Frage von Stellaaxd, 59

Wie ermittle ich Satzglieder?

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Expertenantwort
von Volens, Community-Experte für Grammatik, Schule, Sprache, ..., 15

Da wird immer mehr hineingeheimnist, als drin ist.
Um einen Satz zu analysieren hat man einige Fragen. Man fragt sich durch wie in einer fremdem Stadt. Ganz wenige Fragen führen zu den Hauptadressen. Das ist erst einmal wichtig! Später kann man sich um die kleinen Straßen kümmern,

Du suchst im Satz eine Tätigkeit oder etwas Ähnliches wie "sein, wollen oder können".

Ich habe hier zwei Beispielssätze, an denen ich das klarzumachen versuche.

Satz 1: Der große Hund schenkt der kleinen Katze einen netten Blick.
Satz 2: Max kann dem kleinen Hund nichts abschlagen.

In Satz 1 ist "schenkt" die Tätigkeit. - Das nennt man Prädikat.
Ab jetzt stellen wir (fast) alle Fragen mit dem Prädikat.

a) Wer oder was schenkt? Gefragt wird nach dem 1. Fall. Antwort: der große Hund. (Das ist das Subjekt.) Damit hat man, was bei uns der einfache Satz heißt: Subjekt und Prädikat. - Es wird für jeden Satz gebraucht, um ihn als Satz zu erkennen:       Der große Hund schenkt.

b) Wen oder was schenkt er? Gefragt wird nach dem 4. Fall. Antwort: einen netten Blick. (Das ist das Akkusativobjekt.)

c) Wem schenkt er (den netten Blick)? Gefragt wird nach dem 3. Fall. Antwort: der kleinen Katze. (Das ist das Dativobjekt).

Jetzt das Gleiche für Satz 2. Diesmal tritt das Hilfsverb "kann" als Prädikat auf. Dabei steht noch "abschlagen". Es gehört zum Prädikat dazu.
a) Wer oder was kann? - Max kann. Max ist also das Subjekt.
b) Wen oder was kann er abschlagen? nichts. (Akkusativobjekt)
c) Wem kann er nichts abschlagen? dem kleinen Hund. (Dativobjekt)

Hast du's gemerkt. Ein Fall fehlt noch. Das ist Fall, der früher viel beliebter war und uns heute machmal Schwierigkeiten macht. Wir brauchen wieder unsere Sätze. Diesmal

Satz 1: Der Mann gedenkt seines Vaters.
Satz 2: Johannes ist begierig des Nikotins.
(Altertümlich klingende Sätze. Viel macht man heutzutage auch nicht mehr mit dem 2. Fall, was viele bedauern.)

Subjekt bei Satz 1 ist: der Mann
Prädikat ist:               gedenkt
d) Wessen gedenkt er? seines Vaters (Genitivobjekt)

Subjekt bei Satz 2 ist: Johannes.
Prädikat:                    ist begierig.
d) Wessen ist er begierig? des Nikotins (Genitivobjekt)

Ich schreibe das erst einmal weg, bevor mir GF wieder abschmiert.

Kommentar von Volens ,

Für die "Hauptstraßen" fehlen noch drei Fragen.

Satz 1: Der Besucher kommt um drei Uhr keuchend am Bahnhof an.
Satz 2: Der Fahrer will ausgeruht um drei Uhr auf seinem Parkplatz sein.

Einfacher Satz 1: Der Besucher kommt an.
e) Wo (wohin, woher) kommt er an? am Bahnhof. (adverbiale Bestimmung des Ortes)
f) Wann kommt er an? um drei Uhr. (adv. Best. der Zeit)
g) Wie kommt er an? keuchend (adv. Best. der Art und Weise)

Einfacher Satz 2: Der Fahrer will sein.
e) Wo (wohin, woher) will er sein? auf seinem Parkplatz (adv. Best, des Ortes
f) Wann will er da sein? um drei Uhr. (adv. Bestimmung der Zeit)
g) Wie will er da sein? ausgeruht. (adv. Best. der Art und Weise)

Damit kann man sich schon ganz gut durch einen Satz durchhangeln.
Es fehlt auch nicht mehr viel.

Antwort
von ilprincipe, 11

Was von Vorteil sein könnte, wäre auch das Verständnis der Wortarten.

Expertenantwort
von adabei, Community-Experte für Grammatik, Schule, Sprache, ..., 21

Diese Seite kann dir helfen:

http://online-lernen.levrai.de/deutsch-uebungen/grammatik_5_7/17_alle_satzgliede...

Antwort
von Lotzgeburt, 17

Satzglieder
ermitteln:

Jeder
Satz wird von einem Grundgedanken her
geplant. Deshalb folgen die Wörter
nicht willkürlich aufeinander, sondern
entsprechen einer syntaktischen Ordnung.

 

Aufgaben:

1.
Bilden
Sie aus folgenden Wörtern einen
sinnvollen Satz. Welche
Veränderungen stellen Sie fest?

Vorfall
- ungewöhnlich - ein - melden - am -
Abend - vergangen - aus - werden -
München


    Es
    ändert sich die Stellung der
    Wörter im Satz.



    Jedes
    Wort kann an jeder beliebigen
    Stelle im Satz stehen.



    Manche
    Wörter bilden eine Wortgruppe und
    bleiben beieinander.



    Alle
    Wörter erhalten neue Endungen.



    Einige
    Wörter erhalten neue
    Beugungsformen.


 

Ordnung
im Satz schaffen die Satzglieder. Um
festzustellen, aus wie vielen
Satzgliedern ein Satz besteht, kann man
die Verschiebeprobe machen.
Stellen Sie folgende Sätze so um, dass
sie grammatisch und sinngemäß richtig bleiben. Die
Wortgruppen, die sich nicht voneinander
trennen lassen, bilden einen Satzteil.

 

2.
Aus
wie vielen selbstständigen Satzgliedern bestehen
folgende Sätze? Tragen Sie die
entsprechende Ziffer ein.


    Herr
    und Frau Maier füttern ihre Katze
    zweimal täglich.



    Meinem
    Hund gebe ich nur morgens etwas zu
    fressen.



    Auch
    die liebenswertesten vierbeinigen
    Hausgenossen brauchen eine gewisse
    Erziehung.



    Nach
    einem Überfall erreichte ein
    Geschäftsmann mühsam das Telefon.



    Mit
    seiner Nase alarmierte der von
    Einbrechern gefesselte Münchner
    Gebrauchtwarenhändler  vor zwei Wochen
    die dadurch auf ihn aufmerksam gewordene
    Polizei des Freistaates Bayern.


Expertenantwort
von AstridDerPu, Community-Experte für Grammatik & Sprache, 9

Hallo,

so fragt man nach den Satzteilen:

- Subjekt - wer oder was?

- Prädikat - macht / geschieht?

- Objekt - was? / wessen (Genitiv)? / wem (Dativ)? / wen (Akkusativ) /

- adverbiale Bestimmung der Art und Weise - wie?

- adverbiale Bestimmung des Ortes - wo?

- adverbiale Bestimmung der Zeit - wann?

- adverbiale Bestimmung des Grundes - wieso / weshalb / warum?

Nicht jeder Satz hat alle Satzteile.

AstridDerPu

Antwort
von KillerSteveHD, 21

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