Frage von Schwizz, 515

Wie erklären sich Atheisten die Entstehung des Universums und der Erde?Und wie erklären sie sich die Entstehung der Sonne?

Ich meine durch reine Zeit und Zufall und einen Urknall kann doch nicht so etwas Perfektes und so viel Leben entstehen?

Antwort
von Hamburger02, 141

Das erklären sie mit Hilfe der Naturgesetze, der Physik, der Biologie und der Chemie.

Nachdem sich herausgestellt hat, dass die religiösen Erklärungen, die auf einem Schöpfergott beruhen und über mehrere Jahrtausende propagiert wurden, als völlig falsch herausgestellt haben, war ein neuer wissenschaftlicher Ansatz zur Erklärung der Welt dringend nötig.

In den rund 300 Jahren der modernen Wissenschaft wurde jedenfalls viel mehr herausgefunden, als bei der Berufung auf heilige Schriften, die letztlich auch nur das unvollständige Wissen der Antike bzw. des frühen Mittelalters wiedergeben.

Und nebenbei: die Behauptung, alles sei nur durch Zeit und Zufall entstanden, ist einfach nur falsch und wird von keinem Wissenschaftler behauptet. Sie spielen zwar eine entscheidende Rolle, sind aber nicht alleine für die Selbstorganisation und die Entstehung von Neuem verantwortlich.

Wenn ich nun wissenschaftliche und religiöse Welterklärung miteinander vergleiche, muss ich folgendes feststellen:
In den vergangenen 300 Jahren haben Wissenschaftler in vielen Fällen nachgewiesen, dass die religiöse auf der Bibel basierende Welterklärung falsch ist. Einen umgekehrten Fall gibt es nicht, dass ein Theologe mit Hilfe der Bibel einen wissenschaftlichen Irrtum nachgewiesen hätte. Und wenn ich damit nun die Glaubwürdigkeit der beiden Erklärungsmodelle miteinander vergleiche, muss ich zwangsläufig feststellen, dass die religiöse Welterklärung völlig unglaubwürdig geworden ist. An der kann man eigentlich nur noch festhalten, wenn man den wissenschaftlichen Fortschritt einfach ignoriert.

Kommentar von DerOnkelJ ,

Ich sage es gerne so: Die Religion liefert die Erklärung für das (wissenschaftlich bislang) Unerklärbare.

Bei den alten Griechen gab es für alles Mögliche Götter. Thor, den Gott des Donners, und Zeus, den Gott des Blitzes. Weil sich die Menschen nicht erklären konnte wie Blitz und Donner entstehen. Heute weiß man das, und somit sind diese alten Götter unnötig geworden.

Wir wissen aber immer noch nicht, wie das Universum entstanden ist, wir können uns die Unendlichkeit nicht erklären. Aber weil wir für alles eine Erklärung brauchen wird wieder die Religion herbeigerufen...

Kommentar von EmperorWilhelm ,

Thor ist ein nordischer Gott...

Kommentar von HumanistHeart ,

Ich sage es gerne so: Die Religion liefert die Erklärung für das (wissenschaftlich bislang) Unerklärbare.

Dann sagst Du es falsch. 
Sie liefert eine reine Behauptung.
Keine "Erklärung".

Kommentar von Hamburger02 ,

Eine Erklärung an sich muss mit der Wahrheit an sich nichts zu tun haben. Erlebt man im Alltag oft genug, dass sich eine Erklärung als billige Ausrede herausstellt. Man könnte höchstens zwischen plausiblen, belegten, erfundenen, unzutreffenden etc. Erklärungen unterscheiden. 

Kommentar von HumanistHeart ,

Von mir aus "falsche Erklärung". Läuft auf das gleiche hinaus.

Kommentar von Hamburger02 ,

Von mir aus kannst du auch sagen, eine als wahrhaftig ausgegebene Erklärung, die sich letztlich nur als religiöser "Hirnfurz" herausgestellt hat.

Kommentar von HumanistHeart ,

Dass die das ernst meinen, tut null zur Sache.

Antwort
von PWolff, 139

Es ist extrem unwahrscheinlich, dass Leben zufällig entsteht (verglichen damit sind die Entstehung von Erde, Sonne, Universum und ähnlichen Strukturen recht häufige Erscheinungen). Und ich denke auch, dass die Wahrscheinlichkeiten, die in den üblichen Lehrbüchern angegeben werden, noch ein paar (tausend) Zehnerpotenzen zu hoch gegriffen sind.

Aber: Diese Wahrscheinlichkeiten sind eben nicht 0 im mathematischen Sinn. D. h. diese Strukturen können rein zufällig entstehen. Und - mathematisch - man kann das Theorem von Bayes anwenden - die mathematische Formulierung von "hinterher ist man (fast) immer schlauer".

Die Einführung stabiler, selbstreproduzierender Zwischenstufen erhöht die Wahrscheinlichkeit etwas (einige Größenordnungen), aber das spielt für die prinzipielle Überlegung keiner Rolle.

Wenn wir nach den Wahrscheinlichkeiten fragen, ist die richtige Frage nicht "wie wahrscheinlich ist es, dass Leben rein zufällig entsteht", sondern "wie wahrscheinlich ist es, dass das Leben (das wir vorfinden - a-posteriori-Abschätzung) zufällig entstanden ist", und das wiederum hängt entscheidend davon ab, ob wir die Existenz eines Gottes / mehrerer Götter von vornherein ausschließen (aber weshalb sollten wir, als Wissenschaftler, außer als Arbeitshypothese?) oder nicht - und falls nicht, welche Art von Gott / Gottheiten wir zulassen: z. B. können wir mit 100%iger Sicherheit ausschließen, dass es einen allmächtigen, allwissenden Gott gibt, der ein Interesse daran hat, dass es kein Leben gibt.

Und zur Perfektion: Es ist alles nur so perfekt, dass es funktioniert. Im Fall des Lebens: signifikant besser funktioniert als die bisher entstandenen Konkurrenten. (Oder es hat signifikant mehr "Glück" gehabt)

Kommentar von martinzuhause ,

"Es ist extrem unwahrscheinlich, dass Leben zufällig entsteht (verglichendamit sind die Entstehung von Erde, Sonne, Universum und ähnlichen Strukturen recht häufige Erscheinungen)."

es ist auch "extrem unwahrscheinlich" mit einem wassertropfen aus einer pipette aus 6000m höhe ein ziel zu treffen welches nur 2cm durchmesser hat.

allerdings passiert das bei ziemlich jedem regenschauer.

Kommentar von HumanistHeart ,

Großartige Analogie!! Danke. Die klau ich mir.

Kommentar von PWolff ,

Wir haben zwar im Vergleich nicht viele Regentropfen, dafür aber eine sehr große Projektionsfläche eines Regentropfens verglichen mit der Gesamtfläche, der dieser Kreis von 2 cm Durchmesser entnommen worden ist. ("nicht viel" und "sehr groß" im Vergleich zum Treffer "Leben" auf "mögliche Anordnungen von Atomen")

Kommentar von PWolff ,

Wir haben keine Möglichkeit, irgendetwas darüber auszusagen, wie viele Universen es gibt und kaum etwas darüber, wie groß unser Universum insgesamt ist (räumlich wie zeitlich); wenn wir sehr oder beliebig viele Universen oder ein extrem großes Universum haben, gehen Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Konfigurationen natürlich gegen 1.

Aber in der Wahrscheinlichkeitsrechnung gilt: wenn wir nichts ausssagen können, können wir nichts aussagen.

Antwort
von dadita, 127

Doch natürlich. Zeit, Zufall und Gravitation.

Das Universum entstand in Folge des Urknalls. Bei diesem Ereignis entstand Wasserstoff. Durch Ravitation vielen einige dieser Wasserstoffwolken in sich zusammen und bildeten die ersten Sterne. Durch die Fusion in deren Inneren sowie durch die Fusion als diese in Supernovas explodierten entstanden die schweren Elemente.

Unsere Sonne entstand aus der Gaswolke welche bei einer solchen Supernova übrigblieb. Durch Gravitation formten sich in ihrem Umkreis aus dem Schutt der schwereren Elemente die Planeten.

Durch den Prozess der Abiogenese entstand auf einem dieser Planeten, der Erde, das erste Leben.

https://www.newscientist.com/article/mg21128251-300-first-life-the-search-for-th...

Aus diesem ersten Leben entwickelte sich in Folge von Evolution durch natürliche Selektion im Verlauf von mehreren Milliarden Jahren der Mensch und alle anderen Tierspezies welche es heute gibt.

All dies ist belegbar und im Falle der natürlichen Evolution oder der Ausdehnung des Universums auch hervorragend beleget. Bei anderen Bereichen wie der Abiogenese ist unser Verständnis noch Lückenhaft, aber auch diese Lücken werden immer weiter gefüllt. Und bis jetzt wird an keiner Stelle eine wie auch immer geartete Gottheit benötigt. 

Kommentar von Kars036 ,

Wie enstand der Urknall ?

Kommentar von dadita ,

Der Big Bang bezeichnet die spontane Ausdehnung einer Singularität. Woher diese Sibgularität kam, wissen wir nicht, eine der Lücken von denen ich sprach.

Hier aber eine Gottheit einzufügen zeigt einfach nur von einem lachhaft rückständigen Gemüt. Wir fügten auch mal eine Gottheit als Erklärung in unserer lückenhaftes Verständnis von Blitzen ein. Heute wissen wir es besser. Und so war es bei jedem einzelnen Phänomen welches von unseren Vorfahren dem wirken ihrer jeweiligen Götter zugeschrieben wurde, von der Sonnenfinsternis über Überschwemmungen bis zu Vulkanausbrüchen und Krankheiten. 

Die Zeit des "God of Gaps" ist vorbei. Es wird Zeit nach wirklichen Antworten zu suchen statt sich in kindliche Fantasiegebilde zu flüchten. 

Kommentar von HumanistHeart ,

Tolle Antwort.

Antwort
von Dxmklvw, 19

Vielleicht wäre die Fragestellung noch mehr zielgerichtet, wenn Atheisten danach gefragt werden, ob es wohl einen logischen zwingenden Grund dafür gibt, daß es überhaupt etwas gibt, anstatt einfach nur "nichts", oder ob sich auch das ganz zufällig so ergeben hat.

Nimmt man für das Sein als solches einen logischen zwingenden Grund an und nennt man diesen Grund "Gott", dann ist eine solche Ansicht zumindest schlüssig, egal, ob man diesen Grund näher definieren kann oder nicht.

Aus solchen Überlegungen heraus macht es im Prinzip keinen Sinn, Atheisten nach Dingen zu fragen, die dem Denken religiöser Menschen entgegen stehen. Das wäre so, als würde man von einer Formel, die falsche Parameter enthält, ein wahres Ergebnis erwarten, oder im Extremfall wäre es so, als würde man darüber streiten, welche von zwei falschen Formeln die richtige ist.

Antwort
von thetee99, 170

Planeten und Sonnen entstehen im ganzen Universum immer auf die selbe Art und Weise, dank der Gravitationskonstante, die im gesamten, bekannten Universum gleich ist. Demnach stehen massereiche Objekte in Wechselwirkung. Materie bindet sich auf die Weise, meistens in Nebeln, Asteroidenfeldern etc. Sowas beobachten Wissenschaftler dank der heutigen technischen Möglichkeiten regelmäßig.

Eine Sonne/Stern bspw. "brennt", weil so enorm viel Materie zusammen gekommen ist, dass ein so großer Druck im inneren entsteht, der dazu führt das Atome ineinander gepresst werden. Ab diesem Moment "zündet" die Sonne und gleichzeitig werden auf die Weise schwerere Elemente erzeugt oder "geschmiedet" - Wasserstoff fusioniert zu Helium. Helium fusioniert zu Lithium usw. usw... bis hin zu Eisen. Zu dem Zeitpunkt wird die Sonne zum "roten Riesen".

Jupiter in unserem Sonnensystem ist z. B. ein Gasriese der - hätte er in seiner Entstehungzeit noch mehr Materie gebunden - auch zu einer Sonnen hätte werden können.

Interessant ist aber die Frage, warum die Gravitationskonstante genau so ist, wie sie ist. Würde sie in ihrer 4. Nachkommastelle, vom aktuellen Wert abweichen, würde das oben beschrieben nicht mehr funktionieren...

Kommentar von GanMar ,

Interessant ist aber die Frage, warum die Gravitationskonstante genau so ist, wie sie ist.

Möglicherweise sind Universen entstanden, in denen die Konstante anders ist. Aber in diesen Universen hat sich kein Leben entwickelt, welches die Frage nach dem Warum hätte stellen können.

Kommentar von thetee99 ,

Genau das ist auch die Theorie aus dem "schwachen Anthropischen Prinzip": Bei eine beliebigen Vielzahl von Universen mit unterschiedlichen Eigenschaften wäre es einfach Zufall, das die Konstante in unseren Universum genau so sind.

Das "starke Anthropische Prinzip", sagt dann eben, wir haben nur ein Universum und es muss so "geschaffen" sein, dass es durch intelligentes Leben beobachtet werden kann.

Kommentar von Franz1957 ,

Bei eine beliebigen Vielzahl von Universen mit unterschiedlichen Eigenschaften wäre es einfach Zufall, das die Konstante in unseren Universum genau so sind.

Dieses Argument enthält eine meist unbemerkte logische Lücke. Es wird stillschweigend angenommen, daß beliebige Vielzahl automatisch auch beliebige Vielfalt bedeutet, d.h.:, daß sich bei den angenommenen Universen nicht eine Anzahl bestimmter diskreter Eigenwerte wiederholt, sondern daß die Eigenschaften ein mathematisches Kontinuum abdecken. Nur dann läßt sich folgern, daß irgendwann auch die spezifischen Werte gewürfelt werden, die ein Universum bewohnbar machen. Angesichts der Vorliebe für bestimmte Eigenwerte, die die Natur in der Quantenphysik zeigt, ist diese stillschweigende Annahme auch nicht gerade plausibel.

Für ein schlüssiges Argument müßte die Formulierung lauten:

"Bei einer beliebigen Vielzahl von Universen mit beliebig unterschiedlichen Eigenschaften".

Antwort
von raimas, 75

Es gibt doch buchstäblich tausende von Büchern und Internetseiten, wo man all das nachlesen kann. Aber auch hier vermute ich mal: es interessiert dich gar nicht! Auf jede Antwort folgt ein "ja-aber...", und schneller als man denkt, geht es nur noch um die eine Frage: Was war die Ursache für den Urknall. Das wird allmählich langweilig.

Daher mal 'ne Gegenfrage: Warum müssen wir Naturwissenschaftler eigentlich immer eine überzeugende Antwort auf diese Frage abliefern, während religiöse Menschen sich jedesmal vor der Antwort auf die Frage drücken dürfen, was denn die Ursache für Gott war? Dann heisst es nur lapidar: "Gott braucht keine Ursache! Gott ist ewig!" Aber wenn - ich sage nur: wenn! - ein Naturwissenschaftler sagen würde: "Der Urknall brauchte keine Ursache", dann ginge das Geschrei los, dass die Wissenschaft sich lächerlich macht!

Merkst du, wie bescheuert die Argumentation der Gläubigen ist?

Ich bin kein Kosmologe und kenne mich mit dem Thema nicht gut aus. Aber ehrlich gesagt interessiert es mich auch nicht wirklich, was den Urknall ausgelöst hat. Denn jede Antwort, die die Wissenschaft geben kann, ist zumindest nicht schlechter als die Antwort, die die Religionen geben. Sie ist - davon bin ich überzeugt - sogar besser, denn alle wissenschaftlichen Erkenntnisse sind letztlich in sich geschlossen, bauen aufeinander auf, fügen sich zu einem grossen Ganzen zusammen, ohne innere Widersprüche. Und wenn am Ende Lücken bestehen bleiben und wir nicht alle Fragen beantworten können, so dass wir hie und da einfach sagen müssen: "Wir wissen es nicht!", dann fühle ich mich damit tausendmal besser, als wenn wir irgendetwas oder -jemand erfinden müssten, nur um den Anschein zu erwecken, wir hätten eine Antwort, wenn es eigentlich nur ein Platzhalter ist.

Antwort
von OnkelSchorsch, 44

Ich hätte da eine Gegenfrage:

Wie erklären sich Gläubige die Entstehung Gottes? So von alleine, aus Zufall, kann der ja nicht entstanden sein.

Also, her mit der Antwort. Dann erkläre ich dir auch, wie das mit dem Universum ist.

Ach ja, wie das Leben entstanden ist, ist einigermaßen klar.  Ebenso wie die Sonne entstanden ist. Auch wie die Erde entstanden ist. Das erklärt dir wikipedia schnell und verständlich. Lernt man aber auch in der Schule. Hast du vielleicht gefehlt, kann ja sein.

Antwort
von whabifan, 100

Ich als Atheist denke mal dass die Wissenschaftler mit ihrer Version recht haben. Weiterhin frage ich mich inwiefern die Frage überhaupt relevant ist. Die Antworten sind doch immer gleich. Menschen die keine Ahnung von dem Thema haben veräussern irgendwelche mehr oder weniger konfuse Theorien und glauben dann die Wahrheit gepachtet zu haben...

Antwort
von fricktorel, 24

Soweit ich das verstanden habe, war zuerst "Nichts", dann gab es einen "Knall" und plötzlich flogen die Galaxien durch den Weltraum - oder so ähnlich...- und blieben dann in ihrer Position.

Weil: seit ich nach "oben" schaue, sind die Sterne noch genau so nahe wie vor 50 Jahren...

Beschrieben sind diese "Phantasten" übrigens schon seit 4000 Jahren in Gottes Wort (Ps.53,1-2).

Aber bald kommt die Zeit, in welcher alle Menschen die Wahrheit (1.Mose 1,1; Joh.17,17) verstehen werden:

Sobald der "Gott dieser Welt" (Offb.12,9) verhaftet ist (Offb.20,2).

Kommentar von AalFred2 ,

Und wie immer die Frage an alle Gläubigen:

Woher kommt euer Gott?

Kommentar von GanMar ,

seit ich nach "oben" schaue, sind die Sterne noch genau so nahe wie vor 50 Jahren

Du kannst bei derartigen Entfernungen so gut schätzen, daß Du mit Fug und Recht behaupten kannst, sie würden sich nicht ändern? Whow! Damit übertrifft Du jede Mikrometerschraube an Präzision.

Antwort
von priesterlein, 154

Man muss alternativ gar nichts erklären, wenn man andere Erklärungen ablehnt. Da es für Atheisten keinen Gott gibt, ist somit jede Schöpfung durch einen solchen absurd. Entweder ist es den Atheisten nun egal, wie es genau ablief oder sie interessieren sich dafür und versuchen, das zu erforschen.

Antwort
von Nadelwald75, 42

Hallo Schwizz,

habe ich mal gelesen:

Atheistischer Realismus kann deutlich machen, dass die schönste Geschichte der Welt die evolutionäre Entstehung des Kosmos ist mit ihrer ungeheuren Entfaltung von Strukturen, Formen und Ordnungen. 13,7 Milliarden Jahre Entwicklung endloser Fülle von Kraft und Schönheit in faszinierenden Bildern, Gedanken und Theorien bis hin zum Menschen auf Erden inmitten einer großartigen Natur.

Quelle: http://www.atheodoc.com/einleitung/iii-atheistische-aufklarung-ist-heute-notiger...

Das heißt für mich: Der Atheismus erklärt überhaupt nichts. Er beschreibt nur, ohne nach einem Sinn oder einer Ursache zu fragen. (Und bisweilen wird ein Sinn auch generell abgelehnt.)

Kommentar von 666Phoenix ,

Was ist denn für Dich der "Sinn des Lebens"?

Kommentar von Nadelwald75 ,

Hallo 666Phoenix,

wohlgemerkt: Für mich! (Als Atheist wirst du aber damit kaum etwas anfangen können):

Sinn und Zielvorstellung, wenn auch letztlich nur ansatzweise erreichbar, wäre die klassische Formulierung :

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.  Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst."

Bildungspolitisch: Diese Kraft, das zu tun, zu schulen = Weiterentwicklung der eigenen Person.

Kommentar von HumanistHeart ,

Das heißt für mich: Der Atheismus erklärt überhaupt nichts.

Korrekt. Das tut er weder, noch ist das seine Aufgabe. Atheismus ist keine Ideologie. Egal in welche Denkrichtung auch immer.

Kommentar von Nadelwald75 ,

Hallo HumanistHeart, das finde ich auch korrekt. Ich bin  auch mit dem, was ich aus atheodoc (atheistische Sicht) oben zitiert habe, einverstanden. Ich empfinde das durchaus als zu respektierende Ansicht. Nur gehe ich dann als "Gläubiger" noch darüber hinaus und suche eine Erklärung.

Kommentar von HumanistHeart ,

Nur gehe ich dann als "Gläubiger" noch darüber hinaus und suche eine Erklärung.

Wer sagt ich als Atheist täte das nicht?

Kommentar von Nadelwald75 ,

Hallo HumanistHeart, 

nur rein formal: Es ist schon ein Unterschied, wenn man
sagt: "Ich suche keinen Sinn" oder "Ich finde keinen Sinn" oder (positiv behauptet) "Es gibt keinen Sinn".

Und da findet sich hier unter den Atheisten eine große Bandbreite von.... bis ....

Kommentar von HumanistHeart ,

Erklärung is was komplett anderes als Sinn.

Watt denn nu?

Kommentar von Nadelwald75 ,

Hallo HumanistHeart,

du hast Recht, ich hing noch an der Frage von Phoenix, der nach dem Sinn fragt.

Die Erklärung wäre dann die Frage nach der Ursache. Als Gläubiger sehe ich dann als letzte Ursache, die nicht an Raum und Zeit gebunden ist, einen persönlichen Gott. Das ist aber letztlich keine Beweissache (geht einfach nicht), sondern eine persönliche Entscheidung.

Das ist auch nicht primitiv gedacht, indem ich Gott im Sinne der Naturreligionen als Unbekannte für etwas einsetze, was ich mir nicht erklären kann.

Das sieht dann von atheistischer Seite natürlich anders aus.

Kommentar von HumanistHeart ,

Das ist auch nicht primitiv gedacht, indem ich Gott im Sinne der Naturreligionen als Unbekannte für etwas einsetze, was ich mir nicht erklären kann.

Doch. Sorry. Ist es. Wobei ich nicht "primitiv" sagen würde, sondern "intellektuell unaufrichtig".

Wenn ich was nicht weiß, dann weiß ich das nicht. Fertig. Full Stop.
Hier nun favorisiertes X an die Stelle als Antwort zu setzen und das dann im weiteren als Wahrheit zu begreifen, ist schlicht unaufrichtig. Man lügt sich damit erst selbst, dann anderen in die Tasche.

...

Ist nicht zwingend ein Angriff. Ich nenne die Dinge nur gern beim Namen.

Antwort
von YellowCrescent, 22

Diese Erklärungen sind zweistufig: zuerst hinterfragen sie eine Menge, was aus meiner Perspektive eine positive Eigenschaft ist.

Dann geben sie meist selber die Antworten darauf, was im günstigsten Fall von der Methode her heikel ist. Je nach dem welche persönlichen Eigenschaften wirksam werden, zum Beispiel im ungünstigen Fall "unkorregierbar/unanfechtbar" zu sein, bildet sich dann die große Masse.

Am Rande bleibt noch Platz für etwas Indifferentismus, sofern das in dem gesellschaftlichen System erlaubt ist.

Antwort
von DerBuddha, 40

jedenfalls NICHT durch märchengeschichten von figuren, die der mensch sich selbst erschaffen hat..............

die entstehung des universums werden wir menschen begreifen und verstehen, wenn wir geistig und technisch dazu bereit sind.............NUR weil wir es jetzt noch nicht vollständig belegen und nachweisen können, muss man keine lustige schöpfungsgeschichte und einen gott erfinden...........denn genau DAS ist das problem von gläubigen, sie müssen alles, was sie nicht verstehen oder erklären können, einem erfundenen "überwesen" andichten.......... so eine denkweise ist nicht nur armselig, sondern zeigt, dass beim glauben oft der verstand einfach ausgeschalten wird...........

denkt mal drüber nach, denn fakt ist, dass ALLE erfindungen, erkenntnisse und wissenschaftlichen erfolge der letzten 200 jahre vor 2000 jahren entweder als ketzerei, blasphemie oder magie angesehen und mit dem tod bestraft wurde........selbst im mittelalter leugnete man die wahrheit, weil man mit dieser wahrheit nichts anfangen konnte, beispiel flache erde - runde erde..........man konnte sich nicht vorstellen, dass die erde rund ist denn man kannte die gesetzmäßigkeiten nicht, die dafür zuständig waren und man bestrafte jeden, der das glaubensbild in gefahr brachte.............

und die ganzen gesetzmäßigkeiten mit allen noch unentdeckten "kräften" und elemente sind der grund für die entstehung des universums, aber keine märchenfiguren...........*g*

Antwort
von Lauchkopf, 8

Glaubst du lieber der modernen Wissenschaft oder irgendeinem Märchenbuch dass sich vermutlich mal einer aus langeweile ausgedacht hat? 

Antwort
von Andrastor, 136

Perfekt ist erstmal gar nichts und doch, durch Zufall und Zeit muss sogar Leben entstehen, es ist quasi eine statistische Regel.

Der Urknall hat unser Universum geformt, Sonnen entstehen durch Wasserstoff und Helium, welches sich sammelt und "entzündet".

Planeten entstehen durch Staub, welcher sich zusammenballt und durch seine Eigengravitation zu einem Planeten wird.

Ganz stark vereinfacht ausgedrückt.

Wir haben bereits Planeten und Sonnen in den verschiedensten Stadien ihrer Leben beobachten können.

Antwort
von Essensausgabe, 177

Erst mit dem Urknall entstanden unsere physikalischen Grundgesetze. Die Entstehung -aus dem Nichts- ist eine Betrachtung aus unseren heutigen Parametern die nicht funktionieren kann; auch weil die Zeit erst mit dem Urknall entstand.

Übrigens: So ,perfekt' ist unser Universum nicht dass man göttliche Schöpfung annehmen müsste. Die ganz entscheidende Krux und entlarvende Unüberlegtheit der Theisten:

,,...(etwas) so Perfektes und so viel Leben entstehen... ''

Jaja... Vollkommen undenkbar dass so etwas perfektes wie Leben entsteht. Aber etwas unwertes, niederes, simples wie ein allmächtiger Gott ist natürlich ,einfach schon immer da'... Total easy und klar.

Kommentar von Kars036 ,

Woher kam der Urknall ?

Kommentar von martinzuhause ,

na das lässt sich einfach so begründen wie die götter.

der urknall war schon immer da. man konnte ihn nur nicht sehen weil es dunkel war

doch dann machte der urknall licht.

Kommentar von Meatwad ,

Woher kam der Urknall ?

Das weiß man nicht. Dies spricht jedoch in keinster Weise für einen  als Ursache. Ein Gott wurde schon immer von Menschen als Erklärung hergenommen. Immer genau so lange, bis man die wahre Erklärung fand. Siehe: Feuer, Gewitter, Sonnenfinsternis, Erdbeben... etc pp

Frage an dich: Da du ja offensichtlich der Meinung bist, Gott wäre für den Urknall verantwortlich, können die Wissenschaftler dann deiner Meinung nach aufhören, nach der Ursache zu suchen?

Kommentar von Kars036 ,

Ok..dann frag ich mal so was war die Ursache dafür

Kommentar von EmperorWilhelm ,

Was war bitte die Ursache für die "Entstehung Gottes"?!

Kommentar von Essensausgabe ,

Bitte wirklich mal darüber informieren, Kars036... Die Ursache für den Urknall ist nicht zu ergründen und nicht in unseren Parametern auszudrücken. Es geht schlicht nicht. Du willst einen Grund - weil du ein kleines, armes Menschenwesen bist dass irgendwie an Massenausgleich und Kausalitäten glaubt - aber du musst begreifen dass derlei Gesetzmäßigkeiten erst mit dem Urknall entstanden sind. Nimm die Gravitation, die ,,Erdanziehungskraft''. Du würdest sicher niemals an ihr zweifeln. Wenn du einen Apfel fallen lässt fällt er zu Boden. Aber dieses Gesetz gilt erst NACH dem Urknall. Was DAVOR war lässt sich überhaupt nicht sagen - jedenfalls nicht mit unseren Gesetzen... Die ständige Frage ,,wie konnte aus nichts ,alles' werden' ist BLÖDSINN!!! NICHTS (!) ist eine Definitionsgröße UNSERER ZEIT, UNSERER BETRACHTUNG -> NACH DEM URKNALL!! Sie gilt für die Zeit VOR dem Urknall 0,00!! 

Wenn du dir das alles nicht vorstellen kannst dann beschäftige dich mal mit der Zeitdilatation und erkenne das bei weitem nicht alles so ist wie es scheint. 


EDITH: 

Das ,kleine, arme Menschenwesen' bezieht sich auf die menschliche Problematik des Verstehens dieser Dinge und nicht dich im speziellen.

Antwort
von Dackodil, 142

Das  hat nichts mit Atheismus oder Glaube zu tun.

Wenn du dir mal die Mühe machen würdest, zu lesen und zu kapieren, was die Wissenschaft in Jahrtausenden rausgefunden hat, würdest du es verstehen.

Dazu muß man aber seinen Hirnkasten einschalten und benutzen. Das ist zugegebener Maßen anstrengend aber möglich.

Ich gebe aber auch zu, daß es wesentlich einfacher und energiesparender ist, einfach zu glauben, was andere vorkauen.

Kommentar von danhof ,

Wenn das alles so einfach und bewiesen wäre, kämen solche Fragen nicht auf, oder?

Nur ein kleiner Denkanstoß: Die Evolution beschreibt NICHT die Entstehung des Lebens, sondern nur, wie es sich weiterentwickelt haben soll. Wo also die erste Zelle herkommt, weiß niemand bislang. Zufällig durch Druck und Wärme entstanden? Genau. Zufällig ein Megabyte neu durchgemischt und ZACK - fertig ist das perfekte Office-Programm.

Kommentar von GanMar ,

Wenn Du allerdings ein Megabyte mehrere Billionen Mal mischen würdest, ist es nicht auszuschließen, daß ein lauffähiges Programm dabei herauskommt, oder? Vielleicht nicht gerade Office, denn das wird ja am Anfang überhaupt nicht als Ziel festgelegt - sondern es genügt ein einziges funktionsfähiges Programm, um die Evolution in Gang zu setzen.

Kommentar von raimas ,

Tatsächlich gibt es keinen Grund zu der Annahme, dass die Evolutionstheorie die Entstehung des Lebens nicht erklären könnte. Dazu braucht es nur Variation (im Aufbau mehr oder weniger komplexer Moleküle) und Selektion (unterschiedliche Synthesegeschwindigkeiten bzw. Stabilität der Varianten). 

Auch wenn wir nicht wissen, wie das Leben genau entstanden ist: die Theorie dafür wird dieselbe sein.

Kommentar von dadita ,

https://www.newscientist.com/article/mg21128251-300-first-life-the-search-for-th...

Auch hier wird geforscht und auch hier werden unsere Lücken im Verständnis immer kleiner. Gottheiten werden bisher nicht benötigt.

Kommentar von Dackodil ,

Eine sehr plausible Erklärung stammt z.B. von dem russischen Wissenschaftler Oparin, aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts.
Gibt´s in den Bibliotheken etlicher Unis. Ließ mal, und erzähl mir dann, was du davon hälst.

Kommentar von martinzuhause ,

"Zufällig ein Megabyte neu durchgemischt und ZACK - fertig ist das perfekte Office-Programm."

das versucht microsoft seit vielen jahren. sooo funktioniert es natürlich nicht. weder in der natur noch bei microsoft

Kommentar von Mark1616 ,

So wie du das sagst klingt es ziemlich doof danhof, aber wer hätte das auch erwartet? Du willst ja schließlich keine Diskussion führen.

Jetzt nehmen wir einfach mal das einfachste Programm das mir gerade einfällt. Hello world ist wahrscheinlich ein paar Bytes bzw. ein paar Hundert Zeichen. Wenn du jetzt über 14,5 Milliarden Jahre (Alter des Universums) täglich mehrere Trillionen mal (Anzahl der Planeten, konservativ geschätzt) diese Bytes durchmischt, dann garantiere ich dir, dass du mehrmals dieses kleine Programm bekommen wirst.

Bevor du das nächste irgendetwas von Wahrscheinlichkeiten laberst solltest du vielleichjt zuerst verstehen was Wahrscheinlichkeit bedeutet und in welchem Zusammenhang Wahrscheinlichkeiten gesehen werden müssen.

Kommentar von Meatwad ,

Wo also die erste Zelle herkommt, weiß niemand bislang.

Deshalb muss man sich ja nicht eine billige Erklärung wie einen Gott ausdenken. Er war bisher Ursache für alles, was man sich noch nicht erklären konnte. Immer nur genau so lange, bis man die wahre Ursache fand.

Antwort
von DerOnkelJ, 185

Ich frage mal andersherum: Wenn "Gott" die Welt geschaffen hat.. wer oder was hat dann "Gott" geschaffen? Irgendwoher muss dieses "Wesen" doch auch gekommen sein.

Wir Menschen haben nur einen begrenzten Verstand, wir können und die Unendlichkeit von Zeit und Raum einfach nicht vorstellen. Komischerweise wird dann "Gott", der den Ursprung der Welt erklären soll, als "unendlich" in seiner Existenz dargestellt.

Wir stehen noch ganz am Anfang unserer Wissenschaft. Ständig werden neue Beobachtungen gemacht, neue Entdeckungen.

Die Urknall-Theorie ist auch nur eine von vielen Theorien, die auf bestimmten Beobachtungen basiert. Inzwischen gibt es neue Beobachtungen die möglicherweise darauf schließen lassen dass wir in einem Multiversum leben, also dass es sehr viele Universen wie das unsrige gibt.

Es gibt keinen Beweis dafür, woher wir kommen.. und "Gott" ist auch nur ein Versuch einer Erklärung, aber kein wissenschaftlicher Beweis.

Kommentar von Haldor ,

"Wir Menschen haben nur einen begrenzten Verstand." Das ist die entscheidende Aussage. Unser Verstand ist so "geeicht", dass er nur erklären kann, was zu unserem Erfahrungsbereich gehört (s. Kant). Gott, Unsterblichkeit, Unendlichkeit u.a. gehören nicht zu unserem Erfahrungsbereich, also können wir diese "übersinnlichen" Phänomene auch nicht erklären. Auch dass Gott immer schon da war und ewig existiert, ist rational nicht erklärbar. Kluge Atheisten, die sog. Agnostiker, sagen deshalb auch nicht, es gibt keinen Gott (Begründung: s.oben). Nur die törichten Atheisten sagen: Es gibt keinen Gott. Töricht sind sie deshalb, weil sie nicht merken, dass sie eine reine Spekulation zur feststehenden Tatsache erklärt haben.

Kommentar von AalFred2 ,

Damit sind auch alle Gläubigen töricht, wenn sie sagen, es gibt einen Gott/ Götter.

Kommentar von HumanistHeart ,

Unterm Strich also: Wir sind zu blöd um Aussagen über das Absolute tätigen zu können, weswegen es ein Absolutes geben muss.

Aha.

Kommentar von Haldor ,

Du sagst es

Kommentar von HumanistHeart ,

Du sagst es

Ist das ein Witz? Ironie? Oder meinst Du das tatsächlich ernst?

Kommentar von HumanistHeart ,

Kluge Atheisten, die sog. Agnostiker, sagen deshalb auch nicht, es gibt keinen Gott 

Wer das schreibt zeigt nur dass er die Definition von beidem nicht kennt.

Kommentar von DerOnkelJ ,

Man muß unterscheiden!! Es gibt theistische Agnostiger und atheistische Agnostiker.
Beide sagen zwar, sie sind sich nicht sicher ob es einen Gott gibt. Aber die theistischen sagen dass es nicht unmöglich ist dass es einen gibt, während die atheistischen eher an die Nichtexistenz einer Gottheit glauben.

Kommentar von HumanistHeart ,

Beide sagen zwar, sie sind sich nicht sicher ob es einen Gott gibt. 

Es geht nicht ums "sicher sein", sondern einfach darum, dass man weiß es final nicht wissen zu können. "Gnosis" --> "Wissen".

 

Aber die theistischen sagen dass es nicht unmöglich ist dass es einen gibt, während die atheistischen eher an die Nichtexistenz einer Gottheit glauben.

Beide wissen dass sie es nicht wissen können, während die einen aber daran glauben und die anderen eben nicht.

Ich bin – wie fast alle Atheisten auch – agnostischer Atheist.

Ich weiß dass ich es final nicht wissen kann und ich weiß dass es theoretisch möglich wäre, aber glauben tu ich zu vollen 0,0% daran. Gar nicht.

Umgekehrt kann ein AT es nicht wissen und seinerseits zu vollen 100% dran glauben.

Kommentar von HumanistHeart ,
Kommentar von DerOnkelJ ,

Es gibt in diesem Zusammenhang noch eine Weltanschauung die meiner persönlichen Überzeugung sehr nahekommt.

Den sog. Pantheismus.
Dieser besagt, ganz kurz zusammengefasst, dass "Gott" kein separates allmächtiges Wesen ist das über allem steht. Wikipedia sagt dazu: "
Der Ausdruck Pantheismus oder Pantheïsmus (von altgriechisch πᾶνpān „alles“ sowie θεόςtheós „Gott“)[1] bezeichnet die Auffassung, dass Gott eins mit dem Kosmos und der Natur ist. Das Göttliche wird im Aufbau und in der Struktur des Universums gesehen, es existiert in allen Dingen der Welt bzw. ist mit der Welt identisch.[2] Ein personifizierter, allmächtiger Gott ist somit nicht vorhanden."

Kommentar von HumanistHeart ,

"Überhaupt ist der Pantheismus nur ein höflicher Atheismus."
– Schopenhauer

Kosmos hat einen Namen. Natur hat einen Namen. Keine Ahnung warum man das noch mit einem Gott zusätzlich belegen muss, aber bitte.

Kommentar von DerOnkelJ ,

Das Schlimmste ist ja, obwohl KEINER die Existenz dieser Gottheit zweifelsfrei beweisen kann sprechen doch viele so, als ob sie "es" höchstpersönlich kennen und mit ihm schon ein paar Bierchen gezwitschert haben. Und WEHE du sagst was dagegen, dann wirst du aber im Namen Gottes, Allahs und Jehovas sowas von durch die Bibel und den Koran gedreht...

Kommentar von Haldor ,

Also JustingerR, das riecht stark nach Haarspalterei! Agnostizismus ist "eine philosophische Lehre, die das übersinnliche Sein für unerkennbar hält." s. Duden 2006 (damit der HumanistHeart endlich mal Ruhe gibt) - bezuogen auf deinen Kommentar weiter oben!

Kommentar von HumanistHeart ,

Der gibt selten Ruhe.

Kommentar von DerOnkelJ ,

In wiefern ist das Haarspalterei? Agnotizismus bedeutet in erster Linie "zweifeln". Ein Agnostikeer bezweifelt die Existenz Gottes, zumindest in der Form wie ihn die  Religionen propagieren, nämlich als eigenständiges Wesen das über allem steht, außerhalb von allem.

Die ganze Frage nach der Existenz eines Gottes ist eine philosophische Geschichte. Der Gottesbegriff an sich ist ja schon nicht einheitlich und eindeutig definiert. Jede Religion und jede Weltanschauung sieht "Gott" anders. Alleine von daher ist es nicht möglich, einen wissenschaftlichen Beweis für die Existenz oder die Nichtexistenz zu erbringen.

Um aus diesem Dilemma rauszukommen wird "Gott" ja in praktisch allen Religionen als unerreichbar, unfassbar und außerhalb von allem beschrieben.

Fakt ist jedenfalls, es handelt sich um Glauben, und nicht um Wissen.

Kommentar von HumanistHeart ,

Fakt ist jedenfalls, es handelt sich um Glauben, und nicht um Wissen.

Atheismus ist weder noch. Weder Glaube, noch Wissen.

 

Agnotizismus bedeutet in erster Linie "zweifeln".

Nö. "Nicht-Erkennen", also Nicht-Wissen.

Kommentar von Haldor ,

Doch, ich kenne sie! Du brauchst nur mal im Duden nachzulesen, dann lernst du sie endlich auch einmal kennen.

Kommentar von HumanistHeart ,

Dann definiere bitte beides. Atheismus und Agnostizismus. Mach mal.

Antwort
von Meatwad, 47

Ich meine durch reine Zeit und Zufall und einen Urknall kann doch nicht so etwas Perfektes und so viel Leben entstehen?

Zunächst einmal: Was meinst du mit etwas Perfektes? Wo findet sich auf Erden auch nur irgendetwas ansatzweise Perfektes?

Also
wenn wir das Perfekte mal weglassen (was natürlich schwerlich nur geht,
da sich auf diesem Irrtum deine gesamte Annahme stützt) Kann es nicht?
Warum denn nicht?

Kommentar von Meatwad ,

"was natürlich schwerlich geht." Keine Ahnung, wie das "nur" da reingeraten ist.

Antwort
von THULSA, 47

Wie sollte sich der Atheist jemals die Entstehung des Universums verständlich machen können ? Er müßte ja dann von einer >höheren< Ursache ausgehen . Dann aber würde er seinen Standpunkt als Atheist verlieren ! Gerade das aber will er doch nicht !! So laß ihn seinen Willen !! Aus diesem Grunde kann ich auch das Weltbild des Herrn Hawking respektieren, obwohl ich weiß, das es nichtig ist !! Doch was sollte es für einen Sinn ergeben, das Nichtige für nichtig zu erklären ??!!

Kommentar von DerBuddha ,

Wie sollte sich der Atheist jemals die Entstehung des Universums verständlich machen können ? Er müßte ja dann von einer >höheren< Ursache ausgehen . Dann aber würde er seinen Standpunkt als Atheist verlieren ! Gerade das aber will er doch nicht !! So laß ihn seinen Willen !!

ziemlich arrogante und FALSCHE denkweise............ ICH z.b. muss niemals von einer höheren ursache ausgehen, denn ich kann mir selbst zugestehen, noch nicht zu wissen oder zu verstehen, welche gesetzmäßigkeiten an der erschaffung eines univsersums beteiligt oder verantwortlich sind.............. ich habe aber so viel phantasie, mir vorstellen zu können, dass es unendlich viele gründe haben kann........ihr jedoch müsst aus eurem unverständnis heraus alles einem höheren wesen zuschieben, denn ihr könnt euch nichts anders vorstellen.............*g*........echt armesliger geist..............WAS macht ihr eigentlich, wenn die wissenschaft den ultimativen beweis erbringt, dass das universum aus speziellen gesetzmäßigen gründen immer und überall neu entstehen kann, OHNE eine märchenfigut als "schöpfer" haben zu müssen?..........

Aus diesem Grunde kann ich auch das Weltbild des Herrn Hawking respektieren, obwohl ich weiß, das es nichtig ist !! Doch was sollte es für einen Sinn ergeben, das Nichtige für nichtig zu erklären ??!!

du glaubst, dass du es weisst, aber glauben heisst NICHT wissen.........ein kleiner, aber entscheidener unterschied.......... ich jedoch weiss, dass alle religionen und ihre ganzen figuren darin, nur vom menschen selbst erschaffen wurden......... und dass kann ich auch belegen, denn die geschichte der religionen UND die entstehungsgründe der ganzen figuren darin beweist eindeutig:

nicht gott hat den menschen erschaffen, sondern der mensch sich diese götter alle selbst...........das kannst auch du selbst herausfinden..............einfach die geschichte der religionen mal studieren, bis in die anfänge des glaubens und den gründen dieses glaubens zurück gehen.......du wirst erstaunt sein was du alles an wissen erlangst........... alleine die geschichte des monotheismus beweist eindeutig, dass dieser nur auf lügen und diebstahl aus anderen mythen aufgebaut ist.................

aber gläubige wie du wollen nicht wirklich wissen, sie wollen nur glauben und ihr leben einem imaginärem wesen unterordnen, damit sie dann schöne märchen als belohnung erhalten.............*g*

Kommentar von HumanistHeart ,

Was für eine unendlich arrogante sowie ignorante Antwort.
Ich bin fast schon beeindruckt.

Antwort
von EmperorWilhelm, 178

Sei wann ist das Leben perfekt? Allein unser Hals: Jährlich sterben tausende Menschen daran, dass sie sich verschlucken...absolut perfekt. Wir haben ganze Darmtrakte die keinem Zweck dienen...asbsolut perfekt.

Und aufgrund der schieren Größe des Universums kann natürlich Leben entsetehen. Wenn du dich mit Chemie auskennen würdest wüsstest du, dass es eben einfach energetisch günstig ist wenn Kohlenstoff sich mit Wasserstoff verbindet. Womit ein solider Grundstein schonmal gesetzt ist.

Der Urknall...nun der ist nichts weiter als eine Theorie, aber Gegenfrage: Wo kam denn Gott her? Es ist doch noch viel unwahrscheinlicher, dass ein allmächtiges Wesen einfach so existiert hat oder!?

Kommentar von azmd108 ,

Eine Theorie im wissenschaftlichen Sinne ist eben nicht nur einfach eine Theorie, wie wir das Wort umgangssprachlich benutzen. Eine Theorie in der Wissenschaft ist weitaus mehr als eine Hypothese.

Kommentar von EmperorWilhelm ,

Stimmt, der Urknall ist trotzdem nur eine von vielen möglichen Entstehungen des Universums. Auch wenn ich ebenfalls an einen Urknall glaube.

Kommentar von DerOnkelJ ,

Ich glaube daran, dass es viele Urknaller gegeben hat. Beruhend auf dder Theorie eines Multiversums

Kommentar von EmperorWilhelm ,

Interssant wie sich der Fragesteller nur mit den Antworten anlegt die keine Beweise liefern...

Kommentar von Franz1957 ,

Und aufgrund der schieren Größe des Universums kann natürlich Leben entsetehen. Wenn du dich mit Chemie auskennen würdest wüsstest du, dass es eben einfach energetisch günstig ist wenn Kohlenstoff sich mit Wasserstoff verbindet. Womit ein solider Grundstein schonmal gesetzt ist.

So kann man vielleicht die Entstehung von Erdölfeldern plausibel machen. Lebende Materie unterscheidet sich von Kohlenwasserstoffen aber eben dadurch, daß sie alles andere als energetisch günstig und solide ist ‒ was man leicht daran erkennt, daß sie nur durch fortwährenden Stoffwechsel und Energiedurchsatz existieren kann und, sobald das Lebewesen tot ist, sich ziemlich rasch in energetisch günstigere Verbindungen zersetzt.

Kommentar von Mark1616 ,

Lebende Materie unterscheidet sich von Kohlenwasserstoffen aber eben dadurch, daß sie alles andere als energetisch günstig und solide ist

Und weiter? Du redest und redest, aber nur weil du es gerne so hättest wird es nicht zur Wahrheit. Mich würde wirklich interessieren was dich dazu befähigen sollte die wissenschaftlichen Theorien zur Entstehung unseres Universums in Frage zu stellen? Was hast du studiert? Wo hast du deinen Doktor gemacht? Wie viel hast du schon veröffentlicht?

Kommentar von EmperorWilhelm ,

Er hat schon recht, zu Aminosäuren gehört noch Stickstoff, Sauerstoff und ein paar willkürliche andere Atome. Trotzdem sind Alkene eine solide Grundlage. (Alkene weniger...)

Antwort
von martinzuhause, 170

dazu gibt es recht plausible erklärungen.

die es für einen gott der eben immer da war nicht gibt.

Kommentar von Schwizz ,

Nenn mir eine plausible erklärung

Kommentar von martinzuhause ,

wofür? die entstehung der erde? das ist recht einfach.

es ist natürlich das sich staub im all befindet und sich partikel davon aneinander binden. diese haben dann eine bestimmte masse und ziehen mehr teilchen an - was dann zum enstehen von planeten und monden führt. das ist relativ einfach zu erklären

Kommentar von GanMar ,

Nenn Du mir eine plausible Erklärung, die dagegen spricht.

Kommentar von Kars036 ,

"Staub die sich im All befindet" Wie enstand das All woher kommt das ganze Staub, die Planeten etc. ?

Kommentar von martinzuhause ,

dazu gibt es die theorie mit dem urknall. dabei entstand, raum, zeit, materie und energie.

mehrere milliarden jahre später entwickelte sich auf der erde das leben. viel später wurden dann die götter erfunden

Antwort
von Susanne88, 15

Die Entstehung der Sonne und der Erde ist plausibel geklärt, Tante Google hilft da weiter.

Aber warum meinst du, müssen Atheisten die Entstehung des Universums erklären? Atheisten glauben nicht an Götter, damit hat es sich erst mal. Atheismus ist keine Weltanschauung und Erklärungsideologie wie Religionen. Atheisten wissen _nicht_ alles.

Religöse dagegen glauben alles zu wissen: Die Entstehung der Welt, die Entstehung des Menschen, was Gut ist und was Böse, die Belohnungen und Strafen dafür, was vor der Geburt war und was nach dem Tode geschieht...Wenn du also wirklich allles wissen und auf alles ein Antwort willst, mußt du die Religiösen fragen, nicht Atheisten!

Antwort
von dompfeifer, 65

Was bislang über die Entwicklung von Sonne und Universum an Tatsachen bekannt ist, ist in der einschlägigen wissenschaftlichen und auch populärwissenschaftlichen Fachliteratur nachzulesen. 

Die Bibel gibt Auskunft über dazu verbreitete Mythen aus der Zeit früherer Jahrtausende.

Um das Eine oder das Andere zur Kenntnis zu nehmen, braucht man zur Vorstellung einer personellen Allmacht weder ein spirituelles (wie Theisten), noch ein intellektuelles, ästhetisches oder ignorantes Verhältnis (wie Atheisten). Man muss zur Wissensaneignung auch nicht Raucher, Nichtraucher, Sänger oder Nichtsänger sein.

 

Antwort
von Mark1616, 70

Warum nicht? Weil du es so willst? Was qualifiziert dich dazu etablierte wissenschaftliche THeorien von Menschen, die um ein vielfaches klüger sind als du, in Frage zu stellen? Kennst du diese Theorien überhaupt oder plapperst du nur nach was dir irgendjemand erzählt hat? Was ist denn deiner Meinung nach genau daran falsch?

Antwort
von GanMar, 197

Ich meine durch reine Zeit und Zufall und einen Urknall kann doch nicht so etwas Perfektes und so viel Leben entstehen?

Und warum nicht? Wenn die Natur Milliarden Jahre Zeit hat, alle möglichen Kombinationen von Atomen und Molekülen auszuprobieren, dann werden da hin und wieder auch stabile und funktionale Strukturen dabei herauskommen.

Wieso bist Du der Meinung, alles um Dich herum sei perfekt? Da kann man durchaus auch anderer Meinung sein...

Kommentar von Schwizz ,

Woher kamen diese Molekülen und Atomen?

Kommentar von GanMar ,

Vor langer Zeit verbanden sich Quarks zu Leptonen, diese wiederum zu Atomen und diese zu Molekülen.

Die Quarks entstanden in der Anfangssingularität aufgrund einer Quantenfluktuation.

Kommentar von hanfmannlein ,

Das kann auch keine Religion erklären...
Außer natürlich Gott hat das erschaffen, damit macht man es sich meiner Meinung nach aber etwas zu einfach.

Alles kommt von irgendwoher, selbst Gott muss irgendwoher kommen. Mann könnte jetzt auch sagen der war schon immer da, aber das könnte dann ja auch für die Atome gelten.

Antwort
von earnest, 92

Was am Urknall war perfekt? Und inwiefern hat der Urknall Leben hervorgebracht?

Ich vermute, dass es dir bei dieser Suggestivfrage nicht um Ratsuche geht, sondern um ein Propagieren deiner Meinung.

Da nützen dann aber auch keine Fakten.

Antwort
von 666Phoenix, 97

schwizz

Der Urknall hat nichts Perfektes und auch kein Leben hervorgebracht! 

Das hat sich alles erst danach evolutionär entwickelt! Da spielten Zufälle, wie so oft im Leben, eine mitunter entscheidende Rolle. Aber alle Zufälle verliefen nach naturwissenschaftlichen Gesetzen (bspw. fiel noch kein Apfel auf der Erde "zufällig" oder "gottgewollt" nach oben!).


so etwas Perfektes 


??? Häh?

Wenn Du heute so um Dich schaust: siehst Du da irgendwas "Perfektes", das eventuell irgendein Gott geschaffen haben könnte?


Kommentar von Dackodil ,

Wenn das alles ist, was ein Gott kann - was für ein armseliger Gott.

Kommentar von 666Phoenix ,

so isses!

Antwort
von geri3d, 134

Gar nicht. Genauso plausiebel wie die Erklärung der Christen oder gar den Scientologen. Es kann eben nicht Wissenschaftlich bewiesen werden was vor dem Urknall war.

Möglicherweise ist es gar nicht so abwägig, dass sich unter geeigneten umständen Leben entwickelt. Dennoch finde ich, dass diese unglaubliche vernetzung unter den Lebewesen etwas göttliches hat.

Kommentar von raimas ,

"Gar nicht."

Das ist nun aber beweisbar falsch! Selbst wenn die Erklärungen der Wissenschaft falsch wären, wären es immer noch Erklärungen. 

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community