann langsam wächst.

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