Frage von Zuckerlilly, 187

Wie erklärt sich der Wahlerfolg von der FPÖ?

Haben wir nichts aus unseren Fehlern gelernt,...

Antwort
von voayager, 74

In ganz Europa macht sich ein Rechtsruck breit, dass ist daher kein ausschließlich österreichisches Problem! Die Rechtstendenzen entstanden und entstehen dadurch, dass die jetzigen staatstragenden Politiker rundweg versagt haben, für die Bevölkerung keine befriedigende Lösung anbieten. Allerorten Arbeitslosigkeit, Arbeitshetze, Sozial,- u. Demokratieabbau, Militäreinsätze, das der "Stoff", der uns dargeboten wird.

Normalerweise wäre in einem solchen Fall ein mächtiger Linksruck fällig, doch der bleibt vorerst aus, schon weil in Osteuropa der Sozialismus versagte, schon weil die Linke in sich zerstritten ist, schon weil sie sich mit Dämlichkeiten oder aparten Extras zu sehr beschäftigt, zu nennen wäre da:

1. Gendereien/ politicaL correctness

2. Radikalfeminismus

3. Homosexualität

Was jetzt notwenig ist, wäre Folgendes:

a) energisch geführte Sozialkämpfe einschließlich mächtiger Streiks

b) gezielter Antimilitarismus

c) Kampf für Rückgewinnung verlorener demokratischer Rechte sowie Zuwachs neuer dsbzlg. Rechte

Kommentar von Nunuhueper ,

Was für Kämpfe?

Kommentar von voayager ,

gibt es noch nicht, sie stehen an, stehen noch aus

Antwort
von DrunkenHolger, 88

Hey,

in Österreich spitzt sich die aktuelle politische Lage, wie auch in Deutschland, zu. Die Bürger haben das Gefühl von ihrer Politik nicht mehr gerecht vertreten zu werden und suchen Alternativen.

Häufig hört man den Kommentar: Die großen Parteien wären Einheitsbrei und somit austauschbar. Es wäre also egal wer gewählt wird, es würde sich in dem jeweiligen Land nichts verändern. 

Stillstand ist häufig ein Grund für Unzufriedenheit in einer Gesellschaft. Durch beispielsweise übermäßig komplizierte Bürokratie wird der Motor extrem verlangsamt. Die Wähler wünschen sich schnellere Entscheidungen, ohne viel Gerede. Frei nach dem Motto: Taten statt Worte. Dies erkennen sie gerade in den rechten Parteien wieder. Vergleiche die Aussagen und Vorschläge der Politiker der verschiednen Parteien. Du wirst feststellen, dass die "etablierten" Parteien eher die Verbesserung des bestehenden Systems anstreben und die sogenannten "Protestparteien" große Veränderungen anstreben.

Mfg

DHolger

Antwort
von suziesext06, 54

nein: Wir Merkel/Gabriel/Maas, wir Lobbyokraten CDU/SPD/Grüne haben nüscht aus unseren Fehlern gelernt, und zwar unserem Hauptfehler:

keine Regierung kann auf Dauer gegen sein Volk regieren, den Amtseid brechen -dem Wohle des deutschen Volkes zu dienen - , gegen geltende Gesetze verstossen bzw sie einfach nicht anwenden und en masse Gesetze verabschieden, die vom Bundesverfassungsgericht dann gerügt oder kassiert werden müssen.

Nein, wir Deutschlandabschaffer haben nichts gelernt, sondern werden auf unseren gutdotierten Posten und Positionen ausharren solange, bis wir vom Spielfeld müssen. Na ja, wir haben ja immer noch unsere idyllischen Refugien, in Panama und anderswo, nicht wahr?

Antwort
von egglo2, 81

Weil es wohl viele Menschen gibt, die die aktuelle Politik satt haben.

Würden sich die sogenannten Volksparteien mehr um das Befinden der Menschen kümmern, dann hätten extremere Parteien weniger Stimmen.

Aber die Realität sieht eben so aus, dass die etablierten Parteien versuchen, die Stimmungen, die nicht in das Konzept passen, zu ignorieren.

Es kommen dann solche Sprüche, wie :" Wir müssen den Menschen Politik besser erklären." oder ganz pauschal "Wir schaffen das". Auch die Aussage "Der Islam gehört zu Europa (Deutschland, Österreich)" wird von vielen Bürgern nicht so gefühlt.

Man muss den Leuten nicht erklären, wie Politik funktioniert. Es gibt aber eben Meinungen, die gegen die Entscheidungen der aktuellen Politiker stehen. Daher überrascht mich die Entwicklung in Europa nicht.

Ganz klassisch ist doch TTIP. Hier werden die Bürger doch definitiv für dumm verkauft, aber der Prozess wird gnadenlos durchgezogen.

 

Kommentar von Zuckerlilly ,

Bin selbst auch gegen TTIP, in diesem Punkt sind sich vermutlich alle Bürger/innen Österreichs und Deutschland einig. 

Kommentar von egglo2 ,

Und was passiert???? Es wird trotzdem durgedrückt und die Öffentlichkeit nicht wirklich informiert. Also, wie kann man dann überrascht sein, wenn die Bürger die Nase voll haben?

Antwort
von Realito, 79

Viele Menschen in Österreich waren schon immer sehr Rechtslastig wie man seit jahren beobachten kann. Insofern musste dies irgendwann wieder zum Ausbruch kommen. Aber, die Sache ist noch nicht gegessen wenn Ganz Österreich bei der nächsten Entscheidung mobilisiert wird und die Angst sich verflüchtigt!

Antwort
von Stadtreinigung, 95

Wie so oft,leider zu oft,es ist eine Protestpartei,vermutlich da einige Politiker sich zu sehr vomVolk entfernt haben

Expertenantwort
von atzef, Community-Experte für Politik, 71

Nun ja, Österreich hat bei weitem auch keine so ausgeprägte freiheitlich-demokratische und rechtsstaatliche Tradition.

Dafür viel mehr Erfahrung und Routine im Verdrängen und unter den Teppich kehren von Menschenrechtsverbrechen. Und vor diesem Hintergrund einen viel unkritischeren Umgang mit der verbrecherischen Dimension von Nationalismus und herrenmenschlichem Rassimsus.

So haben die Österreicher im ersten Weltkrieg schon barbarischste Verbrechen auf dem Balkan begangen, die denen der späteren Nazis in nichts nachstanden - nur kritisch aufgearbeitet wird das bis heute nicht.

Nach dem 2. Weltkrieg haben sich die Österreicher neutralisieren lassen und sich damit aber auch aus einer kritischen Aufarbeitung der eigenen Mitverantwortung für die Naziherrschaft herausgewunden - die konnte man so leichter den Deutschen alleine zuschanzen.

Schon vor der Machtübernahme durch die Nazis herrschte in Österreich eine klerikal-konservative Präsidialdiktatur.

Das alles manifestiert sich nun als politisch-kulturelle Rückständigkeit in Form solcher Wahlergebnisse.

Wobei das natürlich gleichzeitig auch ein erbärmliches Armutszeugnis für die demokratischen Teile der österreichischen Gesellschaft ist, solcher Dumpfbacken nicht Herr werden zu können.

Kommentar von Zuckerlilly ,

Die Deutschen haben alle Schuld auf den gebürtigen Österreicher: Adolf Hitler geschoben, nennst du das etwa eine gelungene Aufarbeitung der Vergangenheit ? 

Kommentar von atzef ,

Das hat vor allem die Generation der KZ-Kommandanten und -Wärter, der Ofenbauer und Lokführer versucht. atürlich war das keine gelungene Aufarbeitung.

Aber dabei blieb es ja nicht. Die 68er Studentenrebellion und im Folgenden die Anfangsära der sozialliberalen Regierungskoalition haben den Weg breit freigemacht für eine intensive und langanhaltende, äußerst selbstkritisch geführte Auseinandersetzung mit der deutschen Nazivergangenheit. Insofern beschrebt dein Einwand lediglich die Phase der Entstehung der Bundesrepublik und greift insofern hoffnungs- ud aussagelos zu kurz.

Kommentar von Nunuhueper ,

Zitat:

"...Wobei das natürlich gleichzeitig auch ein erbärmliches Armutszeugnis für die demokratischen Teile der österreichischen Gesellschaft ist, solcher Dumpfbacken nicht Herr werden zu können".

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Deine Anspielung hier ist auf auf die zwei Weltkriege gerichtet, meinst Du etwa, der nächste Weltkrieg geht gegen die "Dumpfbacken" ?

Kommentar von atzef ,

Konservatismus, also Nationalismus, Antidemokratismus, Rassismus, Militarismus, hat schon immer verbrecherische "Früchte" getragen, wenn er sich radikalisiert.

Sollte sich diese Strömung erneut durchsetzen können, wird das erneut unfreundliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Antwort
von 3plus2, 26

Die haben die Zitate von Erdogan kapiert; "Der Islam ist solange säkular wie er in der Minderheit ist und Demokratie ist ein Zug auf den wir aufspringen bis wir am Ziel sind.

Kommentar von Zuckerlilly ,

Bist DU ein kleiner Michael Stürzenberger ? :D

Kommentar von Nunuhueper ,

Woher kennst Du den?

Antwort
von 1988Ritter, 55

Durch bessere Argumente ?

Was dem österreichischem Politeintopf passiert ist, steht dem deutschen Politbrei noch bevor.

Politik am Volk vorbei geht in der Regel nicht lange gut.

Antwort
von Nunuhueper, 63

Aus welchen Fehlern haben wir nichts gelernt?

Vielleicht aus diesem Fehler   "Vertraue keinem Umfrage-Ergebnis"!?

Kommentar von Zuckerlilly ,

Das Hass uns nicht weiterbringt. 

Kommentar von Pestilenz2 ,

Was hat hass damit zu tun ?

Die paar leute die tasächlich hassen ? 

Kommentar von Nunuhueper ,

Was bringt uns Dein Kommentar, Zuckerlilly?

Antwort
von Rosswurscht, 81

Wir schon, aber die Österreicher nicht ;-)

Kommentar von Zuckerlilly ,

Wer ist wir ? Ich hab eigentlich uns Österreicher damit gemeint :D

Kommentar von Rosswurscht ,

meinte das Altreich ... ;-)

Antwort
von HMilch1988, 79

Ich finde es sehr gut, dass das Volk so wählte.. hoffentlich bei der nächsten Wahl mehr !

Dies ist die Reaktion auf eine katastrophale und kopflose Flüchtlingspolitik, bei der die Politiker von hier bis zur Türe denken. Das Österreichische Volk ist nicht dumm und täglich wird mehr und mehr wach.

Das Volk möchte mehr mitbestimmen (was ja eigentlich Sinn einer Demokratie ist), was mit der FPÖ möglich erscheint.

... aus was sollte denn gelernt werden?


Antwort
von FrankFurt237, 77

Unzufriedenheit mit der Regierung, Angst vor zu vielen Flüchtlingen. 

Antwort
von lumoja, 86

Mit Einstein: 
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Kommentar von Nunuhueper ,

Sehr schlau von Dir, hier Einstein zu zitieren. 

Wer in Ö. der Dumme ist, ist doch längst klar.

Antwort
von Sansibar007, 52

Protestwähler

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