Frage von AllesKnower,

Wie erklärt man einer 8 jährigen was eine Sucht ist ?

Meine Tante ist, sehr zum Leidwesen meiner 8 jährigen Cousine, starke Raucherin (2 Packungen tgl.) allerdings, dass sei gesagt, raucht sie weder in Haus noch Auto. Sie hat auch schon mehrfach versucht aufzuhören, aber ohne Erfolg.

Wie dem auch sei, meine Cousine ist nun völlig verzweifelt, weil sie in der Schule hörte, dass Raucher früh sterben und das das Rauchen insgesamt sehr schädlich ist

. Sieh hat nun große Angst ihre Mama früh zu verlieren und versteht nicht, warum meine Tante raucht.

Wie kann man ihr also einigermaßen plausibel machen, dass das Verhalten meiner Tante keine Bösartigkeit ihrer Tochter gegenüber ist, sondern eine Sucht ? Danke

Hilfreichste Antwort von MsDoolittle,
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Am besten erklärt man Sucht einem Kind indem man auf Beispiele verweist, bei denen sie selbst nicht von allein aufhören kann, z. B. abends noch spielen und nicht ins Bett wollen.

Ich würde an diesem Punkt ansetzen: "Das ist normal, dass Du abends nicht ins Bett willst und nicht aufhören willst zu spielen. Und jetzt stell Dir mal vor, es gibt Dinge, wenn man einmal mit denen anfängt, kann man auch nicht mehr aufhören. Es fällt ganz doll schwer und man kriegt genau so schlechte Laune, wie Du, wenn Du ins Bett sollst, obwohl Du noch etwas spielen willst."

Der nächste Punkt ist die grösste Hürde. Einerseits wäre es falsch, dem Kind zu vermitteln, Rauchen sei nicht schädlich, um es wegen seiner Mutter zu beruhigen. Andererseits sollte man die Angst relativieren.

Sag ihr, dass ihre Mutter weiss, dass das schädlich ist und darüber auch traurig ist. Sie möchte nicht krank werden. Daher hat sie sich überlegt, ein paar Dinge für ihren Körper (Sport, gesundes Essen etc.) zu tun, damit sie trotzdem nicht krank wird. Diesen Punkt muss man optimistisch vermitteln. Er sagt aus: "Ansonsten tut Deine Mutter sehr viel für ihre Gesundheit, damit trotzdem nichts passiert. Ich glaube, dass das gut wird!"

Und jetzt noch der Rückgriff, damit sie nicht anfängt zu rauchen: "Besser ist es natürlich wenn man gar nicht erst anfängt mit rauchen. Da Deine Mama aber leider einmal damit angefangen hat, muss sie sich was anderes einfallen lassen."

Antwort von Homer123,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

An das Mädchen: "Wenn du Zucker zu dir nimmst, willst du bestimmt mehr, habe ich recht?" Mädchen: "Ja." An das Mädchen: "Bei Mama ist das nicht der Zucker sondern die Zigaretten und wenn du zu viel Zucker nimmst wirst du dick, aber wenn du zu viel rauchst, erhöhst du die sterblichkeit, also man stirbt früher, aber sag doch mal deiner Mama, dass du nicht willst, dass sie früher stirbt, sonder länger für DICH da ist!"

Kommentar von Hdrfan9614,

DH

Kommentar von Hirschfelde,

Klingt gut.

Kommentar von adianthum,

Es geht um die Erklärung von Sucht, und nicht darum wie die Tochter ihrer Mutter ein noch schlechteres Gewissen macht, als die sowieso schon hat!

Antwort von rayondesoleil,
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Hallo AllesKnower,

in vielen Kliniken, die eine Suchtberatung haben, werden auch Kurse zur Raucherentwöhnung angeboten. Deine Tante könnte dort mal nachfragen - mit professioneller Unterstützung fällt es immer leichter.

Hier noch einige Informationsquellen für Eltern, Jugendliche und teilweise auch für Kinder:

LoQ - Leben ohne Qualm (Landesinitiative NRW):

loq.de/multiplikatoren/info.html

Nichtraucher-Initiative Deutschland e. V., Information "Rauchfrei aufwachsen":

nichtraucherschutz.de/Dokumente/PDF/Rauchfrei_aufwachsen.pdf

Broschüren der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung für Eltern, Kinder und Jugendliche:

rauchfrei-info.de/index.php?id=544

Seite der BZgA für Jugendliche:

rauch-frei.info

Viele Grüße

Antwort von punki74,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

ich möchte bitte als allerersts vorausschicken dass ich kein experte bin aber scon glaube ein gefühl für solche dinge zu haben!!!man sollte zu kindern immer so ehrlich wie möglich sein weil sie es sofort merken wenn man es nicht ist. und eine 8-jährige ist bereit langsam auf solche themen vorbereitet zu werden. sie kennt ja krankheiten und ich würde sie über dieses thema darauf hinführen. jede sucht ist eine krankheit in der man nicht mehr aufhören kann. aber sie kann ja versprechen zu einem arzt zu gehen u sich hilfe zu suchen. das kann u sollte sie auf jeden fall tun auch wenn sie gar nicht aufhören will. aber 1. ist es einmal ganz gut alles darüber zu erfahren u 2. das viel wichtigere! wir es ihre tochter erst einmal sicher beruhigen zu wissen dass man was machen kann und ihre mutter auch etwas dagegen unternimmt!! natürlich ist es ein schock für die kleine gewesen aber man sollte ihr auch zeigen dass es nicht sooo schlimm ist aber es gleizeitig nicht verharmlosen.(schwierig!!!) ich wünsche ihnen alles alles gute dabei!!! ich hoffe ich konnte ein bißchen helfen!

Antwort von Hirschfelde,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Sag deiner Cousine: "Ja weißt du deine Mama, die will eigentlich gar nicht rauchen, sie versucht aufzuhören aber das ist nicht zu einfach weil sie es schon zu lange macht und dran gewöhnt ist. Das fällt deiner mama nicht mehr so leicht, weil sie denkt: Ich muss, ich muss, ich muss das machen, ansonsten fühl ich mich nicht gut." So oder so ähnlich würde ich es ihr erklären.

Antwort von cyracus,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Gut dass Du diese Frage hier eingestellt hast.

Es geht - finde ich - weniger darum, dem Kind zu erklären, warum ihre Mutter süchtig ist und bleiben will (dies schreibe ich bewusst so), sondern dass Deine Tante aus der Nikotindrogensucht aussteigt.

Schließlich hat sie Verantwortung als Mutter und auch als Ärztin.

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Ein Gespräch zu dritt - so Deine Tante damit einverstanden ist - kann der Kleinen wohl am ehesten helfen. In solch einem Gespräch kann die Kleine ihrer Mutter von ihren Befürchtungen erzählen und die Mutter auch fragen, warum sie mit der Qualmerei nicht aufhört.

Du kannst Deiner Cousine dabei hilfreich an der Seite sein.

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Du schreibst, Deine Tante ist verzweifelt und kann nicht aufhören mit der Qualmerei.

Gerade als Ärztin weiß sie um die Schädlichkeit des Rauchens und wie Nikotindrogensüchtige am besten aus der Sucht aussteigen. - Sie hat doch sicherlich schon Patienten beim Ausstieg aus der Nikotindrogensucht geholfen.

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Als Ärztin sollte sie auch wissen, wie schädlich der sogenannte Second-Hand-Tabakrauch (z.B. in ihren Haaren und ihrer Kleidung) für ihr Kind ist.

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Wenn Deine Tante ernsthaft mit der Qualmerei aufhören will, wird es ihr gelingen - allein oder mit Hilfe.

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Deine Tante sollte ihrer Tochter das Thema Sucht erklären und auch, wie sie süchtig wurde.

Wenn sie aufhört und sich in den ersten Tagen des Entzugs befindet, könnte es sein, dass sie unruhig, nervös, vielleicht auch mal ungerecht ist. Mit solch einem offenen Gespräch kann die Kleine das dann eher nachvollziehen.

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Wenn Deine Tante wirklich aufhören will, lass sie dies lesen (das meiste wird sie kennen, einige Infos sind ihr wohl hilfreich:


G.L.Ü.C.K.W.U.N.S.C.H zu Deinem Entschluss!

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Lies hier meine zweiteilige Antwort (beginnt gleich ganz oben):

Wie schaffe ich es mit dem Rauchen aufzuhören..?

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Nach ungefähr drei Tagen hat Dein Körper das Nikotin rausgeschmissen. - Dann ist die Haupthürde „nur“ noch die Gewohnheit des Rauchens. Das ist so wie bei Spielsüchtigen (die haben ja auch keinen Suchtstoff intus).

Auf dieses Thema gehe ich in meiner Antwort intensiv ein.

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Auch andere hilfreiche Hinweise gebe ich. Schau mal, welche für Dich passend sind.

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Es gibt sehr gute Foren, in denen sich Aufhörwillige liebevoll unterstützen. In meiner Antwort nenne ich ein paar. - Klick Dich doch mal unverbindlich rein, vielleicht ist solch eine Unterstützung ja für Dich hilfreich und macht Dir Freude.

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Auch dieser kostenlose NichtraucherTimer ist eine schöne unterstützende Sache, google mit

NichtraucherTimer stephan möller

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Vor Dir haben viele aufgehört mit der Qualmerei und fühlten sich schon sehr schnell deutlich gesünder (davon schreiben auch hier viele, die anderen Mut machen).

Denk dabei auch an Deine Verantwortung als Mutter und als Ärztin, das kann Dich zusätzlich motivieren.

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Ich wünsche Dir viel Erfolg und ein (nikotin-)drogenfreies Leben!

Antwort von ereste,
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oh je - stimmt, solche Kinderängste lösen die Kampagnen und das Rauchen ja auch aus - danke für deine Frage.

Ich glaube nicht, dass es der Kleinen viel hilft, wenn du ihr "Sucht" erklärst. Das hieße ja auch: Mama ist krank und stirbt früher.

Vielleicht sammelt ihr beide mal lauter Leute, die ihr kennt und die auch rauchen. Dann überlegt ihr, wie alt die sind und was sie schon alles in ihrem Leben gemacht haben und was alles deine Cousine noch erleben wird und will, bis sie auch so alt ist ... spielerisch.

Nebenbei bekommt sie vielleicht ein anderes Gefühl für "alt" und "Zeit" ... wie lange 10 - 20 - 30 Jahre sind usw. Und wie gut weiß sie schon wirklich, dass jeder Mensch stirbt? Hat sie es schon mal erlebt (Oma, Opa)?

Kommentar von AllesKnower,

Zum Glück ist es auch nicht meine Aufgabe ihr das zu erklären, Puh ! Aber meine Tante, wir trafen uns heute Morgen beim Tennis ist wirklich verzweifelt und zu allem Unglück auch noch Ärztin, nur kommt man mit medizinischen Erklärungen bei einer 8 jährigen nicht weit !

Kommentar von ereste,

nein, das geht sicher nicht.

Aber mit etwas, das deine Cousine aus ihrem eigenen Leben bestimmt kennt - naschen!? Sie hat vielleicht eine Lieblingsschokolade oder Bonbons, bei denen sie ganz schlecht aufhören kann zu naschen.

Und ich fände es gut, wenn Mama ehrlich erzählen würde, dass sie aufhören möchte zu rauchen, aber dass es ihr ganz schwer fällt.

Und dass sie wie alle Menschen eines Tages sterben muss, aber dass das noch gaaanz lange dauert und dass sie ihre Tochter ganz bestimmt nicht alleine lassen will (Arm nehm).

Antwort von adianthum,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Oh je, das ist schwer!

Das ist, als wenn in einem Menschen noch ein Zweiter wohnt, der in dem Moment die Macht übernimmt, und den Ersten dazu bringt Dinge zu tun, die er im Grunde seines Herzens eigentlich garnicht will.

Aber leider ist Nummer 1 nicht stark genug um Nummer 2 eins auf die 12 zu geben und zu sagen: NEIN! wir machen jetzt was ich will!

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