Frage von DrCook, 130

Wie ernst nimmt ein Moslem den Koran?

Ich bin hier bei GF nun bereits auf viele Fragen betreffs des Korans gestoßen, die von Muslimen gestellt wurden.

Dabei hat sich mir eine Frage aufgedrängt: Wie gut kennt und wie ernst nimmt ein "durchschnittlicher" Muslim den Koran? Eher so wie der Durchschnittsdeutsche die Bibel? Ich möchte jetzt keine Wahrheitsdiskussion auslösen oder ab wann man ein Ungläubiger ist, sondern mich interessieren nur eure Erfahrungen mit dem Thema. Vltt findet sich ja auch ein Moslem, der erklären kann, ab wann man eigentlich als Moslem zählt.

Antwort
von sl3456, 81

Wie bei jeder anderen Religion ist die spannweite (nach meiner Erfahrung !!!)

von Toternst über "Ich halte mich bis auf wenige aufnahme" dran bis zur ignoranz komplett vorhanden

Antwort
von suziesext07, 27

also ein Durchschnitts-Moslem kennt Zitate, die er im Koranunterricht eben vorgelsen gekriegt hat, also die Torah-Geschichten, dass es vier Haupt-Vorläufer von Mohamed gab, dass der Koran unverändert von Gott auf Mohamed übertragen und von Mohamed über die Kalifen an uns heutige. Die 5 Säulen des Islam. Meist wars das dann auch. Und bei Gewissensskrupeln, die ein Durchschnitts-Moslem im Alltag bekommt, fragt er in Foren: ist es haram, xyz zu tun? Und dann schreiben ihm eben die ganzen rechtskundigen Autoräten bis in alle Einzelheiten, wie er sich zu verhalten habe, um nicht in der Hölle zu landen.

Würden sich manche Moslems die Mühe machen, selber mal im Koran mit Herz und gesusndem Menschen-Verstand zu studieren, statt sich immer nur von religiösen Kleinkrämern Vorschriften anzuhören, dann bekämen sie evt mehr Luft, um ihre Lebensfragen und Lebensprobleme selber lösen zu können.

Antwort
von IchGott1, 42

Die Spannbreite ist hier enorm weit, es gibt einige Gruppierungen die den Koran wörtlich interpretieren, und andere die den Koran relativ locker und in Relation zur heutigen Zeit interpretieren z.b. die Alewiten. Auch innerhalb der einzelnen Gruppierungen gibt es sehr variable Interpretationsarten.

Ich persönlich finde das man dieses Buch wenn überhaupt im Lichte unserer Zeit interpretieren soll, denn es gibt und gab nie meinen Wörtlichen Willen wider.

Ich habe zwar das eine oder andere Mal einen Plausch mit Mohamed gehalten, dieser hat aber in meine Worte viel hineininterpretiert und einiges nicht korrekt widergegeben.

Aber Ihr Menschen seit frei, zu tun und zu lassen was Ihr wollt ich bin nicht hier um euch Vorschriften zu machen.

lg Gott/Allah/Jahwe 

Antwort
von MorthDev, 70

Das kann man einfach nicht sagen. Es gibt da keinen Durchschnitt.. Einige sehr streng und einige nicht oder weniger.

Kommentar von MysticArms ,

Klar gibt's da einen Durchschnitt. Nur kennen wir diesen nicht ^^

Kommentar von MrsPrinzessin ,

Das finde das auch so, anders kann man es nicht sagen. Die einen mehr die anderen weniger.

Antwort
von Jogi57L, 21

also so, wie es mir erklärt wurde... kann man als Moslem einige Dinge des Korans verstehen... andere eben nicht....

Dazu braucht man dann zusätzlich die "Sunna"... wo man sich an der Lebensweise des Propheten orientieren kann...

Da auch dort nicht alles enthalten ist, was auf die heutige Zeit zu trifft, braucht man noch "Fatawa"....

...ich selbst kenne Mosleme, die sich GENAU daran orientieren....

1.) Was steht im Koran

2.) wie hat der Prophet DAS vorgelebt

3.) Was sagen die Gelehrten 

Dabei unterscheiden sich allerdings die Interpretation der Lebensweise des Propheten und der "Fatawas"... je nach Zugehörigkeit... ( Shiiten, Sunniten... und deren Untergruppen )

als Kontrapunkt... 

sagte mir eine alevitische Muslima ( beim Döner-Stand) neulich (scherzhaft...?):

"Wenn der Prophet heute auferstehen würde, und den Islam sehen würde... würde er wahrscheinlich  Atheist werden ..."

Jaaa.. ich habe das Gefühl... innerhalb dieser o.a. "Bandbreite" bewegt sich der heutige Islam... und der Zugang der Mosleme zum Islam.

Mit dem "Durchschnittschristen" nicht direkt vergleichbar... allenfalls in "Teilen".....

... Da mir momentan KEINE christliche Gruppe bewusst ist... die sagt:

"wir wollen einen Staat, wo biblische Regeln gelten... und die Richter ihre Rechtssprechung anhand der Bibel begründen..."

Antwort
von hooperL, 18

als ex muslim kann ich sagen:
viele muslime können den koran zwar lesen, verstehen es aber nicht (außer die, die arabisch verstehen können).
meistens glauben sie einfach an das, was ihnen erzählt wird (familie, moschee, umgebung). viele sind auch die sogenannten "hauptsache-kein-schweinefleisch-muslime" und picken auch mal irgendwelche verse ausm koran raus, wenn's ihnen grad so passt.

Antwort
von josef050153, 7

Das kommt auf den Menschen an. Manche beten zu den festgesetzten Zeiten, halten sich an die Speisegebote, fasten im Ramadam ... Andere nehmen das etwas lockerer.

Antwort
von AchsooOk, 36

Das ist relativ. Es gibt Menschen die den Koran gut kennen, sich viel damit beschäftigen und möglichst alles praktizieren was ihnen vorgegeben wird.
Und es gibt Muslime die alles gelassener angehen, nicht viel praktizieren und auch wenig wissen.
Man kann das aber nicht auf die gesamte Religion ISLAM verallgemeinern :)

Antwort
von Bernerbaer, 39

Was hat ein Durchschnittsmuslim mit einem Durchschnittsdeutschen zu tun?

Das eine ist eine Religion und das andere ein Staat!

Kommentar von DrCook ,

Ich wollte nicht Durchschnittschrist schreiben
Außerdem kann man das vergleichen, da es einfach nur eine Gruppe von Menschen beschreibt!

Kommentar von mamiej ,

Es gibt eine Menge Muslime, die deutsch sind. Deshalb kann man das nicht vergleichen, oder wo sollten die dann dazu zählen, zu den Deutschen oder zu den Muslimen?

Antwort
von Ozgurluk, 23

Wenn du hier einen streng gläubigen meinst ist die Antwort klar..

Antwort
von hauseltr, 50

Die meisten Muslime kennen vom Koran nur das, was ihnen erzählt wird.

Anders ist es bei den Christen auch nicht!


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