Frage von xBubbleTea, 72

Wie erkläre ich Atheismus?

Hey.. Schon seit längerem habe ich "den Glauben an Gott verloren". Normalerweise wäre ich Chrístin doch wurde nicht wirklich religiös erzogen. Mein Vater und die restliche Familie sind schon etwas fester mit dem Glauben. Die Angst meiner Familie das zu erzählen steht. Denn ich möchte natürlich niemanden enttäuschen. :/ Sollte ich es erzählen oder einfach so lassen und etwas vorlügen? D: Ist es eine Art "Coming Out"? Die Frage kommt zwar etwas dumm rüber aber ein Versuch ist es Wert. ^^'

Antwort
von stolpe1, 23

Hallo xBubbleTea,

Du musst Dich für Deinen Atheismus weder schämen, noch Dich dafür rechtfertigen. 

Die meisten Menschen glauben ohnehin nur deswegen an Gott, weil sie als Kinder mit diesem Glauben indoktriniert worden sind. In einem Alter, in dem sie noch nicht in der Lage waren, diesen kritisch zu reflektieren.

Falls Deine Familie Dich fragt, wie Du zum Atheismus gekommen bist, solltest Du sie erst einmal fragen, warum sie überhaupt an Gott glauben.

Hier kommen meistens zunächst die krudesten Erklärungen, weil die meisten Leute das noch nie reflektiert haben, ja sich sogar weigern darüber überhaupt nach zu denken. Manche fühlen sich dadurch auch bereits in ihrem Glauben angegriffen. Falls das der Fall sein sollte, ist es müßig, darüber noch weiter zu diskutieren, um des lieben Friedens willen.

Falls dann solche Argumente kommen, wie z.B. "Du kannst die Existenz Gottes nicht widerlegen. Also ist es unlogisch nicht an Gott zu Glauben.", kann man diese Argumente einfach ad absurdum führen: "Ihr könnt die Existenz von Zeus nicht widerlegen. Also ist es unlogisch nicht an Zeus zu glauben."

Man kann in dieses Argument irgendwas oder irgendwen einsetzen, es wird dadurch nicht stichhaltiger. Das liegt daran, weil man die Nichtexistent von Nichts beweisen kann, was aber die Wahrscheinlichkeit für dessen Existenz nicht vergrößert.

Falls Du dich tiefer mit deinem eigenen Atheismus auseinander setzen willst, kannst du z.B. bei Google nach "Atheismus" suchen und findest dort viele, auch deutschsprachige Seiten, die das Thema intensiv behandeln.

Über verschiedene Ausprägungen des Atheismus, Widerlegung der Argumentationen von Theisten, logische Probleme des Gottesglaubens, Evolutionstheorie und Kreationismus, kosmologische Argumente, bishin zu Bibelstellen, an denen sich selbst dem gläubigsten Christen die Nackenhaare sträuben, usw...

Liebe Grüße, 

stolpe1

Antwort
von swaeswae, 35

Wieso musst du ihnen den unbedingt mitteilen, dass du Atheistisch bist? Wenn du zum Islam konvertieren würdest, würde ich verstehen, dass du es ihnen erzählen musst. Als Atheist/in kann es dir aber eigentlich egal sein, du praktizierst deinen 'Glauben' (in dem Fall nicht-Glauben) schließlich nicht. Solltest du es ihnen trotzdem mitteilen wollen, sag es ihnen ganz direkt und rede mit ihnen darüber und tausche deine Theorien aus. In 2015 (fast 2016) wirst du deshalb schon nicht gepeitscht werden :)

Antwort
von Remmelken, 5

Atheismus ist schlicht das fehlen eines Glaubens an eine Gottheit. Mehr ist es nicht. Du bist auch niemanden eine Erklärung darüber schuldig weswegen du etwas irrationales nicht tust.

Ob du dich nun offenbaren solltest oder nicht hängt davon ab inwieweit dir ein "Outing" schaden könnte. Wenn du damit rechnen musst das dir spätere Unterstützung verweigert wird dann solltest du warten bis du nicht mehr auf diese Unterstützung angewiesen bist. Wenn du nur mit einer Zeitweiligen Verstimmung rechnen musst dann passe einen günstigen Moment ab.

Hierzulande bist du in der glücklichen Lage das die Nicht-Glaube bis auf eventuellen Stress in der Familie nicht schaden kann.

Antwort
von blumenkanne, 9

du enttäuscht niemanden, indem du zugibst, dass es keinen gott gibt. das ist dem rest der menschheit auch bekannt. das du angst hast das in deiner familie zu sagen, ist sehr traurig. es bedeutet das deine eltern dir nie freiraum gegeben haben für dich selbst zu denken, dich selbst zu entwickeln und unabhängig zu werden.

christin bist du dann, wenn du von dem was dir erzählt wird selbst überzeugt bist. wenn du darüber nachdenken und diskutieren durftest. etwas was dich selbst glauben lässt. darum überzieht man kinder auch nicht einer religiösen gehirnwäsche - sondern erzieht sie zum selbständigen denken. es ist bedauerlich, dass deine eltern so denken.

sage es ihnen einfach: ich glaube nicht an gott, habe es nie geglaubt - ich bin atheist und werde ab dato aus der kirche austreten. wenn du 14 bist, dann darfst du das.

sprich weiter: ich akzeptiere/toleriere euren glauben, werde ihn aber nicht mehr mitleben.

Antwort
von Unknownugh, 23

Ich trommelte damals auch nich meine familie zsm und verkündete "ich bin ein gottgleicher antichrist, kniet nieder!" habs niemandem erzählt, hat niemanden interessiert sondern mich nur geweigert bei deren gott scheise mitzumachen

Antwort
von GommelinchenHD, 9

Hay also bei deiner Frage habe ich verstanden das "Du den Glauben an Gott verlorst wegen unreligiöser Erziehung" Jetzt ist die Frage wie alt du bist? Da das Jugendschutzgesetzt veranlasst das man ab Ich denke das waren 16 Jahre "seinen eigenen Glauben fest machen kann" und das egal in welcher Familie untergeordnet in "Meinungsfreiheit" Sollten deine Eltern agressiv darauf wirken etc. Ist es dir erlaubt die Polizei oder Familienangehörige oder Freunden bescheid zu geben ;)

Hoffe ich konnte helfen ;)

LG

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