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Wie erkennt man Internetsucht?

gefragt von CENTRINO am 15.09.2008 um 14:56 Uhr

Ich bezeichne einen Freund von mir als Internetsüchtig. Er hat einen PC zu Hause, einen Laptop für unterwegs und einen Blackberry für Zeiten, in denen er den Laptop nicht benutzen kann. Immer findet er einen Weg, um ins Internet zu gehen. Dabei bräuchte er das gar nicht zwingend, er arbeitet also nicht in der Branche. Was aber sein muss: Alle 10 Minuten Emails checken, auf diverse Communityplattformen und Blogs. Er meint, das sei doch heutzutage normal, ich finde das schon krankhaft. Gibt es das offizielle Krankheitsbild "Internetsucht" und wenn ja, was sind die häufigsten Symptome? Danke euch..


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Baiana
beantwortet von Baiana am 15. September 2008 15:02
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Hier ein paar Symptome:

.

"Die Grenzen sind fließend und können nicht klar definiert werden. Mangelerscheinungen oder unkontrolliertes Surfen im Internet können ein Indikator sein.

  • Häufiges unüberwindliches Verlangen, sich ins Internet einzuloggen

  • Kontrollverluste (d. h. länger „online“ bleiben, als man sich vorgenommen hatte) verbunden mit diesbezüglichen Schuldgefühlen

  • sozial störende Auffälligkeit im engsten Kreis der Bezugspersonen (Freunde, Partner, Familie), häufige Rügen durch unmittelbare Bezugspersonen

  • nachlassende Arbeitsleistung

  • Verheimlichung/Verharmlosung der Netz-Aktivitäten vor der Umwelt

  • Psychische Irritabilität bei Verhinderung am Internet-Gebrauch (kann sich auswirken in Form von Nervosität, Reizbarkeit und Depression)

  • Mehrfach fehlgeschlagene Versuche der Einschränkung"

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Internetsucht#Symptomatik

Kommentar von CENTRINO am 15. September 2008 15:20

Super Antwort, Baiana! Danke dir!


kimmo
beantwortet von kimmo am 15. September 2008 15:03
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Die Symptome der Internetsucht hast du eben beschrieben. Ob diese "Krankheit" offiziell katalogisiert ist weiss ich nicht aber der Patient ist in diesem Falle sicher sehr einsam und hat nichts anderes wichtiges zu tun. Vielleicht kannst du dein Freund helfen, Freunde braucht er und Sympathie.

Kommentar von CENTRINO am 15. September 2008 15:20

Danke für deine Tipps, ich werde versuchen mich mehr um ihn zu "kümmern".. LG


wj2000
beantwortet von wj2000 am 15. September 2008 14:58
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So wie du es beschreibst, hat er schon die Internetsucht!


dragon100
beantwortet von dragon100 am 15. September 2008 14:58
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Wie vor beschrieben,allerdings gibt´s auch Wichtigtuer.:-)


pegolina
beantwortet von pegolina am 15. September 2008 14:59
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Ein Mensch ist immer dann süchtig, wenn er ohne das Suchtmittel nicht mehr auskommt.

Kommentar von CENTRINO am 15. September 2008 15:19

Demnach ist er süchtig..


talentfrei
beantwortet von talentfrei am 15. September 2008 15:00
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wenns nicht mehr ohne geht


DIP08
beantwortet von DIP08 am 15. September 2008 15:07
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Ich denke das Internet ist heute schon so sehr im Alltagsleben verankert, dass sein Verhalten nicht als "Sucht" bezeichnet werden kann ...

ich bin auch viele Stunden täglich im Internet (und wäre wohl noch länger wenn nicht mein Schatz auch mal an den Laptop wollte) ...

Meine Emails werden alle 5 min automatisch gecheckt.

Wenn es mehr offene Wlan-Netze gäbe (die legalen ;) ) und mein Laptop nicht fast 3 Kilo wiegen würde und mir ein Blackberry nicht zu teuer wäre, würde ich die wohl auch mitnehmen.

Man bekommt ja tagtäglich viele Emails ... ich wenigstens 10-15 (ok - einige Newsletter dabei - aber ich mag Werbung) und will ja auch schnell antworten können.

Und dann les ich Nachrichten (und nicht erst am nächsten Tag in der Zeitung) ... verbringe heir gut 1-2 Std. ... spiel ein paar Online-Spiele ... kauf ein bissel was ein ...

So kann man schon fast den ganzen Tag mit dem Internet verbringen ... gehört für viele einfach dazu

Von einer Sucht würde ich nur sprechen wenn es eine schädigende Auswirkung hat, er deswegen sich selbst oder anderen schädigt (z.B. Job verliert etc.) oder auch wirklich nicht ohne auskommt (z.B. im Urlaub nur alle paar Tage Emails checken)

Kommentar von CENTRINO am 15. September 2008 15:21

Naja, ich glaube nicht, dass er sich oder anderen schadet, noch schmunzeln die meisten über sein Verhalten.. Danke für deine Antwort, DIP08!


grisu05
beantwortet von grisu05 am 16. September 2008 09:56
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Es gibt keinen Gradmesser für eine Sucht. Aber was Du beschrieben hast, klingt schon sehr nach Suchtverhalten.


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Wie hängt Internet-Abhängigkeit mit anderen Störungen zusammen?
In dem Informationsdienst Science Daily ist vor wenigen Tagen eine Zusammenfassung eines Artikels aus Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine erschienen, die mir interessant erscheint. Hier wird der Zusammenhang zwischen Internetabhängigkeit und anderen klinischen Erkrankungen wie ADHS oder Sozialphobie dargestellt. Im Anschluss meine Übersetzung dieses Beitrages in Auszügen:

Junge Menschen mit Störungsbildern wie Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS), Sozialphobie (Ängste vor dem Zusammensein in Gruppen), Feindseligkeit und Depressionen könnten eher dazu neigen, auch eine Internetabhängigkeit zu entwickeln.

Aus früheren Untersuchungen ist bekannt, dass bis zu 17,9 Prozent (je nach Kriterienraster) junger Menschen in westlichen wie auch in östlichen Gesellschaften internetabhängig sind. So wurde schon vorgeschlagen, Internetabhängigkeit wie auch Spielsucht in das Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders mit aufzunehmen. „Aus diesem Grund ist die Identifizierung von Risikofaktoren für Internetabhängigkeit wichtig zur Vorsorge bzw. einem frühen Eingreifen bei einer Internetabhängigkeit von jungen Menschen.”




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